Braune Orchideen von Andreas Schnabel

Braune OrchideenGleich zu Beginn des Kriminalromans „Braune Orchideen“ von Andreas Schnabel wird Margot Jänicke, die Frau des Pastors, in ihrem Garten von der Ärztin Else Kleefisch und dem Sohn des Fleischers mit einem Spaten brutal abgeschlachtet. Frank Posselt, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Schwalbach, kann gar nicht glauben, sein Chef, Hauptinspektor Bornheim, hat die angeforderte Spurensicherung und den Rechtsmediziner wieder abbestellt. Denn gemeinsam mit Dr. Else Kleefisch, die angeblich eine Leichenschau durchgeführt hat, ist der Hauptinspektor zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht um einen Mord, sondern um einen Unfall gehandelt hat. Oberinspektor Frank Posselt vermutet, ein Gewaltverbrechen soll vertuscht werden und droht seinem Chef im Präsidium Meldung zu machen. Bornheim fürchtet eine Untersuchung des Falls und gerät in Panik. Er lässt die Leiche mit Hilfe der Ärztin Else Kleefisch und des Bestatters Ederer umgehend in einem Krematorium in Luxemburg einäschern.

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Hebammerich – Wenn Liebe den Kreißsaal rockt

Buchcover: Hebammerich von Katrin Einhorn

Ein Jahrestag mit Hindernissen

Charlotte und Nils feiern ihren dreijährigen Jahrestag. Während Charlotte von Nils’ einfallslosem Geschenk enttäuscht ist, hat sie sich für ihn etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Wochenende in London inklusive Konzertkarten. Die Vorfreude währt jedoch nur kurz – denn Nils stellt fest, dass ausgerechnet an diesem Termin die Kölner Rockwoche stattfindet. Ein Streit ist vorprogrammiert.

Charlotte, die sich bereits Hoffnungen auf eine dauerhafte Beziehung gemacht hat, fühlt sich zunehmend vernachlässigt und unverstanden. Die meisten Samstagabende verbringt sie allein zu Hause, während Nils nur seine Band und sein Schlagzeug im Kopf hat. Für ihren Beruf als Hebamme interessiert er sich kaum und hört ihr nicht einmal richtig zu.

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Tote reisen nicht – Überraschungen zwischen Spannung, Nachdenklichkeit und Humor

Buchcover: Tote reisen nicht von Angelika Stephan

Spannende Wendungen gleich zu Beginn

Angelika Stephan wartet bereits mit der ersten Kurzgeschichte ihres Buches Tote reisen nicht* mit einer Überraschung für die Leser auf: Ein Überfall auf Hanna nimmt einen glücklichen Ausgang. In einer weiteren Geschichte täuscht ein Paar eine Autopanne vor, ohne zu ahnen, dass ein Ring ihnen zum Verhängnis wird, als sie sich scheinbar hilfesuchend an Christine wenden. Katja wiederum wird es bereuen, in einer Disco einen Whiskey mit Cola getrunken zu haben. Und der Ehestreit zwischen Helen und Heinz führt zu einer entscheidenden und völlig überraschenden Wendung in der Auseinandersetzung zwischen Mario und Georgio.

Nachdenkliche Episoden mit Tiefgang

Nach diesen spannungsgeladenen Texten wendet sich die Autorin ernsteren Themen zu. Jens, der in Amerika lebende Sohn von Mia, möchte seiner Mutter zum Weihnachtsfest eine Überraschung bereiten – ohne zu ahnen, dass ihn selbst eine unerwartete Wendung ereilen wird.

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Fantastische Welten, echte Gefühle: Ein Streifzug durch Nöstlingers Kurzgeschichten

Cover von Das große Nöstlinger Lesebuch von Christine Nöstlinger

Ein Kaleidoskop aus Humor, Fantasie und Alltag

Der Kurzgeschichtenband Das große Nöstlinger Lesebuch* versammelt ausschließlich Geschichten der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger und deckt eine beeindruckende Bandbreite an Themen ab. Da gibt es etwa den Jungen Jim, dem grüne Bohnen aus Nase, Mund und Ohren wachsen, oder Schulkinder, für die ausgerechnet ein Hund der beste und liebste Lehrer ist. Das Mädchen Kathi muss für die Schule stricken lernen, Jo packt seinen Kummer in eine Kummerdose, und Anna trommelt ihre aufgestaute Wut einfach weg.

In weiteren Erzählungen wird der Ausgang des Märchens „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“ infrage gestellt, ein König erlässt Gesetze zum Schutz der Kinder, Hugo trennt sich aus Liebe von seinem Lieserl, und Pinocchio landet im Spielzeugland.

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Bloß nicht nüchtern! – Ein satirischer Leitfaden durch den Feierwahnsinn

Buchcover: Ich kann da nicht nüchtern hin von Falko Löffler

Was Einladungen wirklich verraten

Wer eine Einladung zu einer Feier erhält und sich denkt „Ich kann da nicht nüchtern hin“, erfährt aus dem Buch von Falko Löffler zunächst, was ihm bereits die Form der Einladung über die geplante Festlichkeit verrät. Je nach gewähltem Veranstaltungsort werden unterschiedliche Erwartungen an den Gast gestellt, und natürlich gibt der Gastgeber mit der Auswahl der Dekoration einiges über die Absichten der Feier preis. Der Leser erhält Tipps zur angemessenen Kleidung, zu möglichen Gesprächsthemen und sogar dazu, welche Krankheiten er vortäuschen könnte, falls er der Feier lieber fernbleiben möchte.

Von runden Geburtstagen bis zur Hochzeit

Besonderes Augenmerk legt der Autor auf Einladungen zu runden Geburtstagen, wobei er jedem Jahrzehnt ein eigenes Kapitel widmet, da jedes seine eigenen Besonderheiten aufweist.

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Hirnrissig von Henning Beck

Die 20,5 größten Neuromythen – und wie unser Gehirn wirklich tickt!

HirnrissigSowohl das Verfassen, als auch das Lesen dieser Buchbesprechung setzt das Vorhandensein eines vernetzten Nervensystems voraus, mit dessen Entwicklung die Stammzellen bereits während der embryonalen Phase beginnen: Mit unserem Gehirn. Der promovierte Neurobiologe Henning Beck räumt in seinem Buch „Hirnrissig“ mit einer Vielzahl von Mythen auf und will verständlich machen, was die Wissenschaft bisher über dieses spannende Organ in Erfahrung gebracht hat. Erst das Zusammenspiel von Groß-, Zwischen- und Kleinhirn ergibt ein perfektes Ganzes und natürlich geht der Autor auf die einzelnen Hirnzentren ausführlich ein. Sehr anschaulich erklärt er, was bei einer Elektroenzephalographie (EEG) gemessen wird oder was bei der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) geschieht. Der Leser erfährt, dass der Mensch seiner Amygdala, einem Teil des limbischen Systems, bestimmte Abneigungen oder Vorlieben zu verdanken hat, warum das Hirngewebe gefaltet ist und ob ein großes Hirn mehr zu leisten vermag als ein kleines.

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Eine Reise zu sich selbst – Rezension zu „Ziemlich mitgenommen“ von Mia Sassen

Buchcover: Ziemlich mitgenommen von Mia Sassen

Aufbruch ins Ungewisse

Isabel ist 45 Jahre alt, lebt in Hamburg und ist mit dem Physiklehrer Carsten verheiratet. Nicht nur das Verhältnis zur 16-jährigen Tochter Lisa gestaltet sich zunehmend schwierig – Isabel verliert auch noch ihren Job als Synchronsprecherin. Als ihr Mann sie für zu alt hält, um eine neue Rolle als Schauspielerin anzunehmen, und ihr stattdessen eine Kur empfiehlt, fühlt sie sich „ziemlich mitgenommen“. Sie will nur noch weg und frei sein.

Ohne Gepäck steigt sie kurzerhand in das Auto einer über Siebzigjährigen, die auf dem Weg nach Prag ist. Während der Fahrt erfährt Isabel von Viktoria, dass Prag nur die erste Station ist – das eigentliche Ziel lautet Istanbul. In der Türkei möchte die alte Dame ihren früheren Verlobten Can wiederfinden, den sie vor 48 Jahren zuletzt gesehen hat.

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Kein Elch. Nirgends von Sebastian Lehmann

Kein Elch. NirgendsSpieleabende, bei denen Rollen- oder Strategiespiele gespielt werden, kann Sebastian nichts abgewinnen, denn es geht immer ums Gewinnen, wozu er keinen Ehrgeiz hat. Also verlässt er wieder einmal Berlin, um nach Stockholm zu fahren, wo er durch die Wälder fährt, aber nirgendwo einen Elch findet. Dafür begegnet er in einem Café in Södermalm mehreren jungen schwedischen Männern, die mit ihren dunkelblonden Bärten aussehen wie Wikinger und besser und akzentfreier Englisch sprechen, als echte Engländer. Am Abend geht er in einen Club, in dem ausschließlich Berliner Elektromusik gespielt wird und begegnet einem wunderschönen Mädchen in einem riesigen, schwarzen Sackkleid von Acne. Am nächsten Tag beschließt er in einen Naturpark zu fahren, denn besser ein Elch in einem Gehege, als gar keiner. Doch findet er am Zaun den Hinweis: „No elk today“.

Zurück in Berlin erfährt Sebastian bei einem Anruf einer Hotline der Polizei, dass alle Polizeistreifen im Einsatz sind oder eine Pause bei Burger King machen und er Selbstjustiz üben soll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

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Tödlicher Kick von Lucie Flebbe

Tödlicher KickMit dem ehemaligen Polizisten Ben Danner und Kriminalkommissar Lennart Staschek verfolgt Lila in dem neuen Kriminalroman „Tödlicher Kick“ von Lucie Flebbe ein Fußballspiel. Die Fans toben, als Oran Mongabadhi, die Nachwuchshoffnung vom VfL Bochum, einen Elfmeter vermasselt. Am folgenden Tag meldet sich bei Lila und Ben, die zusammen wohnen und gemeinsam als Privatdetektive arbeiten, eine junge Frau, die sich Curly nennt. Es wäre allgemein bekannt, dass sie als ehemalige Prostituierte mit Oran befreundet war. Nach dem Spiel hätte sie ihn tot aufgefunden und nun fürchtet sie, dass die Polizei hinter ihr her ist.

Tatsächlich wurde Oran von einem Schuss in den Hinterkopf tödlich getroffen. Für Lennart Staschek kann nur Curly, die mit richtigem Namen Moesha Schmidtmüller heißt, die Tat begangen haben, denn an ihren Schuhen, ihrer Kleidung und ihrem Körper konnte Orans Blut nachgewiesen werden.

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Satirische Weihnachten mit Hans Scheibner: Ein Blick in „Wer nimmt Oma?“

Buchcover: Wer nimmt Oma? von Hans Scheibner

Familienchaos und Geschenkestress

In einer von über vierzig Gedichten und Geschichten, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen, widmet sich Hans Scheibner in humorvoller Weise der Frage: Wer nimmt Oma? Wenn es unter ihren Kindern wieder einmal aufzuteilen gilt, bei wem sie den Heiligabend verbringen soll, ist Streit vorprogrammiert. Scheibner kritisiert in seinen Texten die Heuchelei der Menschen zu diesem sogenannten Friedensfest und die Tatsache, dass heutzutage immer teurere Geschenke gemacht werden. In einem Streitgespräch eines Ehepaares geht es darum, was mehr Freude bereitet: etwas zu bekommen oder etwas zu verschenken. Makaber wird es, wenn per Grundgesetz jedem Bürger aus Kostengründen nur noch fünfundsiebzig Lebensjahre zugestanden werden sollen.

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