Zwischen Dünen, Daten und Düsterwetter – Hardy Pundt über ein Leben auf Memmert und die Spuren seiner Vorfahren

Foto von Hardy Pundt
Bildquelle: Hardy Pundt

Kindheit auf einer Insel, die ständig im Wandel war

Dr. Hardy Pundt wurde im Februar 1964 in Hage, unweit von Norddeich, geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern auf der Juist vorgelagerten kleinen Insel Memmert auf, wo er zunächst von seiner Mutter unterrichtet wurde. Die weitere Schulzeit verbrachte er auf Juist sowie im ostfriesischen Emden und Norden, wo er am Ulrichsgymnasium das Abitur ablegte.

In Münster hat er nach einem Studium in Geowissenschaften mit Schwerpunkt Geoinformatik promoviert und habilitiert. Wenn auch sein familiärer Lebensmittelpunkt mit seiner Frau Barbara und drei Kindern heute in Schleswig-Holstein ist, so zieht es ihn doch immer wieder als Hochschuldozent an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Harz in Wernigerode.

Dr. Hardy Pundt sind zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu verdanken und er hat Kriminalromane sowie diverse andere Texte verfasst.

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Otto Leege – Der Pionier des Naturschutzes auf Memmert

Cover von Memmertsand von Hardy Pundt

Vom Schüler zum Lehrer: Otto Leege und sein früher Werdegang

Im Alter von rund sechzig Jahren erzählt der 1862 in Uelsen geborene Volksschullehrer Otto Leege, inzwischen in zweiter Ehe mit Engeline verheiratet und zum achten Mal Vater, seinen Schülern von seinem bewegten Leben. Seine botanisch versierte Mutter weckte früh seinen Wissensdurst. Als die Frage nach der beruflichen Zukunft aufkam, unterstützte ihn sein Lehrer mit dem Vorschlag, die Laufbahn eines Schulmeisters einzuschlagen.

Während seiner Ausbildung in Aurich erkundete Otto neugierig die Natur und lernte von seinen Weggefährten. Früh begann er, seine Beobachtungen in einem Tagebuch festzuhalten. Bei einem Ausflug nach Norderney faszinierte ihn die einzigartige Pflanzen- und Vogelwelt so sehr, dass er am liebsten dort geblieben wäre.

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Zwischen Hoffnung und Gefahr – Die Frauen der Villa Sommerwind im Sturm der Zeit

Cover von Die Frauen der Villa Sommerwind – Die Hoffnung am Horizont von Anna Husen

Zwei Schwestern, zwei Wege – und ein neues Jahrzehnt

Im zweiten Teil der Familiensaga, der im Jahr 1924 ansetzt, wachsen Henriette Graffs Zwillingstöchter Julia und Christine nach den Entbehrungen des Ersten Weltkriegs wohlbehütet in der Villa Sommerwind am Timmendorfer Strand auf.
Die ungestüme, vorlaute Julia hilft am liebsten in der Küche dem stellvertretenden Küchenchef Johannes Grünblatt – sehr zum Missfallen ihrer Mutter und ihres Ziehvaters Ole Bergmann. Christine hingegen wird in ihrem Wunsch unterstützt, später Ärztin zu werden. Sie arbeitet bereits als Krankenschwester in der Praxis von Herrn Marks.

Nachdem Julia beweist, dass sie das Winterbankett 1925 eigenständig ausrichten kann, darf sie endlich eine Lehre beginnen, anschließend die Hotelfachschule besuchen – und schließlich ihren Johannes heiraten.

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Die Frau, die das Automobil in Bewegung setzte

Cover von Bertha Benz und die Straße der Träume von Alexander Schwarz

Eine Begegnung, die Geschichte schreibt

Wahrscheinlich ist es unmöglich, die Anzahl der heute weltweit fahrenden Autos auch nur annähernd zu beziffern. Umso erstaunlicher ist es, sich vorzustellen, dass noch vor rund eineinhalb Jahrhunderten kaum jemand an ein Fahrzeug glaubte, das sich ohne Pferde fortbewegen könnte.

Bis auf den Ingenieur Carl Benz, der in Alexander Schwarz’ Roman Bertha Benz und die Straße der Träume der vierzehnjährigen Bertha Ringer im Jahr 1863 erstmals in Pforzheim begegnet. Sie staunt über den jungen Mann, der zwischen zwei Rädern auf einem „hölzernen Apparat“ strampelt. Sechs Jahre später treffen sie sich bei einem Familienausflug wieder – und Bertha weiß beim Blick in seine Augen sofort, dass sie ihn heiraten möchte. Geduldig erzählt Carl von seinem Veloziped und seinem Traum, einen selbstfahrenden Apparat zu bauen, der ohne Pferde auskommt.

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Ein weißer Vogel in dunkler Zeit

Cover von White Bird - Wie ein Vogel von R.J. Palacio

Ein Anruf, der eine verdrängte Vergangenheit öffnet

Das Genre der Graphic Novels erfreut sich wachsender Beliebtheit, denn schon die Illustrationen sprechen unmittelbar das Gemüt an. R.J. Palacio wählt für ihre Graphic Novel White Bird – Wie ein Vogel einen Face‑Time‑Anruf zwischen Großmutter und Enkel als Rahmen. Darin berichtet die Grandmère von ihrer Vergangenheit als junges Mädchen im Krieg. Obwohl es ihr schwerfällt, darüber zu sprechen – was die Illustrationen eindrucksvoll zeigen –, erfüllt sie die Bitte ihres Enkels. Sie möchte, dass seine Generation versteht, was geschehen ist, und nicht zulässt, dass sich solche Ereignisse wiederholen.

Ein behütetes Leben, das plötzlich zerbricht

Als Sara Blum lebt sie in den 1930er‑Jahren glücklich mit ihren Eltern in einem kleinen französischen Ort. Der Vater ist Arzt, die Mutter Mathematikerin. Doch nach der Kapitulation vor den Deutschen verliert die Mutter aufgrund der antijüdischen Gesetze ihre Anstellung an der Universität.

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Ein weißer Vogel gegen das Vergessen

Cover von White Bird von R.J. Palacio und Erica S. Perl

Ein Anruf zwischen New York und Paris

Per Face‑Time‑Anruf telefoniert Julian aus New York City mit seiner Grandmère in Paris und bittet sie, für einen Schulaufsatz von ihrer Zeit als Mädchen im Krieg zu berichten. Obwohl die Erinnerungen schmerzen, beginnt sie zu erzählen: Sie wuchs mit ihren Eltern in einem kleinen französischen Dorf auf. Sara war verwöhnt, hatte hübsche Kleidung, Spielzeug und sogar ein Klavier. Ihr Vater, ein berühmter Arzt, und ihre Mutter, Dozentin an der Universität, führten ein sorgenfreies Leben – bis die Kapitulation vor den Deutschen im Jahr 1940 alles veränderte. Die Mutter verlor ihre Arbeit, und der zwölfjährigen Sara wurde sogar der Besuch einer Eisdiele verwehrt.

Ein Skizzenbuch, ein Außenseiter und die ersten Schatten

Eines Tages vergaß Sara ihr Skizzenbuch mit Vogelzeichnungen in der Schule. Ausgerechnet ihr Tischnachbar Julien Beaumier, den sie wie alle anderen ignorierte und mit dem sie nie ein Wort gewechselt hatte, brachte es ihr zurück.

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Ein Brand, ein Skandal – und ein düsteres Geheimnis im alten Darmstadt

Cover von Das Darmstädter Mörderliebchen von Ella Theiss

Eine Residenzstadt voller Intrigen

Nach der Verleihung der Stadtrechte wurde Darmstadt im Jahr 1330 zur Residenzstadt der Landgrafen und Großherzöge von Hessen und blieb bis 1945 hessische Hauptstadt.

Ella Theiss zeichnet in ihrem Kriminalroman Das Darmstädter Mörderliebchen einen wahren Fall nach: Gräfin Emilie von Görlitz kam bei einem Brand ums Leben. Während der Löscharbeiten begegnet der Jurastudent Alexander Büchner einem Mann, der sich Paul Mink nennt – jemand, den Alexander von früher zu kennen glaubt. Mink bestreitet dies jedoch. Vom Geheimdienst gezwungen, als Lockspitzel zu arbeiten, tritt er später unter dem Namen Peter Ennig auf – mit langem Haar und Vollbart kaum wiederzuerkennen.

Christina Born zwischen Angst, Liebe und gesellschaftlichem Druck

Vor den Flammen bangt die Magd Christina Born um ihren Verlobten Johann Stauf, Kammerdiener im Hause von Görlitz. Er könnte sich noch im brennenden Gebäude befinden.

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Ein verborgenes Päckchen – und ein Geheimnis, das alles verändert

Cover von Sturmmädchen von Lilly Bernstein

Ein hartes Leben in der Eifel

Nachdem ihr Vater im Ersten Weltkrieg gefallen ist, wohnt Elli in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Mutter Alma in der Eifel. Von den Dorfbewohnern wird sie wegen ihres zu kurzen Beins und zu kleinen Fußes nur das „Hinkemädchen“ genannt. Eines Nachts, als die Hebamme Alma zu einer Geburt unterwegs ist, klopft Schwester Gertrud an und überreicht Elli ein Päckchen für ihre Mutter, über das sie Stillschweigen bewahren und das sie gut verstecken soll. In derselben Nacht kehrt auch Hans Janssen, ihr Nachbar und Freund aus Kindertagen, nach drei Jahren auf den elterlichen Hof zurück.

Freundschaft, die nur noch in Erinnerungen lebt

Im Jahr 1938 existieren die unbekümmerten Tage der einstigen Freundinnen nur noch in der Erinnerung. Vor fünf Jahren trafen sie sich regelmäßig zum Baden im Perlenbachtal.

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Der Einsturz von Münchenstein – als eine Brücke zur tödlichen Falle wurde

Cover von Eiffels Schuld von Stefan Haenni

Ein Ausflug, der im Desaster endet

Am 14. Juni 1891 wurde die Schweiz vom größten Eisenbahnunglück ihrer Geschichte erschüttert. Nahezu zweihundert Passagiere wurden teils schwer verletzt, dreiundsiebzig Menschen verloren ihr Leben. Zu den Überlebenden zählte Ida Gutzwiller Gysin, die ihrem Sohn Willi siebzig Jahre später ein Geheimnis anvertraut:

Ein Jahr vor dem Unglück hatte sich die damals achtzehnjährige Ida mit Wilhelm Münch verlobt, der plötzlich spurlos verschwand. Selbst ein vom Vater engagierter Privatdetektiv konnte ihn nicht finden. Da Ida ein Kind erwartete, gab sie schließlich den Avancen von Karl Gutzwiller nach und heiratete ihn. Mit dem inzwischen geborenen Sohn Willi wollte das Ehepaar einen Ausflug nach Münchenstein bei Basel zu einem Bezirkssängerfest machen – nicht ahnend, dass der Zug sein Ziel nie erreichen würde.

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Lissabon entdecken – mit Wissen, Blicken und überraschenden Einblicken

Cover von DuMont Reise-Taschenbuch Lissabonvon Jürgen Strohmaier

Ein Stadtführer voller Details, Hinweise und persönlicher Tipps

Der Reiseführer Lissabon informiert umfassend über die verschiedenen Stadtteile – von Geschäften über Kirchen und Museen bis hin zu kulinarischen Empfehlungen. Gerade zum Thema Speisen gibt Jürgen Strohmaier einen wichtigen Hinweis, damit es bei der Rechnung keine unangenehme Überraschung gibt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch seine Ausführung, dass sich die legendäre Fado‑Musik dort, wo sie zu hören ist, über die Preise für Speisen finanziert.

Die portugiesische Hauptstadt lockt mit zahlreichen Aussichtspunkten, den sogenannten Miradouros, mit Plätzen, Parks und engen Gassen. Nicht fehlen sollte eine Fahrt mit der Straßenbahn durch das Altstadtviertel, bei der es steil auf‑ und abwärts geht und der Waggon dicht an den Hauswänden vorbeischrammt.

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