Wenn Tränen die Welt verwandeln – Ein Wurm entdeckt die Kraft des Weinens

Cover von Wenn du weinst wie ein Wasserfall von Noemi Vola

Ein rosa Wurm und ein Wasserfall aus Gefühlen

Das Kinderbuch Wenn du weinst wie ein Wasserfall zeigt zunächst einen traurig blickenden rosa Wurm, dem die Tränen regelrecht aus den Augen schießen. Der Erzähler warnt, dass bald alles überschwemmt sein könnte und der Wurm sogar ertrinken würde. Also empfiehlt er ihm, einen Rettungsring oder ein aufblasbares Krokodil zu benutzen.
Tatsächlich fühlt sich der Wurm darauf etwas besser – bis er feststellt, dass Weinen „nichts bringt“, und erneut in Tränen ausbricht.

Tränen als Superkraft: Von Pasta bis Putzmittel

Wenn schon geweint wird, so der Erzähler, dann bitte richtig – als Wasserfall, der Tauben glücklich macht.

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Wenn Kinder mutiger sind als Erwachsene

Cover von Große sind Schisser von Sybille Hein

Wer hat hier eigentlich Angst?

Adam, Nele und ein weiteres Mädchen machen sich darüber lustig, dass Erwachsene oft die größten Schisser, Schlotterbacken, Angstbeutel und Hosenscheißer sind. Onkel Baran etwa ist riesengroß – doch sobald ein Zahnarzttermin ansteht, „pinkelt“ er sich fast in die Hose. Neles Tante wiederum fürchtet sich vor Freitagen, Kaffeetassen und schwarzen Katzen und reagiert darauf mit heftigem Herzklopfen. Den Kindern ist klar: Erwachsene bangen schon völlig grundlos um sie, sobald sie nur auf einen Baum klettern. Und ihr Nachbar? Der brüllt los, wenn er im Hof eine Maus sieht – woraufhin sämtliche Erwachsenen panisch flüchten, als könnten die Mäuse sie auffressen.

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Ein Internat voller Geheimnisse – Arthur Conan Doyle und die Anfänge eines Genies

Cover von Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente von Ali Standish

Ein Junge mit Scharfsinn und Mut

Arthur Conan Doyle lebt mit sechs Schwestern in bescheidenen Verhältnissen bei seinen Eltern in Edinburgh, die kaum alle Esser am Tisch satt bekommen. Der Vater ist Kinderbuchillustrator, doch seine Alkoholsucht hindert ihn daran, Arbeiten zu vollenden.

Als Arthur für seine Mutter Einkäufe erledigt, rettet er dank seiner schnellen Reaktion einer jungen Mutter und ihrem Neugeborenen das Leben. Seine Beobachtungsgabe fällt einem Mann auf, der ihn dafür lobt – ein Moment, der den Lauf seines Lebens verändern wird.

Ein unerwartetes Angebot

In Arthur reift der Gedanke, beim Metzger Arbeit zu suchen, um die Familie zu unterstützen. Doch dann erreicht ihn ein Brief von Professor George Edward Challenger, dem Direktor von Baskerville Hall. Arthur wird dort angenommen und soll bereits am nächsten Tag, zu Beginn des neuen Schuljahres 1868, antreten – ohne dass seiner Familie Kosten entstehen.

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Ein Winter voller Geheimnisse – Morris und die Suche nach Halt

Cover von Morris von Bart Moeyaert und Sebastian Van Doninck

Ein Einstieg, der direkt ins Geschehen zieht

Bart Moeyaert beginnt sein Kinderbuch Morris damit, dass der Leser direkt mit DU angesprochen wird: DU stehst am Fenster und siehst, wie es zu schneien beginnt. Sobald genug Schnee gefallen ist, kannst DU einen Schneemann bauen – mit einer Karotte, zehn Knöpfen und einem Eimer. Das Ergebnis ist ein Riesenschneemann, dreimal so groß wie DU.

Deine Eltern bringen DIR Fäustlinge gegen die Kälte und versprechen heißen Kakao. Fast so viel Glück wie Morris hast DU allerdings nicht, denn Morris darf eine Weile bei seiner Oma in den Bergen wohnen.

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Wenn die Eltern weg sind: Ein Abend voller Chips, Grusel und Chaos

Cover von Gutenachtgeschichten für Celeste von Nikolaus Heidelbach und Ole Könnecke

Allein zu Hause – und schon beginnt das Abenteuer

Die Eltern von Boris und Celeste sind bei ihren Nachbarn zum Geburtstag eingeladen und lassen ihre Kinder zum ersten Mal ganz allein zu Hause. Boris soll als der Ältere für das Abendbrot sorgen, seine Schwester ins Bett bringen und ihr dort eine Gutenachtgeschichte vorlesen. Doch statt des bereitgestellten Vollkornbrots, der Paprika und des Salats gibt es für die Geschwister Kartoffelchips und Kekse zum Abendessen. Und obwohl die Eltern ausdrücklich verboten haben, noch einen Film zu schauen, sieht Boris sich einen Gruselfilm an und schickt Celeste währenddessen zum Zähneputzen ins Bad.

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Neunzehn Minuten bis zum Verschwinden – Frankies abenteuerlichster Tag beginnt

Frankie und wie er die Welt siehtDer zehnjährige Frankie sitzt mit seiner vier Jahre älteren Schwester Delia in Berlin in einer Eisdiele. Sie reden über ihre Eltern, denn der Vater ist schon seit drei Monaten bei seiner neuen Liebe Natalie. Nachts hören sie beide, wie ihre Mutter weint. Aus Kummer isst sie viel und hat schon zwanzig Kilogramm zugenommen. Obwohl Frankie die Lösung in einem Gespräch mit seinem Vater sieht, ist Delia davon überzeugt, dass ihm der Vater nicht zuhören wird. Und das ist ihrer Meinung nach so sicher, wie es niemand schafft, vier Erdbeershakes hintereinander zu trinken. Doch da kennt sie ihren Bruder schlecht, der ihr genau das beweist. Nach dem letzten Shake sucht Frankie die Toilette auf, während Delia vergeblich auf seine Rückkehr wartet. Hat er sich schon wieder unsichtbar gemacht, so, wie er ihr das vor zwei Jahren schon einmal bewiesen hat?

Nein, Frankie bleibt verschwunden. Delia, die sich Sorgen macht, geht zu ihrer Mutter ins Krankenhaus, wo diese als Krankenschwester arbeitet. Nach Feierabend will sie Delia bei der Suche helfen.

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Wir sind (die) Weltklasse – Die verschwundene Matilda von Tanya Lieske und Sybille Hein

Wir sind (die) Weltklasse - Die verschwundene MatildaIrina ist mit ihrer Mutter Larissa wegen des Krieges aus Russland nach Deutschland gekommen. Während das Mädchen, das die dritte Klasse einer Grundschule besucht, inzwischen Deutsch gelernt hat, spricht die Mutter nur Russisch. Nach den Sommerferien empfängt die Schuldirektorin Frau Grützkow die Kinder anstelle der Klassenlehrerin Frau Meister. Sie erklärt den erstaunten Schülern, dass Matilda, ein im letzten Schuljahr gebauter Stegosaurus über die Ferien verschwunden ist und Frau Meister deshalb zur Polizei ging. Es dauert nicht lange, da kommt sie mit zwei Polizisten zwecks Spurensicherung zurück. Sie entdecken: ein graues Stummelhaar, die Tüte von einem „Twickers“, einen halben „Radierflums“ und einen blauen Wollfussel.

Als Irina von der Schule kommt, ist Mutters Freund Boris wieder zu Besuch, mit dem diese gerne nach Berlin ziehen möchte, was ihrer Tochter natürlich gar nicht gefällt, weil die viel lieber in ihrer Igelklasse bleiben möchte.

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Lou und der geheimnisvolle Süßigkeitenschatz von Bine Pauli

Lou und der geheimnisvolle SüßigkeitenschatzEines Morgens wird das Eichhörnchen Lou vom Specht Rosali durch Trommeln geweckt. Lou denkt noch gar nicht ans Aufstehen, denn in seinem herrlich warmen Bett hat er von einem Land mit paradiesischen Süßigkeitenbergen geträumt. Seine Freundin Rosali gibt zu bedenken, dass Süßes schlecht für die Zähne ist, doch Lou lässt das nicht gelten. Während Rosali arbeitet, ist Lou lieber faul und hat keine Lust, immerzu Nüsse zu sammeln. Viel lieber will er auf Entdeckungsreise gehen. Mit einem Bündel Nüsse und seinem Lieblingskissen macht sich Lou auf den Weg, während Rosali, die ihn nicht begleiten will, verspricht auf ihn zu warten.

Unterwegs lernt Lou eine nette Eichhörnchen-Familie kennen, die ihm kandierte Nüsse mitgibt, und ein Uhu kennt für ihn ein Nachtlager. Am nächsten Tag trifft er das Rotkehlchen Marie, das nicht mit ihm auf Schatzsuche gehen will, da sie ihren Schatz schon gefunden hat: Karl wird für sie beide ein Nest bauen.

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Patti packts an von Edith Schachinger und Dani Remen

Patti packts anFür Patti steht Sportunterricht auf dem Plan. Ihre Lehrerin Frau Schönbügel erlaubt den Kindern, eine Stange hinaufzuklettern. Peter und Maira sind bereits bei dem Versuch gescheitert. Als Patti auch beim dritten Versuch keinen Halt an der Stange findet, packt sie die Wut: „Warum geht das nicht?“ Sie stapft auf den Boden: „Ich hasse das! Ich will das jetzt können!“ Als sie wegen ihrer Wut von ihren Mitschülern ausgelacht wird, ist Patti enttäuscht und hockt sich weinend in eine Ecke. Sie ist böse auf die Stange und ihre Lehrerin, doch noch böser auf sich selbst, weil sie offensichtlich zu schwach ist. In diesem Moment hasst sie die Sportstunde und ebenso die ganze Welt, während die anderen unterdessen zumindest weiter probieren, die Stange hinaufzuklettern.

In der Pause möchte Patti nicht mit am Tisch sitzen und essen. Alleine zieht sie sich in die Turnhalle zurück und trifft dort auf Frau Schönbügel, die davon überzeugt ist, dass es Patti am Ende des Jahres bis ganz nach oben schafft.

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Mach dir die Welt von Raffaela Schöbitz

Mach dir die WeltBei dem Sachbuch Mach dir die Welt* müsste der Leser eigentlich mit dem zum Ende angefügten Glossar beginnen, um das in den Texten abgedruckte Akronym LGBTQIA+* zu verstehen, wobei L für lesbisch, G für gay wie schwul, B für bisexuell, T für transgender oder transident, Q für queer, I für intergeschlechtlich (Variationen von Geschlechtsmerkmalen) und A für asexuell steht. Da mit dieser Kombination von Buchstaben nicht alle Identitäten des queeren Spektrums abgebildet werden können, so das Glossar, steht am Ende ein Pluszeichen. Schließlich soll das Gendersternchen zeigen, dass an das Wort verschiedene Endungen angehängt werden können.

Raffaela Schöbitz schreibt von dreißig Lebenswegen queerer Persönlichkeiten, jeweils in der Form, als würden sie selbst berichten. Dass sie von ihrer mehr oder weniger glücklichen Kindheit und ihrem Elternhaus nicht selbst erzählen, wird spätestens bei der vor über dreitausend Jahren lebenden Hatschepsut deutlich.

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