Der perfekte Mann von Ernest van der Kwast

Der perfekte MannDer Kunsthistoriker Peter Lindke bewohnt seit kurzem mit seiner Frau Kee und den beiden Söhnen Tristen und Ewan ein Reihenhaus in einem sozial gemischten Quartier inmitten von Sozialwohnungen aus den achtziger Jahren. Die Stadt hatte einen Teil der alten Mietshäuser abgerissen und an deren Stelle einige schicke Reihenhäuser gebaut, um Wohnraum für Besserverdienende zu schaffen. Das Neubauprojekt soll das Viertel verbessern und dafür sorgen, dass gut ausgebildete Familien in Rotterdam bleiben. Peter arbeitet als Kurator der Abteilung für niederländische Barockmalerei am örtlichen Museum, seine Frau Kee ist eine erfolgreiche Illustratorin. Doch in ihrer Ehe kriselt es, denn während Kee sich auch noch um den Haushalt und die Kinder kümmern muss, vergräbt sich Peter in seiner Arbeit.

Als ein angeblich neuer Rembrandt entdeckt wird, das Porträt eines unbekannten jungen Mannes, widerspricht Peter dieser Zuschreibung, obwohl mehrere Experten die Echtheit des Gemäldes bestätigt haben.

weiterlesenDer perfekte Mann von Ernest van der Kwast

Die Radioschwestern – Tanz in ein neues Leben von Eva Wagendorfer

Die Radioschwestern - Tanz in ein neues LebenDie ersten beiden Teile der Trilogie umfassen die Freundschaft der Frauen Gesa, Margot und Inge in den Jahre von 1926 bis 1955, woran der Roman Die Radioschwestern – Tanz in ein neues Leben* direkt anschließt: Gesa Kellermann, deren erster Ehemann im Krieg blieb und die inzwischen mit dem Programmdirektor Philip vom Hessischen Rundfunk verheiratet ist, sorgt sich um ihren Sohn Julius, nachdem er mit einem Job in Berlin scheiterte und nun ausgerechnet von der Konkurrenz als deutsch-amerikanischer Koordinator eine Zusage bekommen hat. Doch damit nicht genug, will plötzlich auch noch Rikard van Leeuwen, der Vater ihres Enkelkindes Peterchen, den Kleinen sehen, obwohl er Christel Bronnen seinerzeit im Stich gelassen hat. So ist Gesa überglücklich, als der Intendant sie zur stellvertretenden Leiterin des Frauenfunks ernennt und den Gastdirigenten-Vertrag von Rikards Vater, Thomas van Leeuwen, nicht verlängert, was zur Folge hat, dass die van Leeuwens nach Amerika gehen.

weiterlesenDie Radioschwestern – Tanz in ein neues Leben von Eva Wagendorfer

Die Glücksbäckerei am Meer von Emma Jacobsen

Die Glücksbäckerei am MeerRiekje Johannsen ist zu ihrem Freund Martin gezogen, der bei seinem Vater als Makler arbeitet und auf Norderney ein Haus mit Ausblick auf den Weststrand besitzt. Die Vereinbarung der beiden sieht so aus, dass Riekje keine Miete zahlen muss, dafür aber den größten Teil des Lebensunterhaltes plus Nebenkosten für das Haus übernimmt. Während sie aus Anlass des 30. Geburtstages von Martin hofft, an dem Abend von ihm zum Essen ausgeführt zu werden und einen Heiratsantrag bekommt, ist sie umso enttäuschter, dass er den Abend mit seinen Freunden verbringen will. Zudem nehmen die Spannungen zu, da in der Haushaltskasse permanent Ebbe herrscht, weil Martin seit Monaten seinen Anteil nicht überwiesen hat.

Für eine Babyparty anlässlich der Schwangerschaft von Freundin Jule hat Riekje Kuchen und Cupcakes gebacken, von denen sich alle begeistert zeigen. Hebamme Nela trägt an Riekje die Bitte heran, für sie regelmäßig einen Rumgugelhupf zu backen, und tatsächlich überlegt die Hobbybäckerin Riekje, ob sie nicht zur Aufbesserung ihrer finanziellen Situation ein kleines nebenberufliches Gewerbe anmeldet, wie es auch schon Freundin Asja empfohlen hat.

weiterlesenDie Glücksbäckerei am Meer von Emma Jacobsen

Oma hat die Hosen an von Regine Kölpin

Oma hat die Hosen anNach dem Tod ihres Ehemannes lebt die fünfundsiebzigjährige Elisa Krull alleine in ihrem Fachwerkhaus in Otterndorf im Hadelner Land. Es ist Tradition, dass ihr Sohn Immo mit seinem Sohn Tobias und seiner Lebensgefährtin jedes Jahr zum Erdbeertag zu Besuch kommt. Elisa hat auch schon die Betten bezogen, eine beschwipste Erdbeertorte sowie einen Erdbeerkuchen und einen -kranz gebacken. Um so enttäuschter ist sie, als Immo nur mit Gesa kommt, weil Tobias ein Handballspiel hat. Genau das ist auch der Grund, weswegen die beiden schon nach kurzer Zeit wieder aufbrechen, um pünktlich zum Spiel in Köln zu sein.

Schon seit einem halben Jahr fällt Elisa ein Skipper mit einem Motorboot auf, mit dem er über die Medem immer an ihrem Häuschen vorbeifährt. Nachdem sich ihr Kurzbesuch verabschiedet hat, legt der Skipper zum ersten Mal an ihrem Steg an und stellt sich in schmutziger Cordhose, zerzausten Haaren und Bart als Marten Boekhoff vor.

weiterlesenOma hat die Hosen an von Regine Kölpin

Keine Reue von Ellen Sandberg

Keine ReueDie Anwältin Barbara und ihr Ehemann, der Publizist Gernot Maienfeld, leben in einer großzügigen Eigentumswohnung in Stuttgart, die sie Ende der 1980er Jahre gekauft haben. Als Barbaras Eltern kurz nacheinander verstorben sind, hat sie völlig unerwartet einen Teil des Millionenvermögens aus deren Textilfabrik geerbt. Obwohl sie die Erbschaft zunächst ausschlagen wollte, hat Gernot sie überredet, mit einem Teil des Geldes einige Organisationen zu unterstützen. Doch das ausschlaggebende Argument für sie war, dass sie sich mit dem Geld eine kleine Wohnung in Stuttgart, Frankfurt oder München leisten könnten. Die Aussicht, aus dem alten Haus in Buchsweiler auszuziehen und wieder in einer Stadt zu leben, war zu verlockend.

Doch statt einer kleinen Wohnung haben sie eine großzügige Wohnung mit Dachterrasse, Designermöbeln und einen Sportwagen für Gernot gekauft. Aus der einstigen Anwältin der RAF und dem linken Publizisten, der gegen das System und den Kapitalismus anschrieb, waren bourgeoise Salonlinke geworden.

weiterlesenKeine Reue von Ellen Sandberg

Wohin gehst du, wenn ich bleibe von Lucia Sperling

Wohin gehst du, wenn ich bleibeDie siebenundvierzigjährige Olivia ist Dozentin für Kunstgeschichte an der Universität in Göttingen. Mit ihrem Ehemann Philip bewohnt sie ein großzügiges Haus, das über eine Wohnung für den mittlerweile in England studierenden Sohn Vincent verfügt. Zu Philips Geburtstag organisiert sie eine Überraschungsparty mit all seinen Freunden. Die Überraschung ist ihr auch gelungen, da Philip davon ausging, dass keiner seiner Freunde Zeit hat zu kommen. Allerdings ist Olivia von der Rede ihres Mannes überrascht, als er darin verkündet, aufs Land ziehen zu wollen, wo er einen alten Hof sanieren will. Um die Kosten zu decken, will er ihr Haus verkaufen. Olivia ist wie vor den Kopf gestoßen, zumal ihre gemeinsame Planung so aussah, dass sie in dem Haus alt werden wollten. Wie es scheint, hat Philip alles Organisatorische bereits mit seinem Partner Tom besprochen, mit dem er zusammen ein Architekturbüro leitet.

Aber für Olivia kommt es noch schlimmer, als ihr Philip wenig später eröffnet, dass er sie verlassen wird. Ausgerechnet für die viel jüngere Aimee, ihre Freundin, die ein Yogastudio leitet und von der sie selbst einen Gutschein für einen Workshop als Geschenk für ihren Mann gekauft hat.

weiterlesenWohin gehst du, wenn ich bleibe von Lucia Sperling

Etwas verborgen Schönes von Arne Jensen

Etwas verborgen SchönesIm Alter von sechzehn Jahren sitzt die zutiefst verstörte Ottilie im Jahr 1944 neben ihrem im Bett liegenden erschlagenen Vater Walter Rabe. Sie hat keine Erinnerung daran, warum Blut an ihrer Hand ist. Von Kriminalrat Werner Beltheim wird verlangt, dass er den Mord an dem Gestapo-Offizier und Mitarbeiter im Sicherheitsdienst schnellstens aufklärt. Da Ottilie nichts zum Tathergang auszusagen weiß, kann Rabe, der von ihrer Schuld nicht überzeugt ist, nicht einmal erwirken, dass sie vor ein milderes Jugendgericht gestellt wird. Stattdessen wird die Jugendliche zu einer zehnjährigen Haft in der Uckermark verurteilt. Für den nicht linientreuen Kriminalrat wird klar, dass der wirklich Schuldige geschützt wird und für ihn tauchen während seiner Ermittlungsarbeit immer neue Fragen auf, wobei er aufpassen muss, nicht selbst in die Fänge der Gestapo zu gelangen.

Im Jahr 2022 beschließt die mittlerweile vierundneunzigjährige Ottilie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Sie erwirbt das Landgut Torchau in der Uckermark, in dem sie einst ihre Haft verbüßen musste und in das sie ihre Verwandtschaft zwecks Klärung der Erbfrage einladen will.

weiterlesenEtwas verborgen Schönes von Arne Jensen

Das einzige Kind von Hera Lind

Roman nach einer wahren Geschichte

Das einzige KindHera Lind zeichnet in ihrem Roman Das einzige Kind* die ersten Lebensjahre von Djoko nach, dem späteren Franz Peters-Engl, der ihr dreiundachtzig Jahre danach erzählt, wie er im Frühling 1939 als kleiner Knirps von drei/vier Jahren bei seiner Mame und seinem Tate im ehemaligen Jugoslawien gelebt hat, dem heutigen Landesteil Bosnien. Wenn sein Tate im Wald war, ängstigte er sich mit seiner Mame in der Hütte vor den hungrigen Wölfen. Im Herbst 1940 suchte die Familie vor dem von Ante Pavelić gegründeten Geheimbund Ustascha Schutz bei Tates Eltern in einer Siedlung. Noch wusste der Junge nicht, dass er seine Nachbarn nie wiedersehen wird. Er musste mitansehen, wie seinem Freund das Gesicht zerschossen wurde und flüchtete des nachts in den Wald, als auch diese Siedlung überfallen wurde.

Nur wenigen gelang die Flucht. Djoko und seine Mame kamen bei ihrem Vater in der Stadt Sokolice unter. Im Oktober 1940 teilte man seiner Mutter in einem Brief mit, dass ihr Ehemann Stipan gefallen ist, der wochenlang mit den Partisanen in den Wäldern unterwegs war.

weiterlesenDas einzige Kind von Hera Lind

Andromeda von Therese Bohman – Eine literarische Hommage an die Kunst des Erzählens

Buchcover des Romans Andromeda

Ein Praktikum in Stockholm: Sofie Anderssons Einstieg in die Literaturwelt

Nach dem Umzug in eine Einzimmerwohnung in Stockholm freut sich Sofie Andersson auf ihr Sommersemesterpraktikum beim renommierten Verlag Rydéns. Als der literarische Leiter Gunnar Abrahamsson sie nach ihrer Meinung zu einem Roman fragt, der nur schlechte Kritiken erhalten hat, antwortet sie ehrlich: Sie hält das Buch nicht für gelungen. Überrascht über ihre eigene Offenheit fürchtet sie, durch diese Äußerung ihre Chance auf eine spätere Anstellung im Verlag verspielt zu haben.

Umso erstaunter ist Sofie, als sie von Gunnar einen Stapel Erstlingswerke der Andromeda-Reihe zur Durchsicht erhält – eine Reihe, in die er große Hoffnungen setzt. Trotz Unsicherheit wählt sie ein Werk aus, das sie für qualitativ hochwertige Literatur hält, obwohl dessen kommerzieller Erfolg fraglich ist.

weiterlesenAndromeda von Therese Bohman – Eine literarische Hommage an die Kunst des Erzählens

Im nächsten Jahr zur selben Zeit von Jana Voosen

Im nächsten Jahr zur selben ZeitAnni, die Tochter des Hamburger Süßwarenfabrikanten Friedrich Brand, wünscht sich sehnlichst in den Familienbetrieb einzusteigen und würde gerne die Handelsschule besuchen. Doch ihr Vater ist der Meinung, dass Frauen sich mit den Aufgaben als Ehefrau und Mutter begnügen sollten und so schickt er sie für ein Jahr in die Haushaltsschule des Bundes Deutscher Mädels nach Köln. Als sie im Juni 1940 nach Hamburg zurückkehrt, trifft sie am Bahnhof ihre Eltern in Begleitung ihres älteren Bruders Hans, der inzwischen als Soldat eingezogen wurde und ausgerechnet zum Zeitpunkt ihrer Rückkehr an die Front muss.

Um Anni vor dem Pflichtjahr als Landarbeiterin zu bewahren, beschäftigt Friedrich sie als Hilfskraft in dem Büro seiner Sekretärin. Anni hofft, sich in der Firma hocharbeiten zu können und später einmal das leerstehende Büro neben dem ihres Vaters zu beziehen.

weiterlesenIm nächsten Jahr zur selben Zeit von Jana Voosen