Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover von Tsai Kun-lin – Ein neues Leben von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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This Is Not The End von Molly Morris

This Is Not The EndNach einem tödlichen Autounfall der Eltern lebt der Highschool-Absolvent Hugh Copper mit seiner Schwester Ellen zusammen, die alles Geld in einen Eiswagen investiert hat. Hugh, der keine Veränderungen in seinem Leben mag und von Enden angetan ist, hat deshalb auf seiner Website fünf Kategorien zur Bewertung von Enden eingerichtet: Bücher, Filme, Fernsehen, Menschen und Vermischtes. Da er auf keinen Fall ein Studium beginnen wollte, verkauft er das von seiner Schwester hergestellte Eis.

Eines Tages beobachtet Hugh vom Eiswagen die ihm aus seiner Schulzeit bekannte Olivia Moon, wie sie auf dem Vordach eines Hauses balanciert, in das sie offensichtlich einbrechen will. Nachdem sie kein offenes Fenster entdecken konnte und auch niemand zu Hause war, gibt sie als Erklärung an, dass sie sich von ihrem Exfreund Clark das holen will, was er ihr gestohlen hat. Es handele sich dabei um Dinge ihrer verstorbenen Mutter, die ihr sehr viel bedeuten würden.

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Jahrhundertverbrechen von André Groenewoud

Opfer und Täter erzählen

JahrhundertverbrechenIn seinem Sachbuch Jahrhundertverbrechen* erinnert André Groenewoud an zwölf Verbrechen, die in die Geschichte eingingen: Den Anfang macht Arno Funke, der mehr unter seinem Pseudonym Dagobert bekannt wurde und in den 1990er Jahren Karstadt erpresst hat, indem er in mehreren Filialen Sprengbomben zündete. Zu Wort kommt nicht nur Arno selbst, sondern auch der seinerzeit ermittelnde Polizeibeamte, den der Täter immer wieder hinters Licht geführt hat.

Der IS bekannte sich im Jahr 2015 zu einem Verbrechen mit über zweihundert Toten. Der Autor sprach mit einem Ehepaar, das das Rockkonzert Bataclan überlebte, mit der Witwe eines dort Umgekommenen sowie mit dem Barbesitzer, auf dessen Terrasse seine Lebensgefährtin und Mutter seiner Tochter umkam.

1988 hielt ein Geiseldrama ganz Deutschland in Atem, nachdem Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck überfallen hatten. Mit dem Journalisten Udo Röbel, der mit den Gangstern im Fluchtauto saß, und einer überlebenden Geisel konnte der Autor sprechen.

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Das einzige Kind von Hera Lind

Roman nach einer wahren Geschichte

Das einzige KindHera Lind zeichnet in ihrem Roman Das einzige Kind* die ersten Lebensjahre von Djoko nach, dem späteren Franz Peters-Engl, der ihr dreiundachtzig Jahre danach erzählt, wie er im Frühling 1939 als kleiner Knirps von drei/vier Jahren bei seiner Mame und seinem Tate im ehemaligen Jugoslawien gelebt hat, dem heutigen Landesteil Bosnien. Wenn sein Tate im Wald war, ängstigte er sich mit seiner Mame in der Hütte vor den hungrigen Wölfen. Im Herbst 1940 suchte die Familie vor dem von Ante Pavelić gegründeten Geheimbund Ustascha Schutz bei Tates Eltern in einer Siedlung. Noch wusste der Junge nicht, dass er seine Nachbarn nie wiedersehen wird. Er musste mitansehen, wie seinem Freund das Gesicht zerschossen wurde und flüchtete des nachts in den Wald, als auch diese Siedlung überfallen wurde.

Nur wenigen gelang die Flucht. Djoko und seine Mame kamen bei ihrem Vater in der Stadt Sokolice unter. Im Oktober 1940 teilte man seiner Mutter in einem Brief mit, dass ihr Ehemann Stipan gefallen ist, der wochenlang mit den Partisanen in den Wäldern unterwegs war.

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Ich bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Roman nach einem wahren Schicksal!

Ich bin ja heut so glücklichCharlotte Roth zeichnet in ihrem Roman Ich bin ja heut so glücklich* das kurze Leben der Sängerin und Schauspielerin Renate Müller nach: Ende des Jahres 1918 feiert ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn Lohse im oberbayerischen Emmering den ersten Jahreswechsel in Friedenszeiten. Renate Müller ist zu dem Zeitpunkt zwölf, der Nachbarsjunge Werner, überzeugt davon, eines Tages ihr Ehemann zu werden, fünfzehn Jahre alt. Fünf Jahre später verschweigt Renate ihrem Vater, dass sie beim Latinum in der ihr verhassten Schule durchgefallen ist. Da er jedoch von einer bestandenen Prüfung ausgeht, darf sie zur Belohnung Gesangsunterricht am Danziger Stadttheater nehmen. In dieser Stadt trifft sie zufällig auch Werner wieder, der ihr völlig mittellos gegenübersteht. Mit ihrem ersparten Geld greift sie dem Freund aus Kindheitstagen unter die Arme, damit sich dieser eine Existenz als Antiquitätenhändler aufbauen kann.

In Berlin sieht Renate im Jahr 1926 endlich ihre Chance gekommen, ihren Traum bei der Filmunternehmung UFA zu verwirklichen. Zwei Jahre später ist sie mit ersten Rollen am Theater zu sehen und zu Silvester 1930 nimmt sie bereits Gratulationen zu ihrem Erfolg entgegen.

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