Henriette Hirschfeld-Tiburtius – Eine Pionierin der Zahnmedizin in Deutschland

Cover von Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände von Sabine Trinkaus

Der mutige Weg einer Frau gegen gesellschaftliche Zwänge

Sabine Trinkaus zeichnet in ihrem Roman Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände* das bemerkenswerte Leben der ersten in Deutschland praktizierenden Zahnärztin Henriette Therese Margaretha Hirschfeld-Tiburtius nach. Schon früh erkennt Henriette, anders als ihre Freundin Friederike, dass ihr Lebensweg nicht in Ehe und Mutterschaft liegt. Heimlich lernt sie Latein bei ihrem Bruder – ein Privileg, das Mädchen damals verwehrt bleibt. Als sie endlich die Erlaubnis ihrer Eltern erhält, im Lazarett zu arbeiten, wird sie enttäuscht: Ihr Alter ist zu gering. Verständnis erfährt sie allein von ihrer jüngeren Schwester Emilie.

Zwangsehe und der Bruch mit Konventionen

Nach nur vier Monaten muss Henriette ihr schulisches Vorhaben an der höheren Töchterschule in Hamburg aufgrund eines familiären Ereignisses abbrechen.

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Wenn Nachbarschaft zur Schicksalsgemeinschaft wird – vier Frauen, vier Leben, ein Haus voller Geheimnisse

Cover von Nachbarinnen von Ella Danz

Vera: Zwischen Pflege, Erschöpfung und dunklen Gedanken

Vera lebt in dem Roman Nachbarinnen* von Ella Danz mit ihrem Ehemann Reinhold seit mehr als dreißig Jahren in einem Mehrfamilienhaus in Berlin. Doch seit ihr Mann vor drei Jahren an einem Aneurysma erkrankt ist und sich nicht mehr artikulieren kann, hat sich ihr Leben von einer Minute auf die andere radikal verändert. Reinhold ist zu einem Pflegefall geworden und beraubt sie ihrer Freiheiten. Am schlimmsten sind die Nächte, in denen sie bis zu zwei Mal für ihn aus dem Bett muss.

Während sie an einem Beitrag für eine Anthologie arbeitet, in dem jemand spurlos ins Jenseits befördert werden soll, überfallen Vera zuweilen Mordfantasien. Sie fragt sich, ob sie wirklich so weit gehen könnte, Reinhold umzubringen.

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Ein Kochbuch, ein Geheimnis – und eine Wahrheit, die alles verändert

Cover von Der Pakt der Frauen von Julia Kröhn

Eine Historikerin vor einer unerwarteten Herausforderung

Die Historikerin Dr. Katharina Adler ist Dozentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Als Expertin für Sozial‑, Alltags‑ und Frauengeschichte hat sie ein mehrmonatiges Stipendium in den USA erhalten, um neue wissenschaftliche Impulse nach Österreich zu bringen. Doch um die neu geschaffene Assistenzprofessur, die eigentlich für sie vorgesehen war, tatsächlich zu erhalten, muss sie im kommenden Semester eine Übung abhalten.

Doch völlig unerwartet erhob das Institut für Osteuropäische Geschichte beim Bildungsministerium Einspruch gegen die Vergabe. Dr. Florian Bruckmann, der ebenfalls an der Stelle interessiert ist, möchte mit einer eigenen Lehrveranstaltung seine Kompetenz unter Beweis stellen.

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Ibiza, Unendlichkeit und ein Leben im Zwischenraum – Grace Winters’ Reise ins Unerklärliche

Cover von Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Ein Brief, der alles verändert

Grace Winters, die ehemalige Mathematiklehrerin von Maurice, antwortet in Matt Haigs Roman Die Unmöglichkeit des Lebens* auf seinen Brief – und legt dabei ihre eigene Lebensgeschichte offen. Seit dem Tod ihres Ehemannes und ihres Sohnes führt sie ein freudloses, strenges Leben. Doch ein Schreiben einer Anwaltskanzlei reißt sie aus dieser Starre: Ihre frühere Schulfreundin Christina hat ihr eine Immobilie auf Ibiza vermacht. Obwohl Grace diese vermeintlich „anrüchige“ Insel stets gemieden hat, siegt die Neugier – sie bucht einen Flug.

Ein Ort voller Erwartungen

Zu ihrer Überraschung scheint man auf Ibiza längst mit ihrem Erscheinen gerechnet zu haben. Grace erfährt, dass Christina ihren eigenen Tod vorhergesagt hat und eine Tochter namens Lieke hinterlässt, die als Djane im Club Amnesia auflegt. Christinas letzter bekannter Schritt: ein mitternächtlicher Tauchgang, von dem sie nie zurückkehrte.

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Zwischen Dünen, Daten und Düsterwetter – Hardy Pundt über ein Leben auf Memmert und die Spuren seiner Vorfahren

Foto von Hardy Pundt
Bildquelle: Hardy Pundt

Kindheit auf einer Insel, die ständig im Wandel war

Dr. Hardy Pundt wurde im Februar 1964 in Hage, unweit von Norddeich, geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern auf der Juist vorgelagerten kleinen Insel Memmert auf, wo er zunächst von seiner Mutter unterrichtet wurde. Die weitere Schulzeit verbrachte er auf Juist sowie im ostfriesischen Emden und Norden, wo er am Ulrichsgymnasium das Abitur ablegte.

In Münster hat er nach einem Studium in Geowissenschaften mit Schwerpunkt Geoinformatik promoviert und habilitiert. Wenn auch sein familiärer Lebensmittelpunkt mit seiner Frau Barbara und drei Kindern heute in Schleswig-Holstein ist, so zieht es ihn doch immer wieder als Hochschuldozent an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Harz in Wernigerode.

Dr. Hardy Pundt sind zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu verdanken und er hat Kriminalromane sowie diverse andere Texte verfasst.

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Wenn Liebe bleibt, wenn alles andere zerfällt

Cover von Warte auf mich am Meer von Amy Neff

Die Entscheidung, die eine Familie erschüttert

Joseph und Evelyn teilen ihren Kindern Thomas, Violet und Jane im Juni 2001 eine erschütternde Nachricht mit: Evelyn leidet an einer schweren Form von Parkinson, die bald in eine Demenz übergehen wird. Deshalb haben die Eltern beschlossen, in genau einem Jahr gemeinsam aus dem Leben zu scheiden – Joseph kann sich ein Weiterleben ohne seine geliebte Frau nicht vorstellen. Die Kinder reagieren fassungslos.

Da Evelyn ihr Leben lang davon geträumt hat, einmal mit dem Boston Symphony Orchestra aufzutreten, bittet sie Jane um Hilfe. Deren Freund hat jahrelang beim Boston Globe gearbeitet und könnte seine Kontakte nutzen. Für Mozarts Konzert für zwei Klaviere müsste Jane sie jedoch begleiten.

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Zwischen Hoffnung und Gefahr – Die Frauen der Villa Sommerwind im Sturm der Zeit

Cover von Die Frauen der Villa Sommerwind – Die Hoffnung am Horizont von Anna Husen

Zwei Schwestern, zwei Wege – und ein neues Jahrzehnt

Im zweiten Teil der Familiensaga, der im Jahr 1924 ansetzt, wachsen Henriette Graffs Zwillingstöchter Julia und Christine nach den Entbehrungen des Ersten Weltkriegs wohlbehütet in der Villa Sommerwind am Timmendorfer Strand auf.
Die ungestüme, vorlaute Julia hilft am liebsten in der Küche dem stellvertretenden Küchenchef Johannes Grünblatt – sehr zum Missfallen ihrer Mutter und ihres Ziehvaters Ole Bergmann. Christine hingegen wird in ihrem Wunsch unterstützt, später Ärztin zu werden. Sie arbeitet bereits als Krankenschwester in der Praxis von Herrn Marks.

Nachdem Julia beweist, dass sie das Winterbankett 1925 eigenständig ausrichten kann, darf sie endlich eine Lehre beginnen, anschließend die Hotelfachschule besuchen – und schließlich ihren Johannes heiraten.

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Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover von Tsai Kun-lin – Ein neues Leben von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben* an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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Wenn das Leben zerbricht – und neu beginnt: Olivias Weg zurück zu sich selbst

Cover von Wohin gehst du, wenn ich bleibe von Lucia Sperling

Ein Geburtstag, der alles verändert

Die siebenundvierzigjährige Olivia ist Dozentin für Kunstgeschichte an der Universität Göttingen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Philip lebt sie in einem großzügigen Haus, das auch eine Wohnung für ihren inzwischen in England studierenden Sohn Vincent umfasst.

Für Philips Geburtstag organisiert sie eine Überraschungsparty – erfolgreich, denn er rechnet mit keinem seiner Freunde. Doch Olivia trifft der nächste Moment völlig unvorbereitet: In seiner Dankesrede verkündet Philip, aufs Land ziehen und einen alten Hof sanieren zu wollen. Um das zu finanzieren, möchte er ihr gemeinsames Haus verkaufen. Olivia ist fassungslos, denn eigentlich wollten sie dort gemeinsam alt werden. Offenbar hat Philip alles bereits mit seinem Geschäftspartner Tom besprochen.

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Zwölf Taten, die die Welt erschütterten – und die Menschen dahinter

Cover von Jahrhundertverbrechen von André Groenewoud

Erpressung, Sprengsätze und ein Täter namens „Dagobert“

In seinem Sachbuch Jahrhundertverbrechen* erinnert André Groenewoud an zwölf Verbrechen, die in die Geschichte eingingen. Den Anfang macht Arno Funke, der unter seinem Pseudonym „Dagobert“ bekannt wurde und in den 1990er‑Jahren Karstadt erpresste, indem er in mehreren Filialen Sprengbomben zündete. Zu Wort kommt nicht nur Arno selbst, sondern auch der damals ermittelnde Polizeibeamte, den der Täter immer wieder hinters Licht geführt hat.

Terror in Paris: Das Bataclan‑Massaker

Der sogenannte „Islamische Staat“ bekannte sich im Jahr 2015 zu einem Anschlag mit über zweihundert Toten. Der Autor sprach mit einem Ehepaar, das das Rockkonzert im Bataclan überlebte, mit der Witwe eines dort Umgekommenen sowie mit dem Barbesitzer, auf dessen Terrasse seine Lebensgefährtin und Mutter seiner Tochter starb.

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