
weiterlesenInterview mit Thomas Breuer über seinen neuen Thriller „Der letzte Prozess“
Geschichten, die den Puls hochtreiben und Leserinnen wie Leser in einen Strudel aus Gefahr, Geheimnissen und psychologischer Anspannung ziehen. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die unter Zeitdruck handeln müssen, während eine unsichtbare Bedrohung immer näher rückt. Thriller leben von Wendungen, falschen Fährten und Momenten, in denen alles auf dem Spiel steht – oft verbunden mit Ermittlungen, Verfolgungen oder perfiden Plänen im Verborgenen. Sie spielen mit Angst, Unsicherheit und der Frage, wem man trauen kann, und halten die Spannung bis zur letzten Seite hoch.

weiterlesenInterview mit Thomas Breuer über seinen neuen Thriller „Der letzte Prozess“

Es gibt Dinge, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Dazu gehört, was Thomas Breuer für seinen Thriller Der letzte Prozess* recherchiert hat. Der Plot vereint eine fiktive Handlung, in der Kriminalisten einen Mord aufklären, mit realen Verbrechen des Dritten Reiches. Das Ineinandergreifen und Verschmelzen dieser beiden Stränge wird bereits zu Beginn deutlich, als es um das historisch belegte Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold im Jahr 2016 geht. Der Autor bedient sich dabei öffentlich zugänglicher Protokolle. Der Romanjournalist Fabian Heller wohnt dem Verfahren zwecks Berichterstattung bei.
Unterdessen wird Hauptkommissar Stefan Lenz neuer Leiter der Paderborner Kreispolizeibehörde. Bereits bei seinem Amtsantritt wird er mit einer in Wewelsberg aufgefundenen Leiche konfrontiert, deren grausame Zurichtung seine Kollegen schockiert.
weiterlesenZwischen Fiktion und historischer Wahrheit: Thomas Breuers Thriller „Der letzte Prozess“
Der deutsch-türkische Polizist Can Arat, der beim Kriminalkommissariat für Todesermittlungen in Köln arbeitet, wird von seiner Vorgesetzten Kriminalhauptkommissarin Simone Kerkmann zu einem Doppelmord an zwei bulgarischen Roma gerufen, die in einer ungewöhnlichen Stellung fixiert in der Nähe eines Wertstoffhofs gefunden wurden. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den beiden Toten um Stricher handelt. Allerdings erweisen sich die weiteren Ermittlungen als äußerst schwierig, denn die Pässe der beiden, die vermutlich aus Plodiv in Bulgarien stammen, sind gefälscht. Bei der Stricherhilfe, einem gemeinnützigen Verein, sind die beiden jungen Männer nicht bekannt, und während ihrer weiteren Nachforschungen im Roma-Milieu stoßen Can und Simone auf eine Mauer des Schweigens.
Am nächsten Tag werden in einem Baucontainer zwei weitere bulgarische Roma mit falschen Papieren gefunden, die getötet und dann auf die gleiche Weise fixiert wurden wie die beiden anderen Mordopfer. Daraufhin meldet sich der Bulgare Jossif Babatov, der den Ermittlern berichtet, wie er und einige andere Männer in Plodiv für eine gut bezahlte Arbeit auf deutschen Baustellen angeworben wurden.
Nik Pohl war ein engagierter Polizist, er wurde befördert und erhielt zweimal eine Belobigung. Sein Vorgesetzter prognostizierte ihm eine große Karriere als Ermittler. Doch der unaufgeklärte Fall von Rachel Preuss, einer verschwundenen Frau, verändert seinen Charakter. Er wird zu einem aufbrausenden und unbeherrschten Mann, dessen Leben aus der Bahn geraten ist. Er beleidigt Kollegen, widerspricht Vorgesetzten, verstößt gegen Vorschriften und verprügelt einen Staatsanwalt in dessen Büro. Er wird zum Albtraum seines Vorgesetzten, der ihn lieber heute als morgen aus dem Polizeidienst entlassen würde.
In seiner Stammkneipe wird Nik von einem Fremden angesprochen, der sich Jon nennt und der nicht nur seine Personalakte genauestens zu kennen scheint, sondern auch seinen Computer gehackt hat, um an seine privaten Mails zu gelangen. Außerdem hat er an Niks Wagen einen Sender angebracht, damit er jederzeit weiß, wohin Nik fährt. Jon, der offensichtlich über ausreichend Geld verfügt, um einen Privatdetektiv anheuern zu können, erpresst Nik mit einem Video. Er verlangt von ihm, den Fall der vermissten Viola Rohe wieder aufzunehmen, der bereits eingestellt wurde.
Emma Carow wurde mit neunzehn Jahren von ihrem Kommilitonen Uwe Marquardt vergewaltigt und hat daraufhin eine polizeiliche Ausbildung eingeschlagen. Heute ist sie Fallanalystin beim LKA Berlin mit dem Spezialgebiet Serientäter. Uwe Marquardt hat eine siebenjährige Haft abgesessen und Emma in einem von ihm veröffentlichten Buch um Verzeihung gebeten. Als sich die beiden in einer Talkshow gegenübersitzen, äußert Emma zur Bestürzung der Moderatorin, dass er wieder vergewaltigen wird.
Von Polizeipräsident Falner erhält Emma den Auftrag, Briefe auf ihre Echtheit zu überprüfen. Dabei handelt es sich scheinbar um Hilferufe von in Polen festgehaltenen und vergewaltigten Frauen. Während die Vizepräsidentin des Verbandes schlesischer Heimatvertriebener glaubt, dass die Frauen von Deutschen entführt werden, die Polen hassen, lassen anonym eingegangene Briefe an die Polizeibehörde Breslau vermuten, dass sich jemand einen Scherz erlaubt.

Nachdem ihr mutmaßlicher Vater Ole Bergstein erschossen wurde, ist die Undercover-Ermittlerin Targa Hendricks abgetaucht. Obwohl sie ihn töten wollte – er gilt als verantwortlich für den Tod ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester Yella – kann sie sich nicht an die Tat erinnern. In einer abgelegenen Gegend lebt sie mit ihrem Hund in einem alten VW-Bus, sortiert zwanghaft ihre Bücher nach Farben, um sich zu beruhigen, und fährt mit Jorge zum Fischen aufs Meer hinaus.
Als der Tankwart einer nahegelegenen Tankstelle sie verrät, wird sie von der Guardia Civil festgenommen. Zur gleichen Zeit meldet sich Volker Lundt, der Leiter der Sonderabteilung K2 des BKA, denn Martha, die Ehefrau Bergsteins, hat ein Geständnis abgelegt: Eine DNA-Untersuchung hat ergeben, dass Ole Bergstein nicht Targas Vater war. Die Suche nach ihm geht also weiter. Doch zunächst steht ein neuer Fall an – und nur Targa kommt als Ermittlerin infrage.
weiterlesenThrillerkritik: „Immer wenn du tötest“ – Targa Hendricks zwischen Trauma und Mordserie
Die Kriminalbiologin Karen Hellstern wird mit ihrer besten Freundin Kriminalhauptkommissarin Alexis Hall und deren Partner Oliver Zagorny zu einer halb verwesten Leiche auf eine Halbinsel des Rheins in Mannheim gerufen. Auffällig ist ein bei der Toten liegendes Medaillon mit einer in Harz gegossenen Spinne. Während Karen meint, der Tod müsse vor zwei Jahren eingetreten sein, ist sich Rechtsmediziner Naumann sicher, dass es schon drei Jahre sein müssen. Weitere von Karen durchgeführte Untersuchungen wegen dieser zeitlichen Differenz ergeben, dass die Tote bei Hochwasser an den Fundort gespült worden sein muss. Außerdem bestätigt sich Karens anfängliche Vermutung, dass Spinnengift den Tod verursacht hat.
Ein Abgleich mit vermisst gemeldeten Personen ergibt, dass es sich bei der Leiche um die ledige Simone Fuchs handelt. Von ihrem Vater erfahren die Ermittler, dass seine Tochter eine lesbische Beziehung zu Gabriele Thalberg unterhielt. Die hält ihren Exmann Marco Hernandez für den Mörder, weil sie ihn wegen Simone verlassen hat.
Sein erster Auftrag führt den Versicherungsdetektiv Peter Hogart von Wien nach Prag, wo eine Ausstellung anlässlich des 365. Todestages eines Malers in der Prager Nationalgalerie stattfand. Doch bei einem Brand sind dreizehn seiner Ölporträts vernichtet worden. Die Kunstexpertin und Brandsachverständige Alexandra Schelling ist von der Versicherung vor vier Wochen beauftragt worden, den Fall in Prag zu untersuchen. Ihr Gutachten hat ergeben, dass es sich bei den durch den Brand verloren gegangenen Gemälden um Fälschungen gehandelt hat. Doch bevor sie wieder nach Wien zurückkehren kann, ist sie spurlos verschwunden. Der Auftrag für Hogart lautet sie zu finden, wofür er aber nur vier Tage Zeit hat. Dann muss die Versicherung zahlen.
Anhand einer von Alexandra Schelling erstellten Liste sucht Hogart die Orte auf, an denen sie Recherchen betrieben hat. Er zeigt überall ihr Bild und lockt mit Schmiergeldern, doch niemand kann sich an sie erinnern. Eine Spur führt den Detektiv zu Vladimir Greco, dem „König von Prag“, der allerdings seine Leibwächter auf ihn hetzt. Trotz ihrer Warnung, sich von Ivona Markovic fernzuhalten, macht er ihre Bekanntschaft und ist erstaunt, dass sie ebenfalls als Detektivin arbeitet.
Während der Versicherungsdetektiv Peter Hogart mit Inspektor Wolfgang Eichinger und dessen Kollege Rolf Garek von der Kriminalpolizei Wien auf einem Flohmarkt zusammentrifft, werden die beiden zu einem Mordfall gerufen. Wenig später erzählt ihm sein Bruder Kurt, dass er Doktor Abel Ostrovsky weder auf seinem Handy erreichen kann, noch ihn in seiner Villa antrifft. Das würde ihn deshalb beunruhigen, weil der pensionierte Arzt ihm eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hat: Er habe ein Videoband in seinem Haus versteckt und könnte niemandem mehr trauen. Als Hogart bei der Villa von Ostrovsky eintrifft, sieht er sofort den Zusammenhang zwischen dem Arzt, der sich nicht mehr meldet und dem Mordfall, zu dem Eichinger und Garek gerufen wurden. Die finden Ostrovsky an einen Stuhl gefesselt und durch Folter grausam zu Tode gekommenen vor.
Obwohl Hogart die Ursache eines im Archiv der Krankenkasse ausgebrochenen Brandes aufklären müsste, verschafft er sich illegal Zugang in die Villa und findet dort tatsächlich ein Videoband, auf dem allerdings lediglich Übungen von Linda Bohmann, einer querschnittsgelähmten Patientin, zu sehen sind.
Der Panamakanal verbindet seit seiner Eröffnung im Jahr 1914 den Atlantik mit dem Pazifik in Mittelamerika. Laut Wikipedia erkrankten und verstarben allein von 1881 bis 1889 zweiundzwanzigtausend Arbeiter in der Sumpflandschaft, was die Arbeiten vorübergehend ruhen ließ. Von 1906 bis 1914 verstarben nochmals über fünftausendsechshundert durch Unfälle und Krankheiten. Die panamaischen Behörden mussten sich verpflichten, allen Schiffen die Passage gegen eine Transitgebühr zu gewähren, wobei für die rund siebenhundert Kilometer durchschnittlich eine Fahrzeit von über fünfzehn Stunden benötigt wird. Die Erweiterung des Kanals wurde im Jahr 2016 fertiggestellt und genau darum geht es in einer fiktiven Geschichte des Romans „Die Expansion“ von Christoph Martin.
Max Bruns, der als Ingenieur eine Doktorarbeit über den Suezkanal geschrieben und erst vor zwei Monaten einen neuen Vertrag bei seinem zukünftigen Schwiegervater unterschrieben hat, erhält ein überraschendes Angebot von seinem früheren Freund Godfredo. Mit ihm war Max vor sechzehn Jahren auf einem exklusiven Internat in den Alpen. Doch nachdem seine Eltern bei einem Hubschrauberabsturz, den Max Vater selbst herbeigeführt hat, ums Leben kamen, trennten sich die Wege der einstigen Freunde.
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