Vom gleichen Blut von Alexander Hartung

Vom gleichen BlutDer ehemalige Kripobeamte Nik Pohl wird durch seinen Freund Jon von einer Entführung in Kenntnis gesetzt. Es handelt sich um die vierzehnjährige Greta Grohnert, deren Eltern sehr vermögend sind. Da es für Jon kein Problem darstellt, sich in die polizeilichen Ermittlungen einzuhacken, wissen die beiden, dass es bisher keine Lösegeldforderung gab, was eher ungewöhnlich ist. Zu einer Erpressung passt auch nicht, dass der Fahrer erschossen wurde.

Als sich die Entführer dann doch bei den Eheleuten Grohnert melden und die Einrichtung eines Fonds über drei Millionen fordern, womit Geschädigte aus einem von Bauingenieur Grohnert zu verantwortenden Bauskandal begünstigt werden sollen, hält Nik das lediglich für ein Ablenkungsmanöver. Seine Recherchen konzentrieren sich auf den Umstand, dass ausgerechnet am Entführungstag ein Ersatzfahrer das verschwundene Mädchen zum Ballett gefahren hat, womit der Fahrer, der sich für diesen Tag frei genommen hat, in den Kreis der Verdächtigen rückt.

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Elisabeth Herrmanns Thriller „Schatten der Toten“ – Agenten, Identitäten und dunkle Geheimnisse

Cover von Schatten der Toten von Elisabeth Herrmann

Die Rosenholz-Dateien als Inspiration

Für Elisabeth Herrmanns Thriller Schatten der Toten haben die Rosenholz-Dateien Pate gestanden. Der Leiter der Forschungsgruppe Rosenholz beriet die Autorin bei der Ausarbeitung. Die Rosenholz-Unterlagen enthalten Personenkarteien des DDR-Auslandsgeheimdienstes und umfassen Zehntausende Klar- und Decknamen ehemaliger Stasi-Auslandsspione. Erst im Jahr 2004 standen sie für Ermittlungen zur Verfügung.

Verrat und Täuschung: Die Geschichte von Eva und Tom

Im Roman gibt die Stenotypistin Eva geheime Informationen ihres Vorgesetzten Werner Kellermann an ihren Geliebten Tom weiter – einen sogenannten Romeo-Agenten.

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Angstrausch von Sarah Lotz

AngstrauschAuf dem Mount Everest gammeln nicht nur leere Sauerstoffflaschen und anderes Zubehör vor sich hin, sondern seit der Erstbesteigung im Jahr 1953 haben sich neben Ausscheidungen auch noch über zweihundert Leichen angesammelt, deren genau Zahl niemand zu beziffern weiß. Simon Newman, der Protagonist in dem Thriller Angstrausch* von Sarah Lotz, ist entschlossen, die Toten auf dem höchsten Friedhof der Welt zu filmen, nachdem ihn sein Freund Thierry dazu überreden konnte.

Simon und Thierry betreiben eine Website. Um diese für Werbekunden interessant zu machen, ist Simon bereit, mit dem Höhlenkletterer Ed in eine gesperrte Höhle zu steigen, obwohl er über keinerlei Erfahrung verfügt. Dort will er die Leichen von drei Studenten finden und filmen. Als er übermütig wird und die Gefahr des plötzlichen Wasseranstiegs unterschätzt, rettet Ed ihm das Leben. Doch der ansteigende Wasserspiegel versetzt Simon in Todesangst und in seiner Verzweiflung richtet er die Kamera – quasi für die Nachwelt – auf sich selbst. Während Ed in der Höhle stirbt, wird Simon später befreit. Seine im Angesicht des Todes gesprochenen Worte lädt Thierry auf YouTube hoch und löst damit einen Hype aus.

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Die Party von Jonas Winner

Wer Glück hat, stirbt als Erster!

Die PartyBrandon hat zehn Jugendfreunde aus seiner Highschoolzeit in einen Bungalow auf einem Felsplateau, hoch oben über den Wäldern von New Jericho, zu einer Halloween Revival Party eingeladen. Es soll eine Reise in das Jahr 1986 werden, in dem sie sich vor über dreißig Jahren am 31. Oktober zu Halloween das letzte Mal getroffen haben. Die ehemaligen Mitschüler sind in ihren Kostümen angereist und freuen sich auf ein Wiedersehen. Bereitwillig überlassen sie den Hausangestellten im Pförtnerhaus ihre Handys, die sie zur Aufbewahrung in einen Safe packen. Oben im Bergbungalow angekommen, warten sie in einer mächtigen Halle auf ihren Gastgeber, der kurze Zeit später auf der Galerie an der Längsseite des Hauses erscheint, um die Anwesenden, wie damals in den Achtzigern, mit einer Showeinlage zu begrüßen. Mit einem Seil ergreift er den riesigen Kronleuchter in der Mitte der Halle und schwingt bei ohrenbetäubender Musik mit Flammeneffekten über ihre Köpfe hinweg. Langsam schwebt er mit dem Leuchter zum Boden und wird im gleichen Augenblick von einem schweren Kasten erschlagen, der aus der Decke bricht.

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Der Tod so nah von Belinda Bauer

Der Tod so nahFür Ross Tobin, Chef der Nachrichtenredaktion iWitness News, zählt nur eines: Möglichst detaillierte Bilder eines Tatortes und möglicher Opfer zu präsentieren, bevor die Konkurrenz sie ausstrahlt. Als eine junge Frau in einem Großraumbüro niedergestochen wird, ist seine Mitarbeiterin, Fernsehreporterin Eve Singer, zur Stelle und kämpft mit aufkommender Übelkeit angesichts der schockierenden Menge Blutes. Natürlich ist Guy Smith von News 24/7 ebenfalls schon am Tatort. Wenig später findet ein Kinobesucher einen erstochenen Mann im Kinosaal, und Eve bekommt von ihm Informationen aus erster Hand. Ihre Reportage macht sie für den Mörder interessant. Er verfolgt sie eines Abends und noch bevor er sie überfallen kann, überrascht ihn ihre Reaktion, die ihr das Leben rettet. Der Vorfall gibt den Ausschlag für ein perfides Spiel.

Zunächst sendet der Mörder Eve ein Video, das den Mord im Kino zeigt. Doch noch ist Eve nicht überzeugt, dass sowohl der Mord im Großraumbüro, wie der folgende im Kino auf sein Konto geht. Er ruft sie an und bittet sie zum U-Bahnhof am Piccadilly Circus, wo er ihr etwas zeigen will.

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Interview mit Thomas Breuer über seinen neuen Thriller „Der letzte Prozess“

Thomas Breuer vor der Wewelsburg
Bildquelle: Thomas Breuer
Thomas Breuer wurde 1962 in Hamm geboren und hat nach dem Abitur in Münster die Fächer Germanistik, Sozialwissenschaften und Pädagogik studiert. Seit 1993 arbeitet er als Lehrer für Deutsch, Sozialwissenschaften und Zeitgeschichte an einem privaten Gymnasium in Kreis Paderborn. Er schreibt seit 2010 kriminelle Kurzgeschichten und Kriminalromane, wobei in der Reihe um seinen Ermittler Henning Leander bereits fünf Bücher erschienen sind. Sein neuestes Werk ist der Thriller Der letzte Prozess. Mit seiner Ehefrau Susanne, den Kindern Patrick und Sina sowie Katze Lisa wohnt er im westfälischen Büren. Die Insel Föhr ist für ihn zur zweiten Heimat geworden, denn er liebt die Nordseeinseln, den Darß und das Fotografieren.

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Zwischen Fiktion und historischer Wahrheit: Thomas Breuers Thriller „Der letzte Prozess“

Cover von Der letzte Prozess von Thomas Breuer

Ein Mordfall mit dunkler Vergangenheit

Es gibt Dinge, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Dazu gehört, was Thomas Breuer für seinen Thriller Der letzte Prozess recherchiert hat. Der Plot vereint eine fiktive Handlung, in der Kriminalisten einen Mord aufklären, mit realen Verbrechen des Dritten Reiches. Das Ineinandergreifen und Verschmelzen dieser beiden Stränge wird bereits zu Beginn deutlich, als es um das historisch belegte Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold im Jahr 2016 geht. Der Autor bedient sich dabei öffentlich zugänglicher Protokolle. Der Romanjournalist Fabian Heller wohnt dem Verfahren zwecks Berichterstattung bei.

Ermittlungen in Paderborn: Ein grausamer Fund

Unterdessen wird Hauptkommissar Stefan Lenz neuer Leiter der Paderborner Kreispolizeibehörde. Bereits bei seinem Amtsantritt wird er mit einer in Wewelsberg aufgefundenen Leiche konfrontiert, deren grausame Zurichtung seine Kollegen schockiert.

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Feinde von Susanne Saygin

FeindeDer deutsch-türkische Polizist Can Arat, der beim Kriminalkommissariat für Todesermittlungen in Köln arbeitet, wird von seiner Vorgesetzten Kriminalhauptkommissarin Simone Kerkmann zu einem Doppelmord an zwei bulgarischen Roma gerufen, die in einer ungewöhnlichen Stellung fixiert in der Nähe eines Wertstoffhofs gefunden wurden. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den beiden Toten um Stricher handelt. Allerdings erweisen sich die weiteren Ermittlungen als äußerst schwierig, denn die Pässe der beiden, die vermutlich aus Plodiv in Bulgarien stammen, sind gefälscht. Bei der Stricherhilfe, einem gemeinnützigen Verein, sind die beiden jungen Männer nicht bekannt, und während ihrer weiteren Nachforschungen im Roma-Milieu stoßen Can und Simone auf eine Mauer des Schweigens.

Am nächsten Tag werden in einem Baucontainer zwei weitere bulgarische Roma mit falschen Papieren gefunden, die getötet und dann auf die gleiche Weise fixiert wurden wie die beiden anderen Mordopfer. Daraufhin meldet sich der Bulgare Jossif Babatov, der den Ermittlern berichtet, wie er und einige andere Männer in Plodiv für eine gut bezahlte Arbeit auf deutschen Baustellen angeworben wurden.

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Auf zerbrochenem Glas von Alexander Hartung

Auf zerbrochenem GlasNik Pohl war ein engagierter Polizist, er wurde befördert und erhielt zweimal eine Belobigung. Sein Vorgesetzter prognostizierte ihm eine große Karriere als Ermittler. Doch der unaufgeklärte Fall von Rachel Preuss, einer verschwundenen Frau, verändert seinen Charakter. Er wird zu einem aufbrausenden und unbeherrschten Mann, dessen Leben aus der Bahn geraten ist. Er beleidigt Kollegen, widerspricht Vorgesetzten, verstößt gegen Vorschriften und verprügelt einen Staatsanwalt in dessen Büro. Er wird zum Albtraum seines Vorgesetzten, der ihn lieber heute als morgen aus dem Polizeidienst entlassen würde.

In seiner Stammkneipe wird Nik von einem Fremden angesprochen, der sich Jon nennt und der nicht nur seine Personalakte genauestens zu kennen scheint, sondern auch seinen Computer gehackt hat, um an seine privaten Mails zu gelangen. Außerdem hat er an Niks Wagen einen Sender angebracht, damit er jederzeit weiß, wohin Nik fährt. Jon, der offensichtlich über ausreichend Geld verfügt, um einen Privatdetektiv anheuern zu können, erpresst Nik mit einem Video. Er verlangt von ihm, den Fall der vermissten Viola Rohe wieder aufzunehmen, der bereits eingestellt wurde.

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Blutbuche von Ule Hansen

BlutbucheEmma Carow wurde mit neunzehn Jahren von ihrem Kommilitonen Uwe Marquardt vergewaltigt und hat daraufhin eine polizeiliche Ausbildung eingeschlagen. Heute ist sie Fallanalystin beim LKA Berlin mit dem Spezialgebiet Serientäter. Uwe Marquardt hat eine siebenjährige Haft abgesessen und Emma in einem von ihm veröffentlichten Buch um Verzeihung gebeten. Als sich die beiden in einer Talkshow gegenübersitzen, äußert Emma zur Bestürzung der Moderatorin, dass er wieder vergewaltigen wird.

Von Polizeipräsident Falner erhält Emma den Auftrag, Briefe auf ihre Echtheit zu überprüfen. Dabei handelt es sich scheinbar um Hilferufe von in Polen festgehaltenen und vergewaltigten Frauen. Während die Vizepräsidentin des Verbandes schlesischer Heimatvertriebener glaubt, dass die Frauen von Deutschen entführt werden, die Polen hassen, lassen anonym eingegangene Briefe an die Polizeibehörde Breslau vermuten, dass sich jemand einen Scherz erlaubt.

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