Achtzehnter Stock – Ein Leben am Rand des Absturzes

Cover von Achtzehnter Stock von Sara Gmuer

Zwischen Fernsehturm und Alltagssackgasse

Wanda wohnt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie in einer Zweizimmerwohnung im 18. Stock. Das einzig Schöne ist der Blick auf den Berliner Fernsehturm, denn im Lift stapelt sich regelmäßig Sperrmüll und im Innenhof der Müll. So hat sich Wanda ihr Leben nicht vorgestellt. Sie will Schauspielerin werden – und freut sich umso mehr über eine Einladung zum Casting. Als sie per Anruf erfährt, dass sie die Rolle tatsächlich bekommt, ist sie überwältigt, zumal sie wegen des Schweigens des Regisseurs nicht mehr damit gerechnet hatte.

Zwischen Chance des Lebens und Mutterpflicht

Während Wanda ihre neuen Kollegen kennenlernen soll, darunter auch Adam Ezra, der die Hauptrolle übernimmt, ruft Aylins Mutter an, die eigentlich auf Karlie aufpassen sollte. Wanda, die auf die Chance ihres Lebens hofft, bleibt nichts anderes übrig, als den Champagner stehen zu lassen und zu ihrer Tochter zu eilen, deren Mittelohrentzündung sich offenbar verschlimmert hat. In der Eile wird ihr zudem die Handtasche mit Schlüssel, Geld und Personalausweis gestohlen.

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Gefangen im Luxus – und plötzlich fallengelassen

Cover von Geparkt von Susanne Fröhlich

Ein Märchenbeginn mit Warnsignalen

Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin zieht Monika von Darmstadt nach Butzbach. Vor drei Jahren lernt sie über ein Partnerschaftsportal den dreizehn Jahre älteren Investmentbanker Sven kennen. Für das erste Treffen schlägt er ein Frankfurter Restaurant vor – ausgerechnet an einem Montag, an dem laut Homepage Ruhetag ist. Doch sie werden als einzige Gäste bewirtet, was Monika beeindruckt. Heute weiß sie: Sie hätte die Falle früher erkennen müssen. Aber damals fühlte sie sich geschmeichelt.

Sven zeigt sich großzügig, gibt ihr eine Zweitkreditkarte, die sie „ohne falsche Bescheidenheit“ nutzen soll, und rät ihr, den schlecht bezahlten Job zu kündigen, zu ihm zu ziehen und stattdessen Haushalt und Massagen für ihn zu übernehmen. Seine „Gazellenrakete“ solle lieber zum Friseur, Yoga oder zur Maniküre gehen.

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Eine Liebe in Indien – und ein Zufall, der alles verändert

Cover von Der Zufall eines Sommers von Saskia Sarginson

Ein magischer Beginn unter Palmen

Die aus Cambridge stammende Summer Blythe erhält zu ihrem sechsundzwanzigsten Geburtstag von ihrem Vater eine Rundreise nach Südindien. Dort begegnet sie dem seit Monaten durch Indien reisenden Hobbyzeichner Kit Appleby – und das ausgerechnet in dem Moment, als er ihr in einem Lokal zur Hilfe eilt. Kit ist überrascht, wie stark seine Gefühle für die junge Frau sind. Noch erstaunter ist er, als sie nach nur einem gemeinsamen Essen einwilligt, mit ihm nach Varkala zu reisen, wo er Tänzer bei einem Festival zeichnen soll.

Vor Ort stellen beide fest, dass es keine freien Zimmer mehr gibt. Summer, überwältigt von ihren Gefühlen, wagt es, sich mit Kit eine Strandhütte zu teilen. Dass diese äußerst einfach ist und nicht einmal ein überdachtes Bad besitzt, stört sie nicht – sie genießt den Blick auf den traumhaften Strand.

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Eine Radtour zurück ins Leben – und in die eigene Vergangenheit

Cover von Als Simon Brown sich ein Herz fasste von James Bailey

Ein unerwarteter Verlust und eine Reise in die Erinnerung

Nach dem Tod seiner Ehefrau vor zehn Jahren führt Simon Brown die Bed‑and‑Breakfast‑Pension Castle Cottage im südwestenglischen Dorset allein mit seiner Tochter Anna. Als er inmitten des Alltags endlich seine E‑Mails öffnet, trifft ihn die Nachricht wie ein Schlag: Raj, mit dem er fünf Jahre lang im Internat ein Zimmer teilte, ist plötzlich verstorben.

Von Erinnerungen übermannt, stöbert Simon auf dem Dachboden in einer Kiste mit alten Schulsachen. Dabei findet er ein Foto, das ihn mit Raj und Ian auf einer Radtour nach Bordeaux zeigt. Damals wollte er dort seine Brieffreundin Sylvie treffen – und belog dafür seine Eltern, um statt eines Schulausflugs mit seinen Freunden nach Frankreich zu radeln. Doch Sylvie war nicht anzutreffen, der Schwindel flog auf, und Simon wurde von der Schule verwiesen. Seit vierundvierzig Jahren hat er nichts mehr von seinen Freunden gehört.

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Medizinische Wahrheiten, menschliche Abgründe – Kurzgeschichten, die unter die Haut gehen

Cover von Ohne Befund von Lou Bihl

Zwischen Diagnose und Lebenskrise: Zehn Geschichten aus dem Gesundheitswesen

Im Kurzgeschichtenband Ohne Befund* von Lou Bihl versammeln sich zehn präzise beobachtete „Geschichten aus dem Gesundheits-Wesen“. Die erste erzählt von einer Ärztin mit unerfülltem Kinderwunsch, die eine neue Perspektive auf ihr Leben gewinnt.

Es folgt die Geschichte einer alleinerziehenden Chirurgin, die lange mit einer Patientin über deren gewünschte körperliche Veränderungen diskutiert – ohne zu ahnen, welcher Schmerz tatsächlich dahintersteckt.

Eine Mikrobiologin besucht ihren getrennt lebenden Ehemann nach einem Motorradunfall auf der Intensivstation und erkennt, wie wenig sie ihn eigentlich kannte.

Eine Oberärztin erhält anonym Champagner, die französische Originalausgabe von „La Peste“ und eine begehrte Theaterkarte – ein Rätsel, das sich erst spät auflöst.

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Ein Roadtrip, ein Geheimnis – und ein Junge, der Enden sammelt

Cover von This Is Not The End von Molly Morris

Hugh, der Eiswagen und die Liebe zu Enden

Nach einem tödlichen Autounfall der Eltern lebt der Highschool‑Absolvent Hugh Copper mit seiner Schwester Ellen zusammen, die ihr gesamtes Geld in einen Eiswagen investiert hat. Hugh, der keine Veränderungen mag und von Enden fasziniert ist, hat auf seiner Website fünf Kategorien zur Bewertung von Enden eingerichtet: Bücher, Filme, Fernsehen, Menschen und Vermischtes.

Da er auf keinen Fall ein Studium beginnen wollte, verkauft er das von seiner Schwester hergestellte Eis.

Olivia Moon und ein riskanter Plan

Eines Tages beobachtet Hugh vom Eiswagen aus die ihm aus der Schulzeit bekannte Olivia Moon, wie sie auf dem Vordach eines Hauses balanciert, in das sie offenbar einbrechen will.

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Ein Morgen, der alles verändert – und ein Mädchen, das verstummt

Cover von The way I used to be von Amber Smith

Der Schock nach dem Erwachen

Als die vierzehnjährige Eden McCrorey in dem Roman The Way I Used to Be eines Sonntagmorgens erwacht, glaubt sie zunächst, einen schlechten Traum gehabt zu haben: Kevin, der beste Freund ihres Bruders Caelin, der seit Jahren quasi zur Familie gehört, habe sich nachts zu ihr ins Bett gelegt und sie vergewaltigt.

Doch dann sieht sie das Blut auf dem Laken und an ihren Beinen, bemerkt blaue Flecken an Armen, Hüfte und Oberschenkeln. Sie hört ihre Mutter zum Frühstück rufen. Als Eden nicht reagiert, kommt die Mutter ins Zimmer. Was soll Eden sagen? Was kann sie sagen – zumal Kevin ihr glaubhaft versichert hat, niemand würde ihr glauben, und ihr gedroht hat, sie umzubringen, falls sie etwas erzählt?

Für die Mutter besteht kein Zweifel: Es handle sich lediglich um Menstruationsblut, das keiner weiteren Erklärung bedarf.

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Andromeda von Therese Bohman – Eine literarische Hommage an die Kunst des Erzählens

Cover von Andromeda von Therese Bohman

Ein Praktikum in Stockholm: Sofie Anderssons Einstieg in die Literaturwelt

Nach dem Umzug in eine Einzimmerwohnung in Stockholm freut sich Sofie Andersson auf ihr Sommersemesterpraktikum beim renommierten Verlag Rydéns. Als der literarische Leiter Gunnar Abrahamsson sie nach ihrer Meinung zu einem Roman fragt, der nur schlechte Kritiken erhalten hat, antwortet sie ehrlich: Sie hält das Buch nicht für gelungen. Überrascht über ihre eigene Offenheit fürchtet sie, durch diese Äußerung ihre Chance auf eine spätere Anstellung im Verlag verspielt zu haben.

Umso erstaunter ist Sofie, als sie von Gunnar einen Stapel Erstlingswerke der Andromeda-Reihe zur Durchsicht erhält – eine Reihe, in die er große Hoffnungen setzt. Trotz Unsicherheit wählt sie ein Werk aus, das sie für qualitativ hochwertige Literatur hält, obwohl dessen kommerzieller Erfolg fraglich ist.

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Verbotene Freundschaft, wachsender Hass – und ein Unglück, das niemand aufhalten kann

Cover von Wen liebst du, wenn ich tot bin? von C. J. Flood

Ein Sommer auf der Silverweed‑Farm und eine Begegnung, die alles verändert

C. J. Flood nimmt sich in ihrem Jugendroman Wen liebst du, wenn ich tot bin? einem heiklen Thema an, denn es geht um den Tod eines jungen Menschen. Schon im Prolog wird das spätere Geschehen vorweggenommen: Ein Fünfzehnjähriger liegt im Grab.

Die dreizehnjährige Iris lebt mit ihrem Vater und ihrem fünfzehnjährigen Bruder Sam auf der Silverweed‑Farm im englischen Ashbourne, nachdem ihre Mutter sich vor drei Monaten auf unbestimmte Zeit zur Selbstverwirklichung verabschiedet hat.

Während Iris’ Vater voller Abneigung zur Kenntnis nimmt, dass sich Zigeuner auf der Pferdekoppel niedergelassen haben, ist Iris neugierig. Sie beobachtet einen Jungen, der kaum älter ist als sie, folgt ihm und freundet sich mit Trick an, der irischer Abstammung ist und die Ansässigen „Gadschos“ nennt.

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Wenn die Realität verrutscht – Noahs Welt gerät aus den Fugen

Cover von Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht von David Arnold

Vom Schwimmtalent zum Aussteiger

Alles begann im ersten Jahr an der Highschool von Iverton, als Noah Oakmans bester Freund Alan ihm vorschlug, dem Schwimmteam beizutreten. Noah war schnell, wenn auch nicht der Schnellste. Immerhin gewann er ein Wettschwimmen nach dem anderen, und im nächsten Jahr wurden seine Zeiten beeindruckend gut. In der 11. Klasse verbesserten sie sich weiter, und die ersten Colleges boten ihm ein Schwimmstipendium an. Im Gegensatz zu seinen Eltern war Noah davon nicht begeistert, denn anfangs machte ihm das Schwimmen einfach nur Spaß. Doch als er plötzlich richtig gut wurde, weckte er hohe Erwartungen. Bei einem Langdistanztraining bekam er einen Krampf und musste aus dem Wasser gezogen werden. Er behauptete, Schmerzen im Rücken zu haben, war damit aus der Mannschaft raus und musste nicht mehr schwimmen.

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