Wenn das Zuhause verschwindet – ein Jugendlicher zwischen Armut, Mut und Wut

Cover von No place, no home von Morton Rhue

Vom Eigenheim ins Zelt: Dans Leben bricht auseinander

Amerikanische Filme vermitteln mit ihren schicken Eigenheimen oft den Eindruck, alle Menschen in den USA führten ein luxuriöses Leben. Doch das gilt nur für eine Minderheit. Wie in Deutschland rutscht auch dort die Mittelschicht zunehmend in die Armut ab.

Diese Erfahrung macht der siebzehnjährige Dan Halprin im Jugendroman No place, no home. Dan ist ein guter Schüler und hat Aussicht auf ein Universitätsstipendium. Als Pitcher trainiert er mit seinem Freund Noah im Baseballteam.

Seine Eltern Hannah und Paul sind trotz Studiums arbeitslos und können den Kredit für ihr Haus in Average nicht mehr bedienen. Die Familie zieht zu Hannahs Bruder Ron, der mit seiner Frau und zwei Kindern in einem großzügigen Haus mit Pool und Tennisplatz lebt.

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Geheimnisse im Lilienpalais – eine Gouvernante zwischen Pflicht, Liebe und Gefahr

Cover von Eine Dame mit Geheimnissen von Hannah Conrad

Eine Gouvernante mit Verantwortung und einem verborgenen Leben

Im Jahr 1827 hat Nanette im siebten Jahr eine Anstellung als Gouvernante im Lilienpalais in München, nachdem Eloise, die Ehefrau von Graf Carl von Seybach, frühzeitig verstorben ist. Am Sterbebett versprach er ihr, Nanette einzustellen und die Erziehung der Kinder Isabella, des angehenden Arztes Maximilian sowie der Cousine Johanna nicht seiner Mutter Henriette zu überlassen, zumal er als engster Vertrauter von König Ludwig I. viel unterwegs ist.

Wenn es Nanettes Zeit erlaubt, trifft sie sich mit ihrem heimlichen Geliebten, dem Oberstkämmerer.

Eines Tages erscheint die geschändete Magd Kätt mit einem Empfehlungsschreiben ihrer früheren Herrschaft, der Gräfin und des Grafen von Neuhausen, bei Haushälterin Afra Haberl und hofft auf eine Anstellung im Lilienpalais. Trotz der Bitte der Freiin von Neuhausen lehnt Nanette ab und verweist Kätt an den Palais der Liebigs.

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Wenn Wasser zur Waffe wird – eine Familie zwischen Verantwortung und moralischem Druck

Cover von Das Wasserhaus von Reinhard Schultze

Dürre, Umweltzerstörung und eine Aufgabe von globaler Tragweite

Die diesjährige Dürrekatastrophe in Südeuropa hat zur Folge, dass in Italien der Gardasee austrocknet und Kleinbauern in Spanien um ihre Existenz bangen, da für den Erdbeeranbau enorme Wassermengen benötigt werden. Mit diesem Problem wird auch die Protagonistin Marianne Holzrichter konfrontiert, die dem Aufsichtsrat einer Wasseraufbereitungsgesellschaft angehört.

Eines Tages wird sie gebeten, Herrn Obereke aus Südafrika kennenzulernen. Dort, so erfährt sie, vermischen sich saure Grubenwässer aus stillgelegten, überlaufenden Minen mit dem Grundwasser. Dabei entsteht giftiges Sulfat, das in die Flüsse gelangt. Die Folgen sind aufgrund des Abbaus von Kohle, Diamanten, Erzen, Gold und Platin weitaus dramatischer als in Deutschland – ganzen Landstrichen droht ein ökologisches Todesurteil. Für die Rettung Afrikas komme nur sie infrage.

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Glamour, Abgründe und ein Versprechen, das nachwirkt

Cover von Babas Vermächtnis von Michael Hetzner

Zwischen Rasputin, Reichtum und Hamburger Nobelleben

Swetlana, die Tochter des russischen Waffenhändlers Wladimir Wladimirowitsch und der erfolglosen Theaterschauspielerin Tatjana Valentina, lebt mit ihren Eltern in einer Villa im Hamburger Nobelviertel Harvestehude. Ihr Vater, der große Rasputin, hat es mit seinen Geschäften zu erheblichem Reichtum gebracht. Als Nichte des russischen Präsidenten, dem kleinen Rasputin, gehört sie zu den Privilegierten. Von ihrem Vater hat sie früh gelernt, dass man in Russland mit den richtigen Scheinchen jedes Problem aus der Welt schaffen kann – doch die Deutschen sind furchtbar kleinlich.

Als Swetlana am frühen Morgen durch die Salven einer Kalaschnikow im schallisolierten Schießstand des Hauses geweckt wird, in dem der große Rasputin seinem Hobby nachgeht, beschließt sie, heute zur Schule zu gehen, um Oberstudienrat Bismarck eine Freude zu machen.

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Frauen in Uniform, Gewalt im Verborgenen – Ida Rabes gefährlichster erster Fall

Cover von Altes Leid von Lea Stein

Ein harter Start in der Davidwache

In den britischen Besatzungszonen gab es ab 1945 weibliche Schutzpolizistinnen, wie Lea Stein sie in ihrem Kriminalroman Altes Leid beschreibt. Trotz schlechter Bezahlung tritt Ida Rabe im Mai 1947 ihren ersten Arbeitstag in der Davidwache auf der Reeperbahn an. Polizeimeister Hildesund empfängt sie unfreundlich und weist ihr ein Zimmer im spärlich eingerichteten Keller zu. Dort trifft Ida auf Heide Brasch, die sie aus der Ausbildung kennt und der nicht zu trauen ist. Die Aufgabe der Frauen besteht darin, die letzten Anzeigen zu prüfen, wobei Ida Randbemerkungen auffallen, die der freundliche Polizeimeisteranwärter Johann Meyerlich gemacht hat.

Ein Flüchtlingslager, ein „Katzenkind“ und verschwundene Frauen

Gemeinsam mit ihrer britischen Vorgesetzten, Superintendent Ann Watson, müssen Ida und Heide ein Flüchtlingslager kontrollieren und sich die Kennkarten der Bewohner im ehemaligen Bunker zeigen lassen.

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„Talberg 1977“ von Max Korn – Eine düstere Chronik zwischen Schuld, Einsamkeit und Gesellschaftskritik

Buchcover des Romans Talberg 1977

Die Einsiedlerin im Wald – Maria Steiners abgeschiedenes Leben

Die 72-jährige Maria Steiner lebt seit Jahrzehnten allein in einem abgelegenen Haus im Wald, das sie von ihrer Tante Bruni geerbt hat. Nur selten zieht es sie in das fünf Kilometer entfernte Dorf Talberg, wo sie aufgrund ihres zurückgezogenen Lebens und mysteriöser Gerüchte gefürchtet wird. An jenem schicksalhaften Tag, an dem der Jäger auf Marias Wunsch hin einen ihr einst anvertrauten Hund erlöst, erhält sie Besuch von der jungen Metzgerstochter. Das Mädchen bittet Maria, ihre ungewollte Schwangerschaft geheim zu halten – in der Hoffnung auf Hilfe von der als „Hexe“ verschrienen Alten. Tatsächlich überreicht Maria ihr einen Kräutertrank.

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Zwischen Wohnträumen und Wirklichkeit: Ein Roman über Wohnungssuche, Freundschaft und gesellschaftliche Missstände

Cover von Familie ist, wenn man trotzdem lacht von Wiebke Busch

Eine Familie auf der Suche nach mehr Raum

Steffi und Arno Ruttmann leben mit ihren Kindern Lina und Oskar in Hamburg-Ottensen. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes wünscht sich Steffi eine größere Wohnung. Als ihr ein Makler eine ideale Wohnung vierzig Kilometer von der Innenstadt entfernt zeigt, ist sie von der Größe und Ausstattung begeistert. Erst auf der Rückfahrt in die Stadt wird ihr klar, warum Wohnungen in den Randbezirken so günstig angeboten werden: Niemand möchte täglich im Stau stehen oder eine schlechtere Netzabdeckung in Kauf nehmen.

Arno, der als Geschäftsführer einer Werbeagentur arbeitet, erzählt seiner Ehefrau eines Tages, dass die Wohnung eines Kollegen in der Stadtmitte frei wird.

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Zwischen Liebe, Landflucht und Lebenskrisen

Eine literarische Betrachtung des Romans Solikante Solo von Björn Kern

Buchcover des Romans: Solikante Solo von Björn Kern

Eine zerrissene Familie zwischen Stadt und Schloss

Die Psychotherapeutin Ruth Korwaczek lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Sisal in Berlin. Vater der Kleinen ist Jann-Marten Friedrich, der sich einst als Bierbrauer selbstständig gemacht hatte, jedoch zwei Jahre vor Sisals Geburt Insolvenz anmelden musste. Da es ihn mehr aufs Land zog, als ihn die Stadt halten konnte, investierte er sein restliches Geld in ein Schloss im eine Stunde östlich gelegenen Ort Solikante – gedacht als neues Zuhause für seine junge Familie.

Doch Ruth kann sich weder mit dem heruntergekommenen Gemäuer noch mit Jann arrangieren. Zwar sind sie nicht gesetzlich verheiratet, doch Ruth hat ihm vor sechs Jahren die Ehe geschworen – ein Versprechen, das zunehmend brüchig wirkt.

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Die Spur des Schweigens – Ein Roman über Machtmissbrauch, Schweigen und Wahrheitssuche

Buchcover des Romans: Die Spur des Schweigens

Julias Weg in den Journalismus

Kurz nach dem Abitur besuchte Julia Feldmann die Journalistenschule und träumte davon, investigative Reportagen zu schreiben. Doch seitdem hält sie sich mit dem Verfassen von Pressemeldungen sowie Texten für Broschüren im Wellnessbereich über Wasser. Zusätzlich arbeitet sie als freie Medizinjournalistin für das Magazin Gesundheit heute. Von dessen Chefredakteur Chris Hensel, mit dem Julia gemeinsam die Journalistenschule besucht hat, erhält sie gelegentlich Aufträge, etwa für Erfahrungsberichte oder Reportagen.

Nach einer Pressekonferenz über ein Präparat zur Gewichtsreduktion lehnt Julia jedoch ab, das Pulver in einem Selbstversuch zu testen oder auch nur darüber zu schreiben – sie hält das angebliche Wundermittel für gesundheitlich bedenklich.

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Ein Toter, ein Mädchen und ein verdrängtes Verbrechen – Thomas Engels gefährlicher Einstieg ins Jahr 1965

Cover von 1965 - Der erste Fall für Thomas Engel von Thomas Christos

Ein Traumjob – und ein Toter auf der Müllhalde

Für den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn einsetzt. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in den Händen. Bereits nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl vieles auf einen Suizid von Willy Frenzel hindeutet, ist Kollege Drezko anderer Meinung, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden. Näheres will Drezko jedoch nicht preisgeben. Unterdessen lernt Engel auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.

Ein vermisstes Mädchen und ein Fund, der alles verändert

Durch Zufall erfährt Engel, dass ein Mädchen vermisst wird, und ebenso zufällig entdeckt er die Leiche der kleinen Esperanza in Kaiserswerth bei den Ruinen der Kaiserpfalz.

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