Klara und Stephan verbringen in dem Roman „Ein Sommer wie dieser“ von Annette Hohberg eine wundervolle Urlaubswoche in Levanto an der italienischen Riviera. Sie sind jung und verlieben sich ineinander. In einer Woche wollen sie sich an der französischen Küste wieder treffen, doch Klara wartet vergeblich.
Mittlerweile sind zwanzig Jahre vergangen und Klara ist mit Johan, einem berühmten Hirnforscher, verheiratet. Ihre Tochter Isabel hat sich bei Prof. Stephan Lechmann für ein Seminar eingetragen. Obwohl er sehr viel älter ist als sie, verliebt sie sich in ihn. Für ihn wäre sie ein weiteres Liebesabenteuer, wie schon so viele Liebschaften vor ihr. Bei einem privaten Treffen in seiner Wohnung zieht Isabel jedoch die Bremse, da es ihr etwas zu schnell geht. Eine Porzellanpuppe, die Isabel bei ihm entdeckt, führt bei Stephan schließlich zu der Erkenntnis, dass Isabels Mutter die Klara ist, die er vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren hat.
Marie Kirschbaum will eigentlich nur eines: Mit Anselm Hagen am Sonnabend zum Tanzen gehen. Obwohl Anselm ihr diesen Wunsch liebend gerne erfüllen möchte, gerät er unvermittelt in einen Strudel von Verwicklungen. Für seinen Arbeitgeber soll er ein Paket von Berlin nach Hamburg transportieren. Die Schliemanz-Koch AG bietet neuerdings einen Teletransporter an, der diese Strecke innerhalb von Sekunden bewältigt. Um Zeit einzusparen, bedient sich Anselm dieser neuartigen Teleportation. Doch leider passiert dabei „Das Fehlerchen“. Ihn gibt es nach dem Transfer sowohl in Berlin, als auch in Hamburg. Und dieses kleine Fehlerchen, das durch einen Programmierfehler verursacht wurde, passiert in seinem Fall nicht nur einmal!
Prypjat ist eine für die Arbeiter von Tschernobyl errichtete Stadt und liegt nur vier Kilometer vom Reaktor entfernt. Als am 25. April 1986 das Unglück im Atomkraftwerk seinen Lauf nahm, hatte das verheerende Folgen für die viel zu spät evakuierte Bevölkerung, unter denen viele Kinder waren. Javier Sebastián hat mit „Der Radfahrer von Tschernobyl“ den vielen Opfern und vor allem einem ganz besonderen Menschen ein Denkmal setzen wollen. Eine dem Leser nicht näher vorgestellte Person erzählt teilweise in der Ich-Form vom Leben und Wirken dieses besonderen Menschen:
Klara Schindler, eine Deutsche, hält sich am 27. Februar 1933 in Kopenhagen auf, als auch sie die Kunde über den Reichstagsbrand in Berlin erreicht. Sie arbeitet für die Komintern, ein weltweiter Zusammenschluss der Kommunisten, und erhält einen neuen Spionageauftrag „Unter dem Schatten des Todes“. Als Korrespondentin einer britischen Zeitung getarnt soll sie mit gefälschten Papieren nach Berlin und aufklären, wer den Brand gelegt hat.
Der Roman „Fast genial“ von Benedict Wells beruht auf der wahren Geschichte der „Samenbank der Genies“, die der millionenschwere Geschäftsmann Robert Graham gegründet hat und aus der 217 hochintelligente Kinder entstanden sein sollen. Graham war von dem Gedanken getrieben, dass die intelligenten Menschen aussterben, während sich die Dummen unaufhörlich reproduzieren!
New York hat viele Gesichter. „Cracktown“ ist eines davon und hier dominiert Gewalt in jeder nur denkbaren Form. Um das Leben, das eigentlich gar keines ist, auszuhalten, wird gekifft, ein Schuss nach dem anderen gesetzt oder die Bazooka abgefeuert, wie sie es nennen. So greift auch Londa auf die Bazooka zurück, weil sie von ihrem Mann brutale Prügel einstecken muss. Sie weiß, wo sie sich den Stoff besorgen kann und muss dafür lediglich jemandem einen blasen.
Robert Naumann lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Hannah und Emma in Berlin. Die Familie bezieht Hartz IV und Robert hat längst gemerkt, dass es sich innerhalb dieser Bedarfsgemeinschaft, so die offizielle Bezeichnung, nicht lohnt, wenn einer berufstätig ist. So bleibt er lieber arbeitslos und wird regelmäßig im Jobcenter bei Frau Steputat im Zimmer 211 vorstellig. Als er nicht die vorgeschriebenen Bewerbungen vorweisen kann, werden ihm die Leistungen gekürzt. Ihm wird ein Job bei der Post angeboten, was bei ihm Erinnerungen an eine frühere Tätigkeit dort weckt. Doch schlecht bezahlte und sinnlose Arbeit lehnt er entschieden ab und stößt auf Unverständnis bei seiner persönlichen Ansprechpartnerin. Robert Naumann versucht sich als Spargelstecher und Hüpfburgbeauftragter und möchte eigentlich lieber Popstar werden.
Das Mädchen lebt mit ihren Eltern, Geschwistern und der Großmutter in Kärnten, nahe der slowenischen Grenze. Ihre Großmutter erzählt oft von früher, vom Krieg und vom KZ in Ravensbrück. Sie hat ihr Lagerheft noch aufbewahrt und blättert darin. Der Enkelin erzählt sie von ihrer Heimkehr und den vielen verhafteten Nachbarn, die in den Tod geschickt wurden. Auf Spaziergängen kommen sie an unbewirt- schafteten Höfen vorbei, deren Bewohner im Krieg geblieben sind. Die Enkelin hört, dass auch andere von ihrer Flucht berichten, wie sie im Lager überlebt haben und von Internierungslagern für Kinder ist die Rede. Sie besucht ein ehemaliges KZ und sieht dort den Vater zum ersten Mal weinen. Von einem Tonband hört sie die Schreie von Kindern, die nach der Mutter rufen.
Gemma ist verheiratet und lebt mit Giuliano in Rom. Vor 16 Jahren ist sie ihm unter ungewöhnlichen Umständen begegnet. Heute, mit 53 Jahren, erhält sie völlig unverhofft einen Anruf von Gojko aus Sarajevo. Gemma müsste unbedingt zu einer geplanten Kunstausstellung kommen, bei der auch Fotos von Diego gezeigt werden, dem Vater ihres Sohnes Pietro. Erinnerungen werden wach, Diego, ihre große Liebe. Wie die Zeit vergeht! Warum meldet sich Gojko erst jetzt? Sie zögert, aber schließlich kann Gojko sie doch überreden. Mit Pietro fliegt sie nach Sarajevo, ohne zu ahnen, welchen Geheimnissen sie dort auf die Spur kommen wird.