Im Alter von sechsundachtzig Jahren schreibt der 1925 in Fredeburg, Hochsauerland, geborene Paul Büchel in nur dreißig Stunden seine Autobiographie Vom Bauernlümmel aus dem tiefsten Hochsauerland zum Millionär und zurück!*, wobei er, wie es ihm gerade einfällt, beliebige Zeitsprünge macht. Er stellt das Leben der zur damaligen Zeit zumeist kinderreichen Familien in Punkto Kleidung, Speisen sowie fehlendes Bad und Heizung vor, wobei seine Eltern wegen eines tödlichen Unfalls seines Vaters im Jahr 1936 nur sieben Kinder bekommen. Es ist von seiner Schulzeit, bei der noch Schläge an der Tagesordnung waren, die Rede, von Kinderlandverschickung, einer Lehre zum Industriekaufmann und den ertragenen Schikanen bei der Hitlerjugend und Luftwaffe, zu der er mit achtzehn Jahren eingezogen wird. Paul Büchel ist einer der Kamikazeflieger, leidet in der Kriegsgefangenschaft unter Krätze und schwimmt nach seiner Freilassung wegen der gesprengten Brücken täglich durch den Rhein. In Königswinter lernt er seine spätere, aus Gelsenkirchen-Schalke stammende Frau kennen, die er 1950 heiratet und mit der er drei Kinder bekommt.
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Allein der Titel „Unbeugsame Lehrerinnen“ macht schon deutlich, dass es sich in dem Buch von Luise Berg-Ehlers um Frauen handelt, die den Kampf für eine ihnen wichtige Sache aufgenommen haben: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Bis in unsere Tage ist die soziale und politische Gleichstellung der Frau nur zum Teil verwirklicht worden, denn sonst hätte es kaum eine gesetzlich geforderte Frauenquote geben müssen, wie sie der Bundestag erst im März dieses Jahres beschlossen hat.
Albert Einstein dürfte jeder kennen, doch wer hat schon von seiner ersten Ehefrau Mileva Einstein gehört? Anne-Kathrin Kilg-Meyer hat in ihrem Buch ein Porträt dieser außergewöhnlichen Frau gezeichnet, die 1875 im heutigen Serbien zur Welt kommt. Nach einer unbeschwerten Kindheit geht die erst Neunzehnjährige alleine in die Schweiz, die ihr ein Studium in den Fächern Medizin, Mathematik und Physik ermöglicht. Dort trifft sie auf ihren späteren Ehemann Albert, und in der Folgezeit tauschen sie in Briefen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch Liebesschwüre aus. Die beiden heiraten und trotz dreimaliger Mutterschaft unterstützt Mileva ihren Mann bei seinen Studien- und Forschungsarbeiten in Bern, da er sie als ebenbürtige Partnerin anerkennt. Doch mit achtunddreißig Jahren muss Mileva erkennen, dass ihr Mann sie mit seiner Cousine Elsa betrügt. Fast zeitgleich mit Beginn des Ersten Weltkrieges kommt es zur Trennung, und um ihren Kindern weiterhin eine beste Ausbildung zukommen zu lassen, muss Mileva Hunger leiden.
In dem Ferienhaus ihrer Eltern in Cunardo, nahe des Lago Maggiore gelegen, lernt die 1899 geborene Olga den Begründer und Inhaber der Mailänder Schokoladenfabrik, Luigi Zaini, kennen. Als seine Frau Luisa 1923 stirbt und dem Fünfundvierzigjährigen zwei kleine Kinder hinterlässt, heiratet er im Jahr darauf Olga, die ein Diplom als Buchhalterin hat, was für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war. Um die mit in die Ehe gebrachten Kinder Piero und Rosetta, wie auch für die gemeinsamen Kinder Luisa und Vittorio, kümmert sich ein Dienstmädchen. Der Familie geht es finanziell gut, sie beschäftigen weitere Bedienstete und verbringen die Sommer in einem Haus am Comer See. Doch im Jahr 1938 wird bei Luigi ein Hirntumor entdeckt. Das Unternehmen beschäftigt zu der Zeit einhundert Mitarbeiter, und Luigi äußert den Wunsch, dass Olga die Unternehmensführung übernimmt, bis die Söhne dazu in der Lage sind.
Carlos Santana schreibt in seiner Autobiografie
Knut Knieping lebt mit seiner Frau Cecile und der 7-jährigen Tochter Fine in Düsseldorf. Selbst, als seine Frau zu einer Verabredung geht und er Fine beaufsichtigen soll, kann er es nicht lassen und muss seiner Laufsucht frönen: Im Keller reißt er dabei joggend den Wäscheständer um und wird zu seiner Schmach auch noch von Cecile auf frischer Tat ertappt. Zu einem Treffen mit Freunden im Fußballstadion ist Knut der Einzige, der auf alles Fahrbare verzichtet, was unschwer an seiner durchgeschwitzten Kleidung zu erkennen ist. Und wenn er sich schon einmal einen Tagesplan zurecht legt, wird der ganz sicher durch Aufgaben von seiner Frau durchkreuzt: Er ist zum Flicken ihrer Fahrradreifen verdonnert, wobei sich ungeahnte Probleme ergeben.
James A. Mitchell hat sich mit seinem Buch „Das Walross und die Elefanten“ an die schwierige Aufgabe gewagt, ein Porträt von John Lennon während der Jahre nach der Trennung von den Beatles und seinem Umzug von London nach New York zu zeichnen. Dieser zur Legende gewordene Musiker hat innerhalb weniger Stunden die Freilassung des Bürgerrechtlers John Sinclair bewirken können. Politiker wollten seinen Einfluss für die Präsidentschaftswahlen nutzen, um Nixon zu stürzen. Doch nach seiner Wiederwahl reagierte man prompt und verweigerte Lennon die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung. Wie den Ausführungen von James A. Mitchell weiter zu entnehmen ist, drohte man dem verheirateten Lennon sogar mit der Ausweisung, die eine Trennung von seiner Frau Yoko Ono bedeutet hätte, die auf der Suche nach ihrer Tochter in Amerika bleiben wollte. Es war dem Musiker nicht einmal möglich, das Land zu verlassen, weil ihm dann unter Umständen die Wiedereinreise versagt worden wäre, wie es Jahrzehnte zuvor Charly Chaplin passierte.
Unter dem Pseudonym Linda Brent hat die Autorin Harriet Ann Jacobs im Jahr 1861 ihre Autobiografie
Michaela DePrince kommt als Mabinty Bangura 1995 zur Welt. Ihr Vater arbeitet hart und schürft Diamanten, um eines Tages für die Schulgebühren seiner Tochter aufkommen zu können. Doch er wird im Bürgerkrieg von Rebellen umgebracht, als Mabinty vier Jahre alt ist. Mit ihrer Mutter muss sie fortan bei dem ungeliebten Onkel Abdullah wohnen, der die Ersparnisse einbehält und ihnen kaum genug zu Essen gibt. Kurz darauf verstirbt auch die Mutter. Da Mabinty seit ihrer Geburt an der Weißfleckenkrankheit leidet und Abdullah sie deshalb hässlich findet, liefert der herzlose Onkel das Kind in einem Waisenhaus ab, wo die Kinder von der Dorffrau Fatmata gequält werden. Mabinty schließt Freundschaft mit einem Mädchen, das denselben Vornamen hat und sie freut sich, weiter unterrichtet zu werden, wie es zuvor ihr Vater tat.
Hinter der Amyotrophen Lateralsklerose, kurz ALS, verbirgt sich eine Krankheit, die das Nervensystem befällt und in der Regel innerhalb weniger Jahre zum Tod führt. Männer erkranken überdurchschnittlich oft an ALS und auffällig ist die häufige Erkrankung von Fußballspielern. Da über die Ursachen kaum etwas bekannt ist, wurde eine Stiftung zur Bekämpfung der Krankheit ins Leben gerufen. Prominente Personen wie Justin Bieber, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben sich zu diesem Zweck bereits medienwirksam mit Eiswasser übergossen. Selbst Angela Merkel und Barack Obama sind aufgerufen, bei der Aktion „Ice Bucket Challenge“ mitzumachen.