Der Reisebildband In Her Footsteps – Reisen zu außergewöhnlichen Frauen* ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu den entlegensten Orten der Erdkugel und nicht zuletzt auch eine Reise, die den Leser zu mutigen und ungewöhnlichen Frauen führt, denen auf ganzer Linie Respekt gezollt werden muss. Die Würdigung ihrer Werke geschah nicht selten posthum, so dass nicht alle diese zu Lebzeiten in Empfang nehmen konnten. Unterteilt hat Lonely Planet die Auswahl mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten nach Aktivistinnen, Künstlerinnen, Pionierinnen und Ikonen, die zum Teil inhaftiert wurden, wenn sie nicht sogar für ihr Engagement mit dem Leben bezahlen mussten. Andere verkleideten sich für ihre halsbrecherischen Unternehmungen als Mann oder wählten gar als letzten Ausweg den Suizid.
Das Buch stellt die Leistungen, bahnbrechenden Forschungen und mutigen Taten sowohl von noch lebenden, wie auch längst verstorbener Frauen vor, deren Wirken bis eineinhalb tausend Jahre vor Christus reicht.
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An seinem neunzigsten Geburtstag bittet Josef Mutter seinen Enkel Valentin Moritz, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die dieser in dem Buch
Wer wie Ingeborg Wollschläger zwanzig Jahre Notaufnahmeschwester war, hat einiges erlebt. In ihrem Sachbuch schreibt sie, wie sie in Pfarrhäusern aufgewachsen ist und sich für eine Ausbildung als Schwesternschülerin entschieden hat. Zunächst arbeitete sie in der Neurochirurgie und der Dialyse, bis sie in die Notaufnahme wechselte. Sie nennt Gründe, warum es dort nicht immer der Reihe nach gehen kann, welche Regeln das Leben für medizinisches Personal sowie Patienten angenehmer machen und wie einmal erlerntes und über die Jahre verloren gegangenes Wissen durch Erfahrung wettgemacht werden kann. Sie weist auf die Bedeutung des Nocebo-Effekts hin und erklärt, was Mediziner unter einem Notfall verstehen. Eine gute Beobachtungsgabe ist ihrer Meinung nach in diesem Beruf unabdingbar.
Seit den Sechzigerjahren, so schreibt Björn Kern in seinem Buch
Helmut Linzbichler schildert in seinem autobiografischen Buch
Aus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, dass noch im Jahr 1969 ein Gutachter vor Gericht ausgesagt hat: „Der Orgasmus der Frau ist als natürlich anzusehen“. In der Biografie Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus zeichnet Katrin Rönicke den Lebensweg der im Jahr 1919 als Beate Köstlin geborenen Pionierin in Sachen enttabuisiertem Sex nach. Als Tochter gebildeter Eltern besucht sie bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten eine Schule auf Juist. Die sportbegeisterte junge Frau wird Fähnleinführerin beim Bund Deutscher Mädel und erwirbt mit achtzehn Jahren den ersehnten Flugschein. Nach der Ablegung einer Kunstflugprüfung lernt sie ihren ersten Mann Hans-Jürgen Uhse kennen, einen Kunstfluglehrer. Die Autorin schreibt von den ersten Jahren dieser vom Krieg überschatteten Beziehung, der überstürzten Heirat, dass Beate Uhse frühzeitig Witwe wurde und alleine einen Sohn durchbringen musste.
Die in Berlin aufgewachsene Verena Friederike Hasel hat mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern ein halbes Jahr bei den Maori in Narrow Neck, einem Vorort von Auckland, verbracht. In ihrem Buch Der tanzende Direktor schreibt sie über das Bildungssystem in Neuseeland, das immer noch auf den von Sylvia Ashton-Warner entwickelten Methoden basiert, die vor mehr als einhundert Jahren geboren wurde. Gleichwohl wurde das Schulsystem in den 1980er Jahren innerhalb von nur vierzehn Monaten einer radikalen Änderung unterzogen. Ein von der Regierung entworfenes „Dezilsystem“ verteilt das für die Bildung bereitgestellte Geld gerecht, und der ständige Austausch zwischen Wissenschaftlern und Schulen hat dazu geführt, dass das erfolgreiche Pilotprojekt „Reading Recovery“ von den USA, Kanada, England und Australien übernommen wurde. 
Brenda Strohmaier will mit ihrem Sachbuch