
Vom Arbeitslosen zum Fotobetrachter – eine Idee, die niemand kommen sah
Frank Berger hat gerade seinen Job verloren und viel Zeit, denn er hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Da sich niemand für seine Fotos aus einem Venedig‑Urlaub interessiert, kommt ihm eine ungewöhnliche Idee: Jeder besitzt Fotos, die niemand sehen will. Also gibt er eine Anzeige auf: „Sehe mir gegen Honorar mit regem Interesse Ihre Urlaubsfotos an.“ Keine halbe Stunde nach Veröffentlichung erhält er bereits den ersten Auftrag – fünftausend Fotos aus dem Leben eines Kunden. Während er diese durchgeht, trudeln zwanzig weitere Anfragen ein. Frank hätte nie gedacht, dass sich mit Nichtstun so viel Geld verdienen lässt.
Ein Start‑up wächst – und Frank bleibt lieber beim Wesentlichen
Nach nicht einmal einem Jahr hat sein Unternehmen fünfhundertzwanzig Mitarbeiter und Filialen in allen großen deutschen Städten. Doch Frank schaut weiterhin lieber Fotos bei den Kunden an, statt Bilanzen zu prüfen.
weiterlesenEine absurde Geschäftsidee, ein Hummer – und die Liebe in der Bretagne




Swetlana, die Tochter des russischen Waffenhändlers Wladimir Wladimirowitsch und der erfolglosen Theaterschauspielerin Tatjana Valentina, lebt mit ihren Eltern in einer Villa in dem Hamburger Nobelviertel Harvestehude. Ihr Vater, der große Rasputin, hat es mit seinen Geschäften zu erheblichem Reichtum gebracht. Als Nichte des russischen Präsidenten, dem kleinen Rasputin, gehört sie zu den Privilegierten. Von ihrem Vater hat sie früh gelernt, dass man in Russland mit den richtigen Scheinchen jedes Problem aus der Welt schaffen kann, doch die Deutschen sind furchtbar kleinlich.
Alles begann im ersten Jahr an der Highschool von Iverton, als Noah Oakmans bester Freund Alan ihm vorschlug, dem Schwimmteam beizutreten, denn Noah war schnell, wenn auch nicht der Schnellste. Immerhin gewann er ein Wettschwimmen nach dem anderen, und im nächsten Jahr wurden seine Zeiten aberwitzig gut. In der 11. Klasse verbesserten sich seine Zeiten weiter, und die ersten Colleges boten ihm ein Schwimmstipendium an. Im Gegensatz zu seinen Eltern war Noah davon nicht begeistert, denn am Anfang machte ihm das Schwimmen einfach nur Spaß, doch als er plötzlich richtig gut wurde, hatte er hohe Erwartungen geweckt. Bei einem Langdistanztraining bekam er einen Krampf und musste aus dem Wasser gezogen werden. Er behauptete, schmerzen im Rücken zu haben, war damit aus der Mannschaft raus und musste auch nicht mehr schwimmen.
In einer nahen Zukunft leidet die Welt unter den Folgen des Klimawandels, und während der größte Teil der Menschheit in Armut lebt, gibt es eine kleine Gruppe von Privilegierten, die ihren Wohlstand genießen können. Diejenigen, die für die Wohlhabenden arbeiten, können ihren Lebensunterhalt bestreiten und hoffen auf eine bessere Zukunft. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist Selbstversorger, der Tauschhandel betreibt um zu überleben, denn für Geld können sie nichts kaufen. Für sie gibt es keine medizinische Versorgung und viele sterben nur, weil sie nicht die notwendigen Medikamente bekommen können.
Armand ein Witwer, der über Rückenschmerzen und Schlafstörungen klagt, wird von seinem Arzt empfohlen, es doch einmal mit Yoga zu versuchen. Er meldet sich für einen Anfängerkurs im Bürgerzentrum von Sants, einem Stadtbezirk von Barcelona, an und muss feststellen, dass er der einzige Mann unter mehr als einem Dutzend Frauen ist. Auch wenn ihm das zunächst Unbehagen bereitet, fühlt er sich nach einiger Zeit doch recht wohl dabei. Eines Morgens wird er von Elena angesprochen, ob er nicht eine Tochter namens Silvia hätte. Obwohl er keine Tochter hat, klärt er Elena nicht über ihren Irrtum auf. Da er sie attraktiv findet und sie ihm gleich zu Anfang aufgefallen war, möchte er sie gerne näher kennenlernen.
Im Jahr 2063 ist Lee Uhwan fast Mitte vierzig und lebt in Busan, der zweitgrößten Stadt Koreas, wo die Armen im Unteren Viertel gezwungen sind, egal auf welche Art und Weise, Geld zu verdienen. Dazu gehören auch illegale Aufträge oder Tätigkeiten, bei denen sie ihr Leben riskieren. Nur so besteht eine Chance, es ins Obere Viertel der Reichen zu schaffen. An seine Kindheit, die er in einem Waisenhaus verbracht hat, kann sich Uhwan nicht erinnern. Er arbeitet den ganzen Tag in der schwülheißen, stinkenden Küche einer Gaststätte als Küchenhilfe und schläft in einem schwülheißen Zimmer neben der Vorratskammer. Die Fleischsuppe, die in der Gaststätte serviert wird, hat er nur einmal probiert, denn sie schmeckt ihm nicht. Sein Chef, der bereits über achtzig Jahre alt ist, schwärmt oft von dem Geschmack einer Fleischsuppe, die früher zubereitet wurde, einer Knochensuppe, die aus einer Beinscheibe gekocht wurde. Uhwan, der diese Suppe gerne einmal probieren würde, erhält vom Koch den Auftrag, sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben und das verlorengegangene Rezept für die Knochensuppe zu besorgen.