Zwölf Ruhrpott‑Geschichten voller Herz, Humor und Erinnerung

Cover von Ruhrgebiet – Taubengurren und Kohlenhaufen von Margit Kruse

Konfirmationen, Kirchenfreizeiten und unerfüllte Liebe

In ihrem Buch Ruhrgebiet – Taubengurren und Kohlenhaufen* präsentiert Margit Kruse zwölf Geschichten und Anekdoten, die allesamt im Ruhrgebiet angesiedelt sind.

Da geht es um die Vorbereitungen für Karins Konfirmation, die mit dem Nähen eines Kleides, das so gar nicht ihrem Geschmack entsprach, lange vor dem großen Tag begannen und in der völligen Erschöpfung der Mutter endeten. Petra freute sich auf die Kirchenfreizeit mit Sabine und dachte nicht daran, auf ein deutlich jüngeres Mädchen aufzupassen – sie wollte lieber ihre ersten Lungenzüge ausprobieren.

Während Matthias seinen Vater nicht aus der Kneipe bekommt, obwohl die Mutter zu Hause vergeblich mit dem Mittagessen wartet, findet in einer anderen Geschichte die Liebe von Paul zu Lydia ein trauriges Ende. Nur weil er nicht der „richtigen“ Konfession angehörte. Obwohl Lydia volljährig ist, fehlt ihr die Kraft, sich gegen ihre Eltern zu stellen.

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Wenn das Glück im Alltag mitspielt – und manchmal überfordert ist

Cover von Das kleine QuEntchen Glück von Klaus Puth

Warum wir öfter ein kleines QuEntchen Glück brauchen

Um im Leben voranzukommen, etwas zu erreichen oder Erfolg zu haben, braucht es … ja, was braucht es da manchmal? Genau: Das kleine QuEntchen Glück. In seinem gleichnamigen Buch zeigt Klaus Puth zahlreiche Situationen, in denen wir genau auf dieses kleine Quentchen angewiesen sind – oft, ohne es bewusst wahrzunehmen.

Wie ist das noch gleich, wenn wir pünktlich irgendwo sein müssen, aber in der Eile nicht mehr wissen, wo der Wohnungsschlüssel liegt? Oder wenn wir hastig zur Bushaltestelle laufen und der Bus uns vor der Nase wegfährt? Manchmal haben wir Pech – manchmal aber auch Glück, etwa wenn der Busfahrer ein Einsehen hat oder so viele Menschen ein‑ und aussteigen, dass wir es doch noch rechtzeitig schaffen.

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Wenn das Älterwerden knackt – und der Humor dabei nicht nachlässt

Cover von Älter werden macht mich echt knackiger - mal knackt es hier, mal knackt es da von Silke Neumayer

Auf der Suche nach den Tücken und Freuden des Älterwerdens

Silke Neumayer macht sich in ihrem Buch Älter werden macht mich echt knackiger – mal knackt es hier, mal knackt es da* auf nicht ganz ernst zu nehmende Weise auf die Suche danach, ob das Älterwerden für Frauen wirklich nur Nachteile mit sich bringt. Sie beginnt mit zehn eindeutigen Anzeichen dafür, dass man nicht mehr die Jüngste ist. Ältere Männer, so hat sie festgestellt, halten meist Ausschau nach jüngeren Frauen – was ungünstig enden kann, wenn das eigene Alter ein wenig „nach unten verschönt“ wurde.

Die Häufigkeit von Arztbesuchen nimmt zu, und beim Blick in die Zeitschriften im Wartezimmer scheint Botox die Lösung für unliebsame Falten zu sein. Zeit für Maniküre, Pediküre und Podologie bleibt ebenso wenig aus wie zusätzliche Ausgaben für Medikamente, einen Treppenlift oder den Chiropraktiker – Posten, die die Durchschnittsrente von Frauen leider übersteigen.

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Wasserpistolen‑Alarm in der Sommerhitze – und ein Mann mit glänzenden Schuhen

Cover von Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer von Charlotte Inden

Langeweile, Hitze und die ersten kleinen Abenteuer

Der siebenjährige Theo, sein sechsjähriger Bruder Tom und die dreijährige Lotti sind in ihrem Spiel mal Desperados, Ritter, Superhelden oder Detektive, wobei Theo der beste Spurensucher ist. Noch nie war ihnen so langweilig wie an diesen heißen Tagen. Endlich hören sie ein Auto in ihrer kleinen Gasse, das sie durch den Zaun mit Lottis kleiner roter Wasserspritze bespritzen. Dem Besitzer, einem Mann mit glänzenden schwarzen Schuhen, gefällt das gar nicht, und er beschwert sich wütend bei der Mutter. Auf seine Forderung nach Geld für eine Waschanlage geht sie nicht ein und bittet die Kinder lediglich, nicht mehr auf Autos oder Menschen zu zielen.

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Was verbirgt sich hinter dem Tunnel im Pflegeheim?

Buchcover: Tunnel von Grit Krüger

Ein ungewöhnlicher Zufluchtsort

Mascha Heerdmann lebt allein mit ihrer siebenjährigen Tochter Tinka, die sie „Mücke“ nennt, von staatlicher Unterstützung. Weil sich an den Fenstern bereits Eisfedern gebildet haben und das Geld für die hohe Heizölrechnung fehlt, bauen sich die beiden in ihrer Wohnung eine Höhle, in die sie sich verkriechen.

Nach einer Vorstellung im Pflegeheim Residenz erhält Mascha dort eine Arbeitsstelle. So sehr Tinka auch bettelt, dass sie noch ihre Hausaufgaben machen müsse, erklärt ihr Mascha, dass sie die Schule am nächsten Tag einfach ausfallen lassen und stattdessen mit ins Heim kommen solle, wo es schön warm sei. Bis der Platz für neue Bewohner benötigt wird, dürfen die beiden dort sogar wohnen.

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Was verbirgt das geheimnisvolle Nachbarskind?

Buchcover: Das Meer von unten von Anna Silber

Zwischen Alltag, Nachbarschaft und Verantwortung

Connie arbeitet in einem Wiener Gasthaus als Küchenhilfe zusammen mit Sinan, Janosz, Lin und dem Chefkoch Andi. Hatice ist durch die neue Mitarbeiterin Hana, die neben ihrer Arbeit studiert, ersetzt worden. Connie wohnt mit ihrer Katze Minze in Wien in einem Mehrfamilienhaus, in dem sie gelegentlich mit ihrer Nachbarin Frau Laslo oder Frau Zuki ins Gespräch kommt.

Doch eines Tages sitzt das kleine Mädchen einer neu hinzugezogenen Familie im Hausflur, gegenüber von Connies Wohnung. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als das hungrige Kind mit in ihre Wohnung zu nehmen und ihm etwas zu essen zu geben. Doch dabei bleibt es nicht, denn das Mädchen, das seinen Namen nicht nennt, klopft immer wieder bei Connie an, bei der es sich offensichtlich wohlfühlt. Selbst als seine hochschwangere Mutter gemeinsam mit dem Vater verschwindet, hofft Connie, dass sich alles irgendwie regeln wird.

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Lesen ist doof – Ein Kinderbuch, das mit Vorurteilen spielt

Warum ein provokanter Titel zum Lesen motivieren kann

Buchcover: Lesen ist doof von Nils Freytag und Silke Schlichtmann

Lesestatistik und Leseförderung

Laut einer Statistik gaben über die Hälfte der befragten Kinder im Jahr 2020 an, mindestens einmal pro Woche ein gedrucktes Buch zu lesen. Zwei Jahre später erklärten rund 32 % der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren, täglich oder mehrmals pro Woche zu lesen. Genau hier setzt das Kinderbuch Lesen ist doof von Nils Freytag und Silke Schlichtmann an – mit einem Titel, der auf den ersten Blick abschreckt, aber genau dadurch Neugier weckt.

Ein Cover, das zum Nachdenken anregt

Das Cover zeigt eine Szene im Bus oder Zug: Alle Mitreisenden starren auf ihre Handys – nur ein Kind liest ein Buch. Die anderen schauen irritiert. Der Widerspruch ist offensichtlich: Lesen gilt als „komisch“, während ständiger Handygebrauch als normal erscheint. Genau diesen gesellschaftlichen Reflex hinterfragt das Buch auf clevere Weise.

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Älter werden – aber bitte nicht zu schnell

Buchcover: Älter werden wir später! von Aylin UrmersbachIn ihrem Sachbuch Älter werden wir später!* spricht Aylin Urmersbach zu Beginn einige grundsätzliche Aspekte des Alterns an, nennt Gründe für die gestiegene Lebenserwartung und zeigt anhand statistischer Werte auf, wie sich der Alterungsprozess auf unsere Organe auswirkt. Achtzig Prozent unseres biologischen Alters, so führt die Autorin aus, werden durch den Grad der Bewegung und die Ernährungsweise bestimmt. Bei den Bewohnern von Regionen mit besonders hoher Lebenserwartung wurden die Ernährungsgewohnheiten genauer untersucht. Daran angelehnt listet das Buch Lebensmittel auf, die zur sogenannten Anti-Aging-Food gehören.

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Klugscheißer Royale – Wenn das Leben plötzlich Kopf steht

Cover von Klugscheißer Royale von Thorsten Steffens

Job weg, Liebe weg – und jetzt?

Es ist hart, wenn man gleichzeitig seinen Job und die Freundin verliert. Erst wird Timo Seidel, der seit fünf Jahren in einem Callcenter arbeitet, von seinem Chef fristlos gekündigt – und das nur, weil er sich ein wenig im Tonfall vergriffen hat. Dann verlässt ihn auch noch Cleo, die ihn einen Egoisten und Klugscheißer schimpft. Timo kann es kaum fassen, schließlich hatten sie doch immer guten Sex.

Schnell überschlägt er die monatlichen Kosten, denn nach Cleos Auszug muss er die Miete alleine stemmen. Die Erkenntnis ist klar: Ein neuer Job muss her – und zwar sofort. Doch trotz seiner 28 Jahre hat Timo noch immer keine abgeschlossene Berufsausbildung. Sein Deutsch- und Englischstudium hat er nach nur zwei Semestern hingeworfen. Voller Hoffnung wendet er sich an die Arbeitsagentur, erlebt dort jedoch ein böses Erwachen und wird unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt.

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Als das Fernsehen noch ein Abenteuer war

Buchcover: Fernsehen gernsehen von Alexander Emmerich

Zwischen “Dalli Dalli” und “Captain Future”

Von Kindesbeinen an liebt Ben das Fernsehen, das er kennenlernt, als er mit seiner Mutter in das gleiche Haus zieht, in dem auch seine Großeltern leben. Wenn er bei ihnen zu Besuch ist, verfolgt er gespannt auf dem Schwarz-Weiß-Fernseher die Sendung Dalli Dalli*, die er aber nie zu Ende schauen darf, weil er pünktlich um 20 Uhr ins Bett gebracht wird. Erst ein paar Jahre später kann er in den Ferien auch einmal die zweite Hälfte der Sendung mit Hans Rosenthal verfolgen.

Anfang der 1980er Jahre ist die Zeichentrickserie Captain Future* nicht nur für Ben ein absolutes Highlight, sondern der ganze Kindergarten ist verrückt danach, und die Kinder spielen die Folgen mit Playmobilfiguren nach.

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