Popmusik zwischen Lust, Kitsch und Kontrollverlust

Cover von Popmusik von Thomas Jendrosch

Musik als Lustquelle und gesellschaftliches Phänomen

Popmusik, so resümiert Thomas Jendrosch gleich zu Beginn seines gleichnamigen Sachbuchs, schadet niemandem wirklich – allerdings nur, wenn sie mit Augenmaß genossen wird. Er führt aus, dass die Stimulation des Gehörsinns offenbar ein Lustempfinden erzeugt. Der jeweilige Takt wirkt sich nicht nur auf die Milchproduktion von Kühen, Ratten und sogar Pflanzen aus, sondern spiegelt sich auch in Einschlafliedern für Babys wider. Unter die Lupe nimmt er die häufig als kitschig und trivial geltenden Schlager sowie das Boy-Group-Phänomen. Eine Studie will zudem nachgewiesen haben, dass Musik die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit steigert. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat wegen rechtsextremer Songs die Popmusik im Blick – selbst Schlager sind davon nicht ausgenommen. Ein Verbot sei aus psychologischer Sicht jedoch nicht zielführend.

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Kraftwerk: Wie eine Band die Zukunft erfand

Cover von Wir sind die Roboter von Uwe Schütte

Eine Revolution, die niemand bemerkte

Als im November 1974 das Album „Autobahn“ der Düsseldorfer Band Kraftwerk erschien, blieb die Revolution der Popmusik in Deutschland zunächst mehr als ein Jahr unbemerkt. Die beiden Bandgründer Ralf Hütter und Florian Schneider sowie wechselnde Mitspieler machten Musik mit Maschinen: Sie ersetzten Gitarren und Drums durch technische Apparaturen, den Gesang durch künstliche Vocals und Computerstimmen – und erschufen ein popkulturelles Gesamtkunstwerk.

Innerhalb von sieben Jahren produzierten sie ein Konzeptalbum nach dem anderen und entwickelten einen Sound, der die Popmusik nachhaltig prägte. Ihr Stil inspirierte die Entstehung von Techno, House und Synthpop. Das liegt inzwischen fünfzig Jahre zurück, und Kraftwerk existiert weiterhin – auch wenn mittlerweile andere Bands die musikalische Führung übernommen haben.

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Thomas Christos im Interview: Vom Drehbuchautor zum gefeierten Krimiautor

Foto von Christos Yiannopoulos
Bildquelle: Christos Yiannopoulos

Über Thomas Christos (Christos Yiannopoulos)

Christos Yiannopoulos, der 1957 in Griechenland geboren wurde, schreibt unter dem Pseudonym Thomas Christos. Im Jahr 1964 kam er als Sohn griechischer Gastarbeiter nach Deutschland, machte Abitur und studierte in Düsseldorf Germanistik und Pädagogik. Bereits als Kind dachte er sich spannende Geschichten für mögliche Filme aus und verfasste mit vierundzwanzig Jahren sein erstes Drehbuch „Italienische Karriere“. Sein TV-Thriller „Der Venusmörder“ erreichte im Jahr 1996 ein Millionenpublikum. Unzählige Drehbücher folgten, u. a. für den Tatort. Mit seinem Kollegen Thomas Niermann begann Christos Yiannopoulos eine schriftstellerische Karriere mit Kinderbüchern, wofür sie das gemeinsame Pseudonym Thomas Christos verwendeten. Seit 2011 nutzt er das allerdings nur für sich. Der freiberufliche Autor lebt in Düsseldorf.

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Als das Fernsehen noch ein Abenteuer war

Buchcover: Fernsehen gernsehen von Alexander Emmerich

Zwischen „Dalli Dalli“ und „Captain Future“

Von Kindesbeinen an liebt Ben das Fernsehen, das er kennenlernt, als er mit seiner Mutter in das gleiche Haus zieht, in dem auch seine Großeltern leben. Wenn er bei ihnen zu Besuch ist, verfolgt er gespannt auf dem Schwarz-Weiß-Fernseher die Sendung Dalli Dalli*, die er aber nie zu Ende schauen darf, weil er pünktlich um 20 Uhr ins Bett gebracht wird. Erst ein paar Jahre später kann er in den Ferien auch einmal die zweite Hälfte der Sendung mit Hans Rosenthal verfolgen.

Anfang der 1980er Jahre ist die Zeichentrickserie Captain Future* nicht nur für Ben ein absolutes Highlight, sondern der ganze Kindergarten ist verrückt danach, und die Kinder spielen die Folgen mit Playmobilfiguren nach.

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Rivalen, Mythen und Massenhysterie: Beatles gegen Rolling Stones

Buchcover Beatles vs. Stones - Die Rock-Rivalen von John McMillian

Der Mythos der größten Pop-Rivalität

In Beatles vs. Stones* versucht John McMillian, eine Antwort auf die Frage nach dem Mythos zu geben, der sich um die Rivalität der beiden Bands rankt, die mittlerweile Kultstatus erreicht haben. Tatsächlich haben sich die aus unterschiedlichsten Verhältnissen stammenden Bandmitglieder – wie die Zitate belegen – über viele Jahre hinweg sowohl gegenseitig gelobt als auch kritisch über die jeweils andere Gruppe geäußert. Während die Beatles, und insbesondere Ringo Starr, in Armut aufwuchsen, konnten sich die Eltern von Mick Jagger bereits Urlaube unter südlicher Sonne leisten.

Vom Lederlook zu den „Fab Four“ – und die sitzenden Stones

John Lennon und Paul McCartney kannten sich bereits aus Schultagen. Bei ihren ersten Auftritten 1960 in Hamburg, wo sie auch erste sexuelle Erfahrungen sammelten, traten die Beatles entweder in schwarzem Leder oder in nachlässiger Kleidung auf.

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