
Langeweile, Hitze und die ersten kleinen Abenteuer
Der siebenjährige Theo, sein sechsjähriger Bruder Tom und die dreijährige Lotti sind in ihrem Spiel mal Desperados, Ritter, Superhelden oder Detektive, wobei Theo der beste Spurensucher ist. Noch nie war ihnen so langweilig wie an diesen heißen Tagen. Endlich hören sie ein Auto in ihrer kleinen Gasse, das sie durch den Zaun mit Lottis kleiner roter Wasserspritze bespritzen. Dem Besitzer, einem Mann mit glänzenden schwarzen Schuhen, gefällt das gar nicht, und er beschwert sich wütend bei der Mutter. Auf seine Forderung nach Geld für eine Waschanlage geht sie nicht ein und bittet die Kinder lediglich, nicht mehr auf Autos oder Menschen zu zielen.
Katzen, Geranien und eine freundliche Nachbarin
Wieder langweilen sich die Desperados und zielen mit der Wasserpistole auf eine Katze, die das missbilligt und von der Mutter Wurst bekommt. Schließlich haben es die drei auf die Geranien der Nachbarin abgesehen, die sich jedoch dankbar für die Bewässerung zeigt und die Kinder ins Haus bittet. Sie dürfen mit dem Gartenschlauch die Rosen der alten Dame wässern, wobei Tom versehentlich auf ihr Küchenfenster zielt. Lotti lässt es weiter auf die Rosen regnen, Theo auf den Gemüsegarten. Die Nachbarin verrät den Kindern ihren Namen, und sie erzählen Frederike die Geschichte mit dem Auto und dem Mann.
Ein unheimlicher Mann und ein Gespräch im Radio
Am nächsten Tag möchte die Mutter lieber im klimatisierten Büro arbeiten, während der Vater zu Hause bleibt. Er gibt seinen Kindern Geld, mit dem sie zu Carlos gehen, um Lollis zu kaufen. Schon an den glänzenden schwarzen Schuhen erkennen sie den unfreundlichen Mann vom Vortag und hören, wie er vom Haus der alten Dame spricht, das ihn reich machen werde. Natürlich berichten sie Frederike vor dem Schlafengehen davon und wären froh, einen Hund zu haben, der sie vor dem bösen Mann beschützen könnte. Als die Mutter einkaufen geht, taucht der Fremde erneut in der Gasse auf, doch Lotti kann ihn durch lautes Bellen verscheuchen.
Ein Makler, ein Blumenstrauß – und ein Super Blaster 2000
Eines Tages kommt der Mann mit einem Blumenstrauß zurück und stellt sich Frederike als Makler vor. Die furchtlose Frederike borgt sich kurzerhand von der Lolli‑Gäng einen Super Blaster 2000, mit dem sie angeblich nur ihre Geranien bespritzen will, tatsächlich jedoch den wütenden Mann mit den glänzenden schwarzen Schuhen trifft. Am Ende sitzt die ganze Familie friedlich im Garten der Nachbarin, die einen Kuchen gebacken hat.
Ein neues Abenteuer für junge Leserinnen und Leser
Das Kinderbuch Die Lolli‑Gäng sucht das Abenteuer von Charlotte Inden ist der erste Band einer neuen Reihe um die Geschwister Theo, Tom und Lotti sowie ihre Eltern, den Ladenbesitzer Carlos und die Nachbarin Frederike. Junge Leser können die Abenteuer entweder selbst lesen oder sich vorlesen lassen, während sie die zahlreichen farbigen Illustrationen von Susanne Göhlich betrachten.
Die erste Geschichte, in der Theo alles Geschehen in kindlich‑naiver Ich‑Form erzählt, zeigt, dass die Lolli‑Gäng stets auf Abenteuersuche ist und viele Streiche im Kopf hat. Dennoch sind die Kinder liebenswert, freundlich zu ihren Eltern und hilfsbereit gegenüber der Nachbarin, der sie die schwere Einkaufstasche abnehmen und in die Wohnung tragen. Dank der großen Schrift eignet sich das Buch auch für Erstleser, und die feste Papierwahl verhindert schnelle Eselsohren. Man darf gespannt sein, welche Abenteuer Charlotte Inden für den nächsten Band der Lolli‑Gäng bereithält.
Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer von Charlotte Inden

Illustrationen von Susanne Göhlich
Carl Hanser Verlag 2023
Hardcover
96 Seiten
ISBN 978-3-446-27719-9