Im Schatten alter Schuld – Ida Rabes zweiter Fall

Cover von Alte Schuld von Lea Stein

Erste Spuren im Jahr 1948

Mit dem zweiten Fall ihrer Protagonistin Ida Rabe setzt Lea Stein mit dem Kriminalroman Alte Schuld diese Reihe fort: Ida Rabe empfängt gemeinsam mit ihrer Kollegin Heide Brasch im Jahr 1948 Karen Metzger und Vera Pape in ihrem unfreundlichen Kellerbüro auf der Davidwache in Hamburg. Vera behauptet, dass ein Mann, dem sie zuvor schon auf dem Fischmarkt begegnet ist, plötzlich in ihrer Wohnung stand. Obwohl sie Vera heißt, habe der Unbekannte sie mit Merle angesprochen und gesagt, dass er sie heiraten wolle. Fürs Erste notiert sich Ida alles, muss es jedoch zunächst dabei belassen.

Beim anschließenden Streifgang entdeckt Ida in den Trümmern eine bewusstlos geschlagene Frau, deren Identität es noch zu klären gilt. Dummerweise muss sie sich zunächst um gestohlen gemeldete Kaninchen und Hühner kümmern, was ihr gar nicht gefällt.

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Wenn das Leben zerbricht – und neu beginnt: Olivias Weg zurück zu sich selbst

Cover von Wohin gehst du, wenn ich bleibe von Lucia Sperling

Ein Geburtstag, der alles verändert

Die siebenundvierzigjährige Olivia ist Dozentin für Kunstgeschichte an der Universität Göttingen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Philip lebt sie in einem großzügigen Haus, das auch eine Wohnung für ihren inzwischen in England studierenden Sohn Vincent umfasst.

Für Philips Geburtstag organisiert sie eine Überraschungsparty – erfolgreich, denn er rechnet mit keinem seiner Freunde. Doch Olivia trifft der nächste Moment völlig unvorbereitet: In seiner Dankesrede verkündet Philip, aufs Land ziehen und einen alten Hof sanieren zu wollen. Um das zu finanzieren, möchte er ihr gemeinsames Haus verkaufen. Olivia ist fassungslos, denn eigentlich wollten sie dort gemeinsam alt werden. Offenbar hat Philip alles bereits mit seinem Geschäftspartner Tom besprochen.

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Eine verbotene Liebe im Schatten des Krieges

Cover von Im nächsten Jahr zur selben Zeit von Jana Voosen

Zwischen Pflicht, Erwartungen und einem unerfüllten Traum

Anni, die Tochter des Hamburger Süßwarenfabrikanten Friedrich Brand, wünscht sich sehnlichst, in den Familienbetrieb einzusteigen und die Handelsschule zu besuchen. Doch ihr Vater ist der Meinung, dass Frauen sich auf die Aufgaben als Ehefrau und Mutter beschränken sollten. So schickt er sie für ein Jahr in die Haushaltsschule des Bundes Deutscher Mädel nach Köln.

Als sie im Juni 1940 nach Hamburg zurückkehrt, trifft sie am Bahnhof ihre Eltern und ihren älteren Bruder Hans, der inzwischen als Soldat eingezogen wurde und ausgerechnet zum Zeitpunkt ihrer Rückkehr an die Front muss.

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Geheimnisse im Lilienpalais – eine Gouvernante zwischen Pflicht, Liebe und Gefahr

Cover von Eine Dame mit Geheimnissen von Hannah Conrad

Eine Gouvernante mit Verantwortung und einem verborgenen Leben

Im Jahr 1827 hat Nanette im siebten Jahr eine Anstellung als Gouvernante im Lilienpalais in München, nachdem Eloise, die Ehefrau von Graf Carl von Seybach, frühzeitig verstorben ist. Am Sterbebett versprach er ihr, Nanette einzustellen und die Erziehung der Kinder Isabella, des angehenden Arztes Maximilian sowie der Cousine Johanna nicht seiner Mutter Henriette zu überlassen, zumal er als engster Vertrauter von König Ludwig I. viel unterwegs ist.

Wenn es Nanettes Zeit erlaubt, trifft sie sich mit ihrem heimlichen Geliebten, dem Oberstkämmerer.

Eines Tages erscheint die geschändete Magd Kätt mit einem Empfehlungsschreiben ihrer früheren Herrschaft, der Gräfin und des Grafen von Neuhausen, bei Haushälterin Afra Haberl und hofft auf eine Anstellung im Lilienpalais. Trotz der Bitte der Freiin von Neuhausen lehnt Nanette ab und verweist Kätt an den Palais der Liebigs.

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Im Schatten der Nachkriegszeit – Hennis Weg zwischen Liebe, Verlust und Neubeginn

Cover von Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Ein Unfall, der alles verändert

Henni Bartholdy lebt 1947 allein mit ihrer Mutter Wilma und ihrem kränkelnden Bruder Paulchen in Berlin, nachdem der Vater in Russland gefallen ist. Als sie für ihre geschwächte Mutter im Haus der Rothenburgs putzen soll, stürzt der erwachsene Sohn auf der von ihr mit Schmierseife behandelten Treppe und schlägt mit dem Kopf auf den Putzeimer. Eine blutende Wunde an der Stirn ist die Folge. Hennis direkte Art macht den jungen Mann neugierig. Er möchte mehr über sie und die Sorgen armer Leute erfahren. Gleichzeitig vertraut er ihr an, dass er seine verlogene Familie nicht mehr erträgt und nach Cambridge gehen will, um Medizin zu studieren. Anders als sein Vater, der zahlungskräftigen Frauen Abtreibungen ermöglicht, möchte er später auch ohne Bezahlung helfen. Um Henni das Abitur zu ermöglichen, übernimmt er ihre Putzarbeiten und entlohnt sie dennoch großzügig.

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Wenn das Älterwerden knackt – und der Humor dabei nicht nachlässt

Cover von Älter werden macht mich echt knackiger - mal knackt es hier, mal knackt es da von Silke Neumayer

Auf der Suche nach den Tücken und Freuden des Älterwerdens

Silke Neumayer macht sich in ihrem Buch Älter werden macht mich echt knackiger – mal knackt es hier, mal knackt es da auf nicht ganz ernst zu nehmende Weise auf die Suche danach, ob das Älterwerden für Frauen wirklich nur Nachteile mit sich bringt. Sie beginnt mit zehn eindeutigen Anzeichen dafür, dass man nicht mehr die Jüngste ist. Ältere Männer, so hat sie festgestellt, halten meist Ausschau nach jüngeren Frauen – was ungünstig enden kann, wenn das eigene Alter ein wenig „nach unten verschönt“ wurde.

Die Häufigkeit von Arztbesuchen nimmt zu, und beim Blick in die Zeitschriften im Wartezimmer scheint Botox die Lösung für unliebsame Falten zu sein. Zeit für Maniküre, Pediküre und Podologie bleibt ebenso wenig aus wie zusätzliche Ausgaben für Medikamente, einen Treppenlift oder den Chiropraktiker – Posten, die die Durchschnittsrente von Frauen leider übersteigen.

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Frauen in Uniform, Gewalt im Verborgenen – Ida Rabes gefährlichster erster Fall

Cover von Altes Leid von Lea Stein

Ein harter Start in der Davidwache

In den britischen Besatzungszonen gab es ab 1945 weibliche Schutzpolizistinnen, wie Lea Stein sie in ihrem Kriminalroman Altes Leid beschreibt. Trotz schlechter Bezahlung tritt Ida Rabe im Mai 1947 ihren ersten Arbeitstag in der Davidwache auf der Reeperbahn an. Polizeimeister Hildesund empfängt sie unfreundlich und weist ihr ein Zimmer im spärlich eingerichteten Keller zu. Dort trifft Ida auf Heide Brasch, die sie aus der Ausbildung kennt und der nicht zu trauen ist. Die Aufgabe der Frauen besteht darin, die letzten Anzeigen zu prüfen, wobei Ida Randbemerkungen auffallen, die der freundliche Polizeimeisteranwärter Johann Meyerlich gemacht hat.

Ein Flüchtlingslager, ein „Katzenkind“ und verschwundene Frauen

Gemeinsam mit ihrer britischen Vorgesetzten, Superintendent Ann Watson, müssen Ida und Heide ein Flüchtlingslager kontrollieren und sich die Kennkarten der Bewohner im ehemaligen Bunker zeigen lassen.

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Zwischen Kostümen und Kontrolle – Evas Weg zu ihrem eigenen Traum

Cover von Wunder gibt es immer wieder von Beate Sauer

Ein unerwarteter Einstieg in die Filmwelt

Die neunzehnjährige Eva Vordemfelde freut sich auf einen Urlaub bei ihrer Cousine Margit, die in einem luxuriösen Hotel in Fuschl am See eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert. Als Eva eintrifft, eröffnet Margit ihr, dass aus der geplanten Wanderung nichts wird, da sie wegen der kurzfristig ins Hotel verlegten Dreharbeiten zu einem Sissi‑Film arbeiten muss. Ehe sich Eva versieht, ist sie als Statistin vorgesehen und zeigt sich begeistert von den Kostümen. Eigentlich hätte sie eine Schneiderlehre machen wollen, doch ihr strenger Vater Axel hatte es ihr nicht erlaubt. Als sie die Kostümbildnerin Gerdago kennenlernt, gesteht sie ihr, dass sie bereits Kostüme gezeichnet hat, und zeigt ihr die Entwürfe. Tatsächlich bescheinigt Gerdago ihr Talent und reicht ihr ein Empfehlungsschreiben für das Theater in München.

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Die Kunst der Rebellion – Elsa Schiaparellis Weg nach Paris

Cover von Die Modemacherin von Paris von Mina König

Neuanfang nach einer gescheiterten Ehe

Die 1890 in Rom geborene Elsa Schiaparelli hat es nach einer unglücklichen Ehe in New York zurück nach Europa gezogen, wo sie bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine gefeierte Modeschöpferin war, die Größen wie Greta Garbo und Joan Crawford einkleidete. Doch bis dahin hatte sie noch einen beschwerlichen Weg vor sich, den Mina König in ihrem Roman Die Modemacherin von Paris nachgezeichnet hat: Nachdem Elsa von ihrem Ehemann wegen einer Affäre verlassen wurde, zieht sie mit der zweijährigen Tochter Gogo und ihrer Freundin Gabi Picaba, deren Ehemann Francis sie nur noch gelegentlich besucht, nach Paris. In dieser Metropole will Elsa ihren Traum verwirklichen und die Pariserinnen in ihre Kunstwerke kleiden, wie sie ihre Entwürfe nennt.

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Eine Frau bricht aus – und entdeckt sich selbst neu

Cover von Agnes geht von Katja Keweritsch

Zwischen Familienleben, Kränkungen und einem spontanen Aufbruch

Die diplomierte Biologin Agnes ist seit sechzehn Jahren mit dem Arzt Tom Morgenthaler verheiratet. Mit dem 16‑jährigen Jonas und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Emma lebt die Familie in einer großzügigen Altbauwohnung im Westen Hamburgs.

Bevor sie sich eines Tages zu einer – wie sie glaubt – langweiligen Vortragsreihe mit ihrem Mann treffen soll, hilft sie noch ihrer Freundin Britta in einer Bildungs‑ und Förderstätte, tauscht rasch ihre Arbeitskleidung gegen ein Etuikleid und besteigt einen Zug. Zu spät stellt sie fest, dem Anlass nicht entsprechend gekleidet, frisiert und geschminkt zu sein.

Absolut underdressed steht sie plötzlich mitten unter elegant gekleideten Gästen. Als Jonas auch noch den Excellence Award für seine Arbeit erhält – was offensichtlich alle außer ihr wussten –, wird es ihr zu viel und sie rennt weinend aus dem festlichen Saal.

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