„Aufbruch in eine neue Zeit“ lautet der Untertitel des Romans Wunderjahre von Birgit Reinshagen, dessen Handlung in den Jahren 1952-1953 in Wilmersbach in der Eifel angesiedelt ist. Die achtundzwanzigjährige Ruth träumt seit ihrer Kindheit davon, den väterlichen Steinbruch einmal zu übernehmen. Doch obwohl ihr Vater Friedrich Thelen seine Tochter sehr liebt, lehnt er ihren Wunsch ab. Er möchte, dass seine „Steinprinzessin“, wie er sie liebevoll nennt, einen passenden Mann heiratet, der den Betrieb einmal in seinem Sinne leiten soll. Doch ein Leben als treusorgende Hausfrau am Herd kann sich die selbstbewusste junge Frau nicht vorstellen und sie wird Lehrerin. Ihre beste Freundin Heidi, die in die Familie aufgenommen wurde, nachdem der Vater im Steinbruch tödlich verunglückt und die Mutter gestorben ist, träumt davon, einmal eine berühmte Modedesignerin zu werden.
Auf einem ihrer Streifzüge mit ihrem Hund Arno durch die Wälder und Wiesen rund um Wilmersbach beobachtet Ruth in einem stillgelegten Steinbruch einen etwa dreißigjährigen Kletterer, der mit seinen muskulösen Armen und Beinen an einer Basaltsäule hochklettert.
In dem Roman Neuleben, der im Jahr 1953 in West-Berlin beginnt, erzählt Katharina Fuchs die wahre Geschichte ihrer Familie in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die beiden Frauen Therese Trotha, die ein Jurastudium absolviert, und die Schneiderin Gisela Liedke, die im weiteren Verlauf der Handlung Felix, den Bruder von Therese, heiratet. Während Therese im letzten Semester gegen die Anfeindungen ihrer Kommilitonen sowie die Vorurteile eines Professors gegenüber Frauen in der Rechtswissenschaft zu kämpfen hat, sucht Gisela eine neue Stelle als Schneiderin, da ihre Lehrmeisterin angekündigt hat, die Schneiderei bald zu schließen, um zu ihrer Schwester nach Hamburg zu ziehen. 






Seit über zweihundert Jahren befindet sich das Weingut Graven im Saarland im Familienbesitz, der ganze Stolz von Winzer Thomas von Manthey. Kurz nach seiner Rückkehr von einer Weinmesse stürzt er im Weinberg infolge eines Herzinfarkts. Seine Frau Pia gibt ihrer Schwester Nane die Schuld, weil die nach zwanzigjähriger Haft direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis mit Thomas reden wollte. Ihr plötzliches Auftauchen muss Thomas dermaßen erschreckt und den Infarkt ausgelöst haben. Im Krankenhaus führt zu allem Unglück eine Embolie dazu, dass er ohne Bewusstsein ist. Vorerst soll sich Tochter Lissy um das Weingut kümmern, die deshalb ihren Urlaub abbricht. Doch Margot, die von Thomas Eltern schon als Kind aufgenommen wurde und die sich inzwischen als unentbehrlich erwiesen hat, möchte ihrem Sohn Marius die Verantwortung über das Weingut übertragen. Die neuen Entwicklungen, die mit der Freilassung von Nane ihren Lauf nahmen, rufen bei allen Beteiligten Erinnerungen an ein Geschehen vor zwanzig Jahren hervor: