Zwischen Liebe, Verrat und verlorenen Hoffnungen – Yvonne Zitzmanns Roman „Die geteilte Schuld“

Cover von Die geteilte Schuld von Yvonne Zitzmann

Martina und Mischa: Ein Leben zwischen Kranarbeit und Regimezwang

Yvonne Zitzmann zeichnet in ihrem Roman Die geteilte Schuld* das Leben von zwei Frauen nach. Martina Seiffert ist 1977 Kranführerin in einem Betonwerk der DDR. Noch wohnt sie bei ihrer Mutter, träumt jedoch von einer eigenen Wohnung. Mit dem neuen Schweißer Mischa freundet sie sich an, bevor er für fünf Monate in die bitterkalte Sowjetunion zur Verlegung der Druschba-Pipeline aufbricht.

Im Dezember 1978 heiraten beide, doch schon im Januar fährt Mischa erneut fort. Das Paar bezieht eine Wohnung, und nach der Geburt eines Kindes will der Vater zur Freude von Tina bei seiner neuen Familie bleiben.

1985 gesteht Mischa seiner Ehefrau, dass ihn das Regime seit einem tödlichen Unfall eines Kollegen in der Hand habe. Zwar träfe ihn keine direkte Schuld, doch unter Druck habe er sich als Spitzel betätigt.

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Liebe in der DDR, Hoffnung und Verrat – ein junger Mann zwischen Zukunftstraum und Stasi‑Albtraum

Cover von Eric & Emilia: Lehrzeiten von Erik D. Schulz

Ein schüchterner Anfang – und eine Begegnung, die alles verändert

Eric arbeitet als Nachrichtentechniker in Ostberlin und wohnt seit dem Auszug aus dem Elternhaus bei seiner Tante. Er träumt davon, das Abitur nachzuholen und später Medizin zu studieren.

In einer Disco fällt ihm ein Mädchen auf, doch er ist zu schüchtern, sie zum Tanzen aufzufordern. Erst draußen fasst er Mut und spricht sie an. Er erfährt, dass sie Emilia heißt, auf Klassenfahrt ist und als Chemiefacharbeiterin bei Brandenburg arbeitet. Als sie sich verabschieden müssen, weiß Eric nur ihren Vornamen und dass sie in Rathenow am Theater spielt.

Sein Freund Alex gibt ihm Tipps, wie er Emilia finden kann. Doch ausgerechnet in einer Nacht, in der Eric Dienst hat, bricht in der U‑Bahn ein Brand aus. Da er unerlaubt die Funkwerkstatt verlassen hat, um nach Emilia zu suchen, kann er die Störung nicht melden – ein Disziplinarverfahren ist die Folge.

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Hinter den Kulissen von „Tatort Hafen“ – Ein Blick in Leben, Arbeit und Inspiration des Autorenduos Kästner

Foto von dem Autorenehepaar Kästner
Foto © Kerstin Petermann

Wie alles begann – Der Weg zum gemeinsamen Schreiben

Das Autorenehepaar Dr. Angélique Kästner‑Mundt und Andreas Kästner hat mit der neuen Krimi‑Reihe „Tatort Hafen“ auf bemerkenswerte Art und Weise eine Lücke auf dem Buchmarkt gefüllt, in der der Hauptkommissar der Wasserschutzpolizei Tom Bendixen und die Erste Hauptkommissarin Jonna Jacobi ein Team bilden. Angélique wurde 1966 in Hamburg geboren und ist seit 2005 als promovierte Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig. Während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kriseninterventionsteam beim DRK lernte sie ihren heutigen Ehemann, Hauptkommissar Andreas Kästner, kennen, der 1963 in Wismar geboren wurde. Aufgewachsen in Rostock fuhr er zur See und lebt seit seiner Ausbürgerung in Hamburg, wo er bis 2023 bei der Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen gearbeitet hat. Da seine Ehefrau schon seit 2012 Romane und Krimis verfasst, lag eine Zusammenarbeit der beiden in Form einer Hafenkrimiserie nahe.

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Geheimnisse, Gefahr und der Kampf um Wahrheit – ein packender Blick hinter die Kulissen der DDR

Cover von Der letzte Auftrag von Titus Müller

Zerrissene Familien und wachsender Widerstand

Nach der Flucht in den Westen von Ria Nachtmann vor sechzehn Jahren hat die ehemalige Leistungsturnerin und Krankenschwester Annie Temme ihre Mutter nicht mehr gesehen. Mit Michael, ihrem Freund aus vergangenen Tagen, der mittlerweile mit Franziska liiert ist, gehört sie zum Friedenskreis, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Auszählung der Stimmen zur Kommunalwahl in der DDR im Jahr 1989 zu verfolgen. Sämtliche Wahlbeobachter konstatieren Wahlbetrug und wollen nicht weiter von der Regierung belogen werden. Ein Schreiben an den Generalstaatsanwalt bleibt wirkungslos, und trotz Warnung sind Annie und Michael entschlossen, ihren Kampf fortzusetzen.

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Operation Gay Bomb – Ein verlorenes Kind und alte Stasi‑Machenschaften

Cover von Operation Gay Bomb von Symone Hengy

Ein Treffen alter Geheimdienstler und eine gefährliche Forschung

Oberst a.D. Friedbert Hartmann hat eine außergewöhnliche Karriere beim Ministerium für Staatssicherheit hinter sich, die mit dem Zusammenbruch der DDR abrupt endete. Damals wurde ihm mehrfach der Prozess gemacht, doch nun lädt er seine früheren Weggefährten aus Zeiten des Kalten Krieges in seine imposante Villa in einem Dresdner Nobelviertel ein. Die alten Kameraden, allesamt ehemalige Geheimdienstler befreundeter Ostblockstaaten, wollen dem Niedergang moralischer Werte nicht länger tatenlos zusehen und aus dem Untergrund die Tyrannei von Waffenschiebern, Menschenhändlern und Drogenbossen beenden. Deshalb finanzieren sie seit Jahren die geheimen Forschungen von Henry, dem Sohn des Obersts. Der Biochemiker gilt als genialer Wissenschaftler und hat eine Wunderwaffe mit geschlechtsspezifischer Gefährlichkeit entwickelt.

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Wenn die Vergangenheit zurückkehrt: Satirischer Blick auf Politik und Gesellschaft

Buchcover: Sie ist zurück

Ein Frührentner erklärt der Welt den Kampf

Laut Statista waren im Jahr 2009 rund 70 Prozent der Deutschen mit den Politikern und Parteien unzufrieden und glaubten, durch Wahlversprechen belogen worden zu sein. Einer Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung ist zu entnehmen, dass vielen Bürgern die Politik zu kompliziert ist und sie der Meinung sind, „dass ihre Sorgen von den Politikern und Politikerinnen nicht ernst genug genommen würden“. Dies sind einige der Gründe für die zunehmende Politikverdrossenheit der Bürger, zu denen auch der Protagonist in dem satirischen Roman Sie ist zurück* von André G. Schulz zählt: Der Frührentner Horst Nolte lebt im ostdeutschen Einödow, ist sechsundfünfzig Jahre alt und seit Langem mit Erika verheiratet, der er ebenfalls überdrüssig geworden ist. Mit einem Feldstecher patrouilliert der ehemals bei der Reichsbahn Beschäftigte in seiner alten DDR-Uniform durch den Ort und sorgt nach eigener Auffassung für die Sicherheit aller.

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Die Suche nach Freiheit – und die Last der Vergangenheit

Cover von Ein anderes Leben findest du allemal von Renate Klöppel

Rudis Aufbruch und Lisas einsame Kindheit

Lisa ist zwölf Jahre alt, als ihr Bruder Rudi zwei Wochen nach seinem Abitur das Elternhaus verlässt. Im Gegensatz zu seinem Vater, der als erster aus seinem Dorf ein Abitur gemacht hat und dem der Sprung vom Buchhalter zum Prokuristen gelang, sind ihm Geld und Karriere verhasst. Immer wieder hat sich Rudi mit seinem Vater über politische Themen gestritten, bis er schließlich seine Zulassung zum Medizinstudium in den Papierkorb wirft und mit einem Koffer sowie seiner Gitarre zum Bahnhof geht.

Lisa ist nun ganz alleine bei ihren Eltern, die sich des guten Rufes wegen Lügen über das Verschwinden ihres Sohnes ausdenken. Sie hört die ewigen Streitereien der Eltern, weiß um die Schwermütigkeit sowie Tabletten- und Alkoholsucht ihrer Mutter und fürchtet sich vor ihrem Vater, der Schläge für unverzichtbar hält.

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