
Die Ära des Stummfilms und der Beginn des Tonfilms
Vor einhundert Jahren sorgte in den großen Filmtheatern noch ein Orchester für die musikalische Untermalung der Stummfilme. Bereits in den 1920er-Jahren gab es erste Tonfilmpassagen, bis sich der Tonfilm schließlich in den 1930er-Jahren durchsetzen konnte. Toni Kramer ist in dem Roman Die vergessene Freundin von Rebecca Martin der Besitzer eines solchen Kinos – dem Odeon in Frankfurt.
Elly und Tonja: Eine ungewöhnliche Freundschaft
Als Tonis Freund mit seiner Familie im Jahr 1919 nach England ausreist, leidet Tonis eigenwillige, siebenjährige Tochter Elly sehr darunter, da sie dadurch Corbin, ihren einzigen Freund, verliert.
weiterlesenZwischen Filmgeschichte und Freundschaft: Rebecca Martins Roman „Die vergessene Freundin“
Der Roman „Vergiss kein einziges Wort“ ist eine Familiensaga, die im Jahr 1921 mit der Teilung Schlesiens seinen Anfang nimmt, den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie die 68er Studentenunruhen und die Niederschlagung des Prager Frühlings mit dem Einmarsch der Russen behandelt, um schließlich mit dem Beitritt Polens in die EU im Jahr 2004 zu enden. Dörthe Binkert schildert anhand von Familienschicksalen die Konsequenzen, die sich für die schlesische Bevölkerung in dem Zeitraum ergeben haben, wobei sie sich einerseits ganz eng an geschichtliche Fakten gehalten, andererseits aber auch fiktive Handlungspersonen in den Plot eingebaut hat, mit denen sich der Leser identifizieren kann und ihm ein besseres Verständnis ermöglichen.

Auf Polizeireporterin Maria Grappa, die für das Bierstädter Tageblatt schreibt, wartet eine neue Aufgabe: Aus dem Phoenix-See hat man die Leiche von Marina Schrott geborgen, die Betreiberin mehrerer Hundesalons war. Laut Obduktion ist sie ertrunken. Doch nicht im See, sondern in einem für Hunde vorgesehenen Waschbecken. Die Tote hinterlässt eine schwer behinderte Tochter, die einundzwanzigjährige Venus.
Der Neurobiologe Randolf Menzel beginnt sein Buch „Die Intelligenz der Bienen“, an dem Matthias Eckoldt mitgewirkt hat, mit Ausführungen darüber, was sein Interesse an der Biologie bereits als Schüler geweckt hat. Während seiner späteren Studien an Bienen, schreibt er weiter, muss er sich immer neuen, ausgefeilten Vorgehensweisen zu ihrer Erforschung bedienen, wenn er ihre Intelligenz messen will, wobei er diese mit dem Grad ihrer Lernfähigkeit gleichsetzt. Zum Verständnis für die Entwicklung der Gehirne überhaupt unternimmt er einen evolutionsgeschichtlichen Rückblick.
Arden lebt in Chicago und arbeitet in einer Webnachrichtenredaktion. Ihren Traum von einem eigenen Buch hat sie schon lange aufgegeben, und da sie von ihrem geschiedenen Mann keinerlei Hilfe zu erwarten hat, fällt es ihr schwer, die Studiengebühren für ihre Tochter Lauren aufzubringen. Noch ahnt sie nicht, dass die sich nur ihrer Mutter zuliebe durch ein BWL-Studium quält, denn ihre Leidenschaft gilt der Malerei. Als beide von Ardens Mutter Lolly einen Brief mit einer Einladung samt einem Armbandanhänger erhalten, haben sie ein schlechtes Gewissen und wollen Lolly zum Memorial-Day-Wochenende in ihrer Blockhütte am Lost Land Lake in Michigan mit einem Besuch überraschen.
Alma ist sieben Jahre, als sie von ihren Eltern aus dem von den Nazis besetzten Polen zu ihrem Onkel Isaac Belasco und seiner Frau nach Sea Cliff in Kalifornien geschickt wird. Nach der Trennung von ihrem in den Krieg gezogenen Bruder Samuel, von dem kein Lebenszeichen mehr kommt, und den Eltern, die im Warschauer Ghetto umkommen, wird ihr Cousin Nathaniel ihr bester Freund. Ihre Liebe gehört jedoch Ichimei Fukuda, dem Sohn des Gärtners, dessen aus Japan stammende Familie im Krieg alles verloren hat. Die heimlichen Treffen mit Ichimei lassen Alma eines Tages eine folgenschwere Entscheidung fällen, die auch für Nathaniel Konsequenzen hat.
An einem hellen Morgen im August in den 1950er Jahren beginnt die Geschichte der beiden Familien Trösch und Tippner, als sich der achtundfünfzigjährige Paul Endler versonnen am Hinterkopf kratzt und ins Tal blickt, in dem sich der von einer Dampflokomotive gezogene Personenzug in das Gebirge quält. Eine „Feuerschlange“, denkt Paul, denn wenn es dunkel ist, wirbeln Dampf und Funken aus dem Schornstein des Stahlkolosses und die Fenster der Abteile sind erleuchtet. Zusammen mit seiner Frau Elsa und seiner Tochter Margot, dessen erster Mann kurz vor Kriegsende im Februar 1945 gefallen war, lebt er in einem kleinen Häuschen am Rande einer Siedlung auf einer Anhöhe. Entgegen seiner Befürchtungen, hatte Margot, die inzwischen Anfang dreißig ist, in ihrem Freund, dem Hochschullehrer Heiner Trösch, doch noch einen Mann gefunden, der zu ihr passt. Paul und Heiner sind sich auf Anhieb sympathisch und mit der Haltung von eigenen Hühnern für ein tägliches Frühstücksei sowie der Anschaffung eines der ersten Fernsehgeräte in der Siedlung bringt Heiner Veränderungen in das kleine Häuschen, die Paul durchaus zu schätzen weiß.