Ein Mord im Jahr 1944 – und ein Geheimnis, das bis heute nachwirkt

Cover von Etwas verborgen Schönes von Arne Jensen

Ein erschlagener Vater und eine verstörte Jugendliche

Im Alter von sechzehn Jahren sitzt die zutiefst verstörte Ottilie im Jahr 1944 neben ihrem im Bett liegenden, erschlagenen Vater Walter Rabe. Sie hat keine Erinnerung daran, warum Blut an ihrer Hand ist. Von Kriminalrat Werner Beltheim wird verlangt, den Mord an dem Gestapo-Offizier und Mitarbeiter im Sicherheitsdienst schnellstmöglich aufzuklären. Da Ottilie nichts zum Tathergang aussagen kann, gelingt es Beltheim, der von ihrer Schuld nicht überzeugt ist, nicht einmal zu erwirken, dass sie vor ein milderes Jugendgericht gestellt wird. Stattdessen wird die Jugendliche zu einer zehnjährigen Haft in der Uckermark verurteilt. Für den nicht linientreuen Kriminalrat wird klar, dass der wirklich Schuldige geschützt wird, und während seiner Ermittlungsarbeit tauchen immer neue Fragen auf. Gleichzeitig muss er aufpassen, nicht selbst in die Fänge der Gestapo zu geraten.

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Glamour, Abgründe und ein Versprechen, das nachwirkt

Cover von Babas Vermächtnis von Michael Hetzner

Zwischen Rasputin, Reichtum und Hamburger Nobelleben

Swetlana, die Tochter des russischen Waffenhändlers Wladimir Wladimirowitsch und der erfolglosen Theaterschauspielerin Tatjana Valentina, lebt mit ihren Eltern in einer Villa im Hamburger Nobelviertel Harvestehude. Ihr Vater, der große Rasputin, hat es mit seinen Geschäften zu erheblichem Reichtum gebracht. Als Nichte des russischen Präsidenten, dem kleinen Rasputin, gehört sie zu den Privilegierten. Von ihrem Vater hat sie früh gelernt, dass man in Russland mit den richtigen Scheinchen jedes Problem aus der Welt schaffen kann – doch die Deutschen sind furchtbar kleinlich.

Als Swetlana am frühen Morgen durch die Salven einer Kalaschnikow im schallisolierten Schießstand des Hauses geweckt wird, in dem der große Rasputin seinem Hobby nachgeht, beschließt sie, heute zur Schule zu gehen, um Oberstudienrat Bismarck eine Freude zu machen.

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Im Schatten der Nachkriegszeit – Hennis Weg zwischen Liebe, Verlust und Neubeginn

Cover von Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Ein Unfall, der alles verändert

Henni Bartholdy lebt 1947 allein mit ihrer Mutter Wilma und ihrem kränkelnden Bruder Paulchen in Berlin, nachdem der Vater in Russland gefallen ist. Als sie für ihre geschwächte Mutter im Haus der Rothenburgs putzen soll, stürzt der erwachsene Sohn auf der von ihr mit Schmierseife behandelten Treppe und schlägt mit dem Kopf auf den Putzeimer. Eine blutende Wunde an der Stirn ist die Folge. Hennis direkte Art macht den jungen Mann neugierig. Er möchte mehr über sie und die Sorgen armer Leute erfahren. Gleichzeitig vertraut er ihr an, dass er seine verlogene Familie nicht mehr erträgt und nach Cambridge gehen will, um Medizin zu studieren. Anders als sein Vater, der zahlungskräftigen Frauen Abtreibungen ermöglicht, möchte er später auch ohne Bezahlung helfen. Um Henni das Abitur zu ermöglichen, übernimmt er ihre Putzarbeiten und entlohnt sie dennoch großzügig.

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Erbgut von Bettina Scheiflinger

ErbgutBettina Scheiflinger stellt in ihrem Debütroman Erbgut* drei scheinbar voneinander unabhängige Familien vor, deren Verflechtungen sich dem Leser erst im weiteren Handlungsverlauf, und selbst dann nur bruchstückhaft offenbaren. So wird die Ich-Erzählerin in verschiedenen Stadien ihres Lebens vorgestellt. Diese berichtet von ihrer älteren Schwester Anna, ihren beiden Wohnungen in Wien und der Schweiz, einer Liebe und der Sorge, dass sie die Gene ihrer an Krebs erkrankten Mutter geerbt haben könnte.

In einer anderen Familie steht Johanna im Vordergrund, die nach ihren Kindern Frieda und Inge während eines Bombenalarms im Krieg Arno zur Welt bringt. Ihr Ehemann Franz ist im britischen Gefangenenlager und als er heimkommt, ist er dem Jungen fremd. Dieser lernt ihn nur als gewalttätigen Vater kennen. Als Erwachsener zieht es Arno nach Beendigung seiner Ausbildung in die Welt.

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Wunderjahre von Birgit Reinshagen

Wunderjahre„Aufbruch in eine neue Zeit“ lautet der Untertitel des Romans Wunderjahre von Birgit Reinshagen, dessen Handlung in den Jahren 1952-1953 in Wilmersbach in der Eifel angesiedelt ist. Die achtundzwanzigjährige Ruth träumt seit ihrer Kindheit davon, den väterlichen Steinbruch einmal zu übernehmen. Doch obwohl ihr Vater Friedrich Thelen seine Tochter sehr liebt, lehnt er ihren Wunsch ab. Er möchte, dass seine „Steinprinzessin“, wie er sie liebevoll nennt, einen passenden Mann heiratet, der den Betrieb einmal in seinem Sinne leiten soll. Doch ein Leben als treusorgende Hausfrau am Herd kann sich die selbstbewusste junge Frau nicht vorstellen und sie wird Lehrerin. Ihre beste Freundin Heidi, die in die Familie aufgenommen wurde, nachdem der Vater im Steinbruch tödlich verunglückt und die Mutter gestorben ist, träumt davon, einmal eine berühmte Modedesignerin zu werden.

Auf einem ihrer Streifzüge mit ihrem Hund Arno durch die Wälder und Wiesen rund um Wilmersbach beobachtet Ruth in einem stillgelegten Steinbruch einen etwa dreißigjährigen Kletterer, der mit seinen muskulösen Armen und Beinen an einer Basaltsäule hochklettert.

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Neuleben von Katharina Fuchs

NeulebenIn dem Roman Neuleben*, der im Jahr 1953 in West-Berlin beginnt, erzählt Katharina Fuchs die wahre Geschichte ihrer Familie in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die beiden Frauen Therese Trotha, die ein Jurastudium absolviert, und die Schneiderin Gisela Liedke, die im weiteren Verlauf der Handlung Felix, den Bruder von Therese, heiratet. Während Therese im letzten Semester gegen die Anfeindungen ihrer Kommilitonen sowie die Vorurteile eines Professors gegenüber Frauen in der Rechtswissenschaft zu kämpfen hat, sucht Gisela eine neue Stelle als Schneiderin, da ihre Lehrmeisterin angekündigt hat, die Schneiderei bald zu schließen, um zu ihrer Schwester nach Hamburg zu ziehen.

Giselas Mutter Anna, die früher eine eigene Kollektion für das KaDeWe entworfen hat, drängt sie, sich beim Modehaus Engelmann zu bewerben. Da ihr Bräutigam Felix noch studiert und kurz vor der Diplomarbeit steht, ist das junge Paar auf ihr Einkommen als Schneiderin angewiesen.

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Die Spur des Schweigens – Ein Roman über Machtmissbrauch, Schweigen und Wahrheitssuche

Buchcover des Romans: Die Spur des Schweigens

Julias Weg in den Journalismus

Kurz nach dem Abitur besuchte Julia Feldmann die Journalistenschule und träumte davon, investigative Reportagen zu schreiben. Doch seitdem hält sie sich mit dem Verfassen von Pressemeldungen sowie Texten für Broschüren im Wellnessbereich über Wasser. Zusätzlich arbeitet sie als freie Medizinjournalistin für das Magazin Gesundheit heute. Von dessen Chefredakteur Chris Hensel, mit dem Julia gemeinsam die Journalistenschule besucht hat, erhält sie gelegentlich Aufträge, etwa für Erfahrungsberichte oder Reportagen.

Nach einer Pressekonferenz über ein Präparat zur Gewichtsreduktion lehnt Julia jedoch ab, das Pulver in einem Selbstversuch zu testen oder auch nur darüber zu schreiben – sie hält das angebliche Wundermittel für gesundheitlich bedenklich.

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Zwischen Revolution und Erinnerung: Eine Reise nach Kuba

Buchcover des Romans Nächstes Jahr in Havanna

Der letzte Wunsch einer Großmutter

Die Journalistin Marisol Ferrara begibt sich von Miami nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa zu erfüllen. Sie soll deren Asche in das Land zurückbringen, das Elisa liebte und das die Familie Pérez vor fast sechzig Jahren verlassen musste. Elisa war die Tochter eines Zuckerbarons, der mit Präsident Batista sympathisierte. Die Familie gehörte zur wohlhabenden Oberschicht der Gesellschaft und führte ein privilegiertes Leben, das für Elisa und ihre drei Schwestern aus Einladungen zum Dinner und Besuchen auf Partys bestand.

Über die Ausbeutung der Bevölkerung und die politische Lage des Landes machte sich Elisa keine Gedanken – bis sie Pablo kennenlernte, einen jungen Rechtsanwalt, der sich der Revolution von Fidel Castro verschrieben hatte.

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Rückkehr nach Wedding – Regina Scheers Roman über Erinnerung, Identität und Verfolgung

Buchcover des Romans Gott wohnt im Wedding

Ein Ort der Vielfalt und Erinnerung

Im Berliner Ortsteil Wedding leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, die aus den unterschiedlichsten Kulturen stammen. Dort ist auch Leo Lehmann, der Protagonist des Romans Gott wohnt im Wedding*, aufgewachsen. Im Jahr 1948 wanderte er nach Israel aus und kehrt nach über siebzig Jahren mit seiner Enkelin Nira wegen einer Erbschaftsangelegenheit zurück. Immer wieder steht er an der Stelle, an der er seinen Freund Manfred zum letzten Mal sah. Als „U-Boote“ fanden die beiden Juden nachts Unterschlupf bei Gertrud Romberg. Doch offensichtlich war sie eine Verräterin, denn ihre Wohnung wurde für Manfred zur Falle.

Familiengeschichte und persönliche Tragödien

Der Roman erzählt die Familiengeschichte von Leo Lehmann, dessen Eltern im Konzentrationslager ums Leben kamen. Seine Frau Edith ist bereits seit zwanzig Jahren tot, und der Besitz ihrer Mutter wurde vom Deutschen Reich eingezogen.

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Der Verrat von Ellen Sandberg

Der VerratSeit über zweihundert Jahren befindet sich das Weingut Graven im Saarland im Familienbesitz, der ganze Stolz von Winzer Thomas von Manthey. Kurz nach seiner Rückkehr von einer Weinmesse stürzt er im Weinberg infolge eines Herzinfarkts. Seine Frau Pia gibt ihrer Schwester Nane die Schuld, weil die nach zwanzigjähriger Haft direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis mit Thomas reden wollte. Ihr plötzliches Auftauchen muss Thomas dermaßen erschreckt und den Infarkt ausgelöst haben. Im Krankenhaus führt zu allem Unglück eine Embolie dazu, dass er ohne Bewusstsein ist. Vorerst soll sich Tochter Lissy um das Weingut kümmern, die deshalb ihren Urlaub abbricht. Doch Margot, die von Thomas Eltern schon als Kind aufgenommen wurde und die sich inzwischen als unentbehrlich erwiesen hat, möchte ihrem Sohn Marius die Verantwortung über das Weingut übertragen. Die neuen Entwicklungen, die mit der Freilassung von Nane ihren Lauf nahmen, rufen bei allen Beteiligten Erinnerungen an ein Geschehen vor zwanzig Jahren hervor:

Thomas von Manthey wagt nach dem Tod seiner ersten Ehefrau einen Neubeginn mit Pia. Als er hört, dass sein Sohn Henning sie vergewaltigen wollte, kommt es zum Streit zwischen den Männern.

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