
Ein erschlagener Vater und eine verstörte Jugendliche
Im Alter von sechzehn Jahren sitzt die zutiefst verstörte Ottilie im Jahr 1944 neben ihrem im Bett liegenden, erschlagenen Vater Walter Rabe. Sie hat keine Erinnerung daran, warum Blut an ihrer Hand ist. Von Kriminalrat Werner Beltheim wird verlangt, den Mord an dem Gestapo-Offizier und Mitarbeiter im Sicherheitsdienst schnellstmöglich aufzuklären. Da Ottilie nichts zum Tathergang aussagen kann, gelingt es Beltheim, der von ihrer Schuld nicht überzeugt ist, nicht einmal zu erwirken, dass sie vor ein milderes Jugendgericht gestellt wird. Stattdessen wird die Jugendliche zu einer zehnjährigen Haft in der Uckermark verurteilt. Für den nicht linientreuen Kriminalrat wird klar, dass der wirklich Schuldige geschützt wird, und während seiner Ermittlungsarbeit tauchen immer neue Fragen auf. Gleichzeitig muss er aufpassen, nicht selbst in die Fänge der Gestapo zu geraten.
weiterlesenEin Mord im Jahr 1944 – und ein Geheimnis, das bis heute nachwirkt


Bettina Scheiflinger stellt in ihrem Debütroman
„Aufbruch in eine neue Zeit“ lautet der Untertitel des Romans Wunderjahre von Birgit Reinshagen, dessen Handlung in den Jahren 1952-1953 in Wilmersbach in der Eifel angesiedelt ist. Die achtundzwanzigjährige Ruth träumt seit ihrer Kindheit davon, den väterlichen Steinbruch einmal zu übernehmen. Doch obwohl ihr Vater Friedrich Thelen seine Tochter sehr liebt, lehnt er ihren Wunsch ab. Er möchte, dass seine „Steinprinzessin“, wie er sie liebevoll nennt, einen passenden Mann heiratet, der den Betrieb einmal in seinem Sinne leiten soll. Doch ein Leben als treusorgende Hausfrau am Herd kann sich die selbstbewusste junge Frau nicht vorstellen und sie wird Lehrerin. Ihre beste Freundin Heidi, die in die Familie aufgenommen wurde, nachdem der Vater im Steinbruch tödlich verunglückt und die Mutter gestorben ist, träumt davon, einmal eine berühmte Modedesignerin zu werden.
In dem Roman 


Seit über zweihundert Jahren befindet sich das Weingut Graven im Saarland im Familienbesitz, der ganze Stolz von Winzer Thomas von Manthey. Kurz nach seiner Rückkehr von einer Weinmesse stürzt er im Weinberg infolge eines Herzinfarkts. Seine Frau Pia gibt ihrer Schwester Nane die Schuld, weil die nach zwanzigjähriger Haft direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis mit Thomas reden wollte. Ihr plötzliches Auftauchen muss Thomas dermaßen erschreckt und den Infarkt ausgelöst haben. Im Krankenhaus führt zu allem Unglück eine Embolie dazu, dass er ohne Bewusstsein ist. Vorerst soll sich Tochter Lissy um das Weingut kümmern, die deshalb ihren Urlaub abbricht. Doch Margot, die von Thomas Eltern schon als Kind aufgenommen wurde und die sich inzwischen als unentbehrlich erwiesen hat, möchte ihrem Sohn Marius die Verantwortung über das Weingut übertragen. Die neuen Entwicklungen, die mit der Freilassung von Nane ihren Lauf nahmen, rufen bei allen Beteiligten Erinnerungen an ein Geschehen vor zwanzig Jahren hervor: