Ein Sommer voller Abschiede – Erinnerungen an ein Dorf, die bleiben

Cover von Damals, im Sommer von Wei Jie und Li Xiaoguang

Der Umzug in die Stadt und der Schmerz des Zurücklassens

Im Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin – wie sie im Anhang ihres Bilderbuches Damals, im Sommer schreibt – unterschiedliche Gefühle ausgelöst: Einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwartete.

Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz‑weiße Illustrationen geschaffen, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie bedeutet, Abschied zu nehmen.

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Zwischen Apfelbäumen und Geheimnissen: Ein Roman voller Spannungen

Cover von Der Duft von Apfeltarte von Julie Leuze

Ein Neuanfang wider Willen

Seit Camille Rosière ihr Elternhaus verlassen und nach Paris gezogen ist, bewohnt sie lediglich eine kleine Dachkammer und arbeitet in einem Reisebüro. Eines Tages erreicht die Zweiunddreißigjährige die dringende Bitte ihrer Mutter Jeanne, sie für mindestens sechs Wochen wegen eines Bandscheibenvorfalls auf der Apfelplantage zu unterstützen. Obwohl das Verhältnis zu ihrer Mutter von einem Ereignis überschattet ist, beantragt Camille notgedrungen unbezahlten Urlaub und fährt nach Vert-le-Coin, einem kleinen Dorf in der Normandie, das sie zuletzt auf der Beerdigung ihres Vaters vor drei Jahren gesehen hat.

Begegnungen im Dorf

Schnell stellt Camille fest, dass die Arbeit auf der Plantage zwar körperlich anstrengend ist, jedoch weniger Stress verursacht als ihr Job im Reisebüro. Sie trifft ihre alte Schulfreundin Sandrine wieder und begegnet den Kindern ihrer Nachbarn: der unscheinbaren Lilou und deren attraktiven Bruder Damien.

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Zwischen Nordseeluft und Selbstfindung: Ein Roman über Mut, Freundschaft und neue Wege

Cover von Manchmal will man eben Meer von Sandra Girod

Eine Auszeit vom Alltag

Die Journalistin Yola Wolkenstein benötigt dringend eine Auszeit – sowohl von ihrer Ehe, die durch eine Affäre ihres Mannes belastet ist, als auch von ihrem Job in der Redaktion einer Frauenzeitschrift, wo zunehmende Konflikte mit ihrer Chefin die Arbeit erschweren. Da ihre vierjährige Tochter Janelle laut Kinderärztin dringend Nordseeluft braucht, entschließt sich Yola zu einer Mutter-Kind-Kur. Von der Vorstellung, drei Wochen in einer Kurklinik mit anderen Frauen und deren Kindern zu verbringen, ist sie allerdings wenig begeistert. Dennoch macht sie sich mit ihrer Tochter, die sie liebevoll „Wölkchen“ nennt, in einem zwanzig Jahre alten VW-Bulli auf den Weg von Hamburg in den Kurort Cuxhaven.

Vom Chaos zur Gemeinschaft

Bei ihrer Ankunft in der Klinik Seeburg herrschen chaotische Zustände, und Yolas Bedenken gegenüber der Mutter-Kind-Kur scheinen sich zunächst zu bestätigen.

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Hebammerich – Wenn Liebe den Kreißsaal rockt

Buchcover: Hebammerich von Katrin Einhorn

Ein Jahrestag mit Hindernissen

Charlotte und Nils feiern ihren dreijährigen Jahrestag. Während Charlotte von Nils’ einfallslosem Geschenk enttäuscht ist, hat sie sich für ihn etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Wochenende in London inklusive Konzertkarten. Die Vorfreude währt jedoch nur kurz – denn Nils stellt fest, dass ausgerechnet an diesem Termin die Kölner Rockwoche stattfindet. Ein Streit ist vorprogrammiert.

Charlotte, die sich bereits Hoffnungen auf eine dauerhafte Beziehung gemacht hat, fühlt sich zunehmend vernachlässigt und unverstanden. Die meisten Samstagabende verbringt sie allein zu Hause, während Nils nur seine Band und sein Schlagzeug im Kopf hat. Für ihren Beruf als Hebamme interessiert er sich kaum und hört ihr nicht einmal richtig zu.

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Max Frisch: Der Schriftsteller, der nie aufgehört hat zu hinterfragen

Buchcover: Jetzt nicht die Wut verlieren von Ingeborg Gleichauf

Vom Fußballtraum zur literarischen Karriere

Von einer Torwart-Karriere hat Max Frisch als Junge geträumt – gefeiert wurde er später jedoch nicht als Fußballstar, sondern als Schriftsteller. Die aufwändig recherchierte Biografie Jetzt nicht die Wut verlieren* von Ingeborg Gleichauf zeichnet anhand seiner Tagebucheintragungen und Briefe den Weg eines außergewöhnlichen Menschen nach, der trotz eines bürgerlichen Lebens unangepasst war und sich stets als Außenseiter fühlte.

Sprache als Spiegel der Erinnerung

Max Frisch, der die Großschreibung konsequent missachtete, verarbeitete in seinen Werken viele Kindheitserfahrungen. Gesammelte Erkenntnisse, Eindrücke und sämtliche Wahrnehmungen wurden für ihn zu Rohmaterial für neue Texte – seien es Theaterstücke oder Romane. Seine Protagonisten waren sein Sprachrohr.

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