Zwischen den Zweigen: Wie Jambu Singad die Vogelwelt seiner Heimat sichtbar macht

Cover von Zweiggezwitscher von Jambu Singad und Gita Wolf

Ein Künstler aus dem Herzen Madhya Pradeshs

Der Gärtner Jambu Singad stammt aus Balwon, einem Bhil‑Dorf im Jhabua‑Distrikt des indischen Bundesstaates Madhya Pradesh. Wie er Gita Wolf erzählte, beobachtet er leidenschaftlich gern Vögel in den Bäumen seiner Umgebung. Die traditionelle Bhil‑Malerei, geprägt von mit Punkten gefüllten abstrakten Formen, erlernte er von seiner Schwester. Für sein Buch Zweiggezwitscher, aus dem Englischen übersetzt von Barbara Brennwald, schuf er Illustrationen in dieser Technik. Die begleitenden Texte verfasste Gita Wolf auf Grundlage zahlreicher Gespräche mit ihm.

Vögel in Bäumen – ein Streifzug durch die Natur

Den Auftakt bilden zwei Vögel auf dem Tendu, einem Ebenholzbaum, dessen Blätter verkauft und medizinisch genutzt werden. Ein Schwarm lässt sich im Vahadi, einem Bambuswäldchen, nieder; Rebhühner sitzen im Mangobaum, und nachts sucht ein Spatzenschwarm Schutz im Bambus.

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Agnes zwischen Meer, Macht und Moral – ein Roman als Zeitzeugnis

Cover von Agnes im Meer von Ulrike Dotzer

Ein neues Leben auf Trischen

Agnes Nagel lebt mit ihrer Mutter und den Schwestern Ida und Hermine in Marne in der Region Dithmarschen und steht im Dienst des Rentmeisters Nikolaus Möller. Dieser hat dafür gesorgt, dass sein Freund Butz Brand neuer Pächter der vor Büsum gelegenen Insel Trischen wird. Er teilt Agnes mit, dass sie im Herrenhaus Luisenhof bei Brand eine Stelle als Wirtschafterin antreten soll. Mit diesem Schachzug erhofft sich Möller, Kontrolle über das lebensfrohe Paar Brand zu gewinnen, das zu Champagnergelagen neigt. Der Pachtvertrag sieht vor, dass Brand die landwirtschaftlichen Erträge für den von ihm zu errichtenden Deichbau nutzen darf – ein Projekt, das Möller besonders am Herzen liegt.

Während der Überfahrt lernt Agnes den Vogelwart Walter Fierling kennen, der die Vogelnester verteidigt, deren Eier die hungrigen Arbeiter lieber in der Pfanne sehen würden. Agnes übernachtet im zugigen ehemaligen Schäferhaus und soll auf Möllers Bitte hin die Dünen pflegen und Strandhafer pflanzen. So erhält sie bald den Beinamen „Agnes im Meer“.

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Burgen, Mythen und harte Realitäten – Ein Blick in Tirols mittelalterliche Welt

Cover von Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser von Anton Prock

Vom Mittelalter zur Begriffsklärung

Anton Prock setzt in seinem Buch Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser im Mittelalter an und erläutert zunächst die Unterschiede zwischen Burg, Schloss, Festung, Ansitz und Palais. Bedeutungsvoll weist er darauf hin, dass heute – nicht zuletzt durch Ritterromane – ein „teilweise romantisch verklärtes Bild des Rittertums“ vorherrscht.

Anschaulich beschreibt er den Bau einer Burg, bei dem die Planer bereits die Möglichkeit der Selbstversorgung im Falle einer Belagerung berücksichtigten. Er geht dabei auf die Vielzahl der beteiligten Handwerker, ihre Werkzeuge und die verwendeten Materialien ein. Eine schematische Darstellung veranschaulicht die wichtigsten Bauteile einer Burg.

Leben auf der Burg: hart, eng und unhygienisch

Unmissverständlich wird deutlich, dass der Alltag der Burgbewohner „hart und entbehrungsreich“ war. Die hygienischen Verhältnisse waren äußerst schlecht – menschliche wie tierische Exkremente gelangten schlicht über den Burggraben nach außen.

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Wenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Cover von Wenn es Licht wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Magische Begegnungen im Zwielicht

In elf Geschichten und einem Gedicht erzählt Kaisa Happonen in ihrem Kinderbuch Wenn es Licht wird im Wald, wie Bär Brumm dem Feuerfalter erklärt, dass man im Licht des Waldes sehen kann. Brumm will unbedingt entdecken, wo sich das erste Fitzelchen Nacht versteckt – so zumindest sagt er es einem seiner Freunde.

Am Seeufer singt der Schilfrohrsänger nicht nur am Tag, sondern auch noch in der Nacht. Doch in dem Moment, in dem der Abend zur Nacht wird und der Mond aufgeht, legt er eine Pause ein, um danach noch wilder nur für den Mond zu singen. Auf den schwarzen Federn des Stars glänzt der Mond, und wegen der Spiegelung auf seinem Federkleid trägt er ihn überallhin mit sich. Der Mond scheint aus seinen Augen zurück, und wenn der Star sie schließt, gehört der Mond nur ihm.

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Mehr Lametta für Oma – Ein herzerwärmender Weihnachtsroman von Regine Kölpin

Cover von Mehr Lametta für Oma von Regine Kölpin

Ein verschneites friesisches Dorf und zwei neugierige Kinder

Die achtjährigen Zwillinge Jonte und Jelda leben mit ihrer Mutter Julia de Fries in Tjardswarf, einem kleinen Ort im friesischen Wangerland. Ihr Vater ist Kapitän auf einem Containerschiff und kann auch das bevorstehende Weihnachtsfest wieder nicht bei ihnen sein. Endlich hat es geschneit, und die Kinder beobachten, wie Jugendliche eine alte Frau – die sie eine „Toversche“ schimpfen – mit Schneebällen bewerfen.

In Tjardswarf hält sich das Gerücht, dass es sich bei der Alten mit den schulterlangen roten Haaren und der bunten Kleidung, die hinter dem Deich eine Kate bewohnt, um eine Hexe handelt. Verdächtig erscheint zudem, dass sie sich mit Tieren unterhält. Obwohl die Kinder wissen, dass es keine Hexen gibt, haben sie Angst vor Feline Kramer. Nur zögerlich nähern sie sich der Frau, die von einem Schneeball an der Nase getroffen wurde.

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Kleos Weihnachtsbaum-Dilemma: Eine Geschichte über Tradition, Umweltbewusstsein und kreative Lösungen

Cover von Kein Weihnachtsbaum für Kleo? von Caro Docar

Geschenkejagd im Schneetreiben

Beim dichten Schneetreiben geht Kleo mit ihrem Vater auf „Geschenkejagd“. Leider kann sich der Vater für kein Geschenk entscheiden. Als die Mutter zu Hause nachfragt, ob sie erfolgreich gewesen seien, zeigt sich Kleo enttäuscht und unzufrieden – nicht zuletzt deshalb, weil sie „fast zerquetscht“ wurde. Einzig der Videocall mit ihrem besten Freund Pedro, der die Weihnachtstage bei seiner Tante in Brasilien verbringt, kann sie aufmuntern. Pedro erzählt ihr, dass dort gerade Sommer ist und er im Amazonas-Regenwald hundert Jahre alte Bäume gesehen hat, die „Urwaldriesen“ genannt werden.

Ein Traum vom Regenwald

Im Bett schläft Kleo mit Gedanken an die zu schützenden Bäume und Wälder ein. Sie entdeckt eine Ameisenstraße, dann einen dichten Regenwald mit Lianen, an denen sie sich hinuntergleiten lässt.

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Wenn es Abend wird im Wald – Geschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

Cover von Wenn es Abend wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Bär Brumm und die Frage nach der Schlafenszeit

Bär Brumm wandert, wohin er will, und schläft, wann es ihm beliebt. Als sich ein Schmetterling auf einem Preiselbeerstrauch neben ihm niederlässt, fragt der Bär ihn, woher er weiß, wann Schlafenszeit ist. Der Feuerfalter antwortet, dass es vom Sonnenschein abhänge – denn manchmal bleibe das Licht in Bäumen und Sträuchern stecken. Schließlich rät der Schmetterling dem Bären, einen Nachtfalter zu fragen, da er als Tagfalter selbst keine Antwort mehr weiß. So beginnt eine Reise durch den Wald, bei der Bär Brumm auf Tiere trifft, die alle ihre eigene Sicht auf den Abend haben.

Der Elch auf der Lichtung

Am nächsten Morgen fragt Bär Brumm den Elch, warum er immer am selben Fleck steht. Der Elch erklärt, dass er am liebsten über die Lichtung bis zum neuen Wald dahinter gehen würde.

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Foxlight – Zwei Schwestern auf der Suche nach Herkunft und Heimat

Cover von Foxlight von Katya Balen

Im Leuchtturm mit dem Foxlight

Die Zwillingsschwestern Fen und Rey wurden als Babys von Lissa aufgenommen. Von ihr erfuhren sie, dass sie die beiden inmitten von Füchsen gefunden hatte, die sie offenbar vor dem Frost geschützt hatten – tief im Wildland. Gemeinsam mit Alex, Jasmine, Alice, Robin, Zaki und dem Baby Inigo – allesamt Kinder ohne Eltern, die von Lissa versorgt werden – leben Fen und Rey in einem Leuchtturm mit einem magischen Fuchslicht, dem sogenannten „Foxlight“.

Ein Fuchs als Zeichen

Eines Tages bemerken die Schwestern einen Fuchs. Rey vermutet, dass es ein Zeichen sein muss, wenn sich ein Fuchs dem Leuchtturm nähert.

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Faszination Wale – Ein Kinderbuch voller Wissen, Neugier und Abenteuer

Cover von Faszination Wale von Michael Stavarič

Ein überraschender Einstieg: Vom Empire State Building zu den Meeresgiganten

Um eine passende Einleitung für sein Kinderbuch Faszination Wale* zu finden, beginnt Michael Stavarič seine Ausführungen mit einem Besuch des Empire State Buildings in New York. Ihm zufolge war das Gebäude mit einem Ankerplatz für Zeppeline ausgestattet, deren Form den bereits als Kind von Meeresbiologie begeisterten Autor an Wale erinnerte.

So erstaunlich das auch klingt – Forscher sind sich sicher: Wale stammen ursprünglich von Huftieren ab, die einst an Land lebten. Aus Beinen wurden über die Evolution Flossen. Stavarič erklärt, wie Wissenschaftler der Erkenntnis auf die Spur kamen, dass alles Leben auf der Erde ursprünglich aus dem Ozean stammt, und belegt dies mit dem Embryonalstadium des Menschen.

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Mein Leben am Strand – Stefan Maiwalds Hommage an Grado

Eine autobiografische Reise durch Jahreszeiten, Tourismus und Persönliches

Cover von Mein Leben am Strand von Stefan Maiwald

Grado – Eine Insel mit Geschichte und Charakter

Stefan Maiwald lebt auf der 7.600 Einwohner zählenden Insel Grado, idyllisch gelegen zwischen Venedig und Triest in der Adria und über einen künstlich aufgeschütteten Autodamm erreichbar. Bereits 1954 zählte man dort zwei Millionen deutsche Urlauber – der Massentourismus hatte Einzug gehalten.

Während der „Alte Strand“ durch die Gezeiten stetig wächst, wird der Hauptstrand jährlich im November vom Hochwasser angegriffen. Um dem Sandverlust entgegenzuwirken, wird der fehlende Sand durch Abbaggerungen am Alten Strand ersetzt. Ein besonders eindrückliches Beispiel: Nach dem Hochwasser 2023 mussten 2.700 LKW-Ladungen Sand aufgebracht werden. Stolz sind die Gradeser außerdem auf die inzwischen 36-fache Auszeichnung mit der Blauen Flagge.

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