Eine literarische Betrachtung des Romans Solikante Solo von Björn Kern

Eine zerrissene Familie zwischen Stadt und Schloss
Die Psychotherapeutin Ruth Korwaczek lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Sisal in Berlin. Vater der Kleinen ist Jann-Marten Friedrich, der sich einst als Bierbrauer selbstständig gemacht hatte, jedoch zwei Jahre vor Sisals Geburt Insolvenz anmelden musste. Da es ihn mehr aufs Land zog, als ihn die Stadt halten konnte, investierte er sein restliches Geld in ein Schloss im eine Stunde östlich gelegenen Ort Solikante – gedacht als neues Zuhause für seine junge Familie.
Doch Ruth kann sich weder mit dem heruntergekommenen Gemäuer noch mit Jann arrangieren. Zwar sind sie nicht gesetzlich verheiratet, doch Ruth hat ihm vor sechs Jahren die Ehe geschworen – ein Versprechen, das zunehmend brüchig wirkt.
Jeder Mensch möchte gerne lange leben, und das möglichst bei bester Gesundheit und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Mit einem Erfolgsrezept können Florian Langenscheidt und André Schulz in ihrem Sachbuch „Alt genug, um glücklich zu sein“ zwar nicht dienen, doch steigt ihrer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit auf ein langes und glückliches Leben mit einer guten Vorbereitung. Unstrittig ist, so der Stand der Forschung, dass glückliche Menschen länger leben. Eine Untersuchung hat ergeben, dass die Lebensweise entscheidend ist und zu viel rauchen oder essen, gepaart mit zu wenig Bewegung, ist auf jeden Fall kontraproduktiv.

Andi und Fipsi kennen sich seit der Schulzeit und arbeiten beide als Aushilfen bei den Bestattern Macho, Gustl und Hubsi in Friedberg. Als Andi bei einer Beerdigung stutzig wird, weil der Sarg des Toten, den er kannte, viel zu schwer ist, kommt ihm ein ungeheuerlicher Verdacht: Irgendjemand scheint etwas in dem Sarg verschwinden lassen zu wollen?



Der Doppelband Die schwarzen Wasser von Venedig von Edith Schreiber-Wicke vereint zwei spannende Kriminalfälle um den ermittelnden Commissario Roberto Gorin von der Questura in Venedig. Im ersten Krimi Freier Fall finden Arbeiter die Tochter des einflussreichen Marcello Loredan mit unnatürlich verrenktem Körper auf dem Rasen vor ihrer Schule. Caterina überlebt und liegt auf der Intensivstation, wo sie allerdings mit niemandem reden will und das Essen verweigert. Obwohl Roberto ein Fremdverschulden nicht ausschließen kann, will er von Marcello Loredan wissen, ob seine Tochter in Selbstmordabsicht aus dem Fenster gesprungen sein könnte, zumal sie auffällige Narben am Unterarm aufweist und magersüchtig ist. Doch ihr Vater zeigt sich äußerst unkooperativ und versucht die weiteren Ermittlungen zu verhindern.