Ein Rabbiner auf Mördersuche – und ein Todesfall voller Fragen

Buchcover: Der Rabbi und der Kommissar - Du sollst nicht morden von Michel Bergmann

Ein ungewöhnlicher Rabbiner mit kriminalistischem Spürsinn

Henry Silberbaum ist ein moderner Rabbiner, der Espresso sowie Kriminalromane liebt und mit Vorliebe Polohemden trägt. In seiner Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main ist er mit dem Rennrad oder seinem roten Smart unterwegs. Neben der Betreuung der Gemeindemitglieder engagiert er sich für die Bewohner des Jüdischen Seniorenstifts und seine Schüler im Jüdischen Gemeindezentrum.

Der Tod einer Millionärin gibt Rätsel auf

Als die Millionärin Ruth Axelrath völlig unerwartet stirbt, glaubt Rabbi Silberbaum nicht an einen natürlichen Tod der alten Dame, obwohl der vom Notarzt festgestellte Herzinfarkt mit Anfang achtzig allen plausibel erscheint.

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Zwischen Tanztee und Hamsterrad: Die Lebensgeschichte des Werner Weber

Buchcover: Die Lange Stille von Irmin Burdekat

Eine ungewöhnliche Begegnung mit Folgen

Werner Weber besucht mit der fünfzehnjährigen Karin Mohrmann, die er bislang lediglich unter dem Namen „Die Lange Stille“ kannte, einen Tanzunterricht. Für den Abtanzball wünscht sie sich, seine Partnerin zu sein. Doch zum Tanztee ist er stets mit Angela gegangen – da ist guter Rat teuer! Ehe er sich versieht, „geht“ er bereits mit der Langen Stillen, die dies mit knappen Worten beschließt.

Karin stellt ihren Eltern den neuen Freund vor und macht kein Geheimnis aus ihrer Absicht, Werner heiraten zu wollen. Während Mutter Elke gegen den jungen Mann ist, kann dieser Elkes Vater, Dr. Arnulf – Leiter eines Röntgeninstituts mit „zwei linken Händen“ – von seinen Qualitäten beim Bäumefällen überzeugen.

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Zwischen Liebe, Landflucht und Lebenskrisen

Eine literarische Betrachtung des Romans Solikante Solo von Björn Kern

Buchcover des Romans: Solikante Solo von Björn Kern

Eine zerrissene Familie zwischen Stadt und Schloss

Die Psychotherapeutin Ruth Korwaczek lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Sisal in Berlin. Vater der Kleinen ist Jann-Marten Friedrich, der sich einst als Bierbrauer selbstständig gemacht hatte, jedoch zwei Jahre vor Sisals Geburt Insolvenz anmelden musste. Da es ihn mehr aufs Land zog, als ihn die Stadt halten konnte, investierte er sein restliches Geld in ein Schloss im eine Stunde östlich gelegenen Ort Solikante – gedacht als neues Zuhause für seine junge Familie.

Doch Ruth kann sich weder mit dem heruntergekommenen Gemäuer noch mit Jann arrangieren. Zwar sind sie nicht gesetzlich verheiratet, doch Ruth hat ihm vor sechs Jahren die Ehe geschworen – ein Versprechen, das zunehmend brüchig wirkt.

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Alt genug, um glücklich zu sein von Florian Langenscheidt und André Schulz

Wie unser Leben mit jedem Jahr besser wird!

Alt genug, um glücklich zu seinJeder Mensch möchte gerne lange leben, und das möglichst bei bester Gesundheit und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Mit einem Erfolgsrezept können Florian Langenscheidt und André Schulz in ihrem Sachbuch Alt genug, um glücklich zu sein zwar nicht dienen, doch steigt ihrer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit auf ein langes und glückliches Leben mit einer guten Vorbereitung. Unstrittig ist, so der Stand der Forschung, dass glückliche Menschen länger leben. Eine Untersuchung hat ergeben, dass die Lebensweise entscheidend ist und zu viel rauchen oder essen, gepaart mit zu wenig Bewegung, ist auf jeden Fall kontraproduktiv.

In vierundzwanzig Kapiteln vertiefen die Autoren das Thema und beginnen mit einer kleinen Exkursion in die Epigenetik, deren Strukturen durch unsere Lebensweise Einfluss auf die Nachkommen nehmen. Nach einer philosophischen Betrachtungsweise stellen sie mit Bedauern fest, dass eines der größten Gesellschaftsprobleme unserer Zeit die „chronische Berührungsarmut“ ist, auf deren Folgen sie hinweisen. Interessante Gedanken zu Freiheit, Körperbewusstsein und der sich im Alter verändernden Liebe sind weitere Punkte.

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Ein Schirm, zwei Tote und eine WG voller Geheimnisse – Sunset Hall gerät aus den Fugen

Cover von Mord in Sunset Hall von Leonie Swann

Ein Doppelmord und eine WG im Ausnahmezustand

Während die Mitglieder der Senioren‑WG im Kriminalroman Mord in Sunset Hall* von Leonie Swann eine Krisensitzung abhalten, erfahren sie durch die Polizei, dass ihre Nachbarin Mildred erschossen im Liegestuhl auf ihrer Veranda gefunden wurde. Dabei haben Agnes Sharp, die Gründerin der Wohngemeinschaft, Edwina, Marschall, Winston, Bernadette und Charlie schon genug mit ihrer tot im Schuppen liegenden Mitbewohnerin Lillith zu tun. Agnes stattet Isobel, der Zwillingsschwester von Mildred, einen Besuch ab, der jedoch keine neuen Erkenntnisse bringt. Inspektorin Locke und ihr Kollege Tom teilen der WG mit, dass Mildred mit derselben Waffe wie Lillith erschossen wurde. Da alle Bewohner verhört und vermutlich auch verdächtigt werden, beschließen sie, selbst zu ermitteln und fahren ins Dorf Duck End. Doch dann wird eine weitere Person erschossen – und ein Unbekannter legt die Mordwaffe provokativ bei ihnen zu Hause auf den Tisch.

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Ein Herz voller Chaos – Charlies Welt zwischen Liebe, Düften und Abgründen

Cover von Das eiserne Herz des Charlie Berg von Sebastian Stuertz

Zwischen Auszug, Jagd und alten Wunden

Charlie Berg plant seinen Auszug aus dem Elternhaus und sieht sich bereits im Zivildienst, den er in einem Leuchtturm antreten soll. Anschließend, so sein Plan, will er einen Roman schreiben, der sein Durchbruch als Autor werden soll. Doch als er mit seinem Großvater Bardo auf die Jagd geht, wird nicht nur der Hirsch getroffen, sondern auch der Großvater – nebst einer weiteren Person. Als ob Charlie damit nicht genug Sorgen hätte, will Mayra, seine große Liebe aus Jugendtagen, den Gangster Ramón in Mexiko heiraten. Zu allem Ärger sitzt auch noch ihr Ziehvater Stucki im Gefängnis in Thailand und kann nur gegen Zahlung einer hohen Kaution freikommen, wozu sich Charlie als sein Patenkind verpflichtet fühlt.

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Ruhet in Friedberg von Rudolf Ruschel

Ruhet in FriedbergAndi und Fipsi kennen sich seit der Schulzeit und arbeiten beide als Aushilfen bei den Bestattern Macho, Gustl und Hubsi in Friedberg. Als Andi bei einer Beerdigung stutzig wird, weil der Sarg des Toten, den er kannte, viel zu schwer ist, kommt ihm ein ungeheuerlicher Verdacht: Irgendjemand scheint etwas in dem Sarg verschwinden lassen zu wollen?

Um es vorwegzunehmen: Der Kriminalroman Ruhet in Friedberg von Rudolf Ruschel ist kein gewöhnlicher Krimi und zudem ist er schwärzer als schwarz. Darüber hinaus „springt“ der Autor bei der Erzählung von „Höcksken auf Stöcksken“ und der Leser, den er direkt anspricht, vermisst zunächst den roten Faden, bis er sich in das Geschehen eingelesen hat. Handlungsort ist die kleine Stadtgemeinde Friedberg in der österreichischen Steiermark Ende der 1990er Jahre. Mit von der Partie ist Pfarrer Geri und Wirt Rebhansel in der „Bier Allee“. Andi, der nebenbei in Wien studiert und an einem Manuskript arbeitet, das er bei einem Verlag einreichen will, treibt es regelmäßig mit der aus dem Kosovo stammenden und im Ort als Putzfrau arbeitende Muslima Vali auf einem Dachboden.

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Zwischen Skalpell und Schicksal: Klinikgeschichten, die unter die Haut gehen

Buchcover: Tage in Weiß

Erste Schritte im weißen Kittel

Rainer Jund schreibt in seinem Buch Tage in Weiß über den Klinikalltag. Er ist selbst HNO-Arzt und hatte als Medizinstudent in München zunächst die Anatomie auf dem Lehrplan. Früh macht er die Erfahrung, dass Neurochirurgen Entscheidungen treffen und abwägen müssen, ob beispielsweise eine riskante Operation dem Risiko eines Aneurysmas vorzuziehen ist.

Nächte voller Notfälle

Jund schildert eine Reihe von Fallbeispielen, wie sie typischerweise vorkommen können: Während des Nachtdienstes wird eine Tracheotomie nötig, weil eine Intubation nach einem missglückten Suizid nicht möglich ist. Bei einer OP-Assistenz beobachtet er, wie dem operierenden Professor kaum eine Wahl bleibt, auch wenn mit der Entscheidung niemand zufrieden sein kann. Eines Nachts muss der Autor einem Patienten die Nase annähen – aufgrund des hohen Blutalkoholwerts ohne Vollnarkose. Kaum will er sich ausruhen, wird er schon zum nächsten Notfall gerufen.

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Urlaub auf Probe – Wenn Rentner reisen und konkurrieren

Buchcover: Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur von Rosa Schmidt

Ein Ehepaar im Reisefieber

Seit nunmehr drei Jahren genießt Günther Schmidt das Rentendasein und verbringt seinen Lebensabend mit seiner Ehefrau Rosa. Wie bei vielen älteren Menschen plagen sie kleinere Zipperlein, und ihre Gedanken kreisen um mögliche Grippeinfektionen oder beginnende Arthrose. Nachdem ihre Freunde sogar bis ins südamerikanische Patagonien gereist sind, wollen auch sie sich endlich einmal etwas gönnen.

Allerdings stellen sie fest, dass ihre Vorstellungen von Urlaub weit auseinandergehen: Während Günther einen Campingurlaub favorisiert, möchte sich Rosa lieber auf einer Kreuzfahrt verwöhnen lassen. Tochter Julia hat die rettende Idee für das Dilemma und schlägt einen Wettstreit vor. Jeder darf einen Urlaub nach seinen Wünschen planen – am Ende soll der Spaßfaktor entscheiden.

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Wenn die Vergangenheit zurückkehrt: Satirischer Blick auf Politik und Gesellschaft

Buchcover: Sie ist zurück

Ein Frührentner erklärt der Welt den Kampf

Laut Statista waren im Jahr 2009 rund 70 Prozent der Deutschen mit den Politikern und Parteien unzufrieden und glaubten, durch Wahlversprechen belogen worden zu sein. Einer Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung ist zu entnehmen, dass vielen Bürgern die Politik zu kompliziert ist und sie der Meinung sind, „dass ihre Sorgen von den Politikern und Politikerinnen nicht ernst genug genommen würden“. Dies sind einige der Gründe für die zunehmende Politikverdrossenheit der Bürger, zu denen auch der Protagonist in dem satirischen Roman Sie ist zurück* von André G. Schulz zählt: Der Frührentner Horst Nolte lebt im ostdeutschen Einödow, ist sechsundfünfzig Jahre alt und seit Langem mit Erika verheiratet, der er ebenfalls überdrüssig geworden ist. Mit einem Feldstecher patrouilliert der ehemals bei der Reichsbahn Beschäftigte in seiner alten DDR-Uniform durch den Ort und sorgt nach eigener Auffassung für die Sicherheit aller.

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