Zeitreisen mit Tiefgang: Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Cover von Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Ein Junge zwischen Kuchenresten und Geheimnissen

Nach dem Tod seiner Eltern lebt der zwölfjährige Adam Lee Tripp im Jahr 1999 bei seinem Onkel Henry, der eine kleine Bäckerei im Stadtteil Manhattan von New York City betreibt. Da die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Backwaren nur wenig Gewinn abwerfen, leben die beiden in bescheidenen Verhältnissen. Die übrig gebliebenen Kuchen bringt Adam regelmäßig ins Obdachlosenheim, wo er sich gerne mit Victor, einem der Bewohner, unterhält.

Eines Abends klopft ein Fremder an der Tür, in der Hoffnung, dass die Bäckerei noch geöffnet ist. Überraschenderweise spricht der Mann Adam mit seinem vollständigen Namen an und stellt sich als J. C. Walsh vor. Er behauptet, dem Jungen stünden große Dinge bevor – und seine geliebte Maus Speedy werde bald sterben. Adam hält den Fremden für verrückt und schenkt ihm wenig Glauben.

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Was Spielzeuge erzählen – Geschichten aus längst vergangenen Kinderzimmern

Cover von Geschichten aus der Spielzeugkiste von Nicola Baxter

Käpten Bär und die Sache mit der Schleife

Womit haben wohl Eltern oder Großeltern gespielt, mögen sich manche Kinder fragen. Das Kinderbuch Geschichten aus der Spielzeugkiste von Nicola Baxter gibt darauf Antworten.

Den Anfang macht Käpten Bär, den Luise nie liebte, weil sie lieber einen Bären mit Schleife und keinen im Marineanzug wollte. Eines Tages lernte er Oskar kennen, den Anton wegen seiner Bärenschleife nicht mochte. Ob sie sich hätten austauschen können? Das wäre den Kindermädchen von Luise und Oskar sicher aufgefallen. Viel später wurde Käpten Bär klar, dass er auch Luise gegenüber seine Liebe zeigen muss – heute ist sie dreiundsiebzig Jahre alt und seine beste Freundin.

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Wenn das Zuhause verschwindet – ein Jugendlicher zwischen Armut, Mut und Wut

Cover von No place, no home von Morton Rhue

Vom Eigenheim ins Zelt: Dans Leben bricht auseinander

Amerikanische Filme vermitteln mit ihren schicken Eigenheimen oft den Eindruck, alle Menschen in den USA führten ein luxuriöses Leben. Doch das gilt nur für eine Minderheit. Wie in Deutschland rutscht auch dort die Mittelschicht zunehmend in die Armut ab.

Diese Erfahrung macht der siebzehnjährige Dan Halprin im Jugendroman No place, no home. Dan ist ein guter Schüler und hat Aussicht auf ein Universitätsstipendium. Als Pitcher trainiert er mit seinem Freund Noah im Baseballteam.

Seine Eltern Hannah und Paul sind trotz Studiums arbeitslos und können den Kredit für ihr Haus in Average nicht mehr bedienen. Die Familie zieht zu Hannahs Bruder Ron, der mit seiner Frau und zwei Kindern in einem großzügigen Haus mit Pool und Tennisplatz lebt.

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Küken gegen Grottenolme – ein Winter voller Chaos, Küsse und Kinderstreiche

Cover von Die wilden Küken - Eisalarm von Thomas Schmid

Ein unerwarteter Kuss und viel Wirbel auf der Eisbahn

Nachdem ihre Mutter sie verlassen hat, lebt Lilli allein bei ihrem Vater, der eine Schreinerei betreibt, und dem Hund Sneaker. Mit ihren Freundinnen Bob und Very gehört sie zur Bande der Wilden Küken, während Mitch sowie die Zwillinge Little und Ole zu den verfeindeten Grottenolmen zählen.

Als Lilli mit Bob und Very zum Schlittschuhlaufen geht, stürzt sie – und landet mit dem Kopf ausgerechnet auf Oles Arm. Der nutzt die Gelegenheit schamlos aus und gibt ihr einen Kuss, den sie prompt mit einer Ohrfeige beantwortet.

Lilli braucht Abstand und Ruhe. Sie zieht sich auf den von einem Schrotthändler erworbenen Kahn Mystery zurück, das Bandenquartier, in dem auch ihre Hühner Bussi und Birdie leben.

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Drei Freunde im Weihnachtsfieber – ein turbulenter Advent mit dem Weihnachtsmann

Cover von Drei Freunde warten auf Weihnachten von Henrike Wilson

Ein verlorener Weihnachtsmann und zwei ungeduldige Helfer

Der Weihnachtsmann höchstpersönlich betätigt sich im Kinderbuch Drei Freunde warten auf Weihnachten von Henrike Wilson als Frau Holle. Um in seinem Häuschen, in dem er mit dem kleinen Fuchs wohnt, einen Tannenbaum aufstellen zu können, begibt er sich in den Wald – und verläuft sich prompt. Zum Glück kennt das um Hilfe gebetene Eichhörnchen den Weg.

Zu Hause wollen der kleine Fuchs und das Eichhörnchen einen Adventskranz binden, verlieren jedoch schnell die Lust daran. Außerdem muss für den neuen Gast, der schwer zufriedenzustellen ist, ein Schlafplatz gefunden werden.

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Verbotene Freundschaft, wachsender Hass – und ein Unglück, das niemand aufhalten kann

Cover von Wen liebst du, wenn ich tot bin? von C. J. Flood

Ein Sommer auf der Silverweed‑Farm und eine Begegnung, die alles verändert

C. J. Flood nimmt sich in ihrem Jugendroman Wen liebst du, wenn ich tot bin? einem heiklen Thema an, denn es geht um den Tod eines jungen Menschen. Schon im Prolog wird das spätere Geschehen vorweggenommen: Ein Fünfzehnjähriger liegt im Grab.

Die dreizehnjährige Iris lebt mit ihrem Vater und ihrem fünfzehnjährigen Bruder Sam auf der Silverweed‑Farm im englischen Ashbourne, nachdem ihre Mutter sich vor drei Monaten auf unbestimmte Zeit zur Selbstverwirklichung verabschiedet hat.

Während Iris’ Vater voller Abneigung zur Kenntnis nimmt, dass sich Zigeuner auf der Pferdekoppel niedergelassen haben, ist Iris neugierig. Sie beobachtet einen Jungen, der kaum älter ist als sie, folgt ihm und freundet sich mit Trick an, der irischer Abstammung ist und die Ansässigen „Gadschos“ nennt.

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Vom ersten Mal und der Achterbahn der Gefühle

Cover von Tick Tack Fuck von Tom Limes

Ein Jugendlicher in der Krise

Nur noch wenige Tage, dann feiert Xaver von Göttschling seinen siebzehnten Geburtstag. Doch statt Vorfreude quält ihn ein einziges Problem: Er ist immer noch Jungfrau! Das muss sich unbedingt schnell ändern, denn was er momentan durchlebt, ist die reinste Hölle.

Sein größtes Hindernis? Seine Traumfrau Charly. Immer wenn er sie ansieht, versagt ihm die Stimme – und zu allem Überfluss bekommt er auch noch eine Erektion. Sein Freund Leo hat wenig Verständnis: Für ihn ist Charly bloß eine Schlampe, eine Bitch, die mit jedem schläft, der entweder gute Kontakte, ein Auto oder Kohle hat.

Zwar hat Xaver ebenfalls eine Freundin – Toni. Doch die kennt er seit seiner Kindheit und betrachtet sie eher wie eine Zwillingsschwester. Für sein Vorhaben kommt sie definitiv nicht in Frage.

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Ein Sommer voller Abschiede – Erinnerungen an ein Dorf, die bleiben

Cover von Damals, im Sommer von Wei Jie und Li Xiaoguang

Der Umzug in die Stadt und der Schmerz des Zurücklassens

Im Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin – wie sie im Anhang ihres Bilderbuches Damals, im Sommer schreibt – unterschiedliche Gefühle ausgelöst: Einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwartete.

Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz‑weiße Illustrationen geschaffen, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie bedeutet, Abschied zu nehmen.

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Ein Pudel, ein Bulldogge – und die Frage: Wo gehöre ich hin?

Cover von Gestatten Gaston! von Kelly DiPucchio

Vertauscht im Park – ein ungewöhnlicher Fund

Das Bilderbuch Gestatten, Gaston! handelt von zwei Hundefamilien. Madame Pudel achtet bei ihren vier Welpen Fiti, Chouchou, Oh‑Là‑Là und Gaston auf eine gute Erziehung. Es soll weder geschlabbert noch gebellt oder gekläfft werden. Gaston, der als Einziger deutlich größer wurde als seine Geschwister, tut sich damit schwer und muss für die gesteckten Ziele härter und länger üben.

Im Frühling nimmt Madame Pudel ihre Welpen zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang in den Park, wo sie Fiti, Chouchou, Oh‑Là‑Là und Gaston stolz präsentiert. Dort begegnen sie Rocky, Ricky, Bruno und Antoinette von Frau Bulldogge – und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Offenbar wurden der zu groß geratene Gaston und die zierliche Antoinette bei den Geburten vertauscht.

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Von der Ostsee nach Berlin: Carl und Fees abenteuerlicher Weg zur Selbstbestimmung

Cover von Nur 300 km von Rüdiger Bertram

Ein Urlaub, der alles andere als erholsam ist

Nach einem schweren Autounfall ist der nun dreizehnjährige Carl inkomplett querschnittgelähmt. Zwar trägt sein Vater keine Schuld am Unfall, doch er verlässt die Familie, da er den Anblick seines Sohnes im Rollstuhl nicht ertragen kann. Für die Sommerferien bucht Carls Mutter ein Ferienhaus an der Ostsee, obwohl Carl viel lieber ein Rollstuhl-Skate-Camp in Bayern besucht hätte.

Bei der Ankunft zeigt sich schnell, dass das angeblich behindertengerechte Haus nicht hält, was es verspricht: Es ist eine Bruchbude mit geschmackloser Einrichtung. Der Treppenlift zur Veranda braucht ewig, und das Schlafzimmer im oberen Stockwerk bleibt für Carl unerreichbar. Stattdessen schläft er auf dem unbequemen Sofa im Wohnzimmer.

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