
Der Umzug in die Stadt und der Schmerz des Zurücklassens
Im Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin – wie sie im Anhang ihres Bilderbuches Damals, im Sommer schreibt – unterschiedliche Gefühle ausgelöst: Einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwartete.
Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz‑weiße Illustrationen geschaffen, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie bedeutet, Abschied zu nehmen.
weiterlesenEin Sommer voller Abschiede – Erinnerungen an ein Dorf, die bleiben
Das Bilderbuch 
Das Sachbuch
Montags ist immer Safari in der afrikanischen Savanne, dessen zentraler Punkt ein Wasserloch mit glitzernden Wellen neben einer Akazie ist. Das Erdferkel Pippa, der afrikanische Madenhacker Horst, Manolo der Löwe und die Erdmännchenbrüder Einz, Zwai und Dreizahn leben glücklich in der Savanne und beobachten jeden Montag die Menschen, die sich Touristen nennen. Wenn sie mit ihrem Jeep kommen, führen ihnen die Tiere ein einstudiertes Theaterprogramm vor. Eines Tages entdecken sie einen Brief mit einem Bauplan, den die Touristen verloren haben müssen. Die Waldrappe Gisela, die kaum aus ihrem Gebüsch kommt, kann den Inhalt als Einzige lesen. Mit Erschrecken stellen alle fest, dass laut Bauplan genau an der Stelle ihres Wasserlochs ein Bungalow errichtet werden soll! Nur, wie können sie das verhindern? Horst hat die Idee, das Große Orakel zu befragen. Allerdings hält Pippa das nur für eine Legende, da niemand weiß, wie es aussehen soll.
Madina, die mit ihrer Mutter, Großmutter, Tante Amina und ihrem Bruder Rami zusammenlebt, vermisst ihren Vater Eli, den wie sein Bruder Miro ein unbestimmtes Schicksal ereilte. Sie erinnert sich, dass sie ihm assistierte, während er heimlich im Keller auf dem Küchentisch operiert hat, bevor die Familie eines nachts nur mit Rucksäcken ausgerüstet überstürzt zur Flucht aufbrechen musste. Damals, als sie ihr wochenlanger Weg zu Fuß „durch Wälder, Schluchten, Bäche“, ohne Socken und mit Blasen an den Füßen führte. Die Großmutter verlor alles, ihr Haus, den Garten, ihre Hühner und jetzt auch noch die Söhne Eli und Miro. Bevor Madina an der Seite ihrer neuen Freundin Laura ein glückliches Leben führen und mit ihr eine Reise nach Italien machen konnte, kam sie in einer Flüchtlingsunterkunft unter.
Der siebenjährige Theo, sein sechsjähriger Bruder Tom und seine erst dreijährige Schwester Lotti sind in dem Spiel mal Desperados, Ritter, Superhelden oder Detektive, wobei Theo der beste Spurensucher ist. Den drei Kindern war es noch nie so langweilig wie dieser Tage bei der unerträglichen Hitze. Endlich hören sie ein Auto in ihrer kleinen Gasse, das sie durch den Zaun mit der kleinen roten Wasserspritze von Lasso-Lotte, wie sie im Spiel heißt, bespritzen. Dem Besitzer, einem Mann mit glänzenden schwarzen Schuhen, gefällt das gar nicht, und er beschwert sich wütend bei der Mutter der Kinder. Auf seine Forderung, ihm Geld für eine Waschanlage zu geben, geht sie nicht ein und bittet nach seinem Weggang die Kinder lediglich darum, nicht mehr auf Autos oder Menschen zu zielen.
Alles begann im ersten Jahr an der Highschool von Iverton, als Noah Oakmans bester Freund Alan ihm vorschlug, dem Schwimmteam beizutreten, denn Noah war schnell, wenn auch nicht der Schnellste. Immerhin gewann er ein Wettschwimmen nach dem anderen, und im nächsten Jahr wurden seine Zeiten aberwitzig gut. In der 11. Klasse verbesserten sich seine Zeiten weiter, und die ersten Colleges boten ihm ein Schwimmstipendium an. Im Gegensatz zu seinen Eltern war Noah davon nicht begeistert, denn am Anfang machte ihm das Schwimmen einfach nur Spaß, doch als er plötzlich richtig gut wurde, hatte er hohe Erwartungen geweckt. Bei einem Langdistanztraining bekam er einen Krampf und musste aus dem Wasser gezogen werden. Er behauptete, schmerzen im Rücken zu haben, war damit aus der Mannschaft raus und musste auch nicht mehr schwimmen.
Nach der Geburt von October zog es ihre Mutter immer häufiger wegen der dortigen Annehmlichkeiten in die Stadt, bis sie nach vier Jahren gar nicht mehr zurück kam, wofür ihre Tochter sie hasst. Mit ihrem Vater lebt sie seitdem allein im Wald. Das Holzhaus hat er selbst gebaut, bei dem weit entfernten Nachbarn Bill tauschen sie das geerntete Gemüse gegen Milchprodukte und nur für dringend benötigte Dinge fahren sie mit dem Land Rover in den nächsten Ort. October liebt das Leben unter dem Sternenhimmel an der Seite ihres Vaters, mit dem sie in eiskaltem Wasser badet und sich anschließend am Lagerfeuer wärmt.
Der Hund Locke erinnert sich an ein glückliches Leben vor dem Krieg. Bei den Eltern von Janinka und Mirek hatte er es warm, bekam täglich zwei volle Näpfe Futter und lag auf einer Decke im Körbchen. Doch dann weiß er nur noch, wie die Geschwister geschrien haben, ein Blitz aufleuchtete und nichts mehr wie zuvor war. Erst als Männer die Trümmer des Hauses mit einem verbogenen Fahrrad von Mirek und einem Wollpullover von Janinka wegräumen, versteht er, dass er sein Zuhause verloren hat.