Vom Luxusleben zur Selbstfindung – Mias Neuanfang in Berlin

Cover von Gut in Schuss, mit leichten Macken von Bibo Loebnau

Ein Leben im Wohlstand

In den letzten Jahren hat Mia Severin ein luxuriöses Leben in einem der wohlhabendsten Ortsteile Berlins, in Dahlem, genossen. Mit ihrem Ehemann Marcus und dem inzwischen neunzehnjährigen Sohn lebte sie in einer Villa mit Garten und riesigem Pool, musste nicht selbst putzen und konnte sich jedes Jahr zwei kostspielige Urlaube leisten.

Nur durch Zufall entdeckte Mia eine Hotelrechnung ihres Mannes und weiß seitdem, dass es eine Andere gibt. Kurzerhand hat sie ihn aus dem Haus geworfen und blickt der Tatsache ins Auge, dass sie aufgrund der im Ehevertrag vereinbarten Gütertrennung mit leeren Händen dasteht.

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Zwischen Nordseeluft und Selbstfindung: Ein Roman über Mut, Freundschaft und neue Wege

Cover von Manchmal will man eben Meer von Sandra Girod

Eine Auszeit vom Alltag

Die Journalistin Yola Wolkenstein benötigt dringend eine Auszeit – sowohl von ihrer Ehe, die durch eine Affäre ihres Mannes belastet ist, als auch von ihrem Job in der Redaktion einer Frauenzeitschrift, wo zunehmende Konflikte mit ihrer Chefin die Arbeit erschweren. Da ihre vierjährige Tochter Janelle laut Kinderärztin dringend Nordseeluft braucht, entschließt sich Yola zu einer Mutter-Kind-Kur. Von der Vorstellung, drei Wochen in einer Kurklinik mit anderen Frauen und deren Kindern zu verbringen, ist sie allerdings wenig begeistert. Dennoch macht sie sich mit ihrer Tochter, die sie liebevoll „Wölkchen“ nennt, in einem zwanzig Jahre alten VW-Bulli auf den Weg von Hamburg in den Kurort Cuxhaven.

Vom Chaos zur Gemeinschaft

Bei ihrer Ankunft in der Klinik Seeburg herrschen chaotische Zustände, und Yolas Bedenken gegenüber der Mutter-Kind-Kur scheinen sich zunächst zu bestätigen.

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Zwischen Genetik und Gefühl: Don Tillman im „Rosie-Projekt“

Hörbuchcover: Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion

Ein ungewöhnlicher Protagonist mit klaren Regeln

Asperger-Autisten verfügen häufig über eine geschärfte Wahrnehmung und eine außerordentliche Gedächtnisleistung, die allerdings mit einem Mangel an Empathie einhergeht. Dass ein Genetiker, der einen Vortrag über das Asperger-Syndrom hält, entsprechende Anzeichen auch an sich selbst wahrnimmt, könnte man annehmen – doch bei dem neununddreißigjährigen Assistenzprofessor Don Tillman in Graeme Simsions Roman Das Rosie-Projekt* ist das nicht der Fall.

Sein Tagesablauf folgt einer minutiösen Einteilung, Effizienz und Perfektionismus sind oberstes Gebot. Don fährt Fahrrad, beherrscht die Technik des Aikido und ordnet allen Personen augenblicklich einen geschätzten IQ sowie BMI zu.

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Zwischen Sommer, Sehnsucht und Selbstfindung

Sarah Dessens Jugendroman “The Moon and More”

Buchcover:The Moon and More

Ein letzter Sommer in Colby

Für die achtzehnjährige Emaline ist es der letzte Sommer, den sie zu Hause bei ihrer Mom, ihrem Dad und den Schwestern Margo und Amber verbringt, bevor sie ihr Studium beginnt. In dem kleinen, am Meer gelegenen Örtchen Colby betreibt die Familie eine Ferienvermittlung für luxuriös eingerichtete Häuser – und gerade jetzt, in der Hochsaison, gibt es viel zu tun. Seit drei Jahren ist Emaline mit Luke zusammen, den sie bereits aus der Schulzeit kennt. Doch sie finden kaum Gelegenheit für ungestörte Zweisamkeit, was ihre beste Freundin Daisy nicht nachvollziehen kann. Daisy ist zwar mit dem tollpatschigen Morris liiert, möchte aber bis zur Hochzeit Jungfrau bleiben.

Neue Gäste, alte Wunden

Als eines Tages die exzentrische und herrische Dokumentarfilmerin Ivy mit ihrem Praktikanten Theo eines der Ferienhäuser bezieht, um Recherchen über einen Anwohner anzustellen, reagieren die Dörfler zurückhaltend und skeptisch.

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Zwischen Kiffen, Chaos und Klassenkameraden

Der Roman „Die letzte Nacht des Matze Blitz“ von Aleks Wiercinski

Buchcover: Die letzte Nacht des Matze Blitz von Aleks Wiercinski

Ein Außenseiter findet Anschluss

Als Mateusz Blizniak im Alter von acht Jahren zu Beginn der 1990er-Jahre mit seiner Mutter aus Polen nach Schwetzingen übersiedelt, lernt er innerhalb eines Jahres die deutsche Sprache nahezu perfekt. Da seine Mitschüler seinen polnischen Namen kaum aussprechen können, nennen sie ihn kurzerhand Matze Blitz. Der als Außenseiter geltende Junge freundet sich in der siebten Klasse einer Hauptschule mit Robert, Daniel und Steff an.

Steff, wie Matze ein Scheidungskind, wird aufgrund seiner nazifreundlichen Gesinnung gelegentlich „Adolf“ genannt. Der wortkarge und eher nachgiebige Robert mit russischen Wurzeln trägt den Spitznamen „Josef“. Daniel, dessen Mutter aus Thailand stammt, teilt sich seine Wohnung mit dem Türken Erkan – bei ihm treffen sich die grundverschiedenen Freunde regelmäßig.

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Identität im Wandel: „Changers – Drew“ als Auftakt einer außergewöhnlichen Jugendbuchreihe

Buchcover: Changers - Drew von T Cooper und Allison Glock

Ein Neuanfang mit unerwarteten Folgen

Changers – Drew* ist der erste Band einer vierteiligen Jugendbuchreihe von T Cooper und Allison Glock-Cooper, erschienen im Kosmos Verlag. Der 14-jährige Teenager Ethan zieht mit seinen Eltern von New York nach Genesis in Tennessee. Die Umzugskartons sind noch nicht ausgepackt, und Ethan fühlt sich fremd in der neuen Umgebung. Umso irritierender ist das Verhalten seiner Eltern am Abend vor seinem ersten Tag an der neuen Highschool: Sie verabschieden sich von ihm, als würde er zur Armee eingezogen. Ethan hofft, am nächsten Morgen als der Typ aufzuwachen, der er immer sein wollte – selbstbewusst, witzig und erfolgreich bei Mädchen.

Ein Blick in den Spiegel verändert alles

Doch es kommt völlig anders: Als Ethan am nächsten Morgen erwacht und in den Spiegel blickt, muss er erschrocken feststellen, dass er sich in ein Mädchen verwandelt hat.

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Eine Reise zu sich selbst – Rezension zu “Ziemlich mitgenommen” von Mia Sassen

Buchcover: Ziemlich mitgenommen von Mia Sassen

Aufbruch ins Ungewisse

Isabel ist 45 Jahre alt, lebt in Hamburg und ist mit dem Physiklehrer Carsten verheiratet. Nicht nur das Verhältnis zur 16-jährigen Tochter Lisa gestaltet sich zunehmend schwierig – Isabel verliert auch noch ihren Job als Synchronsprecherin. Als ihr Mann sie für zu alt hält, um eine neue Rolle als Schauspielerin anzunehmen, und ihr stattdessen eine Kur empfiehlt, fühlt sie sich „ziemlich mitgenommen“. Sie will nur noch weg und frei sein.

Ohne Gepäck steigt sie kurzerhand in das Auto einer über Siebzigjährigen, die auf dem Weg nach Prag ist. Während der Fahrt erfährt Isabel von Viktoria, dass Prag nur die erste Station ist – das eigentliche Ziel lautet Istanbul. In der Türkei möchte die alte Dame ihren früheren Verlobten Can wiederfinden, den sie vor 48 Jahren zuletzt gesehen hat.

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„Zu Gast im eigenen Leben“ – Eine Suche nach Vergangenheit, Liebe und neuer Identität

Buchcover: Zu Gast im eigenen Lebeneben von Martell Beigang

Ein Loft in Köln und ein geplatzter Traum

Ben lebt in einem modernen Loft in Köln. Seine Freundin Tine hat ihn im letzten Jahr überraschend verlassen – einfach so! Sie brach ihr Studium ab und verschwand spurlos. Selbst ihre Eltern wissen nicht, wo sie sich aufhält. Ben ist fest entschlossen, Tine wiederzufinden, und bittet seinen Freund Greg um Unterstützung. Aus der anfänglichen Idee, einen Online-Film zu veröffentlichen, entsteht die Webserie tine-tv, deren einziger Zweck es ist, Tine zu erreichen. Die Zuschauerzahlen steigen, und damit auch die Hoffnung, dass Tine aufmerksam wird.

Alte Freundschaft, alte Band: Die Servokings feiern ihr Comeback

Ben und Greg hatten sich ebenfalls aus den Augen verloren, erinnern sich aber nun an gemeinsame Zeiten in der Band Servokings, in der auch Matze einst spielte. Kurzentschlossen organisieren sie ein Konzert – doch der Auftritt verläuft ganz anders, als geplant.

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Wüste, Musik und verlorene Orientierung – eine Reise, die aus dem Ruder läuft

Cover von Ich weiß nicht von Jürgen Teipel

Einladung nach Mexiko – und ein unerwartetes Wiedersehen

Der namenlose Erzähler wird von Tere, einer Freundin, zu einem Techno‑Festival in Mexiko City eingeladen, um dort als DJ aufzulegen. Unerwartet taucht jedoch auch Teres Exfreund Tommy auf, womit sie nicht gerechnet hat. Sie war davon ausgegangen, dass Tommy freiwillig verzichtet und hatte nur deshalb den Erzähler eingeladen. Tere ist von Tommys Verhalten genervt, und auch zwischen Tommy und dem Erzähler herrscht spürbare Anspannung.

Begleitet von Rico, der die Reise organisiert hat, besucht das Dreiergespann auf Einladung des lokalen Goethe‑Instituts oder der kommunalen Musikschulen mehrere Städte, um tagsüber Vorträge und Diskussionen abzuhalten oder abends in Clubs aufzulegen.

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