Das Gänsespiel: Wie erlebte ein Kind die Internierung in Java?

Buchcover: Das Gänsespiel von Anne-Ruth Wertheim

Kindheit in einer Zeit des Krieges

Anne-Ruth Wertheim kam im Jahr 1934 als Kind niederländischer Eltern in der niederländischen Kolonie Jakarta zur Welt. Als die Japaner im Jahr 1942 den Niederländern den Krieg erklärten, wurde die Bevölkerung in Internierungslager gesperrt. So erging es auch der Autorin Anne-Ruth Wertheim mit ihren Eltern sowie ihren Geschwistern Marijke und Hugo.

Der Mutter gelang es, Papier und Stifte ins Lager zu schmuggeln, sodass die Kinder alle Ereignisse zeichnerisch festhalten konnten. Seit ihrer Freilassung, so schreibt Anne-Ruth Wertheim in ihrem Vorwort, haben die Aufzeichnungen, die ihr als Erinnerung für das Kinderbuch Das Gänsespiel dienten, in einem Koffer auf einem Kleiderschrank gelegen.

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Tsai Kun-lin: Wie überlebt ein Junge zwischen Kolonialherrschaft, Krieg und Diktatur?

Buchcover: Tsai Kun-lin - Der Junge, der gerne las von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Eine Kindheit in der japanischen Kolonie Taiwan

Eine Graphic Novel ist im Grunde genommen ein Comic, der allerdings in wesentlich ausführlicherer Form in einem Buch zusammengefasst wird. Tsai Kun-lin ist der Protagonist dieser Graphic Novel von Yu Pei-yun mit Illustrationen von Zhou Jian-xin. Er hat sowohl der Autorin als auch dem Illustrator in zahlreichen Gesprächen von seinem Leben berichtet.

Tsai Kun-lin wird als achtes Kind im Jahr 1930 in der japanischen Kolonie Qingshui geboren. Seine Erinnerungen reichen bis in den April 1935 zurück, als ein schweres Erdbeben auch das Elternhaus stark beschädigt. Wegen der Hochzeit einer seiner Schwestern wird er neu eingekleidet und verspürt mit ihrem Wegzug erstmals Trennungsschmerz.

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Zwischen Räubern, Intrigen und falschen Verdächtigungen

Buchcover: Die Geliebte des Räubers von Natalie Hallward

Eine junge Frau in unruhigen Zeiten

Aufgrund der von Napoleon im ausgehenden 18. Jahrhundert besetzten Gebiete auf der linksrheinischen Seite Deutschlands ergaben sich für die Bevölkerung Veränderungen, die jedoch nur teilweise Zustimmung fanden. Gleichzeitig befand sich das organisierte Bandenwesen auf dem Vormarsch. Die brutalen Räuberbanden verschonten niemanden, was die für Recht und Ordnung einstehende französische Regierung mithilfe des in ihrem Auftrag handelnden Kopfgeldjägers und Kölner Chefanklägers Anton Keil unterbinden wollte.

In dieser Zeit lebt auch die neunzehnjährige Lisbeth in dem Roman Die Geliebte des Räubers von Natalie Hallward.

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Zwischen Radiotönen und starken Frauen – Ein Interview mit Eva Wagendorfer über Inspiration, Freundschaft und historische Leidenschaft

Foto von Eva Wagendorfer
Bildquelle: Eva Wagendorfer

Über Eva Wagendorfer

Eva Wagendorfer schreibt unter anderem unter diesem Pseudonym. Sie wurde in Passau geboren, wuchs in Bayern auf und sammelte im Anschluss an ihr Studium in Regensburg sowohl in Italien als auch in England berufliche Erfahrungen in verschiedensten Bereichen. Unter dem Namen Sophie Oliver, einem weiteren Pseudonym, veröffentlichte sie im Jahr 2016 ihren ersten Roman, dem zahlreiche weitere folgten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, den beiden Kindern und einem Hund lebt sie heute auf dem Land.

Inspiration durch ein Familienerbstück

Grüß dich liebe Eva, dem Klappentext deiner Radioschwestern-Saga ist zu entnehmen, dass dich ein altes, seit vier Generationen in Familienbesitz befindliches Rundfunkgerät zu dieser Arbeit inspiriert hat. Kannst du unseren Lesern darüber etwas mehr verraten?

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Nichts als Papier von Daniel Zipfel

Buchcover: Nichts als Papier von Daniel Zipfel

Auf der Suche nach der Güte des Menschen

Welche Bedeutung hat ein Vertrag, der von einer Partei vorsätzlich in kriegerischer Absicht gebrochen wird? Er ist nichts weiter wert als das Papier, auf dem er niedergeschrieben wurde. Diese leidvolle Erfahrung macht auch der Protagonist des Romans Nichts als Papier von Daniel Zipfel.

Im Jahr 1683 erfährt der in Stockholm verheiratete Rechtsgelehrte Doktor Samuel von Pufendorf von einem Wiener Hofbibliothekar, dass es an der Grenze zu Ungarn ein Volk geben soll, das in „paradiesischer Armut“ lebt. Pufendorf, der vom Gerechtigkeitsempfinden des Menschen überzeugt ist und zur Güte der menschlichen Natur forscht, bricht deshalb zu einer Studienreise auf. In Wien legt er eine Rast ein und kommt beim Wirt Georg Franz Kolschitzky unter, der sich allerdings des Nachts, wenn er auf dem Dudelsack spielt, Gustl nennt. Enttäuscht nimmt Pufendorf zur Kenntnis, dass sein Bruder Esaias, den er in Wien anzutreffen hoffte, verschwunden ist.

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Zwischen Sydney und Paris: Ein Geheimnis verändert alles

Buchcover: Das Versprechen von Paris von Alexandra Joel

Ein glückliches Leben wird erschüttert

Im australischen Brookfield wächst Grace Woods bei ihren Eltern Alfred und Olive glücklich auf. Eine Gouvernante unterrichtet sie in Französisch und lehrt sie Klavierspielen. Im Jahr 1939 macht ihr Jack Osbourne, der Sohn des reichsten Farmers der Gegend, einen Heiratsantrag. Doch Grace bittet ihn, zu warten, bis er von seinem freiwilligen Kriegsdienst bei der britischen Luftwaffe zurückkehrt.

Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen, als Reuben Wood, der sich ebenfalls freiwillig gemeldet hat und für sie immer wie ein Onkel war, als verschollen gemeldet wird. Dann erleidet ihr geliebter Vater Alfred auch noch einen Herzinfarkt.

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Felix Blom – Ein Gauner auf dem Weg zum Meisterdetektiv

Cover von Felix Blom: Der Häftling aus Moabit von Alex Beer

Ein ungeliebter Rückkehrer

Kriminalkommissar Ernst Cronenberg und sein Assistent Bruno Harting sind wenig begeistert über die Freilassung von Felix Blom, der drei Jahre im Zellengefängnis Moabit in Berlin verbracht hat. Zuvor war Blom an ein ausschweifendes Leben und maßgeschneiderte Kleidung gewöhnt. Obwohl er weiterhin behauptet, zu Unrecht wegen eines nicht begangenen Einbruchs verurteilt worden zu sein, sind die Kommissare überzeugt, dass er der Täter war und den entwendeten Schwarzen Adlerorden irgendwo versteckt hat.

Ein rätselhafter Todesfall

Unterdessen werden Cronenberg und Harting zu einem Toten in die Charité gerufen. Dort liegt der aus Dresden stammende Julius Jacobi, der sich augenscheinlich selbst eine Kugel in den Kopf geschossen hat.

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Zart wie Glas – Ein Leben zwischen Liebe, Zwang und gesellschaftlichen Grenzen

Cover von Das Mädchen aus Glas von Julie Hilgenberg

Ein Schicksal aus Glas

Unter der Bezeichnung Osteogenesis imperfecta, umgangssprachlich auch Glasknochenkrankheit genannt, verbirgt sich eine genetisch bedingte, selten auftretende Erbkrankheit, bei der die Knochen leicht brechen und die bis heute nur symptomatisch behandelt werden kann. Elisa von Treue, die Protagonistin des Romans Das Mädchen aus Glas* von Julie Hilgenberg, weiß seit ihrem siebten Lebensjahr, dass sie daran erkrankt ist. Ihre Eltern August und Pauline, die verständlicherweise sehr besorgt um sie sind, lassen Elisa seitdem kaum aus dem Haus. Ihr Arzt Johannes Friedmann verschreibt zu ihrem Schutz Medikamente, die sie ermüden und viel schlafen lassen. Sein Sohn Wilhelm ist für die Heranwachsende der einzige Freund.

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Codex 632 – Ein Historiker auf den Spuren von Kolumbus

Buchcover: Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich? von J.R. Dos Santos

Ein mysteriöser Auftrag

Der an der Universität in Lissabon lehrende Historiker Tomás Noronha wird von Nelson Moliarti nach New York gerufen. Dort erklärt ihm der Vorsitzende einer Stiftung, dass der erst vor wenigen Tagen verstorbene Professor Martinho Toscano bereits an einer Forschungsarbeit über die Entdeckung Brasiliens gearbeitet hat. Allerdings sind seine Notizen verschlüsselt. Als Codespezialist soll Tomás Noronha das Geheimnis lüften und zu diesem Zweck nach Rio de Janeiro fliegen, wo er in der Brasilianischen Nationalbibliothek mit seiner Arbeit beginnen soll. Vor Ort erhält er Unterlagen mit Notizen, die er jedoch nicht entschlüsseln kann.

Verlockung und Gefahr

Zwischenzeitlich kehrt Tomás nach Lissabon zurück, wo er eine Einladung der reizvollen Lena Lindholm zum Essen annimmt. Die Studentin hatte seine Vorlesung über Hieroglyphen besucht und möchte nun die unverständlichen Notizen sehen.

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Verschwundene Spuren unter Tage: Welches Geheimnis verbirgt die Zeche?

Buchcover: Zechentod von Sylvia Sabrowski

Ein rätselhaftes Verschwinden

Aufgebracht berichtet Martina Goretzka ihrem Nachbarn Willi, seiner Schwiegermutter Kwatkowiak und dessen Enkelin, der Psychologiestudentin Liesa Kwatkowiak, dass sie ihren Ehemann Andy am Samstagabend zuletzt gesehen hat. Am nächsten Morgen war er nicht mehr da, und mit ihm sind auch sein Laptop und Handy verschwunden. Da ihr Mann in letzter Zeit heimlich Telefongespräche geführt hat und sie in seinen Unterlagen die Telefonnummer einer Psychotherapeutin gefunden hat, vermutet Martina, dass ihn etwas bedrückt haben muss. Sohn Timo stellt bedeutungsvoll fest, dass an dem Abend, an dem sein Vater verschwunden ist, auch sämtliche Daten auf dessen USB-Stick gelöscht wurden.

Martina bittet Liesa, ihr zu helfen, und da Timo hofft, von der Therapeutin mehr zu erfahren, setzt sich Liesa mit ihr in Verbindung. Die weiteren Recherchen ergeben, dass Andy vor seinem Verschwinden Matthias Schleheck angerufen hat, seinen früheren Steiger von der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop.

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