Eoin Colfers Kinderbuch „Der Hund, der sein Bellen verlor“ berührt mit Tiefe, Wärme und leiser Magie

Cover von Der Hund, der sein Bellen verlor von Eoin Colfer

Ein Welpe zwischen Hoffnung und Schmerz

Das Kinderbuch Der Hund, der sein Bellen verlor erzählt die Geschichte eines jungen Hundes, der sein Leben zunächst im Kreis seiner vielen Geschwister und der Mutter genießt. Gelegentlich kommen Menschen und zeigen auf eines seiner Geschwister – der kleine Welpe sieht sie nie wieder. Eigentlich möchte er immer bei seiner Mutter bleiben, doch sie erklärt ihm, dass eines Tages der richtige Junge oder das richtige Mädchen kommen werde, bei dem er es viel besser hätte.

Als auch für ihn der Moment des Abschieds kommt, wird er in eine Kiste gesteckt, in der er lange ohne Futter und in eisiger Kälte ausharren muss. Zu Weihnachten holt ihn ein Junge aus der Kiste – der Welpe bellt vor Freude. Doch schon bald lächelt der Junge nicht mehr, lacht nur noch und zieht den jungen Hund am Schwanz hoch. Der Welpe bekommt schlechtes Futter und wird schließlich auf einer Müllhalde ausgesetzt.

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Zwischen Filmgeschichte und Freundschaft: Rebecca Martins Roman „Die vergessene Freundin“

Cover von Die vergessene Freundin von Rebecca Martin

Die Ära des Stummfilms und der Beginn des Tonfilms

Vor einhundert Jahren sorgte in den großen Filmtheatern noch ein Orchester für die musikalische Untermalung der Stummfilme. Bereits in den 1920er-Jahren gab es erste Tonfilmpassagen, bis sich der Tonfilm schließlich in den 1930er-Jahren durchsetzen konnte. Toni Kramer ist in dem Roman Die vergessene Freundin von Rebecca Martin der Besitzer eines solchen Kinos – dem Odeon in Frankfurt.

Elly und Tonja: Eine ungewöhnliche Freundschaft

Als Tonis Freund mit seiner Familie im Jahr 1919 nach England ausreist, leidet Tonis eigenwillige, siebenjährige Tochter Elly sehr darunter, da sie dadurch Corbin, ihren einzigen Freund, verliert.

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Rückkehr an den See – Eine Geschichte über Freundschaft, Verlust und Versöhnung

Cover von Drei Frauen am See von Dora Heldt

Kindheitsfreundinnen und ihre Lebenswege

Seit Kindheitstagen haben sich Marie, Alexandra, Jule und Friederike zumindest über die Pfingstfeiertage im Haus am See getroffen. So unterschiedlich sie waren, haben sie sich vielleicht gerade deshalb gut ergänzt. Doch vor zehn Jahren sind die Freundschaften auseinandergebrochen, und jede der mittlerweile über fünfzig Jahre alten Frauen ging eigene Wege:

Alexandra ist eine vermögende und erfolgreiche Verlegerin in München und unverheiratet. Jule ist geschieden und Mutter einer Tochter. Sie hat sich als Physiotherapeutin im norddeutschen Weißenburg selbstständig gemacht, was ihr jedoch keine finanzielle Absicherung bietet. Friederike leitet in Bremen ein Fünf-Sterne-Hotel und ist ebenfalls unverheiratet. Marie, die seit ihrer Geburt einen Herzfehler hat, lebt mit ihrer Ehefrau Hanna zusammen.

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Chaos im Kinderbuch: „Der Theoretikerclub“ von Anja Janotta

Cover von Der Theoretikerclub von Anja Janotta

Eine Bande mit vielen Konflikten

Linus betreibt gemeinsam mit Albert und Roman, der eine Vorliebe für lateinische Sprüche hat, einen Blog im Internet. Der deutlich jüngere Knut, der häufig Wörter verdreht, wird von den drei nur als „halbe Person“ betrachtet. Dennoch möchte er unbedingt wie sie die Administrationsrechte erhalten.

Der Theoretikerclub, zu dem sich die Jungen zusammengeschlossen haben, zählt die Geschwister Moritz und Jonathan sowie Thomas, den Sohn des Bürgermeisters, zu seinen erklärten Feinden. Doch damit nicht genug: Albert liegt in ständigem Streit mit seiner Zwillingsschwester Alba. Als er mit seinen Freunden heimlich ihr Tagebuch stiehlt, findet die Theoretikerbande ihr Baumhaus – den Ort ihrer Mitgliederversammlungen – zerstört vor. Das können nur ihre Feinde gewesen sein! Denn Alba, die mit Moritz befreundet ist, hat sich vermutlich auf diese Weise rächen wollen.

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Wunderbare Möglichkeiten – Ein Kinderroman mit Tiefgang

Cover von Wunderbare Möglichkeiten von Manfred Mai

Ein ungewöhnlicher Junge mit besonderem Interesse

Maximilian ist elf Jahre alt und interessiert sich – im Gegensatz zu seinem Freund Yasin – weniger für Fußball als für Bücher. Vor allem Werke und Filme, die von vergangenen Zeiten handeln, faszinieren ihn. Deshalb spricht er gelegentlich selbst so gewählt wie früher. In seiner Klasse redet er seinen Lehrer, der sich meist von Maximilian provoziert fühlt, schon mal in der dritten Person an. Im Deutschunterricht sorgt sein Beitrag zu einem Gedicht für Gesprächsstoff.

Als die Klasse in einem Steinbruch nach Versteinerungen sucht, erinnert sich Maximilian plötzlich daran, wie zwei Bergsteiger Ötzi entdeckt haben – und dass er die Mumie im Museum in Bozen gesehen hat.

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Zwischen Nordseeluft und Selbstfindung: Ein Roman über Mut, Freundschaft und neue Wege

Cover von Manchmal will man eben Meer von Sandra Girod

Eine Auszeit vom Alltag

Die Journalistin Yola Wolkenstein benötigt dringend eine Auszeit – sowohl von ihrer Ehe, die durch eine Affäre ihres Mannes belastet ist, als auch von ihrem Job in der Redaktion einer Frauenzeitschrift, wo zunehmende Konflikte mit ihrer Chefin die Arbeit erschweren. Da ihre vierjährige Tochter Janelle laut Kinderärztin dringend Nordseeluft braucht, entschließt sich Yola zu einer Mutter-Kind-Kur. Von der Vorstellung, drei Wochen in einer Kurklinik mit anderen Frauen und deren Kindern zu verbringen, ist sie allerdings wenig begeistert. Dennoch macht sie sich mit ihrer Tochter, die sie liebevoll „Wölkchen“ nennt, in einem zwanzig Jahre alten VW-Bulli auf den Weg von Hamburg in den Kurort Cuxhaven.

Vom Chaos zur Gemeinschaft

Bei ihrer Ankunft in der Klinik Seeburg herrschen chaotische Zustände, und Yolas Bedenken gegenüber der Mutter-Kind-Kur scheinen sich zunächst zu bestätigen.

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„Finn auf heißer Spur“ – Ein Umzug, ein Geheimnis, ein mutiger Schritt

Buchcover: Finn auf heißer Spur

Ein Umzug, der alles verändert

Seitdem Finn mit seinen Eltern während der Sommerferien in eine neue Stadt gezogen ist, quält ihn die Langeweile – die Schule hat noch nicht wieder begonnen. Seine Eltern sind den ganzen Tag bei der Arbeit, und er hat noch keine Freunde gefunden. So, wie er früher gerne mit Marek Detektiv spielte, stellt er sich nun vor, einen Einbrecher zu jagen. Dabei stürmt er die vielen Stockwerke im Treppenhaus hinunter und stößt mit dem Hausmeister zusammen, der bekanntlich keine Kinder mag.

Ein verdächtiger Fund

Traurig schlendert Finn durch die Straßen und beobachtet zufällig, wie ein Junge einen Geldbeutel aufhebt, der einem Mann an der Bushaltestelle aus der Tasche gefallen ist.

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Zwischen Kiffen, Chaos und Klassenkameraden

Der Roman „Die letzte Nacht des Matze Blitz“ von Aleks Wiercinski

Buchcover: Die letzte Nacht des Matze Blitz

Ein Außenseiter findet Anschluss

Als Mateusz Blizniak im Alter von acht Jahren zu Beginn der 1990er-Jahre mit seiner Mutter aus Polen nach Schwetzingen übersiedelt, lernt er innerhalb eines Jahres die deutsche Sprache nahezu perfekt. Da seine Mitschüler seinen polnischen Namen kaum aussprechen können, nennen sie ihn kurzerhand Matze Blitz. Der als Außenseiter geltende Junge freundet sich in der siebten Klasse einer Hauptschule mit Robert, Daniel und Steff an.

Steff, wie Matze ein Scheidungskind, wird aufgrund seiner nazifreundlichen Gesinnung gelegentlich „Adolf“ genannt. Der wortkarge und eher nachgiebige Robert mit russischen Wurzeln trägt den Spitznamen „Josef“. Daniel, dessen Mutter aus Thailand stammt, teilt sich seine Wohnung mit dem Türken Erkan – bei ihm treffen sich die grundverschiedenen Freunde regelmäßig.

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Himmelrot – Eine Reise durch Deutschland und die eigene Vergangenheit

Buchcover: Himmelrot von Heiner Meemken

Klaus Wiesenbach: Zwischen Krise und Erinnerung

Der fünfzigjährige Klaus Wiesenbach, Lehrer an einem Gymnasium in Oldenburg, hat eine Auszeit genommen und ist seit einigen Wochen krankgeschrieben. Er ist Alkoholiker und seit zwölf Monaten trocken, doch nach der Trennung von seiner Frau Andrea befindet er sich in einer tiefen Krise. Was genau er sucht, weiß er selbst nicht.

Da erreicht ihn eine E-Mail von einem alten Freund aus seiner Studienzeit in Hamburg: Rüdiger, den es nach Wasserburg in der Nähe von München verschlagen hat, lebt in einem Hospiz. Er leidet an Krebs und wird nicht mehr lange leben. Rüdiger bittet Klaus, eine Abschiedsfeier mit den Studienfreunden zu organisieren – jenen, die gemeinsam mit ihnen in der Studentenbewegung aktiv waren. Doch die ehemaligen Kommilitonen sind nach dem Studium in alle Himmelsrichtungen verstreut, und so begibt sich Klaus auf eine Reise quer durch Deutschland, um sie wiederzufinden.

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Eine Reise zu sich selbst – Rezension zu „Ziemlich mitgenommen“ von Mia Sassen

Buchcover: Ziemlich mitgenommen von Mia Sassen

Aufbruch ins Ungewisse

Isabel ist 45 Jahre alt, lebt in Hamburg und ist mit dem Physiklehrer Carsten verheiratet. Nicht nur das Verhältnis zur 16-jährigen Tochter Lisa gestaltet sich zunehmend schwierig – Isabel verliert auch noch ihren Job als Synchronsprecherin. Als ihr Mann sie für zu alt hält, um eine neue Rolle als Schauspielerin anzunehmen, und ihr stattdessen eine Kur empfiehlt, fühlt sie sich „ziemlich mitgenommen“. Sie will nur noch weg und frei sein.

Ohne Gepäck steigt sie kurzerhand in das Auto einer über Siebzigjährigen, die auf dem Weg nach Prag ist. Während der Fahrt erfährt Isabel von Viktoria, dass Prag nur die erste Station ist – das eigentliche Ziel lautet Istanbul. In der Türkei möchte die alte Dame ihren früheren Verlobten Can wiederfinden, den sie vor 48 Jahren zuletzt gesehen hat.

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