Die Suche nach Freiheit – und die Last der Vergangenheit

Cover von Ein anderes Leben findest du allemal von Renate Klöppel

Rudis Aufbruch und Lisas einsame Kindheit

Lisa ist zwölf Jahre alt, als ihr Bruder Rudi zwei Wochen nach seinem Abitur das Elternhaus verlässt. Im Gegensatz zu seinem Vater, der als erster aus seinem Dorf ein Abitur gemacht hat und dem der Sprung vom Buchhalter zum Prokuristen gelang, sind ihm Geld und Karriere verhasst. Immer wieder hat sich Rudi mit seinem Vater über politische Themen gestritten, bis er schließlich seine Zulassung zum Medizinstudium in den Papierkorb wirft und mit einem Koffer sowie seiner Gitarre zum Bahnhof geht.

Lisa ist nun ganz alleine bei ihren Eltern, die sich des guten Rufes wegen Lügen über das Verschwinden ihres Sohnes ausdenken. Sie hört die ewigen Streitereien der Eltern, weiß um die Schwermütigkeit sowie Tabletten- und Alkoholsucht ihrer Mutter und fürchtet sich vor ihrem Vater, der Schläge für unverzichtbar hält.

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Die geliehene Schuld – Ein Roman über Fluchtwege, Geheimdienste und die Schatten der Nachkriegszeit

Buchcover des Romans Die geliehene Schuld

Die verborgene Verantwortung der Kirche und des Roten Kreuzes

Die katholische Kirche trägt unter Mithilfe ihrer führenden Vertreter und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Verantwortung dafür, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tausende Nazi-Verbrecher in Übersee ein unbescholtenes Leben führen konnten. Mit neuen Pässen der argentinischen Botschaften in Dänemark und Schweden ausgestattet, traten sie über Schleswig-Holstein ihre Flucht an. Sie reisten über die sogenannte Rattenlinie über den Hafen von Genua aus oder – wie im Roman Die geliehene Schuld* – über die Klosterroute durch Südtirol, wo ihnen Mönche Unterschlupf gewährten. Um diese erschütternden Hintergründe geht es in Claire Winters Roman, dessen Handlung in einen spannenden Plot mit realen sowie fiktiven Protagonisten eingebettet ist.

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Himmelrot – Eine Reise durch Deutschland und die eigene Vergangenheit

Buchcover: Himmelrot von Heiner Meemken

Klaus Wiesenbach: Zwischen Krise und Erinnerung

Der fünfzigjährige Klaus Wiesenbach, Lehrer an einem Gymnasium in Oldenburg, hat eine Auszeit genommen und ist seit einigen Wochen krankgeschrieben. Er ist Alkoholiker und seit zwölf Monaten trocken, doch nach der Trennung von seiner Frau Andrea befindet er sich in einer tiefen Krise. Was genau er sucht, weiß er selbst nicht.

Da erreicht ihn eine E-Mail von einem alten Freund aus seiner Studienzeit in Hamburg: Rüdiger, den es nach Wasserburg in der Nähe von München verschlagen hat, lebt in einem Hospiz. Er leidet an Krebs und wird nicht mehr lange leben. Rüdiger bittet Klaus, eine Abschiedsfeier mit den Studienfreunden zu organisieren – jenen, die gemeinsam mit ihnen in der Studentenbewegung aktiv waren. Doch die ehemaligen Kommilitonen sind nach dem Studium in alle Himmelsrichtungen verstreut, und so begibt sich Klaus auf eine Reise quer durch Deutschland, um sie wiederzufinden.

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Mauerfall – Ein Kriminalroman zwischen Vergangenheit und Bedrohung

Buchcover: Mauerfall von Alexander Emmerich

Ein mysteriöser Fund im Luisenpark

Kriminalhauptkommissarin Olivia von Sassen, die erst vor einem knappen Jahr von Berlin nach Mannheim versetzt wurde, kehrt gerade mit ihrem neuen Kollegen Tom Schiller von einem Undercover-Einsatz zurück, als sie von ihrem Chef Dr. Manfred Klose zu einer Wasserleiche im Luisenpark gerufen wird. Noch bevor Olivia den Toten zu Gesicht bekommt, erhält sie einen Anruf ihres Kollegen Moritz, der ihr ein Pentagramm in der Gartenanlage zeigen will – vermutlich von einem Zeugen aus Stöcken gelegt.

Moritz ist seit einem schweren Autounfall krankgeschrieben und hielt sich nur zufällig im Park auf, als ein Pärchen den Toten entdeckte.

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Rivalen, Mythen und Massenhysterie: Beatles gegen Rolling Stones

Buchcover Beatles vs. Stones - Die Rock-Rivalen von John McMillian

Der Mythos der größten Pop-Rivalität

In Beatles vs. Stones* versucht John McMillian, eine Antwort auf die Frage nach dem Mythos zu geben, der sich um die Rivalität der beiden Bands rankt, die mittlerweile Kultstatus erreicht haben. Tatsächlich haben sich die aus unterschiedlichsten Verhältnissen stammenden Bandmitglieder – wie die Zitate belegen – über viele Jahre hinweg sowohl gegenseitig gelobt als auch kritisch über die jeweils andere Gruppe geäußert. Während die Beatles, und insbesondere Ringo Starr, in Armut aufwuchsen, konnten sich die Eltern von Mick Jagger bereits Urlaube unter südlicher Sonne leisten.

Vom Lederlook zu den „Fab Four“ – und die sitzenden Stones

John Lennon und Paul McCartney kannten sich bereits aus Schultagen. Bei ihren ersten Auftritten 1960 in Hamburg, wo sie auch erste sexuelle Erfahrungen sammelten, traten die Beatles entweder in schwarzem Leder oder in nachlässiger Kleidung auf.

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Zeitreise ins Ruhrgebiet – Elke Schleichs Roman „Gummitwist in Schalke-Nord“

Buchcover: Gummitwist in Schalke-Nord von Elke SchleichTauche ein in die 1960er Jahre des Ruhrgebiets – mit achtzehn liebevoll erzählten Geschichten über Kindheit, Sehnsucht und das Leben in Gelsenkirchen-Schalke. Elke Schleich lässt Erinnerungen lebendig werden und verwebt Lokalkolorit mit Zeitgeschichte.

Kindheit zwischen Minusgraden und Freibad

In den Wintermonaten herrschen noch strenge Minusgrade, Schnee bedeckt die Straßen. Im Sommer zieht es die Menschen an den Kanal oder ins Freibad. Inmitten dieser Kulisse wächst Leni mit ihren Eltern und den Geschwistern Uschi und Berni in Schalke auf. Ihr sehnlichster Wunsch zum sechsten Geburtstag – ein eigenes Pferd – bleibt unerfüllt. Neid auf die Freundin, die im Zoo Ponyreiten darf, und ein Angriff älterer Jungen stellen die Freundschaft auf die Probe.

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Heimwege von Gerd Fuchs

HeimwegeIn seinen autobiografischen Erzählungen „Heimwege“ schreibt Gerd Fuchs über seine Kindheit in einem Dorf im Hunsrück, das nach und nach durch Bombengeschwader zerstört wird. Von seinen Erlebnissen der Kinderlandverschickung und wie er schließlich als 16jähriger beschließt zu schreiben. Bücher will er schreiben, ein Schöpfer sein. Obwohl er damals glaubt, dass Schreiben und Glücklichsein einander ausschließen.

Ein unvorbereiteter Wechsel in die Großstadt ist für Fuchs seine Zeit an der Universität in Köln und einem Leben als Untermieter in möblierten Zimmern. Die Arbeit in einem Bergwerk in Herne, eine Burschenschaft, in der er Mitglied wird und wieder austritt, die schlecht bezahlten Tätigkeiten, die das Studentenwerk vermittelt, sind weitere Stationen bis zum Beginn seiner Karriere als Journalist.

Bei einer Tagung der Gruppe 47 wird Fuchs zunächst als Springer-Knecht an den Pranger gestellt. Um dann als junger Autor aus einer seiner Erzählungen zu lesen. Siegfried Lenz und Günter Grass loben ihn, woraufhin er Angebote von zwei Verlagen erhält.

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