
Musik als roter Faden durch acht Erzählungen
In den acht abgeschlossenen Kurzgeschichten aus dem Buch „Wär Seligkeit für mich“* von Anna Aldrian spielt jeweils ein ganz besonderes Musikstück eine zentrale Rolle – sorgfältig ausgewählt und passend zur Handlung. Den Auftakt macht die Geschichte einer Frau, die während einer Fiesta bei ihrem Cousin Don Neco in Paraguay Señor Carlos Fensterseifer kennenlernt. Nach dessen Tod wird sie zur Universalerbin seiner Hazienda – doch die Freude verfliegt, als sie die Bedingung im Testament liest.
Zwischen Konzertsaal und Kriminalfall
Der Polizeibeamte Leopold besucht mit seiner Schwiegermutter Hanna ein Konzert. Am nächsten Tag wird der Cellist mit einem Schädel-Hirn-Trauma aus dem Wienfluss geborgen – sein Cello bleibt verschwunden. Hanna entdeckt es zufällig, und bei einem weiteren Konzert spielt der ehemalige Cellist überraschend Klavier.
weiterlesenLiterarische Klangreise: „Wär Seligkeit für mich“ von Anna Aldrian

Die Perfektionistin Katharina Johannsen arbeitet für ein Recherchebüro in Bremen. Zusammen mit zwei Kollegen sammelt sie im Auftrag der unterschiedlichsten Kunden Material zu allen möglichen Themen. Katharina liebt ihren Job, durch den sie vor drei Jahren auch ihren Freund kennengelernt hat. Für die junge Autorin Anne Assmann hatte sie einen Rechercheauftrag übernommen und war deshalb zu der Premierenlesung des Romans eingeladen. Beim anschließenden Essen hat sie neben dem Lektor Jens Weise gesessen, dessen charmante und witzige Art ihr gefiel. Nach einigen weiteren Treffen wurden die beiden ein Paar und Jens, der für einen Berliner Verlag arbeitet, hat sich in Bremen eine Wohnung gemietet, obwohl er lieber bei Katharina eingezogen wäre.
In der Vorweihnachtszeit machen es sich viele Menschen gerne zu Hause in der warmen Stube gemütlich und greifen zu einem Buch. Welche Lektüre könnte sich da besser anbieten als „Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet“? In dreizehn, in sich abgeschlossenen Geschichten rund um das Fest schreibt Margit Kruse, wie die Menschen im Ruhrgebiet diese festlichen Tage erlebt haben.
Das erste, was Anne nach der Flucht in den Westen in die Hand bekommt, ist eine Dose Cola, und deshalb beschließt sie nicht traurig zu sein, weil die Mutter mit ihr und ihrem kleinen Bruder in der Bundesrepublik bleiben will. Im Aufnahmelager lernt sie die Comics mit Donald Duck kennen, um die sie die anderen Kinder im Osten beneidet hätten. Nachdem die Mutter ein Telefon angeschafft hat, hofft Anne vergeblich, dass sich ihr Vater, dem sie bereits vier Briefe geschrieben hat, melden würde. Als sie eines Tages glaubt ihn auf der Straße zu sehen, wird sie von einem Auto angefahren. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, die für einige Zeit in dem türkischen Jungen Mehdi einen Freund findet, bis der mit seiner Familie wieder zurück nach Istanbul geht. 
Der Privatermittler und ehemalige Polizist Robert Kettner, von allen nur Steiger genannt, ist auf dem Weg zu einem Kunden und kollidiert mit einem Motorradfahrer, der sich gerade noch rechtzeitig in seinen Wagen retten kann. Steiger spürt dessen Todesangst und tritt das Gaspedal durch, als er merkt, dass sie verfolgt werden. Noch bevor Steiger von seinem Beifahrer eine Erklärung bekommen kann, ergreift dieser die Flucht. Der Privatermittler fühlt sich zunächst sicher, doch als er feststellen muss, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet, bittet er seine Exfrau Claudia, eine Anwältin, um Hilfe.
Nicolas Hollmann, der Besitzer eines Weinguts am Rio Douro in Portugal, ist mit seiner Lebensgefährtin Rita bei ihren Eltern in Würzburg zu Besuch. Gemeinsam mit ihrer Tochter Rebecca sind sie in einem beengten Zimmer in dem kleinen Einfamilienhaus untergebracht und Ritas Verhältnis zu ihren Eltern ist von täglichen Konflikten geprägt. Nicolas Hollmann nutzt den Aufenthalt in Deutschland, um Kunden aufzusuchen und auf verschiedenen Weingütern fränkische Weine zu probieren. Auf Initiative von Ritas Mutter erhält er eine Einladung zur Wahl der fränkischen Weinkönigin und als wichtiger, ausländischer Weinproduzent sitzt er in der Jury. Bei der Wahl lernt er den Winzer Hans Kästner kennen, der ihm für seinen weiteren Aufenthalt die kostenlose Benutzung eines Gästeapartments auf seinem Weingut in Nordheim anbietet.
Peer Müller ist Facharzt für Nervenheilhunde und Psychotherapie und gerade mit seiner Frau Kerstin und den beiden Kindern in ein altes Haus gezogen. So attraktiv und anziehend er seine neue Nachbarin Veronika Meier findet, so ödet ihn seine Frau an. Ihr Hüftumfang ist über die Jahre enorm gewachsen, sie lässt kein gutes Haar an ihm, keift nur und leidet unter chronischen Kopfschmerzen. Da sie aber auch weiterhin ihrem Beruf als Juristin nachgeht, gehört es gelegentlich zu seinen Aufgaben, die Kinder Janine und Kendrick zu beaufsichtigen oder sie zum Kindergarten zu bringen. Da trifft es sich prima, dass sich Veronika gerne aufopferungsvoll um die Kleinen kümmert, wofür sie Peer umso mehr bewundert. Wissbegierig will er mehr über diese Frau erfahren und betätigt sich abends als Spanner. Von seinem Kollegen im Krankenhaus verlangt er außerdem Einsicht in die Krankenakte ihres Mannes. Wieder einmal ist Peer von sich selbst mehr als überzeugt und ist der Meinung: „Na also, geht doch!“
Eigentlich hat sich Kommissarin Julia Durant auf einen Urlaub in Südfrankreich gefreut, als ihr Vater einen Schlaganfall erleidet. Glücklicherweise kümmert sich ihr Freund um den alten Mann, da Julia dringend bei der Frankfurter Mordkommission gebraucht wird. Denn ihr Kollege Frank Hellmer wird zunächst mit der Leiche einer über zwei Jahre vermissten Elfjährigen konfrontiert und als nächstes wird der erst siebzehnjährige Mathias Wollner tot aufgefunden. Mit in seinen Bauch eingeritzten Zeichen hat er offensichtlich eine Botschaft hinterlassen wollen, die jedoch niemand zu deuten vermag. Plötzlich verschwindet die fünfzehnjährige Eva Stevens, die bei ihrer Freundin Greta Leibold übernachten wollte und zu allem Überfluss muss sich Frank Hellmer auch noch um seine dreizehnjährige Tochter Stephanie Sorgen machen.