Spieleabende, bei denen Rollen- oder Strategiespiele gespielt werden, kann Sebastian nichts abgewinnen, denn es geht immer ums Gewinnen, wozu er keinen Ehrgeiz hat. Also verlässt er wieder einmal Berlin, um nach Stockholm zu fahren, wo er durch die Wälder fährt, aber nirgendwo einen Elch findet. Dafür begegnet er in einem Café in Södermalm mehreren jungen schwedischen Männern, die mit ihren dunkelblonden Bärten aussehen wie Wikinger und besser und akzentfreier Englisch sprechen, als echte Engländer. Am Abend geht er in einen Club, in dem ausschließlich Berliner Elektromusik gespielt wird und begegnet einem wunderschönen Mädchen in einem riesigen, schwarzen Sackkleid von Acne. Am nächsten Tag beschließt er in einen Naturpark zu fahren, denn besser ein Elch in einem Gehege, als gar keiner. Doch findet er am Zaun den Hinweis: „No elk today“.
Zurück in Berlin erfährt Sebastian bei einem Anruf einer Hotline der Polizei, dass alle Polizeistreifen im Einsatz sind oder eine Pause bei Burger King machen und er Selbstjustiz üben soll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Die Studentin Emily Richter schreibt für die Rheinische Post eine dreiteilige Reportage über einen Mörder, dem vor über fünfhundert Jahren in dem kleinen Örtchen Zons mehrere Frauen zum Opfer fielen, die er gefoltert und vergewaltigt hat. Zudem hat er ihnen die Haare geschoren und mit einer Rasierklinge Zeichen in die Kopfhaut geritzt. Emily begibt sich für ihre Recherchen mit ihrer Freundin Anna, die noch sehr unter der Trennung von ihrem Freund Martin leidet, ins Kreisarchiv. Sie berichtet Emily von einem seltsamen Mann, der sie in einer altertümlichen Sprache angeredet hat, was jedoch schnell wieder in Vergessenheit gerät, als sie im Archiv von einem Archivar empfangen werden, der ihnen beiden Angst einflößt. Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Stadtwächter Bastian Mühlenberg seinerzeit mit den Ermittlungen beauftragt war. Bei der Entschlüsselung der in die Köpfe der toten Frauen geritzten Zeichen muss er einen Wettlauf mit der Zeit angetreten haben, als das Leben seiner Verlobten auf dem Spiel stand.
Tauche ein in die 1960er Jahre des Ruhrgebiets – mit achtzehn liebevoll erzählten Geschichten über Kindheit, Sehnsucht und das Leben in Gelsenkirchen-Schalke. Elke Schleich lässt Erinnerungen lebendig werden und verwebt Lokalkolorit mit Zeitgeschichte.
Alina erlebt als Achtjährige den Mauerbau in Berlin und wächst danach im Osten der geteilten Stadt auf. Mit sechzehn Jahren wird sie sofort beim ersten Mal von Peter schwanger. Sie zieht zu ihm und auf den Sohn folgt Tochter Louise. Nach kurzer Ehe lässt sich Alina von Peter scheiden, um ihren geschiedenen Stiefbruder Meinhard zu heiraten. Als sie gerade auf seinen Wunsch hin ein Studium beginnt, wird 1975 Tochter Katja geboren, was bei der Stasi, wo ihr Mann als Offizier beschäftigt ist, für Verwirrung sorgt. Denn Familienverhältnisse, in denen die Mutter von Katja gleichzeitig ihre Tante ist und Louise damit die Cousine ihrer eigenen Schwester, sind den Genossen zu kompliziert. 1982 kommt Tochter Anna zur Welt. Als ihr Mann vier Jahre später eine Freundin von einer Kur mitbringt, trägt sie das noch mit Fassung, doch reicht sie nach zwei Jahren die Scheidung ein.
Für einen Bauernsohn aus den Bergen hat es der Bildhauer Gottfried Moorhammer weit gebracht. Seine Steinskulpturen stehen in bedeutenden Museen und auf vielen Plätzen in den Metropolen der Welt. Doch nun ist er zurückgekehrt auf den ehemaligen Bauernhof im Stodertal, aus dem er ein Refugium der Kunst geschaffen hat. Er arbeitet gleichzeitig an drei Skulpturen aus Marmor, für die ihm seine Geliebte, die junge und schöne Tunesierin Adna, Modell steht. Zu seinem fünfundfünfzigsten Geburtstag möchte Gottfried Moorhammer ein Fest feiern, das er mit seiner Haushälterin Barbara Satzberger nach seinen Vorstellungen geplant hat. Bereits am Vortag sind seine Exfrau Elvira Altmann und seine Tochter Jasmina mit ihrem Freund Clemens aus Wien angereist. Denn Elvira möchte den Aufenthalt nutzen, um die Zeichnungen des Bildhauers für einen Bildband zu fotografieren. Währenddessen verführt Adna Moorhammers Freund, den Kunstförderer Heiner Schweiger, in seiner Salzburger Wohnung und bereitet ihm den Himmel auf Erden. Aber auch der junge Komponist Jens Tillmann hat ein Verhältnis mit der schönen Tunesierin und schmiedet gemeinsame Zukunftspläne.
Renke Nordmann ist Dienststellenleiter in Martinsfehn. Er ist hier aufgewachsen, kennt die Familien und wird von den meisten Jugendlichen respektiert. Erst vor wenigen Wochen wurde sein Team mit Lorenz Bäumer und Oliver Dellbrink um die junge und attraktive Viktoria Engels ergänzt. Obwohl Oliver verheiratet ist, nutzt er jede freie Minute, um sich mit Viktoria, mit der er ein Verhältnis hat, heimlich zu treffen. Wie es der Zufall will, müssen sie zum Claasen Hof, um dort nach dem Rechten zu sehen. In Panik erschießt Viktoria den erst 16-jährigen Rouven und überredet Oliver zu der Aussage, sie hätte aus Notwehr gehandelt. Bevor sie ihre Kollegen informieren, verändert Viktoria den Tatort, übergießt den Toten mit einer vorgefundenen Flasche Sekt und lässt es für ihre Kollegen von der Spurensicherung so aussehen, als hätte Rouven zuerst geschossen.
Es gibt Kunstwerke, die durchaus ein Vermögen kosten, und dennoch mag sich mancher Betrachter fragen, was ihm der Künstler damit sagen will. Vielleicht fragt er sich sogar im Stillen, ob er die Klecksereien oder Pinselstriche nicht genauso hinbekommen hätte. Es ist allgemein bekannt, dass sich über Kunst streiten lässt, wozu unzweifelhaft auch literarische Werke gehören.
Margareta Sommerfeld hat sich von ihrer Mutter Waltraud zu einer Tagestour mit dem Bus nach Bad Sassendorf überreden lassen. Sie selbst hat die vierzig zwar schon überschritten, aber zwischen den deutlich älteren Mitreisenden fühlt sie sich deplatziert. Umso mehr sticht ihr ein Mann ins Auge, der in ihrem Alter und dazu ungewöhnlich elegant gekleidet ist. Als Simon von Brehden zeigt er Interesse an der reichen, über siebzigjährigen Brigitte Hoffmann, doch Margareta erkennt in ihm ihren früheren Klassenkameraden Harald Kleinschnittger. In den nächsten Tagen recherchiert sie seinen Wohnort und erfährt von seiner Nachbarin Susanne Mackenrodt, dass sein Architekturbüro kurz vor der Insolvenz steht. Margareta besucht ihn und will wissen, warum er als gut aussehender, junger Mann Interesse an älteren Frauen hat. Nachdem sie die Nacht bei ihm verbracht hat, händigt er ihr einen Wohnungsschlüssel aus. Doch als Margareta ihn zum vereinbarten Termin besucht, findet sie ihn mit einer Drahtschlinge um den Hals tot im Heizungskeller vor.
Würde eine Befragung darüber durchgeführt, was eigentlich ein Pfarr-Krimi ist, so wäre wohl in vielen Fällen die Antwort, dass es sich dabei um eine Kriminalgeschichte mit Pater Brown handelt. Die literarische Schöpfung des Father Brown von Gilbert Keith Chesterton wurde in Deutschland erst in den 1960er Jahren durch eine Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle bekannt und erlangte Kultstatus. Somit liegt für Johannes Gönner, der Pfarrer in der Canisiuskirche in Wien ist, die Messlatte für seinen Pfarr-Krimi „Nichts ist vergessen“ ziemlich hoch.
Mit dem ehemaligen Polizisten Ben Danner und Kriminalkommissar Lennart Staschek verfolgt Lila in dem neuen Kriminalroman „Tödlicher Kick“ von Lucie Flebbe ein Fußballspiel. Die Fans toben, als Oran Mongabadhi, die Nachwuchshoffnung vom VfL Bochum, einen Elfmeter vermasselt. Am folgenden Tag meldet sich bei Lila und Ben, die zusammen wohnen und gemeinsam als Privatdetektive arbeiten, eine junge Frau, die sich Curly nennt. Es wäre allgemein bekannt, dass sie als ehemalige Prostituierte mit Oran befreundet war. Nach dem Spiel hätte sie ihn tot aufgefunden und nun fürchtet sie, dass die Polizei hinter ihr her ist.