
Familienchaos und Geschenkestress
In einer von über vierzig Gedichten und Geschichten, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen, widmet sich Hans Scheibner in humorvoller Weise der Frage: Wer nimmt Oma? Wenn es unter ihren Kindern wieder einmal aufzuteilen gilt, bei wem sie den Heiligabend verbringen soll, ist Streit vorprogrammiert. Scheibner kritisiert in seinen Texten die Heuchelei der Menschen zu diesem sogenannten Friedensfest und die Tatsache, dass heutzutage immer teurere Geschenke gemacht werden. In einem Streitgespräch eines Ehepaares geht es darum, was mehr Freude bereitet: etwas zu bekommen oder etwas zu verschenken. Makaber wird es, wenn per Grundgesetz jedem Bürger aus Kostengründen nur noch fünfundsiebzig Lebensjahre zugestanden werden sollen.
weiterlesenSatirische Weihnachten mit Hans Scheibner: Ein Blick in „Wer nimmt Oma?“
Die Journalistin Frieda wohnt seit drei Jahren mit Leo zusammen in Wien. Für ihre nächste Arbeit liegt ihr eine Studie von Dr. Piper aus Boston vor, der in ayurvedischen Produkten eine Grenzwertüberschreitung der giftigen Substanzen Quecksilber, Blei und Arsen festgestellt hat. Ayurvedavertreter hingegen sprechen von einer unbedenklichen Überführung in einen nicht toxischen Zustand. Im Rahmen ihrer Recherchen führt Frieda ein Interview mit Lotte Prinz, die seit einer Ayurvedakur an starkem Ausschlag leidet und den Klinikleiter unseriöser Praktiken bezichtigt.
Hannah, die vor zweiundzwanzig Jahren im Alter von neun Jahren ihre Eltern verlor, wird von Roberta Rossi telefonisch über den Tod ihrer Tante Elisabeth, kurz Eli genannt, benachrichtigt. Drei Wochen später macht sie sich auf nach Umbrien, wo sie den Verkauf des Sommersitzes ihrer Tante in Castelnuovo in die Wege leiten muss. Der Tod von Eli hat sie sehr getroffen, zumal sie zeitgleich ihre Beziehung zu einem verheirateten Mann beendete. In dem Sommerhaus findet Hannah an sie gerichtete Zeilen ihrer Tante, die sie verwundern und offensichtlich mit ihrer eigenen Vergangenheit verknüpft sind. Da Hannah Journalistin ist, will sie die Zeit in Castelnuovo für einen Artikel nutzen. Im Ort trifft sie auf Matteo Di Lauro, der von den Leuten nur „Der Apfelsammler“ genannt wird, weil er vor dem Aussterben bedrohte Obstsorten retten will. Um mehr über diesen eigensinnigen Mann zu erfahren, will sie ihm, wie es zuvor Eli tat, bei der Ernte behilflich sein. Doch sie ahnt nicht, dass ihr zukünftiges Leben dadurch in eine völlig andere Richtung gelenkt wird.
Der 48-jährige Programmierer Alfred Ostlicht wurde von dem Züricher Softwareunternehmen AGP, bei dem er beschäftigt ist, zu einer Schulung in das IBM Forschungszentrum nach Rüschlikon geschickt. Sein Chef, der ihn überraschend in sein Büro beordert, bittet ihn zusätzlich am Wochenende das Softwareproblem eines Kunden zu beheben. So fährt er am Samstag mit dem Zug nach Mürren, wo der Reeder Paul Bärlocher seinen Geschäften in einer auf den ersten Blick unscheinbaren Alphütte nachgeht. Der Reeder besitzt elf Schiffe, die zusammen mit ihrer Fracht einen Gesamtwert von einer Milliarde und sechshundertfünfzig Millionen darstellen und irgendwo auf der Welt unterwegs sind. Mit der Software von AGP ist es ihm möglich, die aktuelle Position jedes Schiffes auf mehreren Bildschirmen zu verfolgen: Das Programm berechnet für jede mögliche Route die Reisedauer und den Ölverbrauch und ist, durch den Anschluss an die internationale Cargo-Börse, ein rentables Tool für den Unternehmer.
Auf einem Waldspaziergang entdeckt Bernhardt voller Erstaunen ein ungewöhnlich dickes Seil, das kaum einem Bewohner seines Dorfes gehören kann. Am nächsten Morgen sieht er, dass acht Bauern am Waldrand auf das Seil starren und weitere gesellen sich dazu. Da das Seil bei einer ersten Inspizierung kein Ende hat, was allen unmöglich erscheint, beschließen Bernhardt, Michael und Ulrich dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die Dorfbewohner warten über zwei Stunden ungeduldig auf ihre Rückkehr, als die Männer mit einem schwer verletzten und ohnmächtigen Ulrich auftauchen, der von einem Eber angegriffen wurde. Bernhardts Frau soll sich des Verletzten annehmen, während die Dorfbewohner endlich Klarheit verlangen. Mit Pfeil und Bogen bewaffnet brechen die Männer auf. Lediglich Bauer Johannes lassen sie zum Schutz der Frauen und Kinder zurück.
So, wie Palästina aktuell immer noch ein Krisenherd ist und Fundamentalisten Friedensbemühungen scheitern lassen, so kämpft auch
Auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Mainz wird im Januar 2017 die Leiche einer gefolterten, nackten und in der Mitte zerteilten Frau aufgefunden. Ihr Mund ist bis zu den Wangenknochen aufgeschlitzt, was Hauptkommissar Ernst-August Malminger sofort mit dem Mord an Elizabeth Short in Verbindung bringt, die 1947 in Los Angeles auf dieselbe Art ermordet wurde. Denn er selbst ist Autor eines Buches über diesen Mordfall. Die junge Frau hat keine Papiere bei sich und schnell ist klar, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort sein kann und die sauber ausgeführten Verstümmelungen nur von einer Person mit medizinischem Fachwissen begangen wurden. 

Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich wird aus dem ehemaligen Österreich ab März 1938 die Ostmark. Georg Manhart ist als einer der wenigen davon überzeugt, dass damit auch in Wien die Pest Einzug hält. Als Jude muss sein Vater, dessen Mutter und Geschwister bereits deportiert wurden, aus der Wohnung ausziehen und Georg wird als Halbjude für wehrunwürdig erklärt. Nach der Matura nimmt er eine Stelle als technischer Zeichner in einem Flugzeugwerk an, weil er hofft, so seine Ruhe zu haben, da die Produktion von Jagdflugzeugen absoluten Vorrang in der Rüstungsplanung genießt. Sein Freund Rainer wird allerdings an die Front abkommandiert. Während seines Heimaturlaubs im April 1943 verlobt er sich mit Dagmar, auf die Georg bereits in der Schule ein Auge geworfen hatte. Obwohl ihm als Halbjude eine Verbindung mit einer Arierin untersagt ist, tanzt er auf der Verlobungsfeier mit Dagmar zu dem Schlager „Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt“. Seitdem fühlt er sich von ihr magisch angezogen und ist von den neuen Gefühlen überwältigt. Die beiden gehen trotz der damit verbundenen Gefahren ein Verhältnis ein, das jedoch ein jähes Ende findet, als ihr Verlobter Rainer im August 1943 in Russland fällt.