
Die Suche nach Thomas Bergmann
Isabell Bergmann will endlich wissen, was mit ihrem Mann Thomas passiert ist, der vor fünf Jahren während eines Urlaubs in Südfrankreich ganz plötzlich spurlos verschwand. Vermutlich hat er sich freiwillig abgesetzt und führt ein schönes Leben, während Isabell in Heidelberg ihre Tochter Marie alleine großziehen muss. Die Ungewissheit lässt ihr keine Ruhe, und sie erhofft sich von der französischen Polizei Unterstützung. Gemeinsam mit ihrer Freundin Katja macht sich die 36-Jährige auf den Weg in Richtung Süden, während ihre Eltern sich um Marie kümmern.
Ein Wiedersehen mit alten Wunden
Auf dem Polizeirevier trifft Isabell ausgerechnet auf Officier Pascal Lefèbre, der sie vor elf Jahren bitter enttäuscht hat. Notgedrungen muss sie mit ihm vorliebnehmen.
weiterlesenSpurlos verschwunden – und plötzlich unter Verdacht

Nachdem Paul eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, seinen Job verloren und von seinem Vermieter vor die Tür gesetzt wurde, bleibt ihm nichts weiter als ein Koffer und ein Seesack sowie eine Pistole und ein altes Schulheft mit Tagebuchaufzeichnungen. In Ermangelung von Freunden weiß er nicht wohin und nistet sich zunächst in einer Schrebergartenlaube ein, um schließlich bei Siegfried Pocke in St. Pauli zu landen. Pocke gibt seinen Ausstand als Wirt, weil er sein Lokal nicht weiter betreiben kann. Von seinem Ersparten begibt er sich auf eine große Reise, und seinem neuen Freund Paul überlässt er bis zu seiner möglichen Rückkehr sein Auto, mit dem sich Paul zu einer dänischen Insel aufmacht.
Nur eine von elf Geschichten in der Anthologie „Weihnachtsherzen“ hat ein Mann geschrieben. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich vieles um Beziehungskrisen dreht. So denkt auch Zoe an eine Liebe in der Sommerstadt, irrt am Heiligen Abend umher und kann sich einfach nicht entschließen, zu ihrer Familie zu gehen. Mary muss sich zwischen ihrem Zuhause in Ingleby und einem Mann entscheiden, dem ihre Liebe gehört. Zum Heiligen Abend des Jahres 2007 begibt sich der Buchhändler Jean Perdu sowohl auf eine literarische, wie auch auf eine phantastische Tagtraumreise, und in einer weiteren Geschichte verknüpfen sich die Erlebnisse der unglücklichen Jana während einer Überfahrt mit einem Segelschiff im Jahre 1878 nach New York mit einer Urlauberin auf den vor Cornwall gelagerten Scilly-Inseln im Handy-Zeitalter.
Als Herausgeber der Anthologie
Melanie Heymann ist 14 Jahre, als sie ihr an Krebs erkrankter Vater, ein angesehener Jurist, am liebsten verheiraten möchte, um sie finanziell abgesichert zu wissen. Erst mit 17 Jahren lernt sie ihre um fünf Jahre ältere Halbschwester Ida kennen, die aus der ersten Ehe der Mutter stammt und die ab diesem Zeitpunk zur Familie gehört. Doch anders als Melanie, die ein unterwürfiges und ergebenes Rollenverständnis der Frau hat, will Ida nicht gefallen. Sie ist emanzipiert und rebellisch. In einem Orientierungskurs lernt Melanie Branco kennen, von dem sie sich nach wenigen Wochen trennt. Mit ihrer Freundin Bea besucht sie eine Wahrsagerin, die ihr einen Mann prophezeit, der sie auf Händen trägt.
Inzwischen lebt Torsten Brettschneider, der Protagonist aus Lars Simons Roman 
Im Jahr 1966 wird in Ostdeutschland ein Kind mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren. Die verwahrloste Mutter ist dem Alkohol verfallen und weiß nicht einmal, wer der Vater ist. Das Kind, das sie Toto nennt, gibt sie mit fünf Jahren in ein Kinderheim. Wie ein Junge gekleidet, aber mit Sanftmut und einer viel zu hohen Stimme ausgestattet, wird Toto von allen gemieden und erträgt stillschweigend, wenn er auf dem Boden liegend getreten wird. Die Hoffnungen auf ein besseres Leben werden zerstört, als Toto zu Adoptiveltern auf einen verfallenen Hof kommt, wo seine Schlafstätte der Stall ist. Auch hier wird er nur geschlagen und ausgenutzt. Den Tieren singt er selbst ausgedachte Lieder vor, und mit sechzehn Jahren verlässt Toto den Hof. Er schließt sich einer Gruppe von Startbahngegnern an und wird von ihnen in den Westen geschleust. Nachdem er bisher nur den Kommunismus kannte, will er unbedingt den Kapitalismus begreifen. Er weint zum ersten Mal in seinem Leben, landet im Heim für christliche Männer, wird am Tag des Mauerfalls weiter geschubst und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.
Viola und Thomas haben beide in Münster ein Germanistikstudium aufgenommen. Sie hat vor zwei Jahren ihren Vater durch einen Autounfall verloren, wird von ihrer Mutter immer noch nur Violinchen genannt und teilt sich im Kreuzviertel mit der lesbischen Karin eine Wohnung. Wie Thomas hat sie bisher keine Erfahrungen in Punkto Liebe gesammelt. Für Mädchen hatte er bisher nichts übrig, für ihn zählte nur der Fußballverein Schalke 04. Seine Eltern verlor er bereits im Alter von acht Jahren und ist bei seinem Großvater in Gelsenkirchen-Buer aufgewachsen. In Münster wohnt er zusammen mit Marco, Grit und Nikola in einer Wohngemeinschaft.