Ein Toter, ein Mädchen und ein verdrängtes Verbrechen – Thomas Engels gefährlicher Einstieg ins Jahr 1965

Cover von 1965 - Der erste Fall für Thomas Engel von Thomas Christos

Ein Traumjob – und ein Toter auf der Müllhalde

Für den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn einsetzt. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in den Händen. Bereits nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl vieles auf einen Suizid von Willy Frenzel hindeutet, ist Kollege Drezko anderer Meinung, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden. Näheres will Drezko jedoch nicht preisgeben. Unterdessen lernt Engel auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.

Ein vermisstes Mädchen und ein Fund, der alles verändert

Durch Zufall erfährt Engel, dass ein Mädchen vermisst wird, und ebenso zufällig entdeckt er die Leiche der kleinen Esperanza in Kaiserswerth bei den Ruinen der Kaiserpfalz.

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Wenn das Leben zur wahren Geschichte wird – Bruno Schrep und seine erschütternden Reportagen

Cover von Nachts ist jeder ein Feind von Bruno Schrep

Schicksale am Rand der Gesellschaft

Bruno Schrep stellt in seinem Buch Nachts ist jeder ein Feind siebzehn wahre Geschichten vor – allesamt erlittene Schicksale. Zunächst beschreibt er den Lebensweg eines jungen Obdachlosen, der nie eine Chance hatte. Ebenso erzählt er von einer Pflegekraft mit rumänischen Wurzeln, die „schwarz“ arbeitet und Tag und Nacht eine alte Frau versorgt. Rund um die Uhr werden auch Pflegebedürftige von einem Betrieb in einem Mehrfamilienhaus betreut – ähnlich wie auf einer Intensivstation. Doch dieses Modell ruft den Unmut der übrigen Wohnungseigentümer hervor. In einem anderen Fall dokumentieren die Söhne einer Heimbewohnerin mit einer versteckten Kamera das unmenschliche Verhalten einer Altenpflegerin.

Sekunden, die alles verändern

Der Autor zeigt anhand eines Beispiels, dass jeder in einer Notwehrsituation das Recht hat, sich zu verteidigen – selbst dann, wenn der Angreifer dabei ums Leben kommt.

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Immer wenn du tötest – Targa Hendricks zwischen Trauma und Mordserie

Cover von Immer wenn du tötest von B.C. Schiller

Rückzug nach dem Vatermord

Nachdem ihr mutmaßlicher Vater Ole Bergstein erschossen wurde, ist die Undercover-Ermittlerin Targa Hendricks abgetaucht. Obwohl sie ihn töten wollte – er gilt als verantwortlich für den Tod ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester Yella – kann sie sich nicht an die Tat erinnern. In einer abgelegenen Gegend lebt sie mit ihrem Hund in einem alten VW-Bus, sortiert zwanghaft ihre Bücher nach Farben, um sich zu beruhigen, und fährt mit Jorge zum Fischen aufs Meer hinaus.

Als der Tankwart einer nahegelegenen Tankstelle sie verrät, wird sie von der Guardia Civil festgenommen. Zur gleichen Zeit meldet sich Volker Lundt, der Leiter der Sonderabteilung K2 des BKA, denn Martha, die Ehefrau Bergsteins, hat ein Geständnis abgelegt: Eine DNA-Untersuchung hat ergeben, dass Ole Bergstein nicht Targas Vater war. Die Suche nach ihm geht also weiter. Doch zunächst steht ein neuer Fall an – und nur Targa kommt als Ermittlerin infrage.

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Zwischen Gipfelträumen und Abgründen: Dan Simmons’ Roman „Der Berg“

Buchcover: Der Berg

Das historische Drama als Ausgangspunkt

Im Juni 1924 wollen George Mallory und Andrew Irvine den Mount Everest bezwingen – doch sie kehren nie zurück. Bis heute konnte nicht geklärt werden, ob die beiden Bergsteiger den Gipfel erreicht haben und damit den als Erstbesteigern geltenden Tenzing Norgay und Edmund Hillary den Ruhm streitig machen könnten.

In dem Roman Der Berg* von Dan Simmons bildet dieses Drama den Ausgangspunkt der Handlung. Der aus Boston stammende Jacob Perry, der Chamonix-Führer Jean-Claude Clairoux und Richard Davis Deacon, den alle nur „den Diakon“ nennen, erfahren auf dem Gipfel des Matterhorns aus einer Zeitung vom Unglück am Mount Everest. Im Kopf des Diakons reift längst der Plan, ebenfalls auf den höchsten Berg der Erde zu steigen. Zur Vorbereitung testet er seine beiden Begleiter auf der gefährlichsten Abstiegsroute.

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Stille, Schmerz und Blutspur: Thomas Raabs Psychothriller

Buchcover: Still – Chronik eines Mörders

Geburt und frühe Kindheit

Im kleinen Dorf Jettenbrunn wird am 6. Dezember 1982 Karl Heidemann geboren. Das ganze Dorf begibt sich mit kleinen Gaben zum Haus von Charlotte und Johann Heidemann, um das neue Leben willkommen zu heißen. Die Nachbarn betrachten das lauthals schreiende Kind, das sich trotz aller gut gemeinten Ratschläge von seiner Mutter nicht beruhigen lässt, und versichern den besorgten Eltern: Es gebe keinen Grund zur Sorge.

Doch der Junge schreit weiterhin, und sein Geplärre ist in ganz Jettenbrunn bis in die Wälder hinein zu vernehmen. Erst weit nach Mitternacht schläft er vor Erschöpfung ein, und eine erlösende Stille kehrt ein – allerdings nur von kurzer Dauer. Auch in den folgenden Tagen brüllt das Kind aus Leibeskräften und verschmäht die Brust der Mutter.

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