
Frau Mattfeldt, Sie…
- Darf ich kurz unterbrechen? Wenn es recht ist, möchte ich das persönlichere „Du“ vorschlagen.
Immer gerne! Also wenn ich das richtig sehe, präsentierst du mit dem Kriminalroman Sekundentod deinen Debütroman.

Frau Mattfeldt, Sie…
Immer gerne! Also wenn ich das richtig sehe, präsentierst du mit dem Kriminalroman Sekundentod deinen Debütroman.
David Schraven gibt in seinem Buch „Zechenkinder“ Geschichten von Bergleuten wieder, die alle eine Verbundenheit zum Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop haben. Sie schildern ihre Erinnerungen an eine Großdemo für einen sozialverträglichen Ausstieg, den Papstbesuch, das nächtliche Abfackeln der Kokereien, an verheerende Grubenbrände und eine Menschenkette, die sich quer durchs Ruhrgebiet zog und somit zum Band der Solidarität wurde. Sie berichten von Unfällen und der viel gepriesenen Kameradschaft unter den Kumpeln, wobei einer diese nie erlebt hat und ein anderer nur Konkurrenzkampf kennt. Es geht um erlebte Enttäuschungen und das Gefühl, verarscht worden zu sein. Der eine hat sein Glück beim Tunnelbau in der Schweiz gesucht und ein anderer hat von der Maloche unter Tage zum Psychologiestudium gewechselt, während ein Koreaner wegen des Bergbaus ins Ruhrgebiet kam und blieb.

Persönlichkeitsprofile werden heute von Psycholog:innen erstellt, Unternehmen setzen auf berufliches Profiling bei der Bewerberauswahl, und in der Kriminalistik dient es zur Erstellung von Täterprofilen. Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist Hauptkommissar Falko Cornelsen, Protagonist im Kriminalroman Sekundentod* von Petra Mattfeldt.
Die Bestsellerautorin Rebecca Ganter wird gefesselt, mit Ohropax in der Nase und einem mit Sekundenkleber verschlossenen Mund erstickt aufgefunden. Gestohlen wurden eine auffällige Armbanduhr und ein ungewöhnliches Laptop. In Gesprächen mit ihrem Agenten, dem Verlagsleiter und ihrer Lektorin erfahren Cornelsen und sein Team – bestehend aus Timo Breitenbach, Sarah Bischoff und Rolf Kramer – von Ganters eigenwilligem Lebensstil.
weiterlesenSpannung & Psychologie im Krimi „Sekundentod“ von Petra Mattfeldt
Mit der Sage von dem Zwergenkönig Laurin und seinem Rosengarten beginnt Heike Eva Schmidts Roman „Die gestohlene Zeit“. Der Zwergenkönig soll sich in die schöne Similde verliebt haben, als er sie bei einer Ausfahrt der adeligen Gesellschaft zum ersten Mal sah. Mit einer List war es ihm gelungen, ungesehen in das Schloss ihres Vaters zu kommen und sie in einem unbeobachteten Moment zu entführen. Doch das Heer der Recken spürte ihn auf, um Similde zu befreien. Obwohl ein Zaubergürtel Laurin die Kraft von zwölf Männern verlieh und er mit Hilfe einer Tarnkappe seinen Kontrahenten aus dem Verborgenen attackieren konnte, gelang es Dietrich von Bern den Zwergenkönig zu besiegen und in Ketten zu legen. Viele Jahre war Laurin ein Gefangener im Verlies der Burg hoch über Bern und er verfluchte seinen Rosengarten, der ihn verraten hatte. Niemand sollte die Pracht mehr sehen können, weder bei Tag, noch bei Nacht. Doch hatte Laurin bei seinem Fluch die Dämmerung vergessen und so kommt es, dass auch noch heute die blühenden Rosen bei Sonnenaufgang sowie bei Sonnenuntergang für kurze Zeit erstrahlen.
Bereits in der Einleitung zu ihrem Ratgeber „Das Buch der Leichtigkeit“ nehmen die Autoren Henrike und Markus Reinhold Blocher Bezug auf das mehrere tausend Jahre alte Werk „I Ging“, oder auch Yi Jing genannt, das ihnen als Inspiration diente. Dieses „Buch der Wandlungen“ umfasst nach Wikipedia 64 Hexagramme bzw. symbolische Strichzeichnungen, die unter dem Titel „Zhouyi zhengyi“ im 7. Jahrhundert n. Chr. erstellt wurden.
Das Ehepaar Blocher führt in dem vorliegenden Buch ebenfalls 64 Symbole an und klärt den Leser über „das in Wahrheit Unbenennbare“ auf. Es geht um die „eigene innere Wahrheit“ und um unseren „niederen Verstand“, der vom Kontakt zu unserer „inneren Weisheit Wind bekommen“ hat. Sie sprechen unsere „eigene innere Wahrheit“ an und unseren „göttlichen Kern“, dem wir die Führung überlassen sollen. Unsere alten Muster wie Wut, Begierde, Neid, Eifersucht oder Gier sollen wir anlächeln, da die bei unserem neu gewonnenen Humor als ein Ziel dieses Buches keinen Bestand mehr haben.
weiterlesenDas Buch der Leichtigkeit von Henrike und Markus R. Blocher
Das Buch „Die Zeckenbürstenkatzentreppe“ von Andreas Schumacher beinhaltet eine Sammlung von insgesamt neunundzwanzig Kurzgeschichten und Dialogen: So fliegt ein Student nach einem eBay-Kauf nach Manila und in einer weiteren Erzählung tüfteln drei Studenten an einem neuen Geschäftskonzept. Ein Mann beobachtet seine Nachbarn mit einem Fernglas, ein anderer findet auf der Suche nach seinem Sozialversicherungsausweis allerhand Verstaubtes und wieder jemand anderes hat beim Anblick zweier „junger Dinger“ Lust auf einen Dreier. In einer Geschichte geht es um eine Beschwerde nach dem Besuch eines Irrgartens, in einer weiteren um einen verschwundenen Schüler und eine andere gibt einen kuriosen Mailverkehr wieder. Der Weg in den Urlaub stellt sich für eine Familie als der alltägliche Wahnsinn dar, ein Dichter begegnet in seinem Heizungskeller einem Waldschrat und ein Gerichtsvollzieher begibt sich vor seinem Urlaub zu einem letzten Auftrag.
weiterlesenDie Zeckenbürstenkatzentreppe von Andreas Schumacher
Der Thriller „Frankfurt Ripper“ von Martin Olden zeichnet den Lebensweg eines Serienmörders nach. Als Kind zieht Klaus Scholz mit seiner Mutter und dem patriarchalischen Vater nach Frankfurt, wo er in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt und provoziert wird. Er verteidigt sich, doch erntet er vom sadistischen Direktor Schläge mit dem Rohrstock und vom Vater Unverständnis. Mit dreizehn Jahren wird er von der Mutter wegen weißer Flecken auf der Bettdecke geohrfeigt, für die alles Sexuelle „Schweinkram“ ist. Kurz vor seinem 59. Geburtstag wird Klaus Scholz, der seit fünfunddreißig Jahren pflichtbewusst als Systemprogrammierer gearbeitet hat, zugunsten eines Informatikstudenten gefeuert. Einfach so abserviert zu werden, stürzt ihn in eine tiefe Krise und nervös geworden, beginnt er wieder wie als Kind zu stottern.
Zum ersten Mal in seinem Leben geht Klaus Scholz zu einer Prostituierten. Doch als die sich über ihn lustig macht, brennen bei ihm in Erinnerung an seine Schulzeit alle Sicherungen durch. Es kommt zum ersten Mord. Von nun an recherchiert er alles über frühere Serienmörder und will unbedingt in der Serienkiller-Hitliste aufsteigen.

Frankfurt beherbergt den drittgrößten Flughafen Europas. Doch während manche darin einen Fortschritt sehen, ist es für andere ein permanenter Störfaktor. Schon beim Antrag zur Startbahn West im Jahr 1965 kam es zu massiven Bürgerprotesten. Diese konnten jedoch die Eröffnung im April 1984 nicht verhindern. Die angespannte Lage kulminierte in einer Großdemonstration in Hanau am 8. November 1986, bei der zwei Polizisten ihr Leben verloren. Auch die 2011 eröffnete Startbahn Nord-West bleibt bis heute umstritten.
Karsten Kempf, eine fiktive Figur aus Gerd Fischers Kriminalroman Fliegeralarm*, wird in jungen Jahren durch die Geschehnisse rund um die Startbahnräumung erschüttert.
weiterlesenZwischen Realität und Fiktion: Der Flughafen Frankfurt im Kriminalroman „Fliegeralarm“

Nachdem der Cenarius Verlag bereits das Hörbuch Lass uns ins Blaue reisen – Das wir sind mit einer Auswahl an Gedichten, gesprochen und verfasst von Schauspieler, Kabarettist und Autor Uwe Helfrich, erfolgreich veröffentlicht hat, liegt nun auch die vollständige Gedichtsammlung in gedruckter Form vor.
Eine Reise ins Blaue ist dieser Gedichtband jedoch zumindest geografisch nicht, denn bereits im Inhaltsverzeichnis erfährt der Leser, wohin die Reise gehen soll: von Deutschland über die Niederlande nach Israel, weiter im Flugzeug nach Spanien und von der Ukraine in die USA nach Arizona und North Carolina. Danach führt der Weg über Indien nach Belgien, zurück nach Berlin und schließlich nach Nordrhein-Westfalen.
weiterlesenZwischen Weltreise und Spottdrossel: Uwe Helfrichs Gedichtband im Blick
In dem neuen Band „Koslowski und der Skorpion“ fühlt sich Rechtsanwalt Jörg Wollmeier bedroht und wendet sich deshalb Hilfe suchend an seine Kollegin Britta Craven, die ihn an den privaten Ermittler Koslowski vermittelt. Doch noch ahnt der keinen Zusammenhang zwischen diesem Auftrag und dem Mord an dem pensionierten Polizeibeamten Günter Statmann. Staatsanwalt Hans-Joachim Hollendorf, der leitende Ermittlungskommissar Hans-Werner Brehm sowie seine Kollegen Walfried Eugelink, Steffi Krämer, Ronny Liebach und Jan Sawer stehen genau wie Koslowski, der als Berater hinzugezogen wurde, vor einem Rätsel. Denn immer wieder stoßen sie, wie auch bei einem weiteren Mord im entfernten Antalya, auf Zeichnungen eines Skorpions.
Bei Koslowski meldet sich eines Tages eine junge Frau, die vorgibt, seine Tochter zu sein und die sich bei ihm einquartiert. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als auch noch sein Privatleben zu ordnen, während ihm der Fall immer mehr Kopfzerbrechen bereitet.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen