
Ein Leichenfund im Hochwasser
Oberkommissarin Franziska Steinbacher und Kriminalhauptkommissar Josef Schneidlinger von der Mordkommission Passau werden während des Hochwassers in ein ehemaliges Ladenlokal zu einer Leiche gerufen. Der Oberkörper des Mannes steckt in einem blauen Müllsack, und an seinem Hals klafft ein tiefer Schnitt.
Doch dann bricht das Wasser durch die Scheiben. Die Kommissarin entkommt beim Fotografieren des Tatorts nur knapp dem Tod. An eine Bergung der Leiche ist zunächst nicht zu denken – weder Identität noch Todeszeitpunkt können ermittelt werden.
Die Ermittler erfahren, dass das Ladenlokal einer Erbengemeinschaft, bestehend aus den Brüdern Christian, Bernhard, Josef und Franz Beinhuber, gehört. Anwalt Viktor Mooslechner wurde mit der Angelegenheit betraut, doch er bleibt spurlos verschwunden.
Es ist der Sommer 1914 vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Die fast 17-jährige Mila Pigeon ist auf dem Weg zu alten Bekannten in Berlin-Köpenick. Im Zug lernt sie die selbstbewusste und aus reichem Hause stammende Sheena Gilges kennen, die von ihrer Familie zu einer Verlobung mit Ottokar Zopp gedrängt wird. Er ist der neue Besitzer einer Villa am Müggelsee, zu der die Klasse des Unterprimaners Fritz Wanlo einen Ausflug macht. Mila, die mit Fritz seit einem halben Jahr befreundet ist, will ihn dort treffen. Doch Differenzen unter den Schulkollegen führen dazu, dass der Ausflug nicht zum ersehnten Badespaß wird. Zudem macht ihnen Oberlehrer Janota im Gegensatz zu seinem Kollegen Leibhold das Leben schwer. Unter den Jugendlichen kommt es zwischen Rasmus Bloemacher, Wieland Hassel, Titus Engel und Emil Goes, den alle nur Hottentott nennen, zu immer neuen Anfeindungen, während Fritz Wanlo außerdem noch ganz andere Sorgen quälen.
Die Liste der bekannt gewordenen Entführungen reißt nicht ab und immer neue Schreckensmeldungen erreichen uns. Für Entsetzen hat die Entführung von Natascha Kampusch nach ihrer Entlassung gesorgt, die als 10-Jährige in einem Kleintransporter verschleppt und über acht Jahre von ihrem Peiniger gefangen gehalten wurde. Marc Dutroux hat gleich mehrere Kinder im Alter von 8-19 Jahren entführt. Nicht anders ergeht es der 13-jährigen Maren, dem 16-jährigen Conrad, der 14-jährigen Sophia, dem erst 11-jährigen Eike und dem 12-jährigen Leon in dem Jugendroman „Die unterirdische Sonne“ von Friedrich Ani. Auch sie wurden von zwei Männern und einer Frau in einen Lieferwagen gezerrt und auf eine Insel verschleppt. Sie leben in einem Kellerraum ohne Fenster, in dem lediglich tagsüber eine Deckenlampe für Licht sorgt. Dreimal in der Woche wird kurz frische Luft eingelassen, das einzige Bad müssen die Kinder selber putzen. In dem immerhin warmen Kellerraum können sie fernsehen und bekommen zu essen und trinken, nur reden dürfen sie nicht über das, was oben geschieht. Nach oben werden sie fast täglich einzeln oder zu zweit geholt.
In der Autobiografie „Tantra – Schrei nach Liebe“ schildert Tara Wera ihren Lebensweg, der in einem konservativen Elternhaus begann. Ihre Mutter war zwar großherzig, aber auch sehr streng und hielt an alten Tugenden fest. Als sie eine politisch engagierte Frau kennenlernte, kam der Wandel, sie begann Alice Schwarzer zu lesen und emanzipierte sich. Der Vater von Tara Wera war schon immer ein unkonventioneller Typ, der sich für die SPD engagierte und eine Leidenschaft für das Drachenfliegen hatte. Als sich ihre Mutter von ihm trennte und nach Berlin zog, blieben ihre beiden noch minderjährigen Geschwister beim Vater. Zu dieser Zeit überredet sie eine Freundin zu einem Saunabesuch, der für sie zum echten Horror wurde. Sie wollte partout nicht auffallen, doch musterten sie die anderen Saunagäste erstaunt, als sie im Badeanzug auf der mittleren Bank saß. 
Iris Schubert ist Dozentin für Lyrik und alleinerziehende, chaoserprobte Mutter der dreijährigen Laura. Sie ist als Talkgast zu einer Radiosendung eingeladen, bei der sie für die Bürgerinitiative „S.O.S. Heidenruh“ Position beziehen soll. Ihr Kontrahent ist die Ferdinand-Mayer-AG und für die Kampagne „Das Erlebnisbad – ein Froschfriedhof“ ist ausgerechnet der Projektleiter Ben Schäfer ihr Gesprächspartner, der als Spezialist für Härtefälle gilt. Erst im Studio trifft sie mit ihm zusammen, was für beide eine Überraschung ist, denn sie kennen sich bereits. Das letzte Mal hat sie ihn vor 25 Jahren auf Jürgens Party nach dem Abitur im Jahr 1989 getroffen und es stand zwischen ihnen „Unentschieden“.
„Erbsünde“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Nika Lubitsch. In einem Geschäftshaus am Kurfürstendamm 216 in Berlin befinden sich die Räume der Krimiautorin Alice von Kaldenberg, die mit ihrem Team gelegentlich auch in dem einen oder anderen Kriminalfall ermittelt. Die arbeitslose Journalistin Judith Schilling kann den drittklassigen Minijob leider nicht ablehnen und wird vom Jobcenter für Recherchearbeiten zu der Schriftstellerin geschickt. Bei einem Bewerbungsgespräch wird ihr jedoch schnell klar, dass es sich bei dieser Arbeit nicht um eine normale journalistische Tätigkeit handelt.
David Schraven gibt in seinem Buch „Zechenkinder“ Geschichten von Bergleuten wieder, die alle eine Verbundenheit zum Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop haben. Sie schildern ihre Erinnerungen an eine Großdemo für einen sozialverträglichen Ausstieg, den Papstbesuch, das nächtliche Abfackeln der Kokereien, an verheerende Grubenbrände und eine Menschenkette, die sich quer durchs Ruhrgebiet zog und somit zum Band der Solidarität wurde. Sie berichten von Unfällen und der viel gepriesenen Kameradschaft unter den Kumpeln, wobei einer diese nie erlebt hat und ein anderer nur Konkurrenzkampf kennt. Es geht um erlebte Enttäuschungen und das Gefühl, verarscht worden zu sein. Der eine hat sein Glück beim Tunnelbau in der Schweiz gesucht und ein anderer hat von der Maloche unter Tage zum Psychologiestudium gewechselt, während ein Koreaner wegen des Bergbaus ins Ruhrgebiet kam und blieb.