Alexander findet es ungerecht, dass er von seiner Mutter immerzu für Dinge bestraft wird, die seine Schwester Marie zu verantworten hat. Enttäuscht zieht er sich in sein Zimmer zurück und malt ein glatzköpfiges Wesen mit krummer Hexennase, das einen Piratensäbel und einen Zauberstaub in Händen hält. Er wünscht sich, dass so ein Wesen seiner „Mama mal richtig Bescheid sagen und Marie fürchterlich erschreckt“. Tatsächlich erhält er zu seiner Verwunderung eine Antwort von der gezeichneten Figur, die behauptet, ein Zornickel zu sein. Mit Hilfe eines Zauberspruchs, den ihm das Zornickel verrät, wird aus der Zeichnung ein Wesen auf dem Schreibtisch des Jungen.
Nachdem sich die Mutter wieder einmal über die Unordnung im Zimmer von Alexander beschwert hat, meldet sich plötzlich Zornickel zu Wort und wird immer größer, bis es an die Decke reicht. Alexander stellt fest, dass es immer das ausspricht, was er denkt, sich jedoch nie zu sagen traut. Außerdem wächst Zornickel, je wütender er wird und schrumpft erst wieder auf die Größe eines Gartenzwerges, wenn sich Alexander beruhigt.
Der dreizehnjährige Marius Maximilian Magnus, von allen nur M Punkt genannt, erhält im Beisein seiner Freunde einen ungewöhnlichen Anruf: Der unbekannte Anrufer behauptet, Frederick von der Heide zu sein, Sohn eines bekannten und vermögenden Fabrikaten. Er sei entführt worden und würde gefangen gehalten. Nach anfänglichem Zögern glaubt ihm M Punkt. Als er ihm sagt, dass er die Verbindung halten soll, während er von seinem Handy die Polizei informiert, will Frederick wissen, was ein „Händi“ sein soll. Wie sich im weiteren Gesprächsverlauf herausstellt, kommt der Anruf aus der Vergangenheit, nämlich aus dem Jahr 1969!
Als junge Frau hat Rossella Timpone das süditalienische, in der Basilikata gelegene Dorf Borgo Felice verlassen. Zurück blieben ihre beiden Schwestern Ida und Beatrice sowie die Eltern Anna und Luigi. Viele Jahre später bittet Rossella ihre beiden Kinder Giulia und Lorenzo, den Sommer bei ihrer Familie in Italien zu verbringen. Obwohl die im modernen Norditalien aufgewachsenen Kinder heftig protestieren und ihre Ferien auf keinen Fall in diesem „gottverlassenen Bergnest“ verbringen wollen, setzt sich ihre Mutter durch und stellt sie vor vollendete Tatsachen.
Mit vier Kollegen fliegt Maxon Mann im Auftrag der NASA zum Mond. Durch seine von ihm erschaffenen Roboter Juno und Hera, die so konzipiert sind, dass sie selbstständig weitere Roboter bauen können, soll die Gründung einer Mondkolonie verwirklicht werden. Da der Flug schon vor langer Zeit geplant war, hat er ihn trotz einer zweiten Schwangerschaft seiner Ehefrau Sunny angetreten. Während er zum Mond fliegt, hat Sunny mit dem vierjährigen Sohn Bubber einen Autounfall. Zum Glück wird niemand verletzt, doch Sunnys Leben wird von diesem Tag an auf den Kopf gestellt.
Aufgebracht berichtet Martina Goretzka ihrem Nachbarn Willi, seiner Schwiegermutter Kwatkowiak und dessen Enkelin, der Psychologiestudentin Liesa Kwatkowiak, dass sie ihren Ehemann Andy am Samstagabend zuletzt gesehen hat. Am nächsten Morgen war er nicht mehr da und mit ihm sind auch sein Laptop und Handy verschwunden. Da ihr Mann in letzter Zeit heimlich Telefongespräche geführt und sie in seinen Unterlagen die Telefonnummer einer Psychotherapeutin gefunden hat, vermutet Martina, dass ihn etwas bedrückt haben muss. Sohn Timo stellt bedeutungsvoll fest, dass an dem Abend, an dem sein Vater verschwunden ist, auch noch sämtliche Daten auf dessen USB-Stick gelöscht wurden.
Der Protagonist des Romans Der Hochstapler von David Slattery will sich bei den Zimmernachbarn in einem Hotel über die laute Discomusik beschweren. Unvermittelt findet er sich selbst inmitten einer Party wieder und macht die Bekanntschaft des Professors Rik Wallace, der am CAT-College erwartet wird. Der Professor besteht darauf geschlagen zu werden. Doch der Schlag lässt ihn über die Balkonbrüstung kippen und in die Tiefe stürzen. Der Protagonist tauscht sämtliche Papiere sowie den Zimmerschlüssel aus und nimmt die Identität von Rik Wallace an. Auf dem Weg zu seinem „neuen“ Zimmer folgt ihm Della, die er bereits auf der Party kennengelernt hat, und legt sich nackt auf sein Bett. Kurze Zeit später klopfen Detective Inspector Jackson und sein Kollege Freddy Sullivan an die Zimmertür.
Aus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, dass noch im Jahr 1969 ein Gutachter vor Gericht ausgesagt hat: „Der Orgasmus der Frau ist als natürlich anzusehen“. In der Biografie Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus zeichnet Katrin Rönicke den Lebensweg der im Jahr 1919 als Beate Köstlin geborenen Pionierin in Sachen enttabuisiertem Sex nach. Als Tochter gebildeter Eltern besucht sie bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten eine Schule auf Juist. Die sportbegeisterte junge Frau wird Fähnleinführerin beim Bund Deutscher Mädel und erwirbt mit achtzehn Jahren den ersehnten Flugschein. Nach der Ablegung einer Kunstflugprüfung lernt sie ihren ersten Mann Hans-Jürgen Uhse kennen, einen Kunstfluglehrer. Die Autorin schreibt von den ersten Jahren dieser vom Krieg überschatteten Beziehung, der überstürzten Heirat, dass Beate Uhse frühzeitig Witwe wurde und alleine einen Sohn durchbringen musste.
Thorkild Aske war bei einer Spezialeinheit der Polizei Vernehmungsleiter, bevor er für über drei Jahre ins Gefängnis von Stavanger kam. Nach zwei Suizidversuchen braucht er dringend Geld, weshalb ihm sein Freund und Psychologe Ulf das Angebot macht, für die bekannte Krimiautorin Milla Lind als Berater zu arbeiten. Aske begibt sich daraufhin nach Oslo, wo er sich mit Millas Lektorin und ihrem Verleger trifft, die ihm die näheren Umstände erläutern: Robert Riverholt, der frühere Berater von Milla, ist vor einem halben Jahr von seiner Ehefrau erschossen worden. Seitdem leidet die Autorin an einer schweren Depression und hat nichts mehr geschrieben. Weiterhin führen die beiden aus, dass Milla mit Robert über einen realen Fall schreiben wollte, bei dem zwei erst fünfzehn Jahre alte Mädchen von einer Jugendeinrichtung als vermisst gemeldet wurden. André, ein Bewohner der Einrichtung, hätte beobachtet, wie Olivia und Siv in ein Auto gestiegen wären, woraufhin sich ihre Spur verlor. Diese Geschichte sollte die Vorlage für das neue Buch sein.
Für die neunjährige Sara ist die Welt in Ordnung, bis Karin, die Freundin ihrer Mutter, plötzlich verstirbt. Denn nach deren Beerdigung verkündet der Vater, dass Karins Sohn nur noch eine Großmutter hat und deshalb in Zukunft bei ihnen wohnen wird. Den fünfjährigen Steinar, der jedes Jahr mit seiner Mutter das Weihnachtsfest bei ihnen verbracht hat, mochte Sara aber noch nie leiden und hatte sich schon darüber gefreut, dass ihr das in diesem Jahr erspart bleiben würde. Wie ihre fünf Jahr ältere Schwester Emilie soll Sara nett zu dem neuen Familienmitglied sein. Während ihre Schwester weiterhin ihr Zimmer behalten darf, wird Steinar auch noch in Saras Zimmer untergebracht. Aber Sara findet, dass es nach dem Umbau nicht mehr ihr Zimmer ist.