Quintus Zickel und die Schwebewesen von Claus Bisle

Quintus Zickel und die SchwebewesenJulia und Simon treffen sich regelmäßig in einem geheimnisvollen, verwilderten Garten, um in dem baufälligen Gartenhäuschen des scheinbar verlassenen Anwesens ihre Hausaufgaben zu machen oder dort einfach nur abzuhängen. Doch eines Tages werden sie von der resoluten Haushälterin Wilhelmine entdeckt und von dem Grundstück vertrieben. Wie Julia zufällig von ihrem Biologielehrer Harald Hartmann erfährt, gehört das Haus mit dem einzigartigen Garten Professor Quintus Zickel, der gegen einen Besuch sicher nichts einzuwenden hat. Doch aus Angst, von der Haushälterin noch einmal erwischt zu werden, trauen sich die beiden Kinder zunächst nicht mehr in das verfallene Gartenhäuschen.

Simons Eltern, die Hagemanns, sind wohlhabende Leute, die mit einer Haushälterin und einem Gärtner eine Villa inmitten einer Parkanlage bewohnen. Eines Nachts wird Simon durch einen durchdringenden Schrei geweckt, die Haushälterin Nanetta liegt bewusstlos in ihrem Zimmer auf dem Boden.

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Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen von Brigitte Vollenberg

Gladbeck – Vor und hinter den KulissenWer wissen will, wie es in den vergangenen Jahrzehnten in Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen aussah, wirft am besten einen Blick in das Buch von Brigitte Vollenberg. Aus eigenen Erlebnissen oder auch Erzählungen ihrer Bekannten weiß sie darin von Geschichten und Anekdoten zu berichten. So auch von der Entstehungsgeschichte der im Eingangsbereich des St. Barbara Krankenhauses aufgestellten Bronzestatue „Der kleine Fritz“ oder den über der Eingangstür zur Gaststätte Surmann befindlichen Schlussstein des Künstlers Gottfried Kappen. Mancher Leser wird erstaunt sein, wenn er von sieben Kinos liest, wobei im Stadttheater sogar bis Ende der 1950er Jahre Stars von Weltrang aufgetreten sind. Außerdem zählte man zum Ende des Jahres 1968 allein in Gladbeck 173 Schank- und Gastwirtschaften. Da werden Erinnerungen an eine unrühmliche Drogenszene, eine Diskothek und eine Oben-Ohne-Bar wach. Gegenüber vom Café Siebeck, das seinen Gästen als Besonderheit eine Spanische Vanilletorte und im Winter eine Erdbeertorte anbot, gab es sogar noch die Lido Bar, einen Nachtklub, und in der ehemaligen Kultkneipe Dietzel, so ist zu lesen, hat man auf einem Billardtisch ein Schwein zerlegt.

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Springen Sie über Ihren Schatten! von Leila Bust und Bjørn Thorsten Leimbach

Springen Sie über Ihren Schatten!Wer es für ein Schicksal hält, dass manche Menschen scheinbar immer nur Glück im Leben haben und andere vom Pech verfolgt werden, der wird in dem Buch Springen Sie über Ihren Schatten! eines Besseren belehrt. Allerdings weisen die Autoren Leila Bust und Björn Thorsten Leimbach schon in ihrem Vorwort darauf hin, dass auch sie kein Patentrezept für das Glück haben, sondern dass der Mensch selbst Veränderungen in seinem Verhalten vornehmen muss. Um glücklich zu sein, muss er lernen, wieder einen eigenen Willen zu entwickeln. Indem Eltern ihren Kindern heute vieles abnehmen wollen, werden diese zu wenig gefordert, und als Erwachsene sind sie nicht in der Lage, im alltäglichen Leben eindeutige Entscheidungen zu treffen. Weil sie zu einem braven und angepassten Leben erzogen wurden und keine Entscheidungsfreude kennen, ist ihnen seit der Kindheit das „im Augenblick“ leben abhanden gekommen. Die Autoren halten das neben Ärger, Neid und Missgunst für die Hauptursache des Unglücklichseins und empfehlen, die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Sache zu lenken sowie unbeschwerte Augenblicke zu genießen. Jeder Tag sollte so genossen werden, als könnte es der letzte sein. Wer glücklich sein will, muss seine Sinne schärfen, seinen Geist zur Ruhe kommen lassen und Gefühle zeigen können.

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Studenten sind auch Menschen von Helmut Rücker

Studenten sind auch MenschenStudenten sind auch Menschen – und was für welche! – ist der Titel der Realsatiren aus Münster von Helmut Rücker. Zum Teil selbst Erlebtes gibt der Autor hier zum Besten, schreibt von dem Schabernack und den Streichen, die anderen Kommilitonen zugefügt wurden. Allerhand Kurioses ist da wieder aus der Versenkung geholt worden, denn der Autor ist Jahrgang 1939 und die Anekdoten ranken sich um die Jahre vor 1968.

In über dreißig Satiren geht es um den Spaß, die manch einer auf Kosten anderer hatte. Wenn gewaschene Hemden plötzlich an einer Platane baumeln, ein noch gefrorenes Huhn in der Pfanne gegart werden soll oder Wasserfontänen des Nachts in geöffneten Fenstern für Gekreische sorgen. Eine Dose Fisch sorgt in einem Café für Empörung, eine Elektrotafel mit vielen Schaltern treibt eine Professorin fast in den Wahnsinn und in einen Münzautomaten werden Geldscheine „geschmuggelt“. Findige Entdecker verwandeln die Blätter der Gunnera in einen Regenschirm, ein auf der Herdplatte zurückgelassener Vogelkäfig hat eine fristlose Kündigung seitens der Vermieterin zur Folge und ein Essensdieb im Studentenheim wird mit Rizinusöl böse bestraft.

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Liebe ist Gewühle von Thomas Maiwald

Liebe ist GewühleThomas Maiwald hat in dem Büchlein Liebe ist Gewühle seine Erfahrungen aus dem Schulalltag in Form kleiner Anekdoten zum Besten gegeben. So war es für manche/n Schüler/in schon schwierig, sich seinen Namen zu merken und er wurde kurzerhand Herr Urwald oder Herr Bergwald gerufen. Jedem scheint auch nicht klar zu sein, dass Lehrer sein auch ein Beruf ist und so wurde er gefragt, ob er auch eine Arbeit hat. Aus Versehen oder teilweise aus Unwissenheit konnte da schon mal aus einem Rektor ein Bestimmer werden, ein Herz konnte pupen, aus Aschenputtel wurde Aschenpudel, Leibeskräfte wurden zu Leideskräften, es gab Altersheimer anstatt Alzheimer oder die Monatsblutung wurde zu einer Durchblutung. Missverständnisse gab es auch bei der Aussage, dass man vor einer OP eingeschläfert wird oder dass unter einem Brunch die Massage einer Schülerin verstanden werden kann. Ein/e Schüler/in hat die Zugspitze in Hannover vermutet und ein/e andere/r hat Bayern nicht mehr zu Deutschland gezählt.

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Bildschirmverstörung von Manfred Naegele

BildschirmverstörungSeine nachhaltigsten Erinnerungen an eine facettenreiche Fernsehzeit beim Südfunk hat Manfred Naegele in seinem Buch Bildschirmverstörung festgehalten und erzählt von einer Zeit, als Einschaltquoten noch kein Maßstab waren.

Eigentlich wollte Naegele Jurist werden und landete, ohne jegliche Ausbildung oder journalistische Erfahrung, durch einen Zufall als freier Mitarbeiter beim Fernsehen. Ein Studienfreund, der sich als Kabelträger beim Südfunk ein paar Mark dazu verdiente, hatte das Team der Abendschau zu einer Grillparty eingeladen. Nach einem feuchtfröhlichen Abend wurde Naegele von Ulrich Kienzle, dem Leiter der Abendschau, zu einem Besuch in der Redaktion eingeladen, wenn er mal nach Stuttgart käme. Daran erinnerte er sich, als er einen Termin in der Landeshauptstadt hatte und fuhr zum Fernsehstudio des Südfunks, wo er eine der täglichen Programmsitzungen verfolgen konnte. Als ihn der Redaktionsleiter fragte, ob er nicht Lust hätte, auch mal einen Film für die Abendschau zu machen, drehte er als blutiger Anfänger mit einem Kamerateam seinen ersten kleinen Fernsehbeitrag.

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Allgäu Sixties von Peter M. Roese

Allgäu SixtiesPeter M. Roese schildert in Allgäu Sixties, was man als Rekrut im Fliegerhorst Kaufbeuren so alles erleben kann. Rossner hat sich als Freiwilliger gemeldet und erlebt mit den anderen Wehrpflichtigen in den 60er Jahren die verrücktesten Sachen. Es ist die Zeit des Mini-Rocks, der Pille und Twiggy, von TV-Serien wie „Bonanza“ und „Mit Schirm, Charme und Melone“, des legendären Beat-Clubs und der Apollo-Missionen, aber auch von Benno Ohnesorg, Alexander Dubcek und Rudi Dutschke, dem Mord an John F. Kennedy, des Vietnamkrieges und des legendären Woodstock-Festivals.

Rossner erlebt den Alltag in der Kaserne und nimmt an einem Manöver, auch Kriegsspiel genannt, teil. Mit anderen Vaterlandsverteidigern verbringt er die Freizeit im Freibad, wobei das Anbandeln mit dem schönen Geschlecht oberste Priorität hat. In ihrer Sturm- und Drangzeit symbolisiert zartrosa Spitzenwäsche mit Strumpfhalter die Sünde persönlich. Und es ist jeglicher Widerstand zwecklos, wenn ein Mädchen fragt, ob sie noch mit in ihre Wohnung kommen.

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Mission Marathon von Lothar Koopmann

Mission MarathonEr war ein dicker Junge, wie er in der zweiten Lebenshälfte sportlich, aber eben doch kein Superläufer wurde, erzählt Lothar Koopmann mit selbstkritischem Witz in seinem Buch Mission Marathon. Bereichert wird das Werk durch die humorvollen Zeichnungen des Karikaturisten Thomas Plaßmann, die den Protagonisten in verschiedenen skurrilen Situationen zeigen.

Angeregt durch einen lokalen Running-Event beginnt Koopmann gemeinsam mit seiner Ehefrau Christa mit dem Laufen. Nach vier Monaten und unzähligen Joggingrunden über fünf Kilometer ist keine Leistungssteigerung zu bemerken. So treten die beiden dem Lauftreff eines örtlichen Vereins bei. Für den Mittsommernachtslauf des kommenden Jahres lernen sie langsamer zu laufen um schneller zu werden. Der erste Wettkampf findet ohne Koopmann statt und ist ein Frauenlauf über zehn Kilometer, an dem seine Ehefrau und ihre Schwester Margret teilnehmen. Dann, zwei Wochen vor dem Mittsommernachtslauf, zieht Koopmann sich bei einem Trainingslauf einen Muskelfaserriss zu.

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