Kann ich dir jemals wieder vertrauen? von Andrew G. Marshall

Kann ich dir jemals wieder vertrauen?
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Andrew G. Marshall beginnt seinen Ratgeber Kann ich dir jemals wieder vertrauen? mit einer kurzen Einführung und statistischen Daten. Vorweg schickt er, dass jede Krise zur Bewältigung nicht nur Wochen, sondern Monate braucht und man in ihr nicht nur eine Gefahr, sondern immer auch eine Chance sehen sollte. Anschuldigungen jeglicher Art sollten unterbleiben und besser wäre es, Fragen zu stellen, um zu einem Gespräch zu kommen. Er geht auf die Körpersprache ein, mit der Lügen entlarvt werden können und klärt den Begriff einer Affäre überhaupt und wo die Grenzen echter Freundschaft liegen.

Marshall propagiert Ehrlichkeit, weil man nicht über die Verfehlung, sondern über die Vertuschung stolpert. Und er geht darauf ein, welche Rolle Sex bei der Untreue spielt. Dann wendet er sich den Gründen zu, die zur Untreue führen können, wobei meist erst ein Problem besteht, dazu eine schlechte Kommunikation untereinander kommt und letzten Endes die Versuchung. Er unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Affären und rät den jeweiligen Betrogenen, nicht auf Zeichen des Anderen zu warten oder zu glauben, er könne Gedanken lesen, sondern direkt sagen, was ihm helfen könnte.

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Toter als tot von Christine Tapking

Toter als tot
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In Toter als tot von Christine Tapking erzählt Friedrich Webeken, wie er bei einem Spaziergang mit seinem Hund einen toten Jogger im Gebüsch findet. Er sucht schnell den Polizisten Hanne Harms, seinen besten Freund aus Schultagen auf, um mit ihm an den Leichenfundort zurück zu kehren. Doch zu seinem Erstaunen ist die Leiche verschwunden! Er vermutet, dass der Mörder die Leiche während seiner kurzen Abwesenheit weggeschafft hat und glaubt wiederum seinen Augen nicht zu trauen, als er die „Leiche“ kurz darauf vor einem Edeka-Markt spazieren sieht! Er ist sich sicher, dass es sich um den gleichen Mann handelt, trägt er doch noch den Trainingsanzug, der ihm gleich so auffiel.

Ein paar Tage später wird dann aber eben dieser Mann tatsächlich tot aufgefunden. In einer Schubkarre in Lütjens Schuppen. Ausgerechnet da, wo Friedrich es als 14-jähriger im Hormonrausch mit Peter getrieben hat und dabei auch noch von seinem Vater erwischt wurde. Der Tote wurde dummerweise mit der Leine von Friedrichs Hund erdrosselt. Für den ermittelnden Kommissar Malvoisier und seinen Assistenten Christoph Brettschneider ist Friedrich damit ein Hauptverdächtiger geworden. Um ihn herum geschehen unerklärliche Dinge: Türen stehen in seinem Haus offen, die er geschlossen haben will und seine Uhr ist plötzlich verschwunden. Friedrich beginnt ein Verhältnis mit der Witwe des Toten und glaubt, die Uhr bei ihr gesehen zu haben, die dann letztendlich ebenfalls auf Lütjens Hof gefunden wird.

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Das fremde Kind von Olle Lönnaeus

Das fremde Kind
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In dem Kriminalroman Das fremde Kind von Olle Lönnaeus haben die Kriminalinspektorin Eva Ström und Kommissar Björn Bernhardsson die Morde an dem alten Ehepaar Signe und Herman Jönsson aufzuklären. Beide sind durch einen Genickschuss getötet worden. Für die ermittelnden Beamten könnten der leibliche Sohn Klas oder auch der Adoptivsohn Konrad ein Motiv gehabt haben, denn es geht immerhin um ein Erbe von 12 Millionen. Der 45-jährige Konrad hat seine Pflegeeltern vor 13 Jahren das letzte Mal gesehen und ist mit 17 Jahren von zu Hause ausgezogen. An seine leibliche Mutter kann er sich nur vage erinnern, man hat sie Polackenhure gerufen und er erinnert sich an eine eintätowierte Nummer auf ihrem Arm. Ihn plagen Schuldgefühle um einen Berufskollegen, der in Bagdad als Geisel erschossen wurde, sowie wegen seiner mittlerweile 20-jährigen Tochter, die er vernachlässigt zu haben glaubt und auch wegen seines früheren Freundes Sven, der wie er ein Außenseiter war. Konrad verliebt sich in Gertrud, die Schwester von Sven, die ihm ebenfalls wie der ortsansässige Journalist, Örjan Palander, zur Seite steht.

In dem kleinen südschwedischen Ort Tomelilla treten die ermittelnden Beamten noch immer auf der Stelle, was die ersten beiden Morde anbelangt, da wird schon ein weiteres Verbrechen verübt. Zwei junge Einbrecher werden von dem Neonazi Tore Torstensson erschossen.

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Pilz inne Buxe von Ludger Stratmann

Pilz inne Buxe
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Das als Comic herausgegebene Buch Pilz inne Buxe von Ludger Stratmann kann gar nicht so gut sein, wie Doktor Stratmann, wenn man ihn in seinem Theater in Essen live erlebt! Aber es ist auf jeden Fall so gut gemacht, dass es sich lohnt, einen Blick in die Comics hinein zu werfen, die von Christina Groth-Lindenberg gezeichnet wurden.

Der Ruhrgebietsmensch, hier liebevoll Ruhri genannt, erfährt, dass er den Genitiv und Dativ nach dem Zufallsprinzip einsetzt, was zwar ein Fehler ist, aber man muss auch richtig falsch sprechen! Über Inge erfährt man, dass sie die geheimen erotischen Wünsche ihres Gatten Jupp platzen lassen kann. Und man wird darüber aufgeklärt, dass die glücksbringenden Hormone, die Endorphine, nicht nur beim Joggen vom Körper gebildet werden, nein, sondern auch schon, wenn man der Ehefrau bei der Arbeit zusieht. Wegen eines Verkehrsdeliktes wird Jupp gebeten, ob er Geld „für Leihen hat“ und gibt dann den Rat weiter, innerörtlich nur so schnell zu fahren, wie „mich dat finanziell erlauben kann“. Und als die Omma eine Gehhilfe bekommt, erklärt er ihr, dat se mit dat Alu-Geh-Gestell auch Schritt halten muss, sonst „liegsse auffe Schnauze“. Da die Omma fünfzig mal am Tag zu ihm „Jupp, du bis mich einen…“ sagt, bringt ihn das auf die Idee, den Satz für den Urlaub wegen befürchteter Entzugserscheinungen auf CD aufzunehmen, denn die CD passt auch besser als die Omma in den Koffer.

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Eisaugen von Margit Kruse

Eisaugen
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Die 39-jährige Margareta Sommerfeld ist Verkäuferin bei Hertie in der Süßwarenabteilung. Seit ihrer Trennung von ihrem Freund Friedbert, mit dem sie drei Jahre zusammen lebte, wohnt sie im Seitenflügel eines Wohnturms einer Zechensiedlung in Buer in der Nähe von Stadtwald und Friedhof. Als sie in einem gegenüberliegenden Fenster des Wohnturms einen gutaussehenden Mann entdeckt, der Schuhe repariert, wird ihre Neugierde geweckt. Doch niemand in der Nachbarschaft scheint den Mann zu kennen. Sie findet heraus, dass ihre Nachbarin Frau Koletzki ihren polnischen Neffen Karol seit einem Jahr in dem Turmzimmer versteckt hält. Er sucht seine Mutter, die vor einigen Jahren als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen ist. Zwischen Margareta und Karol entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre.

Kurze Zeit später wird eine junge Frau auf dem Friedhof tot aufgefunden. Die Tat bringt die ganze Siedlung in Aufruhr. Dann verstirbt Heinz, der Vater von Margaretas Exfreund Friedbert. Seine Frau Christel freundet sich mit Frau Koletzki an und erzählt ihr die Geschichte von Blaubeer-Mariechen, die mit E 605 versetztem Blaubeerpudding mehrere Ehemänner und Verwandte vergiftet hat. Frau Koletzki beschuldigt Christel bei der Polizei, ihren Ehemann vergiftet zu haben. Die Leiche wird exhumiert und die Obduktion ergibt, Heinz wurde vergiftet.

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Die Orangen des Präsidenten von Abbas Khider

Die Orangen des Präsidenten
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In seinem Roman Die Orangen des Präsidenten schreibt Abbas Khider von den Erfahrungen, die der 8-jährige Mahdi Muhsin während des Irak-Iran-Krieges macht. Seinen Vater verliert er im Krieg, als er 9 Jahre alt ist. Mit 18 Jahren bricht der letzte Tag seiner Abiturprüfung an und er macht mit seinem Freund Ali einen Ausflug. Unterwegs werden sie ganz überraschend festgenommen und kommen in Untersuchungshaft. Mahdi soll aussagen, welcher Organisation er angehört, doch er weiß nicht, wovon die Rede ist. Er wird mit Stromschlägen gefoltert, mit Stockschlägen grausam misshandelt und muss die „Erziehungsmethoden“, wie sie es nennen, über sich ergehen lassen. In den dunklen Verliesen, in denen niemals die Sonne scheint, quälen ihn die Wanzen und Krätzmilben. Hinzu kommt sein durch Hunger ausgezehrter Körper.

Einzige Lichtblicke sind die immer wiederkehrenden Erinnerungen an glückliche Tage mit seinem Freund Sami, der wie er selbst Taubenzüchter war. Er hofft auf eine Amnestie zu Ehren Saddams Geburtstag, doch die Hoffnung wird enttäuscht. Stattdessen bekommt jeder Häftling eine Blutorange. Neue Hoffnung auf Befreiung keimt erst in den Häftlingen auf, als sie die Kampfflugzeuge der Alliierten hören. Als Mahdi endlich befreit wird, sieht er im Spiegel nur noch einen Fremden, bestehend aus Haut und Knochen. Doch noch ist er nicht in Sicherheit und muss das Flüchtlingslager an der irakisch-kuwaitischen Grenze erreichen.

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In der Schlange von Thomas Mahler

In der Schlange
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Nach seinem Philosophiestudium kann Mahler, wie viele junge Geisteswissenschaftler, keine reguläre Arbeit finden. Ein nur gering bezahltes Praktikum kann er sich finanziell nicht leisten und eine Promotion würde seinen beruflichen Showdown nur um ein paar Jahre hinauszögern. So schlägt er sich als Barmann in einem Neuköllner Biergarten durch. Doch bringt ihm der Job nicht viel mehr als die Beiträge zu seiner Krankenversicherung und eine Niedriglohnfrustration ein. Er kündigt sein befristetes Arbeitsverhältnis und reiht sich in die Schlange beim Arbeitsamt ein, um einen Antrag auf Arbeitslosengeld II zu stellen.

Als Akademiker mit einem abgeschlossenen Studium zählt er sich nicht zu den gewöhnlichen Arbeitslosen, denn Hartz IV soll für ihn nur eine kurze Episode sein, eine kurzzeitige finanzielle Überbrückung. Doch nach einigen Wochen hat er sich in seinem neuen Leben eingerichtet. Die Motivation weitere Bewerbungen zu schreiben wird immer geringer und Mahler fällt in eine Lethargie, aus der ihn auch ein unsinniges Bewerbungstraining nicht befreien kann. Mit einem Ein-Euro-Job bei einem gemeinnützigen Verein soll er für den regulären Arbeitsmarkt fit gemacht werden, da aber niemand an einen Sinn der Maßnahme glaubt, erwarten ihn auch keine Repressionen, als er sie vorzeitig abbricht.

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Nacktbadestrand von Elfriede Vavrik

Nacktbadestrand
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In Nacktbadestrand berichtet Elfriede Vavrik, wie sie erst mit 79 Jahren zu einem erfüllten Sexualleben findet. Nachdem sie 40 Jahre mit keinem Mann mehr zusammen war und sie sich mit einem Schaufelgriff sexuelle Befriedigung verschafft hat, gibt sie ein erstes Inserat auf. Mit den wesentlich jüngeren Männern, einer soll erst 20 Jahre gewesen sein, erlebt sie ihren ersten Orgasmus. Sie schreibt freimütig, wie sie zum ersten mal in ihrem Leben verschiedene Stellungen ausprobiert hat. Wie, wo, wie lange sie geleckt wird und wie sie zum ersten mal selbst ein Glied in ihren Mund nimmt. Sie hat Analsex ausprobiert und hält Männer über 50 für schwierig, weil sie immer mehr wollen, aber immer weniger können. Auch glaubt sie, dass 10% der Männer eine Vorliebe für alte Damen haben.

Selbst war sie zweimal verheiratet und hat in dieser Zeit einmal mit einem anderen Mann Sex gehabt. Ihr zweiter Mann hätte gesoffen und sie schlecht behandelt, teilweise sogar gequält. Obwohl sie eine gute Schülerin gewesen wäre, hätte sie keine Ausbildung machen dürfen.

Eigentlich ist es bewundernswert, wenn eine Frau in so offener Weise über ihre intimsten Gefühle und Sehnsüchte sprechen kann. Zumal, wenn es sich um eine mittlerweile 80-jährige handelt, die in einer unaufgeklärten Zeit groß wurde.

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Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl
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Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk beginnt mit düsteren Horrorszenarien eines Atomkrieges. Es ist die Rede von Spionagetätigkeiten zwischen der UDSSR und den USA, wobei der Autor selbst KGB-Spion war und hier mit der Person Andrey identisch ist. Berichte über Inspektionen der Testgelände nach Atomwaffenerprobungen machen das Ausmaß und die verheerenden Schrecken deutlich.

An dem denkwürdigen Datum 24. April 1986 kommt es zu einer Reaktorkatastrophe. Zum Verständnis der lauernden Gefahr führt Tkachuk die Merkmale der Alpha-, Beta- und Gammastrahlung auf und geht auf die Problematik ein, dass man die Strahlung nicht hören oder sehen kann. Wie soll die zu evakuierende Bevölkerung von der Gefahr überzeugt werden? Denn selbst die Pässe und das Geld sind verseucht und müssen zurück bleiben. Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beim Verlassen der 30 bzw. 10 km Zone eingehalten werden? Hunderte Lastwagen, ganze Züge, Hubschrauber und Motorschiffe landen auf den Friedhöfen und erst in neuerer Zeit hat man sich dieser Problematik angenommen.

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Finale von Emil Zopfi

Finale
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Emil Zopfi geht in Finale sofort zur Sache: Eine kleine Gruppe macht sich auf zur letzten Route einer Kletterwoche in Finale Ligure. Mit dabei sind Volker, Sabine, Tom, Hina, Felix und die Bergführerin Andrea. Während Andrea an den letzten Streit mit ihrem Freund Daniel denkt, passiert das Unglück. Der ältere, schon 68-jährige Felix soll sie sichern, sie prüft seinen Bremsknoten, klettert los, gibt ihm zu verstehen, dass sie Stand hat, will umfädeln und plötzlich stürzt sie in die Tiefe. Die Teilnehmer der Gruppe sind fassungslos und sehen auf Felix, den Alten, den sie Opa nennen, der sich selbst als Anfänger ausgegeben hat. Andrea ist schwer verletzt, aber sie lebt! Während der dramatischen Bergung fürchtet sie vor Schmerzen zu sterben. Als sie mit etlichen Brüchen im Krankenhaus liegt, versucht sie sich immer wieder zu vergegenwärtigen, ob sie den von Felix gemachten Knoten überprüft hat, oder wohl möglich doch nicht. Was war mit ihrem Freund, Daniel? Er hat abgesagt, weil ihm eine angebotene Chefarztstelle wichtiger war als sie.

Parallel zu den Geschehnissen erhält Daniel von Andreas Handy eine beunruhigende SMS. Er versucht Andrea vergeblich zu erreichen und macht sich Sorgen um sie. Sofort macht er sich auf den Weg nach Finale Ligure und erfährt vom Absturz einer Bergsteigerin. Schnell wird für ihn zur Gewissheit, dass es sich um Andrea handeln muss.

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