
Gewalt im Gefängnis und eine unerwartete Verbündete
Linda Andersson wacht im Universitätskrankenhaus im schwedischen Örebro auf, nachdem eine Insassin im Frauengefängnis Biskopsberg, in dem sie eine Haftstrafe verbüßt, mit einer spitzen Eisenstange auf sie eingeschlagen hat. Ihre Verletzungen reichen quer von der linken Seite ihres Kopfes über Gesicht, Brust und Taille bis zum Oberschenkel. Völlig entstellt wird sie zurück in einen Zellentrakt gebracht, in dem sie auf die berüchtigte und gefährliche Adriana trifft.
Allen Erwartungen zum Trotz interessiert sich Adriana für Lindas Geschichte, zumal sie die Tochter der berühmten Sängerin Kathy ist und mit dem bekannten Musiker Simon verheiratet war.
weiterlesenEin Angriff, verdrängte Erinnerungen und ein gefährlicher Weg zur Wahrheit



Bei der Kriminalpolizei in Münster meldet sich eine alte Dame, die behauptet, dass sie von jemand in ihrem Haus in Horstmar beobachtet wird, der ihr nach dem Leben trachtet. Obwohl Hauptkommissarin Tanja Terholte und ihr Kollege Jens Förster vermuten, dass die Anruferin dement ist, fährt Tanja nach der Arbeit bei Regina Delgen vorbei, zumal sie selbst auch in Horstmar wohnt. Während des Gesprächs empfiehlt sie der alten Dame den Einbau einer Alarmanlage, womit sie den Fall für abgeschlossen hält.
Sarah Pauli, Herausgeberin und Chefredakteurin vom Wiener Bote, hört morgens im Radio von einem Doppelmord im Stadtpark, woraufhin sie sich sofort dorthin begibt. Chefermittler Martin Stein vom Landeskriminalamt Wien, mit dem sie sich gut versteht, verrät ihr, dass es sich bei den durch Messerstiche getöteten und auf einer Parkbank drapierten Toten um den bekannten Dirigenten Marko Teufel und seine wesentlich jüngere Geliebte Jasmin handelt. Nun liegt es an Martin Stein, Ruth die Nachricht vom Tod ihres Ehemannes zu überbringen, wobei bekannt ist, dass sie vor dreizehn Jahren ihren ersten Ehemann durch einen Fenstersturz verloren hat. Martin Stein ist überrascht, dass Ruth von dem Verhältnis ihres Mannes Kenntnis hatte und ihr sogar anonym Fotos dieser Liaison zugegangen sind. Ohnehin, so bekennt sie, hätte er ständig eine Affäre gehabt.
Der Poniente, oder Ponentá, wie ihn Daniel Izquierdo-Hänni in seinem Kriminalroman Mörderische Hitze in korrektem Spanisch nennt, ist ein für die an der spanischen Atlantikküste lebenden Andalusier ein willkommener, die Sommertemperaturen abkühlender Wind. Für die an der Mittelmeerküste gelegenen Orte bedeutet das jedoch, dass das Thermometer nicht selten auf vierzig Grad oder darüber steigt. So leidet auch der Protagonist Vicente Alapont, der seinen Job als Inspektor der Policía Nacional aufgrund einer nicht verarbeiteten Niederlage aufgegeben hat, unter dieser Hitze. Seit seiner Dienstquittierung ist der geschiedene Vater zweier Kinder als Taxifahrer in Valencia unterwegs. Nachdem Alapont einen seiner Fahrgäste im Hotel Del Sol abgesetzt hat, stellt er fest, dass dieser ein Motorola-Handy im Taxi zurückgelassen hat. Zum Dank für die Rückgabe lädt dieser Alapont auf einen Drink in die Hotelbar ein. In zwei Tagen soll er ihn wieder abholen und zur Fähre nach Mallorca bringen.
Im Jahr 1868 wurden von behördlicher Seite die ehemaligen Wald-, Wein-, Most- und Industrieviertel im nordwestlichen Teil von Niederösterreich durch politische Bezirke ersetzt, und obwohl sie heute keine administrative Bedeutung mehr haben, werden die historischen Regionalbezeichnungen von den Bewohnern bis heute so verwendet. Im Waldviertel will auch die aus Wien angereiste Protagonistin Walli Winzer, Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit, im Roman Stille Nacht, keiner wacht bei der Familie ihrer besten Freundin Lena Breitenecker das Weihnachtsfest verbringen. Dort besitzt sie in Großlichten einen Reiterhof, an dessen Stelle ein Wellnesshotel gebaut werden sollte und dessen Verhinderung ihr der Journalist Harry Kain auch zum Vorwurf macht.
Margit Kruse stellt in ihrem Buch Karpfen, Kerzen, Kohleofen 24 Weihnachtskrimis aus dem Ruhrpott vor, wobei die Handlungsorte Bad Sassendorf und Meschede schon außerhalb des Ruhrgebietes liegen. Ansonsten sind die Kurzkrimis über den gesamten Ruhrpott, wie die Region von den Einheimischen genannt wird, angesiedelt. Und zwar nicht nur in den großen Metropolen Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum oder Essen, sondern auch in Buer, Westerholt, Erle, Scholven und Horst, wobei Margit Kruse natürlich auch vom Leben in den alten Bergbausiedlungen zu berichten weiß. Wer ihre Romane kennt, freut sich in einigen der Geschichten auf ein Wiedersehen mit der privaten Ermittlerin Margareta und ihrem Freund Kriminalhauptkommisar Thomas Scheffel in Buer, der zu Margaretas Seelenfrieden in einer getrennten Wohnung lebt.