Am Abend des 25. August kommt in der Ortschaft Kungshamm, an der schwedischen Westküste gelegen, ein Unwetter auf. Die Lehrerin Agnes Eriksson verlässt kurz vor sechs das Haus, um im Ort am Steg zu kontrollieren, ob das Boot auch ordentlich vertaut ist. Währenddessen kümmert sich ihr Ehemann Fredrik um das Abendessen. Als Agnes nach einer Stunde noch nicht zurück ist und auch nicht an ihr Handy geht, macht sich Fredrik Sorgen. Nachdem er und Sohn Isak anderthalb Stunden vergeblich nach ihr gesucht haben, verständigen sie die Polizei. Doch trotz intensiver Suche bleibt Agnes spurlos verschwunden. Kriminalkommissarin Maria Martinsson und ihr Kollege Ray-Ray nehmen die Ermittlungen auf.
Der Vermögensverwalter August Strindberg hat das Stockholmer Großstadtleben satt und träumt von einem Neustart an der idyllischen Westküste, wo er in Kungshamm ein Bestattungsinstitut gekauft hat, um darin einen Secondhand-Laden zu eröffnen.

Die Protagonistin des zum Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelten Kriminalromans Der Würger von der Cater Street Charlotte Ellison lebt in einem von ihrem Vater Edward patriarchalisch geführten Haus, das zur gehobenen Mittelschicht in London zählt. Als eine junge Frau ermordet wird, verbietet Edward, dass seine Töchter Charlotte, Sarah und Emily sowie Ehefrau Caroline davon erfahren. Doch die dreiundzwanzigjährige Charlotte liest heimlich die Zeitung. Wenig später wird ebenfalls in der Cater Street ein Hausmädchen tot aufgefunden. Dessen ungeachtet geht Emily auf einen Ball, auf dem ihr Lord George Ashworth vorgestellt wird. Fortan zählt für sie nur noch, wie sie den aus höherem Hause und gutaussehenden jungen Mann für sich gewinnen kann.

Melia Adan ist leitende Kriminalrätin für Gewaltverbrechen in Düsseldorf. Ihr Onkel Bashir bittet sie, sich um den Überfall auf Oscar Ravani, den Sohn seines Freundes, zu kümmern, woraufhin sie diesen im Krankenhaus besucht. Sofort fallen ihr an seiner Darstellung des Hergangs Ungereimtheiten auf und sie ist sicher, dass ihr der in London arbeitende Journalist nicht alles erzählt, zumal er in Rätseln spricht, wenn er sagt: „Diese Leute haben gewonnen.“ Melia hofft, Näheres bei einem Besuch in dem Lokal zu erfahren, in dem Oscar vor dem Überfall war.
Die ehemalige Gerichtsreporterin Marianne Larsen hat ihre Enkelin Laura, eine Medizinstudentin, zu einer Kreuzfahrt von Hamburg über Oslo und Kopenhagen bis nach Kiel eingeladen. Mit an Bord der Dalia Ocean ist das Topmodel Vivien Sander, die vor der fünftägigen Jungfernfahrt die Schiffstaufe vornehmen soll. Sie hatte sich in der Elbphilharmonie eine Wohnung gekauft und von einem Innenarchitekten einrichten lassen, doch leider konnte vieles nicht nach ihren Wünschen ausgeführt werden. Bei einem Besichtigungstermin droht sie dem verantwortlichen Mitarbeiter mit einer Klage, sollte die Wohnung nach ihrer Rückkehr von der Kreuzfahrt nicht nach ihren Vorgaben eingerichtet sein. Dem verzweifelten Angestellten bleibt nichts anderes übrig, als seinen Boss Alexander Harder von dem Desaster zu berichten, der alles daransetzt, noch einen Platz auf der Dalia Ocean zu ergattern. Zur Abwendung des Ruins seiner Firma plant er den sich an Bord befindlichen Vertrag zu vernichten.
Vor zwei Tagen hat Louisa Peters eine erste anonyme Mail mit einer Geschichte erhalten, die gruseliger nicht sein könnte, da sie ihren eigenen Tod vorhersagt. Angeblich bleiben ihr nur noch 21 Tage und, so offenbart der Inhalt, die auserwählten Opfer werden mit einer Spiegelscherbe „markiert“. Erst als Louisa auf der Heimfahrt eine solche auf dem Rücksitz ihres Fiat vorfindet, ist sie alarmiert. Dennoch hält sie diesen Umstand zunächst für einen schlechten Scherz. Nachdem sich allerdings weitere Dinge ereignen, die sie nicht mehr nur einem Zufall zuschreiben kann, bekommt sie es mit der Angst zu tun und vertraut ihrer Freundin Josy ein Geheimnis an: Während der Schulzeit hat sie mit Patrick, Nick und Dana der Mitschülerin Astrid einen dummen Streich gespielt, indem sie ein Psychospiel veranstalteten, wie es momentan offensichtlich jemand mit ihr treibt. Allerdings, und dieser Umstand lähmt Louisa vor Angst, hat der jugendliche Leichtsinn seinerzeit ein entsetzliches Ende gefunden.
Für gewöhnlich setzt ein Kriminalroman direkt mit einem Mord, einem gefangen gehaltenen Opfer oder Ermittlern ein, die vor einem Rätsel stehen. Der Leser weiß dann schon, was ihn im Zuge des weiteren Handlungsverlaufs interessieren wird und worum es geht. Doch diese Dinge treten in dem Gartenkrimi Zuagroast von Martina Parker, vom Prolog einmal abgesehen, zunächst in den Hintergrund. Stattdessen wird der Leser von einem mit allerhand wissenswerten Hintergrundinformationen und herrlich amüsanten Missverständnissen versehenen, wendungsreichen Plot in Atem gehalten, dessen Faszination er sich nur schwer entziehen kann.
Die Entdeckung des ersten Antibiotikums durch Alexander Fleming im Jahr 1928 war eine medizinische Sensation und hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Doch durch unbedachte Antibiotikagaben und Einsatz in der Massentierhaltung sterben schon jetzt laut Bundesministerium für Gesundheit in Deutschland jährlich zehn- bis zwanzigtausend Menschen und vier- bis sechshunderttausend erkranken an den Folgen einer nicht mehr behandelbaren Infektion. Bis zu 95 Prozent der sogenannten Krankenhauskeime, so schreiben Kathrin Lange und Susanne Thiele in ihrem Thriller Probe 12, haben mittlerweile Resistenzen gebildet. Zudem gibt es bereits pan-resistente Erreger, gegen die selbst für Notfälle in Reserve gehaltene Antibiotika nicht mehr helfen. Wie die WHO im Jahr 2014 feststellte, kann eine Pandemie mit multiresistenten Erregern nicht mehr ausgeschlossen werden. Rettung könnten die schon lange bekannten, Viren abtötenden Bakteriophagen bringen, die in Osteuropa längst im Einsatz, in Westeuropa jedoch bis auf Ausnahmen verboten sind, oder neue Antibiotika, die jedoch wegen fehlender Gewinne niemand entwickeln will.