
Rätselhafte Ereignisse auf einer abgelegenen Insel
Drei bis heute ungeklärte Todesfälle und drei spurlos Verschwundene erschütterten im Jahr 1934 die auf dem Pazifischen Ozean gelegene Insel Floreana. Die Medien widmeten sich diesem reißerischen Thema ausführlich und machten es unter dem Namen „Galápagos-Affäre“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Den Ausgangspunkt bildete der Entschluss des Berliner Arztes Friedrich Adolf Ritter und seiner Lebensgefährtin Dore Koerwin, dem bürgerlichen Leben den Rücken zu kehren und auf einer einsamen Insel neu zu beginnen. Im September 1929 wurden sie die ersten Bewohner Floreanas.
Doch sie blieben nicht lange allein: Die Österreicherin und selbst ernannte Kaiserin Eloise Wagner de Bousquet sowie das Ehepaar Heinz und Margaret Wittmer – deren Nachfahren heute ein Hotel auf Floreana betreiben – folgten als weitere Aussteiger, die ein Leben inmitten unberührter Natur suchten.
weiterlesenGeheimnisse auf Floreana: Die Galápagos-Affäre und ihre literarische Verarbeitung
Adam Schmitt geht auf die Fünfzig zu und arbeitet als Rechtsanwalt in der Kanzlei seines Schwiegervaters Rainer Ernst. Obwohl er eine Affäre schon vor Monaten beendet hat, traut ihm seine Frau Conny nicht mehr. Adam setzt dieser Umstand dermaßen zu, dass er während eines Spaziergangs im Berliner Stadtpark einen plötzlichen Herztod erleidet. Nachdem ihn Sanitäter unter Einsatz eines Defibrillators zurück ins Leben holen konnten, verordnet ihm ein Kardiologe eine Auszeit. Adam soll einfach einmal nichts tun.
In einem äußerst ungünstigen Moment erreicht Polizeirevierleiter Knut Jansen von Valandsiel ein Anruf: In einer Rinne des Wattenmeers treibt eine Jacht, von der kein Lebenszeichen mehr ausgeht. Noch in der Nacht begibt er sich mit seinen Kollegen Veith und Diehl auf die Suche. Sie finden zwei Frauen, die an einem Mast aufgehängt wurden und denen jeweils beide Lungenflügel entfernt wurden. Sofort schaltet Knut Jansen seinen Kollegen Johann Maas vom LKA ein und zieht außerdem die auf Kinesik spezialisierte ehemalige FBI-Mitarbeiterin Helen Henning als Beraterin hinzu.
Wie weit kann oder darf die Liebe zu einem Menschen gehen oder anders gefragt: Ab welchem Stadium wird aus Liebe Hörigkeit? In dem Roman „Mein Mann, seine Frauen und ich“ von Hera Lind, dem eine wahre Geschichte zugrunde liegt, hat die vierundvierzigjährige Nadia Schäfer gerade eine Scheidung hinter sich, als sie einen Anruf von einem ihr unbekannten Mann erhält. Er bittet sie, ihn am nächsten Tag vom Bahnhof abzuholen und beendet damit das Gespräch.
Gerd Gerthner studiert Literatur, schreibt gerne Gedichte und träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Er ist schüchtern und noch „Jungfrau“, hofft aber, dass es auch für ihn ein erstes Mal geben wird. Als er eines Tages Hilfe für seinen Kaktus Nopsi benötigt, lernt er im Botanischen Garten in Berlin Emma kennen, die dort als Gärtnerin arbeitet. Nach der Verlobung und im sechsten Monat schwanger, glaubt Emma, von Gerd mit einer anderen Frau betrogen worden zu sein und wirft ihn aus der Wohnung. Der weint sich daraufhin bei seinem Freund Stefan aus. Doch es kommt für ihn in dieser Situation nur noch der Tod durch Erhängen in genau der Tropenhalle infrage, in der er Emma kennengelernt hat.
Von ihrem Lebensgefährten Ben Danner verlassen, mit dem Lila Ziegler eine Privatdetektei geführt hat, erwacht die Zwanzigjährige nach einem Suizidversuch aus dem Koma. Sie wollte ihrem Leben ein Ende setzen, weil sie sich für den Tod an ihrer Schwester schuldig fühlt, obwohl sie selbst zu dem Zeitpunkt erst vier Jahre alt war. Aber die letzten Worte von Danner vor seinem Abschied, dass sie unmöglich die Schuld am Tod ihrer Schwester tragen kann, gehen ihr nicht aus dem Kopf. Erst kürzlich hat sie den Mut gefunden, gegen ihren Vater, einen Staatsanwalt, Anzeige wegen häuslicher Gewalt zu erstatten.
Ein Band mit Kurzgeschichten ist eine Sammlung von spannenden, lustigen und mehr oder weniger anspruchsvollen Geschichten, wobei sich in der Regel auch immer solche darunter befinden, die eher langweilig sind und bei denen das Lesen Zeitverschwendung ist. Völlig anders verhält es sich dagegen mit den elf Kurzgeschichten in dem Buch „Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12“ von Jean-Paul Didierlaurent, die allesamt lesenswert sind. 
Nachdem Estelle Miroux als Siebzehnjährige ihre südfranzösische Heimat verlassen hat, kehrt sie achtzehn Jahre später nach Argelès-sur-Mer zurück, weil sie das kleine Hotel Auberge von ihrer Großmutter geerbt hat. Aber nicht nur für sich selbst hofft Estelle auf einen Neuanfang, sondern auch für den fast volljährigen Noah, den sie seit dem Tod seiner Mutter umsorgt. Von ihrer Großmutter findet sie ein Notizbuch, in dem diese von einer Schuld am Leben ihrer Enkelin spricht. Doch Estelle sieht keinen Zusammenhang, denn Anlass für ihre Flucht nach Heidelberg war ein traumatisches Erlebnis, das nichts mit ihrer Großmutter zu tun haben kann, für das sie aber vier Männer verantwortlich macht: Matthieu Clereau, Patrick Dugout, Yves Cousteau und Jérôme Lafayette. Ein beauftragter Privatdetektiv soll alles über sie in Erfahrung bringen.