Hören wird überbewertet von Cindy Klink

Hören wird überbewertetDie Worte „Hören wird überbewertet“ könnten von einem Menschen stammen, der selbst hören kann. Um so erstaunlicher ist es, dass diese Aussage ausgerechnet von Cindy Klink kommt, deren Eltern gehörlos sind und die selbst seit ihrem dritten Lebensjahr hochgradig schwerhörig ist. Die 1997 geborene junge Frau ist mit der Gebärdensprache aufgewachsen, die für sie die Muttersprache ist. Trotzdem war es für sie von jeher wichtig, sich auch in der Lautsprache verständigen zu können. Als sie mit dreizehn Jahren ein traumatisches Erlebnis hat und unter Depressionen leidet, betätigt sie sich als Bloggerin und führt ein Tagebuch. Mit diesem Ventil kann sie „Dampf ablassen“.

Doch damit nicht genug: Cindy Klink findet Trost in der Musik und entschließt sich im Jahr 2015, ein Lied von Sarah Conner in Gebärdensprache umzusetzen. Sie veröffentlicht es auf Facebook und ist bereits nach einem dritten Lied von der positiven Resonanz überwältigt. Die hartnäckige junge Frau gibt auch nicht bei einem Rap auf, der wegen der Schnelligkeit der gesprochenen Worte ungleich schwieriger umzusetzen ist. Um den Text in Gebärden verständlich zu machen, arbeitet sie drei Monate an der Umsetzung.

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Rückkehr an den See – Eine Geschichte über Freundschaft, Verlust und Versöhnung

Cover von Drei Frauen am See von Dora Heldt

Kindheitsfreundinnen und ihre Lebenswege

Seit Kindheitstagen haben sich Marie, Alexandra, Jule und Friederike zumindest über die Pfingstfeiertage im Haus am See getroffen. So unterschiedlich sie waren, haben sie sich vielleicht gerade deshalb gut ergänzt. Doch vor zehn Jahren sind die Freundschaften auseinandergebrochen, und jede der mittlerweile über fünfzig Jahre alten Frauen ging eigene Wege:

Alexandra ist eine vermögende und erfolgreiche Verlegerin in München und unverheiratet. Jule ist geschieden und Mutter einer Tochter. Sie hat sich als Physiotherapeutin im norddeutschen Weißenburg selbstständig gemacht, was ihr jedoch keine finanzielle Absicherung bietet. Friederike leitet in Bremen ein Fünf-Sterne-Hotel und ist ebenfalls unverheiratet. Marie, die seit ihrer Geburt einen Herzfehler hat, lebt mit ihrer Ehefrau Hanna zusammen.

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Nacht über Tanger von Christine Mangan

Nacht über TangerVor einem Jahr hat Alice Shipley, die bis zu ihrer Volljährigkeit unter der Vormundschaft ihrer Tante Maude steht, den Heiratsantrag von John McAllister angenommen und ist ihm aus dem amerikanischen Bundesstaat Vermont nach Tanger gefolgt. Doch seitdem führt die schüchterne, unter Angstzuständen leidende und wenig Selbstbewusstsein ausstrahlende junge Frau in Marokko ein einsames Leben. Sie traut sich nicht auf die Märkte, während ihr Mann das Leben umso mehr genießt und mit ihrem aus einem Fond stammenden Geld verschwenderisch umgeht.

Ohne Ankündigung steht eines Tages Lucy Mason völlig überraschend bei Alice vor der Tür. In Bennington haben die beiden am College zusammen studiert und sich ein Zimmer geteilt. Lucy ist über den verwahrlosten Anblick von Alice erschrocken, die trotz der allgegenwärtigen Sonne ganz blass ist und bei der sich die Knochen unter dem Hausmantel abzeichnen. John zeigt sich wenig begeistert von dem Besuch, den er jedoch widerwillig akzeptiert.

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All das hier von Alexander Kamber

All das hierMalte erhält von Ben einen Anruf, dass der gemeinsame Freund Finn bei einem Autounfall ums Leben kam. Da sich Maltes Freundin Anna für eine Stelle als Szenograf beim Theater beworben hat und sie zur letzten Bewerbungsrunde nach Stockholm eingeladen ist, will sie Malte nicht zur Beerdigung begleiten. Auch wenn er dafür nur wenig Verständnis aufbringt, so fährt er doch alleine mit dem Zug von Hamburg nach Zürich, wo ihn Ben empfängt. Auf der Fahrt erinnert er sich an den gemeinsamen Bühnenauftritt im letzten Sommer mit seinen Freunden und an den darauffolgenden Urlaub an der Nordsee. Mit Ben steht Malte am Grab von Finn und später reden sie über vergangene Zeiten. Zurück in Hamburg findet Malte einen Brief vor, der ihn den nächsten Zug nach Zürich besteigen lässt.

Die eigentliche Handlung des Romans „All das hier“ von Alexander Kamber erschöpft sich damit auch schon. Malte, der in der Ich-Form berichtet, hängt immer wieder seinen Erinnerungen nach und liest während der Zugfahrt die alten Mails von Finn. Er antwortet ihm sogar, weil ihm sein Tod so unwirklich erscheint. Malte weiß noch ganz genau, wie sie einmal zusammen auf der Reeperbahn waren und er vergeblich auf Finn warten musste.

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Tod in der Kaisergruft von Beate Maxian

Tod in der KaisergruftKaiserin Anna von Österreich-Tirol hat im Jahr 1617 den Bau der Kapuzinergruft in Wien, Grabstätte von 138 Habsburgern, testamentarisch angeordnet. An diesen Ort eilt die Journalistin Sarah Pauli vom „Wiener Boten“ in dem Kriminalroman von Beate Maxian, nachdem sie in ihrem Büro die Nachricht der Landespolizeidirektion gelesen hat. Es heißt, dass sich eine Kassiererin in der Gewalt eines oder mehrerer Geiselnehmer befindet, Anwohner und Hotelgäste evakuiert wurden und die Innenstadt weiträumig gemieden werden sollte. Mit ihrem Kollegen Simon beobachtet Sarah, wie das Sondereinsatzkommando Cobra die Gruft stürmt und schnell sickert durch, dass drei Menschen den „Tod in der Kaisergruft“ gefunden haben. Sarah kann die frei gelassene Kassiererin Maja Petrovic für ein Gespräch gewinnen, die mitansehen musste, wie der Täter zwei Menschen und im Anschluss sich selbst erschossen hat. Da Sarah ihr eine Praktikumsstelle in Aussicht gestellt hat, darf sie die Informationen für eine exklusive Story verwenden, was ihr Bewunderung bei den Kollegen einbringt.

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Radio Hearts von Florentine Krieger

Radio HeartsSeit sieben Monaten moderiert Fred Körner an zwei Tagen in der Woche die Sendung „Radio Hearts“. Seine Zuhörer erzählen ihm von ihrem Herzschmerz und dürfen für ihre Liebsten einen Musiktitel wählen, den er im Anschluss an das Telefonat auflegt. Doch die gewählten Titel sind zumeist romantische Klassiker und für diese „Megaschnulzen“, wie Fred sie nennt, hat er absolut nichts übrig. Vielmehr träumt er seit Jahren von einer Sendung mit Kulthits der 70er bis 90er Jahre. Seinem Chef Ewald bleibt nicht verborgen, wie lieblos Fred seinen Zuhörern am Mikrofon erscheinen muss und dass seine Kommentare nur wenig begeistert klingen. Als er das seinem Mitarbeiter unverständlich klar macht, bittet Fred um eine letzte Chance, die er allerdings verpatzt. Daraufhin verordnet ihm sein Chef einen sechswöchigen Urlaub, in dem er seinen Sinn für Romantik wiederfinden soll.

Seit fünfzehn Jahren ist Fred Stammkunde im Plattenladen von Manni. Doch als er den aufsucht, begegnet er Lena, die den Laden übernommen hat. Fred ist entsetzt, dass sie alle alten Platten von Manni einfach weggeräumt hat und wundert sich nicht über die ausbleibende Kundschaft. Da er genug Zeit hat und Lena offensichtlich keine Ahnung vom Musikgeschäft, bietet er ihr seine Hilfe an, zumal sie umwerfend aussieht.

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Blutbuche von Ule Hansen

BlutbucheEmma Carow wurde mit neunzehn Jahren von ihrem Kommilitonen Uwe Marquardt vergewaltigt und hat daraufhin eine polizeiliche Ausbildung eingeschlagen. Heute ist sie Fallanalystin beim LKA Berlin mit dem Spezialgebiet Serientäter. Uwe Marquardt hat eine siebenjährige Haft abgesessen und Emma in einem von ihm veröffentlichten Buch um Verzeihung gebeten. Als sich die beiden in einer Talkshow gegenübersitzen, äußert Emma zur Bestürzung der Moderatorin, dass er wieder vergewaltigen wird.

Von Polizeipräsident Falner erhält Emma den Auftrag, Briefe auf ihre Echtheit zu überprüfen. Dabei handelt es sich scheinbar um Hilferufe von in Polen festgehaltenen und vergewaltigten Frauen. Während die Vizepräsidentin des Verbandes schlesischer Heimatvertriebener glaubt, dass die Frauen von Deutschen entführt werden, die Polen hassen, lassen anonym eingegangene Briefe an die Polizeibehörde Breslau vermuten, dass sich jemand einen Scherz erlaubt.

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Interview mit der Autorin Stefanie Ross

Foto von Stefanie Ross
Foto © Schwitzke
Stefanie Ross ist in Lübeck geboren und hat in Kiel ein Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert. Anschließend arbeitete sie bei verschiedenen Banken in leitenden Positionen und veröffentlichte seit 2012 sowohl bei Verlagen, wie auch als Self-Publisherin verschiedene Thriller-Reihen.

Moin Stefanie, so sagt man doch bei euch im Norden! Es freut mich, dass ich dich für ein Interview gewinnen konnte! In deiner neuen Reihe, von der bisher Das Schweigen von Brodersby und Jagdsaison in Brodersby erschienen sind, geht es um den Landarzt Jan. Dein Protagonist hat ein aufregendes Leben geführt, denn er gehörte dem KSK, Kommando Spezialkräfte an, von dem ich – ehrlich gesagt – vor der Lektüre noch nie gehört habe.

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Die Glücksreisenden von Sybil Volks

Die GlücksreisendenIn dem Roman Wintergäste mussten die Mitglieder der Boysenfamilie den Jahreswechsel im Haus Tide, das seit Jahrhunderten im Familienbesitz ist, aufgrund eines Schneesturms notgedrungen gemeinsam verbringen. Inzwischen ging für Inge, die die Familie zusammenhält, und ihre Kinder das Leben weiter: Gynäkologin Gesa, Inges älteste Tochter, die noch mit Jochen verheiratet ist, hat neben den beiden gemeinsamen Kindern inzwischen eine drei Monate alte Tochter, deren Vater Matteo erheblich jünger ist als sie. Gesas Bruder Enno hat sich nach überstandener, schwerer Krankheit endlich einen Traum erfüllt und begibt sich während eines Sabbatjahres auf eine Weltreise. Bereits als junger Mann wollte er zur Seefahrtschule, was jedoch nur seinem Bruder Boy vergönnt war, der momentan in Chile weilt. Inges Schwiegertochter Kerrin, eine Hebamme, leidet unter der Abwesenheit ihres Ehemannes Enno, zumal ihr Sohn im fernen Amerika studiert und die adoptierte Tochter Inka durch Russland reist. Berit, eine weitere Tochter von Inge, wagt sich an einen ersten Roman, nachdem sie als Trauerrednerin gescheitert ist.

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Kennen Sie diesen Mann? von Carl Frode Tiller

Kennen Sie diesen Mann?David liegt ohne Erinnerungsvermögen auf der Intensivstation. Um herauszufinden, wer er ist, startet er in einer Zeitung einen Aufruf. Da er keine Besuche empfangen darf, bitten die behandelnden Psychologen seinen ehemaligen Freund Jon, ihm einen Brief zu schreiben, der Aufschluss darüber geben soll, wer David ist. Außerdem schreiben ihm seine frühere Freundin Silje, die wie ihn und Jon ein gemeinsames Interesse an Kunst, Kultur sowie am Komponieren verband, und ebenfalls sein Stiefvater Arvid, der als Pfarrer gearbeitet hat und inzwischen im Krankenhaus dem Tod entgegensieht.

Die Handlung des Romans „Kennen Sie diesen Mann?“ von Carl Frode Tiller ist im Jahr 2006 angesiedelt. David selbst tritt überhaupt nicht in Erscheinung und der Autor lässt offen, warum er sein Gedächtnis verloren hat oder er auf der Intensivstation liegt. Ebenfalls nicht bekannt ist der Wortlaut des Zeitungsaufrufs, weshalb sich der Leser fragt, ob möglicherweise ein Bild von David dazu geführt hat, dass er erkannt wurde, worauf ihm Silje und Arvid schreiben. Woher die Psychologen die Mail-Adresse von Jon haben, bleibt ebenfalls im Dunkeln.

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