In seinen autobiografischen Erzählungen Heimwege schreibt Gerd Fuchs über seine Kindheit in einem Dorf im Hunsrück, das nach und nach durch Bombengeschwader zerstört wird. Von seinen Erlebnissen der Kinderlandverschickung und wie er schließlich als 16jähriger beschließt zu schreiben. Bücher will er schreiben, ein Schöpfer sein. Obwohl er damals glaubt, dass Schreiben und Glücklichsein einander ausschließen.

Ein unvorbereiteter Wechsel in die Großstadt ist für Fuchs seine Zeit an der Universität in Köln und einem Leben als Untermieter in möblierten Zimmern. Die Arbeit in einem Bergwerk in Herne, eine Burschenschaft, in der er Mitglied wird und wieder austritt, die schlecht bezahlten Tätigkeiten, die das Studentenwerk vermittelt, sind weitere Stationen bis zum Beginn seiner Karriere als Journalist.

Bei einer Tagung der Gruppe 47 wird Fuchs zunächst als Springer-Knecht an den Pranger gestellt. Um dann als junger Autor aus einer seiner Erzählungen zu lesen. Siegfried Lenz und Günter Grass loben ihn, woraufhin er Angebote von zwei Verlagen erhält. 1967 will er sich die Gruppe 47 nicht mehr antun, aber er kann nicht widerstehen und wird Zeuge ihres Untergangs. Weiterlesen »

Der fünfzehnjährige Simon ist verschwunden. Er wollte das Wochenende bei seinem besten Freund Yannick verbringen. Doch wie sich herausstellt, war er das ganze Wochenende nicht dort. Er hat nie etwas ausgefressen und ist auch nicht der Typ, der einfach abhaut, also muss ihm etwas zugestoßen sein. Die Eltern rufen alle Freunde und Klassenkameraden an, niemand hat ihn gesehen, er ist spurlos verschwunden. Auch seine Schwester Lara hat keine Ahnung und langsam wird ihnen klar, wie wenig sie über Simon wissen.

Als auch die Ermittlungen der Polizei zu keinem Ergebnis führen, beschließt die siebzehnjährige Lara ihren Bruder zu suchen und stellt selbst Nachforschungen an. Zunächst sucht sie zusammen mit ihrer Freundin Annika Simons Fahrrad, mit dem er zuletzt gesehen wurde. Als das Fahrrad von Annika am Bahnhof gefunden wird, befragen sie dort die Passanten und finden heraus, dass Simon mit dem Zug nach Frankfurt gefahren ist.

Eines Tages trifft sie zufällig ihren alten Freund Bonzo, der seit zwei Jahren auf der Strasse lebt und berichtet ihm von den Ereignissen. Durch einen anonymen Hinweis von Bonzo an die Polizei werden im Keller eines Abbruchhauses Blutspuren von Simon gefunden. Weiterlesen »

Tobias Lehnert hat sein Studium abgeschlossen und arbeitet in einer Flüchtlingsunterkunft, in der er schon seit Jahren einen Studentenjob als Betreuer hat. Er möchte auf keinen Fall, wie einige seiner Kollegen, in der Unterkunft enden. Doch zu einer Doktorarbeit kann er sich auch nicht durchringen. Er spielt mit dem Gedanken ein Praktikum bei einer Zeitung oder einem Magazin zu absolvieren.

Eines Tages liest er eine Ausgabe des Jugendmagazins „Vorn“, eine wöchentliche Beilage einer großen Tageszeitung, die hauptsächlich bei Abiturienten und Studenten als cool und angesagt gilt. Er beschließt einen Artikel über die Gesetzmäßigkeiten des Flipperspielens für das Magazin zu schreiben. Und es gelingt ihm als freier Mitarbeiter einen Fuß in die Redaktion zu setzen und nach weiteren Artikeln sogar eine Festanstellung zu bekommen.

Tobias Freundin Emily arbeitet in einem Jugendzentrum und steht mit beiden Beinen im Leben. Am Anfang ist sie noch angetan von seinem Eintritt in die Redaktion, bemerkt aber, wie sich Tobias durch seine Begeisterung für das Magazin verändert. Das „Vorn“ wird zum Mittelpunkt seines Lebens, denn auch seine Freizeit verbringt er mit Kollegen, wobei die Ausgabe des nächsten Hefts oder neue Themen diskutiert werden. Tobias ist fasziniert von der völlig neuen Welt, in die er sich kopfüber stürzt, wobei seine Beziehung zu Emily immer weiter auseinander driftet. Weiterlesen »

Der Münchner Trödelhändler Wilhelm Gossec hat mit seinem Freund Julius eine mit diversen Flaschen Weißbier angeheizte Diskussion, in der es darum geht, weshalb junge Burschen zu Nazis werden. Er will seinem Freund beweisen, dass der überwiegende Teil der Münchner wieder den rechten Arm erhebt, wenn Hitler durch München marschieren würde. Eine Schnapsidee veranlasst ihn, sich kurzerhand einen Wehrmachtsmantel, Stiefel und eine SS-Offiziersmütze aus seinem Klamottenfundus anzuziehen. Mit einem Kajalstift markiert er sich einen typischen Bart und verlässt das Haus. Bei dieser hirnrissigen Aktion trifft er auf einen Trupp Neonazis, die eine Mahnwache mit Fackeln abhält und ihm nun folgt. Nur mit Mühe gelingt es ihm, die Verfolger abzuschütteln und sich zu retten.

„Hitler in München!“ lautete am nächsten Morgen die Schlagzeile in der Zeitung. Ein Faschingsscherz oder eine geschmacklose Provokation, hinter der man den Kabarettisten Beppo Wolfertshofer vermutet. Die Nationalen Kameraden München fühlen sich provoziert und drohen Wolfertshofer eine angemessene Antwort an.

Gossec fühlt sich miserabel, er fürchtet eine Gefahr für Leib und Leben von Wolfertshofer und trifft sich mit dem Kabarettisten, um die Geschichte aufzuklären. Der aber möchte die Hintergründe gar nicht aufdecken und ist eher amüsiert, dass die Aktion ihm zugeschrieben wird und die Zeitungen deshalb einen besonderen Tiefsinn dahinter vermuten. Weiterlesen »

Aktivisten des Netzwerks „Sub Africa“ planen einen Terroranschlag während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft im Moses-Mabhida-Station in Durban soll der Skywalk, ein ypsilonförmiger Bogen, der das Spielfeld des Stadions um mehr als hundert Meter überragt, gesprengt werden, wobei die gefährlichen Viren aus zwei Phiolen, die im Skywalk versteckt sind, in wenigen Sekunden die 70.000 Menschen im Stadion infizieren würden.

Der deutsche Bauingenieur Henning Fries arbeitet für das Hamburger Architekturbüro, die den Stadionbau geplant hat, in verantwortlicher Position auf der Baustelle in Durban und ist dort seltsamen Vorgängen auf die Spur gekommen. Die Pläne für den Skywalk auf seinem Computer wurden manipuliert und es wurden Änderungen in den Bodenblechen vorgenommen, die er so nicht vorgesehen hatte. Fries wird misstrauisch und er versucht fieberhaft herauszufinden, wer hinter den Änderungen steckt.

Als an einem Wochenende in Kapstadt bei einer Klettertour auf dem Tafelberg auf Fries geschossen wird, flieht er nach Deutschland, um herauszufinden, was in Hamburg schief gelaufen ist. Doch vorher will er sich mit seiner alten Freundin, der Journalistin Linda Roloff, in Stuttgart treffen. Weiterlesen »

Der 16-jährige Nick ist Schüler an einer Londoner Schule und nicht weiter besorgt, als eines Tages sein bester Freund Colin nicht zum Basketballtraining auftaucht. Als Colin am nächsten Tag völlig übernächtigt und mit geröteten Augen in der Schule eintrifft und sich mit zwei als uncool geltenden Schülern schon fast unterwürfig unterhält, wird Nick misstrauisch.

Er beobachtet, wie Colin einem anderen Schüler eine CD zusteckt und auf ihn einredet. Nick wird neugierig und entdeckt, dass auch andere Schüler miteinander tuscheln und kleine Päckchen übergeben. Plötzlich kommen Schüler nicht mehr zur Schule, melden sich krank oder verändern sich.

Als Nick dann endlich auch ein Päckchen mit einer DVD erhält, muss er zunächst versprechen mit niemandem darüber zu reden. Die DVD enthält das Computerspiel Erebos, ein Online-Rollenspiel mit merkwürdigen Regeln. Er hat nur eine Chance das Spiel zu spielen. Er darf nur spielen, wenn er allein ist. Er darf mit niemandem, auch nicht mit anderen Spielern, über das Spiel reden. Wer gegen die Regeln verstößt, ist raus und wird für immer aus dem Spiel ausgeschlossen. Weiterlesen »

Jan Hesse, der 25-Jährige Protagonist in Sebastian Christs Roman …und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!, studiert in München Geschichte und führt seit Jahren ein Leben als Praktikant in der Medienwelt.

Wie ein Nomade zieht er mit drei Taschen, in die er sein ganzes Leben packen kann, zum nächsten Praktikum in die nächste Stadt. Ein neuer Arbeitsplatz, ein neuer Chef und nur Übergangsbekanntschaften. Er lebt in nur spärlich möblierten Wohnungen zur Zwischenmiete, ohne ein festes Umfeld und ohne echte Freunde.

Während eines Praktikums in einem Hamburger Verlagshaus lernt er Anne kennen, zu der er sich hingezogen fühlt. Zwischen den beiden entsteht eine Vertrautheit, die ihm das Gefühl gibt endlich angekommen zu sein. Doch als er zurück in München ist, um seine Magisterarbeit zu schreiben, wird ihm klar, dass er alles verloren hat, was ihm früher einmal wichtig war.

Als sich die Chance ergibt bei dem renommierten Hamburger Kinomagazin ein Praktikum zu machen, greift er sofort zu, packt seine Sachen und fährt nach Hamburg. Aber Anne ist nicht mehr in Hamburg, sie macht inzwischen ein Auslandssemester in Paris. Weiterlesen »

Eddy Stein ist ein Lebenskünstler. Als Trickbetrüger nimmt er betuchte Touristen aus, um sein Leben in Kreuzberg, als Musiker mit einer bürgerlichen Fassade, zu finanzieren.

Nach einer seiner Gaunereien trifft er zufällig auf dem Hausflur zu seiner Altbauwohnung auf Berlins meistgehassten Prominenten Horst König, der mit einer Bratwurstkette in Amerika Millionen gemacht hat und als Käufer der Tempelhofer Deo-Werke zunächst als Retter gefeiert wurde. Aber nach der angekündigten Schließung der Fabrik und dem damit verbundenen Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen als Heuschreckenkapitalist ist er in die Schlagzeilen der Boulevardpresse geraten. Es kommt zu einer Auseinandersetzung der beiden, die durch einen unglücklichen Unfall für Horst König tödlich endet. Doch damit Eddys bürgerliche Fassade keine Risse bekommt, lässt er die Leiche verschwinden, vorbei an Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten.

Doch die Leiche wird gefunden und der vermeintliche Mord an König wird zum Medienereignis für die Boulevardpresse, die den unbekannten Mörder als Volkshelden feiert und nun die Familie des Opfers belagert. Weiterlesen »

Der schweizer Journalist und Buchautor Bruno Ziauddin ist als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer Schweizer Krankenpflegerin in Zürich aufgewachsen. Für seine indische Abstammung hat er sich nie interessiert. Erst nach dem Tod der Eltern wird ihm bewusst, dass er nur sehr wenig über seinen Vater und seine indischen Wurzeln weiß. Um mehr über ihn und letztlich sich selbst in Erfahrung zu bringen, beschließt er in den Geburtsort des Vaters, ein kleines Dorf an der Südspitze Indiens, zu reisen.

Dort lernt er nicht nur seine fünf Tanten und zahlreiche Cousinen und Cousins kennen, er entdeckt in der Familie des Vaters die eigene Familie, die ihm fremd und dabei seltsam vertraulich ist. So wird die abenteuerliche Reise zum Ausgangspunkt der Suche nach den Ursprüngen der Geschichte seines Vaters. Wie konnte er es aus einem armen indischen Kaff an eine englische Elite-Uni schaffen und unter welchen Umständen hat er seine Schweizer Ehefrau kennen gelernt?

Die Spurensuche führt den Autor zunächst nach London, wo sein Vater studiert hat. Nach Ghana reist er nicht, obwohl seine Eltern dort geheiratet haben, er dort gezeugt wurde und das Land gerne einmal gesehen hätte. Stattdessen führt ihn die Suche wieder zurück nach Indien. Weiterlesen »

Für viele Menschen ist der Computer und das Internet zum Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden und aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie shoppen, mailen, chatten oder spielen, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen, welche digitalen Spuren und persönlichen Daten sie im Netz hinterlassen.

Ibrahim Evsan, Gründer von Sevenload und Web 2.0 Experte, gestaltet sein Leben beruflich wie privat im Netz und kennt auch dessen Abgründe. In seinem Buch Der Fixierungscode beschreibt er die Chancen und Gefahren des Internets aus seiner persönlichen Sicht: Wie durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt und immer leistungsfähigeren Mobilgeräte, mit denen wir auch unterwegs online gehen können, eine zunehmende Fixierung auf die Geräte und Programme (Codes), mit denen wir unseren Alltag heute organisieren, stattfindet. Durch berufliche- und soziale Netzwerke verlagert sich unser reales Leben immer mehr ins Netz. Der Autor erklärt, wie man sich vor Gefahren schützt und wie man seinen Ruf im Netz pflegt.

Drei Monate hat Evsan den größten Teil des Tages damit verbracht, sich bei dem verrufenen Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ nach oben zu spielen, um sich ausführlich dem Thema Spielsucht und der wirtschaftlichen Macht hinter den Spielen widmen zu können. Weiterlesen »

Seite 91 von 92« Erste...83848586878889909192