Peter Coon stellt in seinem Buch „Weltfrieden ist aus“ fünfzehn Erzählungen vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da äußert Herr Schulte beim Bäcker einen ungewöhnlichen Wunsch, während jemand anderes von einer ungewöhnlichen Krankheit heimgesucht wird und ebenso ungewöhnlich ist eine Beziehung zwischen Caro und Leander. Anna steht mächtig unter dem Einfluss ihrer Freundin Kerstin, die im Gegensatz zu ihr bereits reichlich Erfahrungen mit Männern gesammelt hat, und Astrid bittet aus gutem Grund Fremde, für sie am Automaten Geld abzuheben. In Ankara kann ein junger Mann im Jahr 1925 die neu erlassenen Kleidervorschriften nicht akzeptieren, ein anderer traut sich nicht aufzubegehren, weil ihn seine Angst zu sehr lähmt, und vom Wunsch beseelt ist jemand, so mutig wie der 1961 nach dem Bau der Mauer über eine Stacheldrahtrolle gesprungene Soldat Conrad Schumann zu sein.
Während ein Forscher eine implantierte Mobilfunkelektronik als seine Entdeckung reklamieren kann, wird sich ein Forscherkollege für die Realisierung seiner Wunschträume schlafen legen. Ein ehemaliger Soldat besucht den Ort, an dem er einst um sein Leben kämpfen musste, und ein Autoverkäufer ist vom Leben auf der ganzen Linie gefrustet.
Hauptkommissar Frank Bennell steht vor einem Rätsel und bittet deshalb den Psychologen Robert Winter um Unterstützung: Gestern Abend hat Dr. Patrick Landers mit seinem Handy einen Notruf abgesetzt. Als der Rettungswagen am Unfallort eintraf, war die Fahrerin Laura Schrader glücklicherweise nur leicht verletzt. Doch im Kofferraum ist man auf die Leiche der achtjährigen Tochter Mia von Patrick Landers gestoßen, die mit offenem Schädel einen grauenhaften Anblick geboten hat. Susann, die Mutter des toten Kindes und geschiedene Ehefrau von Patrick Landers, ist die Schwester von Laura, die das Fahrzeug steuerte. Merkwürdig ist auch, so die weiteren Ausführungen des Kommissars, dass Laura, während sie vom Ferienhaus ihrer Eltern kam, mit dem Wagen eines Dorfbewohners unterwegs war und in diesem eine Pistole gefunden wurde, die wiederum einem anderen Dorfbewohner gehört. Von Patrick Landers fehlt seitdem jede Spur, die Ortung seines Handys unmöglich.
Kann das gut gehen, wenn ein nach Endorphinen lechzender Laufsüchtiger mit seiner Familie ein Kreuzfahrtschiff besteigt? Als Knut Knieping, nichts Böses ahnend, eines morgens von seiner Frau Cecile mit dem Wunsch nach einer Kreuzfahrt konfrontiert wird, sucht er natürlich händeringend nach einer Ausrede. Er könnte seekrank werden… Doch Cecile lässt keinen seiner Einwände gelten, und los geht es mit Tochter Fine zur Einschiffung nach Warnemünde. Der Anblick der Kabinengröße, ihres für die nächsten zehn Tage als Behausung dienenden „Wohnklos“, ist nicht nur für ihn ein Schock. Im Fitnessstudio, das sich offensichtlich großer Beliebtheit erfreut, folgt für Knut die nächste Ernüchterung. Auf dem Laufband sorgt ein kräftiger Seegang für eine weitere Überraschung, und als es am nächsten Morgen zum Frühstück geht, sieht sich Familie Knieping einer beträchtlichen Anzahl vor dem Frühstücksraum wartender Gäste gegenüber.
Rechtsanwalt David Forrester lebt in einem kleinen Vorort von Melbourne und ist in zweiter Ehe mit Elle Nolan verheiratet, die ebenfalls Anwältin ist, inzwischen jedoch Drehbücher schreibt. Nachdem sie sich von ihm getrennt hat, geraten die Eheleute bei einem Wiedersehen in eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf David seine Frau tötet. Er spricht darauf seine Aussage auf ein Diktiergerät und fährt zu Reginald, einem Kronanwalt und engstem Freund seines Vaters. Ihm beichtet er, dass Elle vor zwei Monaten die Trennung wollte, er bei seinem Besuch die Selbstbeherrschung verlor und sie mit seinen Händen erwürgt hat. Doch dem Rat von Reginald will David nicht folgen und er irrt deshalb so lange umher, bis er sich entschließt, zur Wohnung von Elle zurückzukehren.
Im März 1953 ist der Geheimdienstchef Lawrenti Beria mit seinem neuen Vertrauten Ilja Kolschetow in Moskau unterwegs zu dem im Sterben liegenden Stalin, wo er mit Chruschtschow und vier weiteren ranghohen Politikern die neue Machtverteilung regelt. Als nunmehr mächtigster Mann des Landes fordert er eine Amnestie vieler Inhaftierter. Er setzt den Kreml über seine Position und über den Tod von Stalin in Kenntnis. Ilja weist er an, das Testament des Verstorbenen nebst weiteren Unterlagen verschwinden zu lassen und zu vernichten. Im Anschluss schickt er ihn nach Deutschland, um den Staatssekretär von Konrad Adenauer auszuhorchen. In Bonn sucht Ilja im Auftrag von Beria den Koordinator der Geheimdienste, Hans Globke, auf und schlägt ihm die deutsche Wiedervereinigung vor. Um seinen Auftrag zu erfüllen, bricht der Spion sogar in das Amtsgebäude des amtierenden Bundeskanzlers ein.
Die Neuauflage aus dem Jahre 2017 des bereits 1931 erschienenen Debütromans „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ von Gabriele Tergit ist mit gutem Grund in der alten Rechtschreibung gehalten, wie Nicole Henneberg in einigen Hintergrundinformationen und biografischen Angaben zur Autorin am Schluss erklärt. Der Plot ist im Jahr 1929 angesiedelt, sechs Jahre nach der Währungsreform im November 1923. Wohnraum wurde immer knapper, durch Rationalisierungen stiegen die Arbeitslosenzahlen und mit ihnen begann der Aufstieg der Nationalsozialisten. Davon schreibt Gabriele Tergit, die selbst Redakteurin war, und beginnt ihren Roman mit einer Unterhaltung in den Räumen der Berliner Rundschau.
Franz Huchel ist siebzehn Jahre alt, als ihn seine Mutter im Jahr 1937 zu Otto Trsnjek schickt. Ihre finanzielle Situation zwingt sie dazu, nachdem der wohlhabende Alois Preininger, der sie für ihre Liebesdienste entlohnt hat, ertrank. Otto Trsnjek betreibt in Wien eine Tabaktrafik und will ihren Sohn in die Lehre nehmen. Hals über Kopf verlässt der junge Mann seine Heimat Nußdorf im Salzkammergut und reist nach Wien, wo ihm hinter dem Verkaufsraum der Trafik eine Lagerkammer als Wohn- und Schlafstätte dient.
Bei dem Stichwort Eifel denken viele sofort an die dort erloschenen Vulkane. Tatsächlich gibt es eine Region in der Eifel, die Vulkaneifel genannt wird. Sie ist geprägt durch eine charakteristische Landschaft, bedingt durch Vulkanausbrüche und die daraus entstandenen Maare. Michael Pantenius erklärt in seinem Buch „Eifel – Die 99 besonderen Seiten der Region“ die Entstehung dieser Maare und erwähnt in diesem Zusammenhang auch, dass unser Klima immer schon einem Wandel unterlegen ist. Die Vulkanausbrüche haben das für den Brückenbau wertvolle Trass entstehen lassen und ebenfalls den schwarzen Basalt, der für Mühlsteine Verwendung fand. Der alte Abbaubetrieb kann heute unter der Erde bewundert werden.
Anna ist über das, was sie gerade in den Nachrichten sieht, entsetzt: Ein Flüchtling trägt ein totes Kind auf dem Arm, das er aus dem Meer kommend auf einem Strand ablegt, während ihm Touristen dabei zusehen. Sie hört den Spendenaufruf des Nachrichtensprechers und entschließt sich spontan, auf das Geld zu verzichten, das sie von ihren Großeltern für den nächsten Urlaub bekommen hat. Doch damit nicht genug. Anna sammelt auch Geld von Verwandten und Bekannten und sogar von Freunden auf der Straße.
Wer an die Costa de la Luz reisen möchte, hat die Auswahl zwischen einer ganzen Reihe von mehr oder weniger kleinen Dörfern oder auch größeren Städten. Der Reiseführer „Costa de la Luz mit Sevilla“ von Hans-Jürgen Fründt gibt mit vielfältigen Informationen eine gute Entscheidungshilfe. Während sich die nördlicher gelegenen Küstengebiete der Provinz Huelva für Wanderungen und Fahrradtouren eignen, lockt die Provinz Cádiz im Süden Wind- und Kitesurfer an. Je nach Gegebenheit listet der Autor zu jedem Ort, um nur einige Beispiele zu nennen, Strände, Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Restaurants, Verkehrsverbindungen, Aktivitäten, Feste, Ausflüge, Bodegas und die Anreisemöglichkeiten auf. Von größeren Orten ist ein Stadtplan zu finden, und die vorangestellten Landkarten verschaffen einen ersten Überblick über die Regionen. Besonders wissenswerte Themen hat er ausführlicher behandelt. So ist beispielsweise der Sherrykunde, dem Flamenco und Stierkampf sowie Christoph Kolumbus ein eigenes Kapitel gewidmet.