Die mehr oder weniger umfangreichen Kurzgeschichten in dem Buch „Ein Feuer im Garten“ beziehen sich größtenteils auf Erinnerungen von Franz Hohler, ob an seine früheste Kindheit, seine auf einem Gymnasium verbrachte Zeit, von ihm abgehaltene Lesungen oder den Besuch einer Theateraufführung mit seiner Ehefrau. In Ich-Erzählungen beobachtet er alltägliche Begebenheiten. Wenn er beispielsweise mit dem Zug unterwegs oder erst auf dem Weg zum Bahnhof war, durch Minsk auf der Suche nach dem Goethe-Institut irrte oder als er in Teheran aus einem seiner Werke gelesen hat. Er schreibt von den Tücken eines Automaten, der ihm einmal eine benötigte Quittung versagte, von seiner alpinen Expedition auf einen Gletscher und vom Streckenvortrieb für den 57 km langen Gotthard-Basistunnel für den Eisenbahnverkehr, der 2016 in Betrieb genommen wurde.
Interessant sind Hintergrundinformationen zu seinen Reisen, die ihn bis in die Vereinigten Arabischen Emirate geführt haben, wobei er nicht mit Kritik am System spart. Nicht gutheißen kann er das von der iranischen Regierung verhängte Messeverbot für einen Verlag, der ein dem Staat nicht genehmes Buch veröffentlicht hat.
Giovanni gehört einer traditionsreichen Familie von Eismachern an. Schon sein Urgroßvater Giuseppe Talamini ist in Venas di Cadore in den Dolomiten aufgewachsen und war Zeitzeuge beim Durchbruch des Gotthard-Tunnels im Jahr 1880. Von einem Aufenthalt in Wien brachte er sich eine Eismaschine mit, was bei seinem Vater erwartungsgemäß auf Unverständnis stieß. Trotzdem kletterte er bis zum Gletscher auf den Antelao, um von dort gefrorenes Eis für seine ersten Experimente zur Herstellung von Sahneeis und Sorbet zu gewinnen, womit er den Grundstock für die nachkommenden Generationen legte.
Nadja Schwertfeger erwirbt von einem Antiquar das Heft „Die Nachtwache des Soldaten Pietzsch“ des Autors Paul Anderweg, in dem es um Ereignisse geht, die sich in der Nacht vom 19. auf den 20. April 1945 in einem Dorf zugetragen haben. Wiederholt ist von einem weiblichen Flüchtling und ihrem fünfjährigen Sohn die Rede, doch interessiert sich Nadja vor allem für die vom Autor beschriebene Stoffkatze, die mit „Nadjas Katze“ identisch ist. Sie selbst wurde als Säugling im Februar 1946 vom Ehepaar Schwertfeger adoptiert und weiß lediglich, dass ihre leibliche Mutter eine unbekannte Polin oder Russin gewesen sein soll. Über die Stoffkatze hofft sie, mehr über ihre Mutter und ihr Schicksal zu erfahren, wozu sie den Ort ausfindig machen muss, in der eine gewisse Elfie Stoffkatzen genäht haben soll.
Rosemarie bekommt zu ihrem neunundvierzigsten Geburtstag von ihrem Sohn eine zweiwöchige Reise nach Sri Lanka geschenkt. Im August 1995 startet sie von Düsseldorf und ist nach ihrer Ankunft am Ziel auf ganzer Linie enttäuscht: Aufgrund der Korallenbänke wimmelt es am Strand nur so von spitzen Steinen, sie zieht sich einen starken Sonnenbrand zu und in der Nacht wird sie von Mücken geplagt. Von Neugier getrieben, wagt sie sich in die Armenviertel, woraufhin ihr klar wird, warum das Resort von Security-Leuten bewacht werden muss. Mit Eberhard und Bärbel, die sie bereits auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel kennengelernt hat, macht sie einen Ausflug zu einer herrlichen Bucht und türkisfarbenem Wasser, was ihre Freude auf den weiteren Urlaub hebt.
Fast dreizehn Jahre ist Eva mit Peter verheiratet. Beide sind Anfang vierzig und leben mit ihren Kindern, der elfjährigen Laura und dem neun Jahre alten Jonas, in München. Eva hat eine gut bezahlte Halbtagsstelle in einer Marketingabteilung und duzt ihren Chef Carsten, der ein Tennispartner ihres Mannes ist. Als die Kinder eines Abends bei der Großmutter sind, freut sich Peter darauf, mit ihr allein zu sein und nähert sich Eva mit einer bestimmten Absicht. Doch sie stellt überrascht fest, dass sie keine Lust auf den Austausch von Zärtlichkeiten hat und eher Ekel empfindet.
Rich Cohen arbeitete seit 1993 als freier Mitarbeiter bei dem Musikmagazin Rolling Stone und erhielt ein Jahr später, mit erst sechsundzwanzig Jahren, den Auftrag, für die Zeitschrift über die US-Tour der Rolling Stones zu schreiben. Wie kaum einem anderen Menschen gab ihm das die Möglichkeit, hinter die Kulissen und in die Privatsphäre der Bandmitglieder zu schauen, die auch später noch für seine Fragen zur Verfügung standen, was die Entstehung seines Buches „Die Sonne, der Mond & die Rolling Stones“ erst möglich machte.
Oberkommissarin Helene Christ von der Kriminalpolizei Flensburg wird von ihrem Kollegen Nuri Önal ein Leichenfund in der Feldmark bei Estoft gemeldet. Als beide am Fundort eintreffen, erfahren sie vom Dorfpolizist Mommsen, dass es sich bei dem Toten um den bei allen Dorfbewohnern unbeliebten Bauern und Jäger Enno Brodersen handelt. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass dieser bereits vor drei Tagen mit einem Schuss in die Brust getötet wurde, was auch den von ihm ausgehenden starken Geruch und die „Blutmöwen“ erklärt, die sich bereits über die Leiche hergemacht haben. Die weiteren Ermittlungen ergeben, dass es sich bei der Tatwaffe um das Gewehr von Enno Brodersen handelt, das neben ihm gefunden wurde. Wie Kay Nissen von der Spurensicherung feststellt, wurden Latexhandschuhe beim Abfeuern der Waffe benutzt, weshalb die Ermittler einen Unfall ausschließen und von Mord ausgehen.
Junggeselle Fellinger bekommt in seiner Eigenschaft als Hygienekontrolleur eines Tages einen anonymen Anruf: Beim Chinesen Peking würde etwas mit einer schwarzen Soße nicht stimmen. Fellinger stattet dem Peking einen Besuch ab und nimmt eine Probe der Soße. Bei der Gelegenheit schaut er in den Kühlraum und entdeckt zu seinem Entsetzen einen am Haken hängenden Hund. Sein kriminalistischer Spürsinn ist geweckt und er fährt zu Helga Poschinger, weil er vermutet, dass sie die Besitzerin des toten Tieres ist. Als er die Frau nicht antrifft und in ihrem Garten überfallen wird, ruft er die Polizei.
Wie ihr Ehemann Theo arbeitet Alicia an einer Schule. Didi ist ihre beste Freundin, und dessen Ehemann Gregor ist der beste Freund von Theo. Als Gregor für ein Reisejournal für zehn Tage nach China reisen soll, darf er drei Begleiter mitnehmen. Doch bevor die vier die Reise antreten können, verunglückt Gregor tödlich mit seinem Motorrad. Zufällig finden Theo und Didi beim Entrümpeln seiner Kleidungsstücke einen Zettel mit dem Versprechen an seine „Süße“, ihr eine bereits in China bestellte Ente zu schenken. Tatsächlich weiß Didi, dass es sich dabei um die Skulptur einer Mandarinente handeln soll. Allein schon aus diesem Grund ist Alicia fest entschlossen, die Reise in den Pfingstferien anzutreten. Sie bucht für drei Personen ein extra für sie zugeschnittenes Programm, das sie bis auf die Große Mauer führen soll.