„Leo lernt zaubern“ – Ein Kinderbuch über Fantasie, Verantwortung und echte Wunder

Buchcover des Kinderbuchs Leo lernt zaubern

Ein Junge mit einem außergewöhnlichen Wunsch

Im Kinderbuch Leo lernt zaubern* von Edith Schreiber-Wicke klagt der junge Leo seiner Mutter, dass er in der Schule nur unnütze Dinge lernen müsse. Viel lieber möchte er das Zaubern beherrschen! Mit immer neuen Ideen und Fragen stört er seine Mutter, die gerade am Computer arbeitet. Diese wird zunehmend ungeduldiger und erinnert Leo an seine Pflichten. Nach erledigten Aufgaben macht sich Leo mit der Straßenbahn auf den Weg zu seinem Großvater Nonno. Während der Fahrt träumt er von einem Zauberer, wie ihn seine Fantasie hervorbringt. Auch mit seinem Großvater spricht er über seinen Herzenswunsch – und ist überrascht von dessen Erklärung.

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Black Box Dschihad von Martin Schäuble

Daniel und Sa’ed auf ihrem Weg ins Paradies!

Black Box DschihadTäter sind immer auch Opfer. Aber erst, wenn es zu spät ist, wird nach den Hintergründen und Ursachen gefragt. Martin Schäuble zeichnet in dem Buch „Black Box Dschihad“ biographisch die Umstände auf, die zwei junge Männer zu islamistischen Terroristen machte.

Daniel kommt 1985 in einer deutschen Kleinstadt zur Welt und ist elf Jahre alt, als sein Vater von zu Hause auszieht. Er schließt sich der Hip-Hop-Szene an und legt bei teuren Einkäufen Wert auf Markenkleidung. Anstelle eines Romans liest der ehrgeizige Schüler lieber das Grundgesetz, denn sein Ziel ist ein Jurastudium. Ihn erschüttert der Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 2001 und sechs Jahre später fragt er nach den Ursachen. Der Einmarsch amerikanischer Truppen in den Irak löst bei Daniel eine kritische Haltung gegenüber der gesamten westlichen Welt aus und mit achtzehn Jahren bricht er die Schule ab. Nachdem ihn sein Weg als Aussteiger nach Brasilien führt, endet sein Regenwald-Abenteuer in einem Albtraum.

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Kreuzworträtselmord – Zwischen journalistischer Neugier und moralischem Abgrund

Buchcover des Kriminalromans Der Kreuzworträtselmord

Ein Urlaub mit Folgen: Shiva stößt auf einen rätselhaften Fall

Endlich ist es Shiva, Journalistin einer Boulevardzeitung, nach zwei Jahren gelungen, der beruflichen Tretmühle zu entkommen, um ein paar Tage Urlaub in Oberhof zu verbringen. Kaum angekommen, zieht es sie mit ihren Langlaufskiern in die Loipe, wo sie auf Susanna trifft – eine Frau mit einem seltsamen Verhalten. Doch schnell freunden sich Shiva, Susanna und deren Freundin Judith an. Bevor Shiva den Hintergründen von Susannas Verhalten auf den Grund gehen kann, wird sie jedoch vom Chefredakteur nach Berlin zurückbeordert.

Alte Kriminalfälle – Neue Schlagzeilen?

Um die sinkenden Auflagen der Zeitung zu steigern, will die Redaktion alte Kriminalfälle neu aufrollen. Shiva soll den sogenannten Kreuzworträtselmord bearbeiten – ein über 30 Jahre zurückliegender Fall, der scheinbar restlos aufgeklärt wurde.

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Der seltsame Fremde – Zwischen Realität, Erinnerung und Paralleldasein

Eine literarische Analyse des Romans von Christian Haller

Buchcover des Romans Der seltsame Fremde

Einladung zu einer Reise ins Ungewisse

Der mit einer Astrophysikerin verheiratete Fotograf Clemens Lang erhält eine Einladung zu einem internationalen Kongress, bei dem er seine Arbeiten präsentieren und ein Portfolio zusammenstellen soll. Bereits am Flughafen begegnet ihm eine geheimnisvolle Figur, die sich selbst als „der seltsame Fremde“ bezeichnet und vorgibt, sein auserwählter Begleiter zu sein. Obwohl Clemens den Mann auf Mitte vierzig schätzt, behauptet dieser, bis 1916 Friedländer geheißen zu haben, von Beruf „Causeur“ gewesen zu sein und heute unter dem Namen Landers zu leben.

Der Fremde stellt Lang vor ein Rätsel: Er sagt zutreffend eine Flugverspätung voraus, erscheint immer wieder wie aus dem Nichts und verschwindet ebenso unbemerkt.

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Buchrezension: „SexLügen“ von Denise Harris – Zwischen Tabubruch und Klischeeüberladung

Buchcover des Romans SexLügen

Ein Pseudonym als Schutzschild

Autoren greifen nicht selten zu einem Pseudonym, wenn sie nicht persönlich mit einem kontroversen Werk in Verbindung gebracht werden möchten. Besonders in der erotischen Literatur ist dies weit verbreitet – und im Fall des Romans SexLügen* erscheint es fast selbstverständlich. Denn die Hauptfigur Denise Harris, die offenbar identisch mit der Autorin ist, erlebt in der Handlung zahlreiche sexuelle Begegnungen – mit über 300 Männern und zwei Frauen.

Vom Ehebruch in die Krise

Durch ein Telefonat mit Mr. Murdock von der First Interstate Bank erfährt Denise, dass ihr Ehemann Ronald nicht nur sämtliche gemeinsamen Konten überzogen hat, sondern auch drei Monatsraten für das Haus offen sind.

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Schoßgebete von Charlotte Roche

SchoßgebeteMit ihrem Debüt „Feuchtgebiete“ wirbelte Charlotte Roche gehörig die Gemüter auf. Die einen hassten und verhöhnten es, die anderen liebten und feierten Roches ekelhaft offenes Werk. Daher wurde auch der Folgeroman „Schoßgebete“ mit gemischten Gefühlen erwartet. Der Roman lehnt sich jedoch nicht gänzlich an seinen Vorgänger an. Hier steht das eheliche und mitmenschliche Zusammensein in seinen unterschiedlichsten Facetten im Mittelpunkt. Jedoch zeigt Roche erneut, dass sich auch hier jede Menge Tabus finden lassen, die man gehörig ausschlachten kann.

Und noch etwas fällt schnell auf, wenn man die ersten Seiten des Buches aufschlägt und liest: Die autobiografischen Züge zwischen dem weiblichem Hauptcharakter Elizabeth und Autorin Roche scheinen stärkere Ähnlichkeiten angenommen zu haben, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Trotzdem wird schnell klar, dass Roche hier nicht allzu offenherzig von sich selbst spricht.

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Verdammt, wo ist der Bräutigam? von Nicola Holzapfel

Was man auf Hochzeiten alles erleben kann.

Verdammt, wo ist der Bräutigam?Wenn die Gäste während der Hochzeitsfeierlichkeiten „Verdammt, wo ist der Bräutigam?“ rufen, ist das sicher tragisch. In ihrem Buch hat Nicola Holzapfel solche und andere Peinlichkeiten beschrieben, der sie zumeist selbst als Zeugin beiwohnte. Zu vierundvierzig Stichworten schreibt sie nicht immer ganz ernst gemeint, wie ein Brautkleid ausgewählt werden sollte, über Sinn und Unsinn eines Junggesellenabschiedes und welch tieferen Sinn ihrer Meinung nach Einladungskarten haben. Sie führt Gründe an, die gegen eine Ehe sprechen und stellt ungewöhnliche Hochzeitsanträge vor. Als Gast kann man mit dem falschen Geschenk und der unpassenden Kleidung ins Fettnäpfchen treten und ganz besonders mit einer Diashow, in die versehentlich ein Foto vom Bräutigam mit seiner Ex gerutscht ist. Die Autorin deckt Wirrungen in der Namensgebung auf, zitiert Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der Ehe und lässt auch das Thema Scheidung nicht aus.

Allein der provozierende Titel „Verdammt, wo ist der Bräutigam?“ und das ansprechende Cover verheißen schon Lesespaß. Spätestens die Inhaltsangabe weckt beim Leser eine Erwartung, die das Buch allerdings nicht hält.

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Vorsorge für den Notfall von Dr. Ludwig Kroiß und Brüne Soltau

Vorsorge für den NotfallFür den Fall, dass Ihnen ganz plötzlich etwas zustößt: Wissen Ihre Angehörigen, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen oder wo Sie wichtige Dokumente aufheben? Die Möglichkeit eines Unfalls oder gar eigenen Todes verdrängen wir alle gerne und doch sollte sich jeder Mensch auch schon in jüngeren Jahren damit auseinandersetzen. In einer praktischen und ansprechenden Vorsorgemappe befindet sich die Broschüre „Vorsorge für den Notfall“ von Dr. Ludwig Kroiß, der Direktor des Amtsgerichts Traunstein ist und Brüne Soltau. Darin kann man direkt Versicherungen, Vereine, Abos, Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen eintragen, die bei Eintritt eines Notfalls gekündigt werden müssen. Vor allem fehlen auch nicht die Fragen nach den Orten, wo sich diese Unterlagen befinden. Das Inhaltsverzeichnis erleichtert ein gezieltes Auffinden und Querverweise auf andere Broschüren helfen bei speziellen Fragen weiter.

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Kinderbuch-Rezension: „Der fliegende Dienstag“ von Müge Iplikçi

Buchcover des Kinderbuchs Der fliegende Dienstag

Eine kindliche Traumreise durch Istanbul

In dem Kinderbuch Der fliegende Dienstag* von Müge Iplikçi lebt die kleine Sibel mit ihren Eltern und den jüngeren Zwillingen Mehmet und Zara in Istanbul. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, fliegen zu können. Beim Einkaufen für das bevorstehende Zuckerfest auf dem Dienstagmarkt verliert Sibel ihre Familie aus den Augen und versinkt in ihren Tagträumen. Auf der Suche begegnet sie einer älteren Frau, die im Müll nach Brauchbarem sucht, und lernt später deren Enkel Sinan und Dilek kennen. Traum und Wirklichkeit beginnen sich zu vermischen.

Istanbul, Bräuche und gesellschaftliche Realitäten

Die Autorin, geboren und aufgewachsen in Istanbul, vermittelt jungen Leser:innen viel Wissenswertes über die Stadt zwischen Europa und Asien, über die Türkei und ihre kulturellen Traditionen. Mithilfe zahlreicher Fußnoten erläutert sie Begriffe aus dem Text kindgerecht und informativ.

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Häschen in der Grube von Maria Sveland

Häschen in der GrubeEnde der 80er Jahre haben die Freundinnen Emma und Julia mit ihren 13 Jahren allerhand Flausen im Kopf. Verbotenes reizt und so stehlen sie Süßigkeiten und Getränke. Als sich ihnen im Wald eines Tages ein Mann in exhibitionistischer Weise zeigt und seinen „Rhabarberpenis“ mit der Hand reibt, erregt das die Mädchen und führt zu sexuellen Fantasien.

Die Familiensituation der beiden weist große Unterschiede auf: Emma lebt bei ihrer allein erziehenden Mutter Annika, die sie wie eine Freundin behandelt, in bescheidenen Verhältnissen. Wegen der Schwangerschaft musste Annika ihr Studium aufgeben. Als Pflegehelferin arbeitet sie in einem Seniorenheim und freut sich über einen kleinen Nebenverdienst, als sie für den Kulturredakteur Gunnar Buchrezensionen schreiben darf.

Um die Ehe der Eltern von Julia und ihrem kleineren Bruder Erik steht es nicht zum Besten, denn Mutter Gisela kann sich nicht mehr daran erinnern, wann sie in ihrem Leben zum letzten Mal fröhlich war.

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