Zwölf Frauen, zwölf Grenzmomente – Einblick in Nadine Kegeles „Annalieder“

Buchcover: Annalieder von Nadine Kegele

Schwestern, Erwartungen und ein Pailettenkleid

Helene wollte ihrer kleinen Schwester Anna nur ihren Freund Mats vorstellen, weil sie auf beide stolz war. Sie konnte nicht ahnen, dass sie Gefallen aneinander finden. Gestern Abend und heute in der Früh hat sie nichts gegessen, damit ihr Pailettenkleid gut sitzt. Eigentlich hat sie Glück, nicht in Annas Haut zu stecken, in ihrem weißen Kleid. „Anna sein“ und elf weitere Geschichten werden von Nadine Kegele in „Annalieder“* jeweils aus der Perspektive einer weiblichen Protagonistin erzählt.

Körper, Schmerz und fragile Begegnungen

Eine Frau greift in „Die Farbe Blut“ nach dem Duschgel und schneidet sich dabei mit dem Rasierer in die Brustwarze. Sie ist unsicher, ob sie zu ihrem praktischen Arzt oder zu ihrem Gynäkologen gehen soll.

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Wellers Zorn von Birgit Lohmeyer

Wellers ZornAuch in dem zweiten Ostseekrimi von Birgit Lohmeyer begegnet der Leser dem Wismarer Bewährungshelfer Uwe Weller. Doch steht der in dem Roman „Wellers Zorn“ selbst im Mittelpunkt des Geschehens und gerät dabei in einen Konflikt zwischen seinen moralischen Grundsätzen und persönlichen Interessen.

Nach einer zwölfeinhalbjährigen Haftstrafe wegen Totschlags steht Wolfgang Zorn seit neun Monaten bei Uwe Weller unter Führungsaufsicht. Er ist für Weller ein angenehmer Klient, der alle schweren Körperverletzungen einschließlich seiner letzten Tat unter starkem Alkoholeinfluss begangen hat. Doch nun nimmt er an einem Anti-Gewalttraining teil und ist bemüht die Finger vom Alkohol zu lassen. Nach einem brutalen Mord an einer Wismarer Studentin vernehmen Beamte der Kripo Schwerin Wolfgang Zorn in seiner Wohnung, obwohl gegen ihn nicht mehr vorliegt als seine Vorstrafen.

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Mörder im Chat – Ein Fall, der unter die Haut geht

Buchcover: Mörder im Chat von Frank Goyke

Ein Mörder im Livestream: Spannung pur aus Arlesheim und Rostock

Der alleinerziehende Ermittler Jonas Uplegger ist bereit, sich neu zu verlieben und seine Kollegin Barbara Riedbiester kämpft mit ihrer Alkoholsucht. Im packenden Kriminalroman „Mörder im Chat“* von Frank Goyke stehen die beiden vor einer außergewöhnlichen Herausforderung: Sie müssen einen psychisch gestörten Mörder identifizieren – ohne ein nachweisbares Opfer.

Mord per Webcam: Stephan Hagner als Zeuge eines digitalen Albtraums

In seinem Heimatort Arlesheim nahe Basel wird der Informatiker Stephan Hagner unfreiwillig Zeuge eines schockierenden Vorfalls: Per Webcam sieht er, wie sich ein maskierter Mann von hinten der 23-jährigen Studentin Miriam aus Rostock nähert – offensichtlich mit dem Ziel, sie mit einer Machete zu töten.

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Die schlimme Zeit zwischen Aufstehen und Hinlegen von Marcus Gärtner (Hrsg.)

Die schlimme Zeit zwischen Aufstehen und HinlegenInsgesamt haben sich fünfzehn namhafte Autoren in vierzehn Geschichten Gedanken über „Die schlimme Zeit zwischen Aufstehen und Hinlegen“ gemacht, woraus eine Anthologie gleichen Titels entstanden ist. Ihre schriftstellerische Kreativität hat in einer der Geschichten zu einem Mord im Skiurlaub geführt und in einer weiteren einen Jogger eine Leiche finden lassen. Manch ein Protagonist simst lieber als zu telefonieren und ein unter Onaniezwang leidender Professor landet in einer Nervenklinik. Der Leser erfährt etwas über einen Schriftsteller, der vor zwölf Uhr mittags keine Anrufe entgegen nimmt, trotzdem aber nicht faul ist und ebenso wie seine Berufskollegen süchtig den Verkaufsrang bei Amazon beobachtet. Ein Familienvater baut für den Weltuntergang heimlich einen Bunker und ein Autor muss seinem Lektor absagen, weil er im Urlaub statt der erhofften Ruhe störende Animationsprogramme über sich ergehen lassen muss. Manche Menschen haben Probleme mit der Wiedererkennung von Gesichtern und andere können sich keine Geheimnummern merken, was im einen Fall zu Verwicklungen und im anderen zu bösen Überraschungen geführt hat.

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Viele brauchen Erfahrung, wir haben sie… von Wolfgang Sternkopf (Hrsg.)

Gedanken… 50plus!

Viele brauchen Erfahrung, wir haben sie...Das Buchprojekt „Viele brauchen Erfahrung, wir haben sie…“ ist nach einer Idee von Wolfgang Sternkopf entstanden, der das Buch auch herausgegeben hat. Die Texte zum Thema „50plus“ sollten jedoch nicht allein von Schriftstellern geschrieben werden und so wurden über die Initiative „Best Ager“ in vielen Städten des Ruhrgebiets Besucher der Job-Clubs für das Projekt gewonnen. In vier Workshops an insgesamt zwölf Abenden haben die Teilnehmer mit professioneller Hilfe der Autoren Eva von der Dunk, Brigitte Werner, Renate Queke, Ulrich Breitbach und Josef Krug Texte erarbeitet und bei einer der nächsten Zusammenkünfte vorgestellt. Der Fotograf Uwe Jesiorkowski hat dies in Bildern festgehalten und Klaus Poetsch hat einige Karikaturen zur Auflockerung der Texte beigetragen. Am Ende ist der Name Programm, denn Dr. Stefan Lob hat das Nachwort zu dem Buch verfasst.

„Gedanken… 50plus“ ist auf dem Cover von „Viele brauchen Erfahrung, wir haben sie…“ zu lesen, doch das Buch kann nicht halten, was der Titel verspricht. „Übung, Erfahrung, Fähigkeiten, Weitblick, Wissen, Menschenkenntnis, Praxis …“ sind einige der Begriffe einer Schlagwortwolke auf dem Cover und genau zu diesen Themen erwartet der Leser nun Beiträge der über Fünfzigjährigen, die solche Fähigkeiten besitzen.

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HexenLust 2 von Sharon York

HexenLust 2Es ist noch nicht lange her, dass Nikolai, der zweite Sohn des Teufels, von Isabelle in die Hölle geschickt wurde. Seitdem ist es ruhiger geworden im Zirkel und Isabelle hat ausnahmsweise so etwas wie Freizeit. Beruflich läuft es bei ihr besser als je zuvor, denn ihre Kräfte als Hexe wachsen stetig. Seit einigen Monaten hat sie eine Beziehung mit Maddox, einem Reaper des Zirkels mit magischen Fähigkeiten und Erfahrungen in der Hölle. Denn auch er ist ein Sohn des Teufels, der sich jedoch für einen anderen Weg entschieden hat als sein Vater und dafür in der Hölle mit Folter, Entbehrungen und ewigen Qualen bezahlen musste. Die beiden treffen sich regelmäßig und wollen eine gemeinsame Urlaubsreise nach Mexiko unternehmen.

Doch was dann passiert, ist für Isabelle unfassbar, denn am Tag der Abreise erscheint Maddox in einem erbärmlichen Zustand am Flughafen und beendet ihre Beziehung. Ihre beiden Freundinnen Ira und Bianca überreden sie den geplanten Urlaub in Mexiko stattdessen zusammen mit ihnen zu verbringen.

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Boxenstopp von Christiane Neudecker

BoxenstoppEine Fernsehmoderatorin wird in dem Roman „Boxenstopp“ von Christiane Neudecker für ein Event in Portugal gebucht, wo kaufwilligen Händlern der P7, das neueste Modell von Schneyder Motors, auf der Rennstrecke in Estoril vorgestellt wird. Obwohl die Moderatorin auf die Annäherungsversuche von Dr. Kilian Kaysert, dem Vorsitzenden von Schneyder Motors, nicht eingeht, lässt er nicht locker. Denn er ist gewohnt, immer alles zu bekommen, was er will und ist davon überzeugt, dass alles einen Preis hat. Auch Frauen! Als die Moderatorin vom Leiter des Produktmarketings hört, dass sie nun dem Boss gehören soll und dieser gewohnheitsmäßig nie für etwas eine Begründung abgibt, nimmt sie das nur ungläubig zur Kenntnis. Allerdings hat sie die Macht von Kaysert und die Drohung, dass ihre Schonzeit vorbei ist, gehörig unterschätzt!

Im darauf folgenden Jahr fliegt die Moderatorin noch einmal privat nach Portugal und quartiert sich in Estoril wieder ins Hotel Atlântida ein. Um rückblickend zu verstehen, was im letzten Jahr mit ihr geschah, bezieht die stark Abgemagerte sogar dasselbe Zimmer.

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Zechenbrand von Margit Kruse

Zechenbrand„Zechenbrand“ ist der zweite Buer-Krimi von Margit Kruse mit der taffen Hobbyermittlerin Margareta Sommerfeld, die inzwischen von der Verkäuferin in der Süßwarenabteilung bei Hertie in ein Geschäft für Damenoberbekleidung gewechselt hat. Ihre leidenschaftliche Beziehung mit Karol aus dem Roman „Eisaugen“ fand ein jähes Ende, als sich dieser nach seinem beruflichen Aufstieg in eine Affäre mit seiner Sekretärin gestürzt hat und Margareta ist wieder einmal solo. Deshalb verbringt sie viel Zeit bei ihrem Bruder, der in einer alten Zechensiedlung in Hassel neben der stillgelegten Zeche Bergmannsglück lebt. Die Gebäude der ehemaligen Zeche sollen abgerissen werden, denn auf dem Gelände will die Wessel Rohr & Co.KG aus Dortmund eine neue Produktionsstätte errichten. Eine Bürgerinitiative der Anwohner möchte die historischen Gebäude erhalten, um dort eine Begegnungsstätte einzurichten.

An einem Samstagnachmittag ist Margareta in die Hasseler Zechensiedlung bei ihrem Bruder Gisbert, der sie wieder einmal verkuppeln will, zum Grillen eingeladen. Als das Grillfeuer bereits erloschen ist, kommen Kevin, der Sohn des Nachbarn Norbert Koslowski, und seine Kumpels aus dem Stadion zurück, um mit einem Kasten Bier den Sieg von Schalke 04 an einem Lagerfeuer auf dem ehemaligen Zechengelände zu feiern.

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Antonia auf Abwegen von Annette Sand

Antonia auf AbwegenDie Journalistin Antonia Weißenbach blickt in der Erinnerung zurück auf ihre Kindheit. Sie denkt an alte Schulkameraden und besonders eine ehemalige Lehrerin, Frau Drumme, die ihr das Leben zur Hölle machen konnte. Als Antonia langsam erwachsener wurde, wollte sie die Welt verändern. Ihre Gedanken schweifen heute zurück zu den 68er Revolten, zu Rudi Dutschke, der RAF um Andreas Baader und Ulrike Meinhof sowie zu der Schleyer-Entführung.

Bei Hanns, der sie einfach „mein Mädchen“ nannte, entdeckte sie das Manifest von Marx und Engels, während sich ihr Hass auf die bürgerliche Gesellschaft steigerte. Im Jahr 1982 wurde Kohl zum Bundeskanzler gewählt, was sie für einen schlechten Witz hielt. Antonia erinnert sich, dass sie mit Hanns gerne die Doors, Jimi Hendrix oder auch Pink Floyd gehört hat. In der Politik tauchten neue Namen wie Petra Kelly und Otto Schily am Horizont auf.

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Leichtmatrosen von Tom Liehr

LeichtmatrosenVier Männer, die außer Badminton nichts verbindet, unternehmen eine zehntägige Bootstour auf der Havel in Brandenburg. Patrick, der als Lektor arbeitet, hat soeben erfahren, dass ihn seine Freundin Cora, eine bekannte Popmusikerin, offensichtlich betrügt. Er ist froh, auf diese Weise dem Alltag entfliehen zu können und kauft reichlich Mousse au Chocolat als Proviant für die Fahrt ein. Mit von der Partie ist der evangelische Pfarrer Jan-Hendrik, kurz Henner, der weder schwimmen kann, noch vor dem Essen betet. Mark, der gerne mal kokst, kann alles und nichts, denn wovon er lebt, weiß eigentlich keiner so genau. Schließlich kommt mit Simon ein Handyfanatiker an Bord, der seine Finger weder von Zigaretten, noch von Frauen lassen kann und bevor er ein paar gewerbsmäßige Mädels für eine Nacht aufs Boot holt, klärt er Patrick, Henner und Mark über seine diesbezügliche, hemmungslose Sicht der Dinge auf. Für Patrick stellt sich nach einer ausschweifenden Orgie die Frage der eigenen Selbstachtung, zumal er von Pfarrer Henner etwas Überraschendes über seine Freundin Cora erfährt.

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