Kaum ein Besucher der Stadt Münster kann sich dem Blick auf den Turm der Lambertikirche entziehen, wie er sich aus Richtung Prinzipalmarkt stellt. Hoch oben über der Kirchturmuhr sind immer noch die drei Eisenkörbe angebracht, die den drei Wiedertäufern Bernhard Krechting, Bernd Knipperdolling und Johann Bockelson, allen nur unter Jan van Leiden bekannt, seit ihrer barbarischen Hinrichtung am 22. Januar 1536 als letzte Ruhestätte dienten. Werner Rumphorst geht in seinem Roman nicht ohne Humor der Frage nach, ob man die Käfige nicht einer „Wiederverwendung“ zuführen kann.
Die eigentliche Handlung ist schnell erzählt: Die angehende Lehramtsstudentin Ella erwartet ihr erstes Kind. Francesco, der werdende Vater, verdient als Informatiker wenig. So macht sich Ella gemeinsam mit ihrer liebenswerten Großmutter Annegret Gedanken darüber, wie sie ihr Studium nach der Geburt des Kindes fortsetzen kann, was wohl nur mit einer Tagesmutter zu bewerkstelligen ist.
Luise Temmen, vierundfünfzig Jahre und seit fünf Jahren geschieden, wird in der Badewanne eines Rostocker Hotels ermordet aufgefunden. Sie war die Vorsitzende einiger Stiftungen und hatte Einfluss auf Wirtschaft und Politik in der Landeshauptstadt Schwerin. Die Todesursache war vermutlich Erwürgen. Denn sie wurde entkleidet, in die Badewanne gelegt und ihre Pulsadern aufgeschnitten, wobei man ihr die Kehle zudrückte. Einige persönliche Wertsachen wurden gestohlen, doch vom Täter fehlt jede Spur. Die Überwachungskameras zeigen einen mit Hut und Mantel vermummten jungen Mann, der mit dem Aufzug in die Etage fährt und einige Zeit später das Hotel wieder verlässt. Eine der gestohlenen Kreditkarten wurde benutzt, um ein Mecklenburg-Vorpommern-Ticket zu kaufen und deshalb weiß die Rostocker Kripo nicht, wohin der Mörder gefahren ist.
Ergreift ein Unschuldiger die Flucht, wird ihm genau das zur Last gelegt. Denn wäre er unschuldig, so die Behauptung, hätte er keinen Grund zur Flucht gehabt. Ähnlich argumentieren wir, wenn uns jemand etwas verschweigt. Gerade „Das Verschwiegene“ gibt Anlass zu Spekulationen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und ein Urteil ist gesprochen. Um diese Thematik geht es auch in dem Roman von Linn Ullmann.
Nick Wright ist der Held, oder besser gesagt der ewige Loser in dem Comic-Roman „Super Nick – Bis später, ihr Pfeifen“ von Lincoln Peirce. Zu Hause muss er neben seinem Vater seine 15-jährige Schwester Ellen ertragen und in der Schule scheint der Sechstklässler auch nur vom Pech verfolgt. Gerade ist er aus einem Traum mit dem Horrorszenario erwacht, dass seine Lehrerin Mrs. Godfrey einen Heimatkundetest schreiben lassen will, da holt ihn schon die Realität ein. In Gedanken geht er sämtliche Möglichkeiten durch, damit er den Test nicht mitschreiben muss, denn eine weitere schlechte Note hat Nachhilfe zur Konsequenz. In seiner Verzweiflung denkt er sogar daran, sich selbst eine Entschuldigung mit gefälschter Unterschrift zu schreiben.
In dem neuen Baccus-Borg-Krimi „Eisige Rache“ von Elke Schwab haben sich die Bewohner von Wadern-Buweiler gerade von der Aufregung um einen Verkehrsunfall erholt, bei dem Aline Konrad schwer verletzt wurde und nach einem Jahr im Koma verstarb, da erschüttert das Örtchen im Saarland eine Mordserie. Kriminalkommissar Theo Borg ist mit seinem Kollegen Lukas Baccus im Schneegestöber auf dem Weg nach Buweiler zu seiner Tante. Plötzlich gerät ihr Fahrzeug unter Beschuss und auf der Flucht vor ihrem Verfolger suchen sie Schutz in einer Blockhütte. In dieser gottverlassenen Gegend funktioniert kein Handy und ihre Dienstpistolen haben sie nicht bei sich. Doch sind sie nicht die Einzigen, auf die es der Schütze abgesehen hat, denn ein Mann bricht vor ihren Augen tot zusammen.
Jeff Armstrong ist der Sänger einer Rockband, der von allen nur Bones genannt wird. Er ist ein Hüne mit langen, schwarzen Haaren und einem muskulösen Körper, der alle überragt. Als er ziemlich betrunken von einem Straßendealer um fünfhundert Pfund geprellt wird, will er ihm eine Lektion erteilen und wird dabei durch einen Messerstich verletzt. Sein Manager Woodrow schleppt ihn mitten in der Nacht zu der Praxis von Dr. Ivy Newman, die sich zu dieser späten Stunde noch durch einen Stapel Papiere arbeitet. Nachdem die Ärztin die Wunde genäht hat, legt sie Bones einen Verband an. Außerdem soll er, wenn er wieder nüchtern ist, zu einer Nachuntersuchung in die Praxis kommen.
Im Oktober 1147 wird die Klosterschülerin Laetitia aus dem Kloster Paraklet in der Champagne von ihrer Äbtissin Heloïse nach Trier geschickt, um dort von dem Kaufmann Burkhard einige Briefe, die sie einst dem wegen Häresie verurteilten Geistlichen Petrus Abaelardus geschrieben hat, zu erwerben. Für ihre Mission hat ihr die Äbtissin drei Smaragde gegeben, für die sie im Gegenzug die Briefe erhalten soll. Laetitia, die durch eine Intrige der Base ihrer Mutter um ihre legitimen Ansprüche gebracht wurde, erhofft sich als Lohn ein Noviziat im Kloster. Sie will Nonne werden und vielleicht einmal Bibliothekarin, denn Bücher liebt sie mehr als alles andere. Doch als sie sich am Abend zum Haus des vermögenden Kaufmanns begibt, beobachtet sie einen Mann, der im Schutz der Dunkelheit ebenfalls den Kaufmann Burkhard in seinem Haus aufsucht und nach einiger Zeit wieder herausgestürmt kommt. Als Laetitia das Haus betritt, findet sie den sterbenden Burkhard in einer Blutlache und kann im letzten Augenblick vor den Wachleuten des Erzbischofs Albero fliehen. 
